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Das Russland, das wir verlieren werden

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Wladimir Putin auf seiner Jahresendpressekonferenz 2016Wladimir Putin auf seiner Pressekonferenz zum Ende des Jahres 2016, Quelle: kremlin.ru
Die Ukrainer schauen aus vielen Gründen in das kommende Jahr mit verhaltenem Pessimismus. Jedoch galt eben 2017 vor einigen Jahren als das Jahr, das alle unsere Probleme lösen wird. Die allwissenden Experten prognostizierten, dass 2017 dem Kreml das Geld ausgeht, dem Bankrott des Nachbarregimes folgt der Zerfall Russlands und wir werden schlussendlich den angeborenen Feind los.

Mit der Annäherung an das heiß ersehnte Datum wurden die Prognosen weniger, doch der Glaube selbst an den kommenden Zusammenbruch der Russischen Föderation elektrisiert die Ukrainer weiter. In den vergangenen Jahren verwandelte sie sich in eine eigenartige zivile Religion, zu der man sich in patriotischen Kreisen bekennt. Für viele von uns wurde der Zerfall Russlands zur Verwirklichung einer höheren Gerechtigkeit, einem Schlüssel für eine ungestörte Existenz, der irdischen Analogie des Himmelreichs. Das wirkliche Leben in der Ukraine beginnt dann, wenn der verbrecherische nördliche Nachbar sein Leben in blutigen Krämpfen aushaucht und je schrecklicher sein Ende wird, um so besser!

Bekanntlich endet der russische Demokrat bei der ukrainischen Frage und für uns wird es sogar schwierig, eine gemeinsame Sprache mit den konsequenten Kremlgegnern zu finden. Doch oftmals endet der ukrainische Demokrat genauso bei der russischen Frage, da er keine andere Lösung dieser Frage sieht, als das Abrutschen der Russischen Föderation in blutiges Chaos.

Es versteht sich von selbst, dass eine derartige Position es nicht gestattet sich mit den Gegnern Putins auf eine gemeinsame Sicht der Zukunft zu einigen: Bürgerkrieg und Zerfall des Staates sind für jeden Russen unannehmbar, unabhängig von seinen politischen Ansichten. Überdies ist eine derartige Entwicklung der Ereignisse absolut inakzeptabel für den Westen: Nichts schreckt westliche Analysten mehr, als ein Zerfall Russlands in Einzelteile und eine Verbreitung seines Atomarsenals. Somit sind wir verdammt dazu, von einer Desintegration der Russischen Föderation in stolzer Einsamkeit zu träumen.

Doch wäre ein Versinken Russland im Chaos wirklich vorteilhaft für die Ukrainer? Was steht hinter den einheimischen Träumen von einem Zerfall der Russischen Föderation: eine nüchterne Kalkulation oder dennoch unsere Emotionen? Haben wir die realen Folgen eines solchen Szenarios berücksichtigt? Oder wollen wir nur, dass die russische Gesellschaft in voller Höhe für die Handlungen des Kremls bezahlt, damit der Nachbar alle Vorzüge des Krieges und der „Volksrepubliken“ an der eigenen Haut erfährt?

Man glaubt, dass eine innere Destabilisierung den aggressiven russischen Bären besänftigt und er seine Nachbarn nicht mehr terrorisieren kann. Doch wird diese populäre These nicht von der historischen Erfahrung bestätigt. 1917 schien es, dass das russische Chaos eindeutig den Anhängern einer unabhängigen Ukraine in die Hand spielt. Wenn mit der Provisorischen Regierung wenig erfolgreiche Verhandlungen über eine Autonomie geführt wurden, so erlaubten der bolschewistische Umsturz in Petrograd und die nächste Stufe der Destabilisierung es die Ukrainische Volksrepublik auszurufen.

Leider Gottes hielt das Glück nicht lange an: Sehr bald schlug das russische Chaos auch auf die Ukrainer zurück. Die Ukraine wurde leicht mit dem Bolschewismus infiziert und verwandelte sich danach in ein Schlachtfeld zwischen den Revolutionären Lenins und den russischen Weißgardisten. Das Prinzip „Russland hat keine Zeit für die Nachbarn, es hat genügend eigene Probleme“ funktionierte aus irgendeinem Grunde nicht.

Es funktionierte auch am Anfang der 1990er nach dem Zerfall der UdSSR nicht. Ungeachtet der scharfen Krise der russischen Staatlichkeit fand Moskau Zeit sowohl für Moldau, Georgien, Karabach und Tadschikistan.

Vor dem Hintergrund der wachsenden inneren Destabilisierung griff General Lebed die moldauische Armee in Transnistrien an, Vizepräsident Ruzkoj gab den Angriffsbefehl auf die georgischen Kräfte in Südossetien und die russische Luftwaffe bombardierte die Regierungseinheiten in Abchasien.

