Innenminister Jurij Luzenko brachte gestern beim Kabinett den vom Innenministerium überarbeiteten Entwurf der Regierungsanordnung “Zur Einbringung von Änderungen in die Regeln des Straßenverkehrs” ein, welcher die Erhöhung der Geschwindigkeiten im Verkehr vorsieht. Im Ministerium stimmte man zu, die zulässigen Höchstgeschwindigkeiten auf Straßen mit Mittelstreifen außerhalb von Ortschaften von 90 km/h auf 110 km/h hochzusetzen. Die maximal erlaubte Geschwindigkeit in Ortschaften bleibt bei 60 km/h. Das Dokument welches vom Innenministerium vorbereitet wurde, rief keinen Widerspruch bei Premierministerin Julia Timoschenko hervor.
Das Dokument des Innenministeriums bringt spürbare Änderungen in den Entwurf der Anordnung zur Eintragung von Änderungen in die Regeln des Straßenverkehrs, der auf der Sitzung des Ministerialkabinetts am 5. März von der Leiterin des Staatlichen Ausschusses zu Fragen der Regulierungspolitik und des Unternehmertums, Alexandera Kushel, präsentiert wurde, ein. Er sieht insbesondere die Erhöhung der erlaubten Geschwindigkeit auf Straßen der ersten technischen Kategorie mit Mittelstreifen außerhalb von Ortschaften von 90 auf 110 km/h vor. Im Entwurf schlug Kushel vor die Geschwindigkeit innerhalb der Grenzen von Ortschaften mit einer Geschwindigkeit von bis zu 70 km/h zuzulassen (derzeit 60 km/h). Auf Straßen mit sechs oder mehr Spuren in beiden Richtungen 80 km/h und wenn entlang der Straße ein “Leitplanke” (отбойник) aus Beton errichtet wurde – 90km/h. Auf den Straßen außerhalb von Ortschaften (mit Ausnahme von Autobahnen) sollten Transportmittel, außer Bussen, Kleinbussen, LKWs und Autos mit Fahrern die weniger als zwei Jahre Fahrpraxis haben, die Geschwindigkeit auf 110 km/h erhöhen können (derzeit 90 km/h).
Der Entwurf von Alexandera Kushel wurde zur Abstimmung in das entsprechende Ministerium und die zugehörigen Behörden gesandr. Das Innenministerium trat sofort gegen die Erhöhung der Geschwindigkeitsbegrenzungen ein. Der Innenminister, Jurij Luzenko, sich auf statistische Daten zu Vorfällen im Straßenverkehr berufend, erklärte, dass die vorgeschlagene Erhöhung der zulässigen Grenzgeschwindigkeiten “zu einem Anstieg der Unfallhäufigkeit auf den Straßen führt und die Schwere der Folgen von Verkehrsunfällen erhöht”. Gestern nach der Sitzung des Kabinetts den überarbeiteten Entwurf der Anordnung kommentierend, merkte er an, dass das “Ministerium bereit ist einer Erhöhung der Geschwindigkeiten nur auf den dafür geeigneten Straßen zuzustimmen, die nicht durch Ortschaften verlaufen”. “Das heißt auf 90 km/h plus 20 km/h erweiterter Überschreitung. Am Ende – 110 km/h. Was die Städte betrifft, so kann man eine solche Erhöhung nicht zulassen”, unterstrich der Minister. Er fügte ebenfalls hinzu, dass das heute existierende Straßennetz für die Geschwindigkeitsanforderungen der charakteristischen Verkehrsströme der 60er Jahre des letzten Jahrhunderts projektiert und gebaut wurde, mit einer Geschwindigkeit von 60 km/h für Straßen in Siedlungen und 90 km/h für Straßen der allgemeinen Nutzung.
Den Ergebnissen der Regierungssitzung nach, wies Premierministerin Julia Timoschenko das Innenministerium an zusätzliche Konsultationen zu den Änderungen in den Verkehrsregeln durchzuführen. Luzenko teilte Journalisten mit, dass die Premierin keinerlei Anmerkungen zu dem von ihm eingebrachten Entwurf hatte: “Die Änderungen werden auf der nächsten Sitzung des Kabinetts (25. März) geprüft”.
Jurij Luzenko wird vom Präsidenten der Allukrainischen Assoziation für Verkehrssicherheit, Michail Berlin, unterstützt. Er hält ebenfalls eine Erhöhung der Geschwindigkeiten für unzulässig. “Internationale Experten hinzuziehend, möchte die Assoziation eine Senkung der erlaubten Geschwindigkeiten erreichen. Geschwindigkeitsüberschreitungen verursachen mehr Todesfälle als der Konsum von Alkohol oder Drogen”, erklärte Berlin dem “Kommersant-Ukraine“.