Im damaligen Russland – einem ruinierten, von Widersprüchen zerrissenen, das die Kontrolle über die ehemaligen Provinzen verliert – blieb nichts anderes, als ein Haufen an sowjetischen Waffen. Und dieses einzige Instrument wurde aktiv gegen die schwächeren eingesetzt, um wenigstens die Illusion der vorherigen Stärke und des vorherigen Einflusses zu wahren.

Ja, in diesen unruhigen Jahren vermied die unabhängige Ukraine die nachbarlichen Aggressionen. Doch ausgehend vom heutigen Tage zurückblickend, begreifen wir: Damals in den 1990ern hatten die Ukrainer einfach nur Glück. Und darauf zu zählen, dass wir ein zweites Mal davonkommen, braucht man nicht mehr. Die Ukraine ist für Russland ein klarer Feind geworden, der Donbass und die Krim zu bereiten militärischen Brückenköpfen und die geladene Flinte, die über der Bühne schwebt, kann in einer Extremsituation nicht anders als schießen.

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Wenn der Kreml, der mit einer sich nähernden Katastrophe konfrontiert ist, alles auf eine Karte setzt, dann wird sein letzter Einsatz sicher die Ukraine sein. Wenn in Russland wirkliches Chaos mit blutigem Gemetzel, unkontrollierten bewaffneten Gruppierungen und Massen wahnsinniger Flüchtlinge herrscht, dann werden sich all diese Freuden mit einer großen Wahrscheinlichkeit auf die Ukraine ausbreiten. Wenn auf den Ruinen des putinschen Imperiums sich ein Kampf der Clans entfaltet und eine der Seiten seine Binnenlegitimität mit Militäraktionen im Ausland stärken möchte, so wird die Ukraine zum Hauptziel. So oder so, die Trümmer des zusammenbrechenden Russlands werden uns sehr schmerzhaft treffen. Und ein derartiges Szenario erfordert von den Ukrainern mehr Beständigkeit und Kraft, als die derzeitige hybride Konfrontation.

Kann die Ukraine vom Niedergang des Nachbarn profitieren? Fraglos ja, doch muss dabei berücksichtigt werden, dass die eiserne Regel „je schlechter für Russland, um so besser für die Ukraine“ im Falle des Bankrotts des putinschen Regimes aufhört zu funktionieren.

Und sowohl für die Russen selbst als auch für die Ukrainer ist ein weicher Kollaps der Russischen Föderation vorzuziehen: Ohne außer Kontrolle geraten der Situation, ohne massenhaftes Blutvergießen, aber mit handelnden Pragmatikern im Kreml und einer schrittweisen Aufgabe von Positionen im Austausch für materielle Zugeständnisse. Leider Gottes ist unbekannt, ob Russland fähig ist zu einem schonenden Szenario zu kommen, nach all dem, was Putin & Co. angerichtet haben. Daher müssen sich die Ukrainer eher auf die schlechteste Variante der Entwicklung der Ereignisse einstellen.

Und vor allem muss auf den Gedanken verzichtet werden, dass ein hypothetischer Zerfall der Russischen Föderation für uns ein Geschenk des Schicksals, eine Erlösung von allen Nöten und der Lösung aller Probleme sein wird. Der Zusammenbruch der benachbarten Nichtganzsupermacht, ist eine ernste Herausforderung, auf die sich die Ukraine bereits heute vorbereiten muss. Denn Morgen könnte es bereits zu spät sein.

23. Dezember 2016 // Michail Dubinjanskij

Quelle: Ukrainskaja Prawda

Übersetzer:   Andreas Stein — Wörter: 1003

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„Bei Ankunft am Blockposten im Internet (nakordoni.eu) 4h Wartezeit und 40 PKW am Grenzübergang, einen Teil der Wartezeit sitzt man am Blockposten ab, die halten die PKW Warteschlange von dem eigentlichen...“

„Auch wenn ich diese Verbindung toll finde, hätte ich ehrlicherweise Angst, von Polen aus in die Ukraine zu reisen. Die Polen werden immer gewaltsamer gegen Ukrainer und ukrainische Projekte. Außerdem...“

„Ich dachte z.B. Krakovetz hat diese Spur nicht, jedenfalls bin ich in 2025 mit allen anderen bei den Ukrainern durchgeschleust worden, anschließend bei den Polen EU Spur..“

„ Hallo julib77,

Bzgl. Ausreisen mit PKW nach Polen möchte ich Dir deutlich widersprechen, ich weiß nicht woher Du Deine Informationen beziehst.

Schau einfach hier einmal Thread nach "An welchem Grenzübergang geht's am schnellsten? Da musst Du nicht suchen, der steht derzeit auch immer weit oben. Auch wenn wir da, nur über die Abläufe und die Wartezeiten berichten, findest Du nicht einen Kommentar darüber, dass Ukrainer schlecht behandelt werden. (2025 bis heute, ca. 25 Ein- und Ausreisen)

Ich kann nur sagen, ich beobachte keinerlei Repressalien, ganz im Gegenteil, die Ukrainer werden respektvoll behandelt, ist stelle keinen Unterschied zu mir als Deutschen fest. Das einzig berichtenswerte ist, dass die meisten Ukrainer-Innen fotografiert werden, bei der Ein - und Ausreise. Dieser Vorgang läuft professionell ab, ich kann dabei keine "Erniedrigung " beobachten, es wird gelacht und gescherzt dabei und die Frauen richten ihre Haare etc. Damit es ein 'schönes" Bild gibt.

Bzgl. Ungarn kann ich nur von einer Einreise berichten in 2025 (noch unter Orban), an dem mir sehr gut bekannten Grenzübergang "Lushanka" (Berehove HU), die Ausreiseseite kann man beobachten, ich kann nichts berichten, d.h. für mich normale Abläufe bei der Ausreise, wie auch bei der Einreise. Normale PKW Schlange, ganz im Rahmen. Kurz um, mir ist damals nichts aufgefallen. Alles war SICHER, wie die letzten 70 Mal, als ich den Grenzübergang von 2004 an bis 2025 überquert habe. Ein- und Ausreise.


„Ich werde am Sonntag ca. 12 Uhr auch wieder in Uhryniw Ausreisen. Dazu mal eine Frage, in Uhrnyiw gibt es ja die besagte EU-Spur, die ja durchweg bei den Ukrainern und den Polen die Ausreisezeit doch erheblich...“

„Auch wenn ich diese Verbindung toll finde, hätte ich ehrlicherweise Angst, von Polen aus in die Ukraine zu reisen. Die Polen werden immer gewaltsamer gegen Ukrainer und ukrainische Projekte. Außerdem...“

„Ups, ja. Irgendwie war zwar die Rede von einem durchgängig buchbaren Fahrschein, aber das bedeutet in der Tat wohl nicht auch zugleich eine unterbrechungsfreie und bequeme Fahrt mit der Bahn. Schade“

„Ja auf dem Papier sieht das wohl alles sehr einfach aus. Offenbar hat Leo da den Mund etwas zu voll genommen, scheint übrigens typisch für die private Verkehrsbranche zu sein. Soweit ich sehe hat sich...“

„Ja auf dem Papier sieht das wohl alles sehr einfach aus. Offenbar hat Leo da den Mund etwas zu voll genommen, scheint übrigens typisch für die private Verkehrsbranche zu sein. Soweit ich sehe hat sich...“

„ Obwohl der Leo-Express angeblich seit Juni den Betrieb auf dieser Strecke aufgenommen hat wird die "Bahnfahrt" über Przemysl nach UA wohl noch lange Zukunftsmusik bleiben.
Wie zu lesen ist gibt es noch nichtmal für das polnische Streckennetz eine Zulassung so daß derzeit dort wohl noch mit Bussen gefahren wird.


„изображение.png изображение.png Da muß man wohl mit den Daten etwas herumspielen ... Da wird wohl noch nicht täglich gefahren. Trotzdem Danke.“

Der Link zum Anbieter ist ja da.
Ist korrekt, aber ich finde man hätte trotzdem im Text gleich darauf hinweisen können.
War aber nicht "böse" gemeint ...
Bis jetzt sind die Tickets auch noch nicht auf der Webseite buchbar - warum auch immer ...
Hab´s versucht - bekomme aber immer angezeigt "auf dieser Strecke fahren wir nicht" :-([smilie=dntknw.gif]

„Man sollte aber explizit dazu schreiben, daß es ein Zug von LeoExpress ist - und nur auf deren Webseite kann man die Fahrkarten kaufen. Zumindest ist es die erste Umsteigefreie Verbindung von Deutschland...“

„Vielen Dank, mit einem Briefchen meiner Frau im Gepäck gab es keine Probleme“

„Am besten wäre natürlich, wenn die Frau mit dabei ist. Alleinreisende Männer stehen schließlich immer unter Verdacht.“

„Kein Zoll. Du musst an sich nur sagen dass das privat ist und du nicht damit handeln willst. So lange das nicht Originalverpackt ist und ersichlich das nicht neu sollte es keine Probleme geben“

„Hallo Leute, ich weiß nicht, ob ich hier richtig bin mit meiner Anfrage. Ich möchte 4 Umzugskartons mit gebrauchter Straßen Kleidung bei der Einreise in die Ukraine mitnehmen. Es ist gebrauchte Kleidung...“

„Wir sind mit unserem Wohnmobil, wie geplant am Montag 15.6. in Krakovets rüber. Sehr zeitig los gegen 5 Uhr in der Früh. Mit sehr sehr wenig Verkehr, super bis zur Grenze. Nur 8 PKW vor der Schranke....“