Derweil erläuterte Alexandera Kushel dem “Kommersant-Ukraine“, dass die Änderungen in den Verkehrsregeln von der Notwendigkeit der Regelung der “Strafrelationen” hervorgerufen wurden. “Beispielsweise fährt auf dem Prospekt Pobedy/des Sieges in Kiew niemand mit 60 km/h. Demnach kann man jeden abstrafen”, betonte Kushel. Ihren Worten nach, geht im vorliegenden Fall die Rede von “der normalen Praxis, die überall auf der Welt Anwendung findet” und “das Gerede von der Unfallhäufigkeit ist ohne Grundlage, in einen Unfall kann man bei jeder Geschwindigkeit verwickelt werden”.
Alexander Rjabtschenko, Alexej Gushba
Quelle: Kommersant-Ukraine


Forumsdiskussionen
Bernd D-UA in Berichte und Reisetipps • Re: An welchem Grenzübergang zwischen Polen und der Ukraine geht es am schnellsten?
„Bin am Montag 15.6.26 um 8 Uhr in Urgyniw ausgereist, das erste Mal an einem Montagmorgen ca. 15 Fahrzeuge vor mir, bin sonst der Erste oder Zweite, egal, nach ca 20 Minuten wurde dann die nächste Welle...“
lev in Berichte und Reisetipps • Re: An welchem Grenzübergang zwischen Polen und der Ukraine geht es am schnellsten?
„Derzeit, ist es überall sehr voll an den Grenzen Ukraine/ Polen. Zb. Krakovets 100 PKW ca. 10 h Wartezeit. Wollen Montag rüber, versuchen es sehr früh.“
lev in Berichte und Reisetipps • Re: An welchem Grenzübergang zwischen Polen und der Ukraine geht es am schnellsten?
„Haben noch vor der Grenze im Wohnmobil geschlafen. 600 km am Stück mit 90 km/h, da wollten wir nicht noch stundenlang an der Grenze stehen. War am Abend voll 55 PKW, laut Info. Am Montag früh gegen 10...“
Bernd D-UA in Berichte und Reisetipps • Re: An welchem Grenzübergang zwischen Polen und der Ukraine geht es am schnellsten?
„Der Blockposten zwischen Ustyluh und Urgyniw an der Oblastgrenze hat mich, das war jetzt aber nur einmal, auch nach 23 Uhr passieren lassen, lässt für mich den Schluss zu, auch hier ist 24/7 passierbar.“
Bernd D-UA in Berichte und Reisetipps • Re: An welchem Grenzübergang zwischen Polen und der Ukraine geht es am schnellsten?
„Kann nur zum Blockposten vor USTYLUH sagen, der ist geöffnet 24/7 und der Blockposten vor URGYNIW schließt von 23.00 Uhr bis 04:00 Uhr. (Fahrtrichtung Grenze/Ausreise); Wer in Richtung Landesmitte fährt,...“
Bernd D-UA in Berichte und Reisetipps • Re: An welchem Grenzübergang zwischen Polen und der Ukraine geht es am schnellsten?
„Ja, der Grenzübergang in Ustyluh ist echt toll geworden, ich habe letztens den Spaß gemacht und angedeutet, dass wohl jetzt die Polen eifersüchtig sind auf diese Arbeitsplätze. Die Zöllnerin hat zustimmend...“
lev in Berichte und Reisetipps • Re: An welchem Grenzübergang zwischen Polen und der Ukraine geht es am schnellsten?
„Fahre am Sonntag nach Lwiw und will noch am späten Abend einreisen. Hat da jemand Erfahrung wegen der Wartezeiten und ist dann die Weiterfahrt wegen der Sperrstunde nicht möglich ?“
Bernd D-UA in Berichte und Reisetipps • Re: An welchem Grenzübergang zwischen Polen und der Ukraine geht es am schnellsten?
„Montag letzte Woche 11 Uhr, komplett, von Schranke zu Schranke in 21 Minuten, optimal. Ansonsten für diesen Zeitpunkt 30 bis max 40 Minuten einplanen“
Bernd D-UA in Berichte und Reisetipps • Re: An welchem Grenzübergang zwischen Polen und der Ukraine geht es am schnellsten?
„Ich schau immer bei ... ... , finde es nicht schlecht, liegt meiner Meinung nach nie KRASS daneben, DIE gemeldeten Zahlen kann man zumindest für eine seriöse Entscheidungsfindung heranziehen.“
Bernd D-UA in Berichte und Reisetipps • Re: An welchem Grenzübergang zwischen Polen und der Ukraine geht es am schnellsten?
„Hallo Handrij, Bin letzten Freitag am Abend um 22 Uhr ausgereist. In 40 Minuten total, am Freitag! Ich schildere nochmals den Ablauf, damit der optimale Ablauf nachvollziehbar wird. Ankunft vor dem Grenzübergang,...“