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Timoschenko-Prozess: Ex-Premierin fordert Wiederaufnahme der Liveübertragungen aus dem Gerichtssaal

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Am letzten Freitag weigerte sich das Petschersker Stadtbezirksgericht in Kiew die Fernseh- und Radioübertragung des Gerichtsprozesses im Strafprozess gegen die ehemalige Premierministerin Julia Timoschenko wieder aufzunehmen. Richter Rodion Kirejew bezeichnete diesen Antrag als vorzeitig, da vor das Gericht noch Zeugen geladen werden. Außerdem entschied er zum zwölften Mal die Sicherheitsmaßnahmen für die Angeklagte nicht zu ändern. Timoschenko forderte ihrerseits ein Ermittlungsverfahren gegen den Ermittler der Staatsanwaltschaft, Alexander Netschwoglod, einzuleiten, der ihren Worten nach noch im Stadium der Vorermittlungen die Anweisung zu ihrer Beschattung „mit dem Ziel der Aufdeckung ihrer kriminellen Verbindungen“ gab.

Die Verhandlung des Petschersker Stadtbezirksgerichts, in der die Strafsache der Überschreitung der Vollmachten durch die ehemalige Premierministerin Julia Timoschenko bei der Unterzeichnung der Gasverträge mit Russland behandelt wurde, begann der vorsitzende Richter, Rodion Kirejew, mit der Prüfung des traditionellen Antrages der Verteidigung über die Ablehnung des Richters. Da damit jede Sitzung beginnt, verzichtete Richter Kirejew darauf in das Beratungszimmer zu gehen und ordnete vor Ort an den Antrag ohne Prüfung zu lassen.

Danach verkündete der Anwalt Julia Timoschenkos, Jurij Suchow, den Antrag über die Wiederaufnahme der Fernseh- und Radioübertragung des Gerichtsprozesses. Er erinnerte daran, dass der Zutritt für die Fernsehkameras lediglich für die Zeit der Zeugenbefragung verboten wurde, doch derzeit beschäftigt sich das Gericht mit dem Studium der Materialien der Angelegenheit (siehe “Kommersant-Ukraine” vom 26. August).

„Das Gericht erläutert nochmals“, sagte Rodion Kirejew müde, „nach dem Studium der Beweise kommen erneut Zeugen …“

„Doch das Gericht könnte mit seiner Anordnung erneut die Übertragung stoppen“, parierte der Anwalt. Seinem Kollegen eilte Nikolaj Siryj zu Hilfe, der angab, dass die Anklageerhebung in der Sache Julia Timoschenko „in der gesamten Ukraine übertragen wurde“, daher fordert die Verteidigung „die Gleichheit beider Seiten“. Die Argumente der Anwälte wirkten allerdings nicht auf den Richter.

„Nicht nur, dass die Verteidigung Anträge nicht dann stellt, wenn man dies tun kann …“, begann Rodion Kirejew sich zu empören, doch wurde er vom Anwalt Alexander Plachotnjuk unterbrochen.

„Euer Ehren, die Reihenfolge der Anträge wird nicht vom Vorsitzenden in der Strafsache festgelegt, sondern von der Strafprozessordnung“, sagte der Anwalt und fing mit der Verlesung der Erklärung an, in der darum gebeten wurde zu Julia Timoschenko ihren Leibarzt und ihre Krankenschwester zu lassen, wofür er vom Richter eine Bemerkung über „die Verzögerung der Sache“ erhielt. Das Thema der medizinischen Untersuchung regte Julia Timoschenko auf, die bis dahin ruhig das Studium der Materialien der Strafsache betrieben hatte.

„Ich möchte eine Erklärung abgeben. In einem derartigen Tempo wurde nicht eine Strafsache angehört! Und wenn Sie von einer Verzögerung reden. Heute ist der 11. Tag vom Moment meiner Mitteilung darüber, dass ich unbedingt mein Blut vertraulich abgeben muss“, sagte die Ex-Premierin, dabei die Betonung auf das Wort „vertraulich“ legend. Sie erläuterte ihre Forderung mit der Furcht des Verstoßes gegen die ärztliche Schweigepflicht durch die Spezialisten des Gesundheitsministeriums. Die Ex-Premierin fügte nervös hinzu, dass sie nicht wünscht, dass die Ergebnisse ihrer Analysen in den „Äußerungen der Präsidialadministration und den Pressekonferenzen der Staatsanwälte figurieren“.

Der emotionale Auftritt von Timoschenko, die dem Richter ebenfalls mitteilte, dass ihr persönlicher Arzt und ihre Krankenschwester sie nicht untersuchen konnten, obgleich sie in die spezielle medizinische Kommission des Untersuchungsgefängnisses aufgenommen wurden, rief eine nicht weniger emotionale Reaktion von Seiten des Richters hervor.

„Das Gesetz ist eines für alle! Sie vertrauen ukrainischen Richtern nicht, sie vertrauen ukrainischen Ärzten nicht, doch wem vertrauen Sie, Angeklagte?“, sagte Rodion Kirejew fast schreiend.

„Ich weiß nicht, woher Sie, Herr Richter, einem solch jungen Menschen, eine solche Brutalität und einen solchen Zynismus haben. Warum schüchtern Sie die Menschen ein?“, antworte die Ex-Premierin mit einer Frage auf die gestellte Frage.

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Gegen Ende der Sitzung forderte Julia Timoschenko die Einleitung eines Strafverfahrens gegen den Ermittler der Staatsanwaltschaft Alexander Netschwoglod. Ihren Worten nach wies der Ermittler noch im Stadium der Voruntersuchungen „mit dem Ziel der Aufdeckung ihrer kriminellen Verbindungen“ an, sie zu observieren. Timoschenkos Worten nach hatte „der SBU (Sicherheitsdienst der Ukraine) auf Befehl Netschwoglods erfahren, wo sie medizinisch behandelt wird und wer ihr behandelnder Arzt ist“. „Ich bitte darum meine Worte als Aussage über ein Verbrechen zu betrachten“, betonte Julia Timoschenko. Der nächste Antrag ihrer Verteidigung betraf die Änderung der verhängten Sicherheitsmaßnahmen von der Sicherheitsverwahrung zu einer Meldeauflage. Bekanntlich befindet sich Julia Timoschenko seit dem 5. August im Lukjanowkaer Untersuchungsgefängnis. „Es tut mir sehr leid, dass man Sie in diesem schmutzigen Spiel zum Instrument gewählt hat“, sagte sie Richter Kirejew. „Ich unterstütze den Antrag meiner Anwälte bedingungslos. Möglicherweise haben Sie genügend Mut, diesen Beschluss zu fällen, doch glaube ich ehrlich gesagt nicht wirklich daran“. Die Prognose der Ex-Premierin bewahrheitete sich. Richter Rodion Kirejew beließ zum zwölften Mal die Sicherheitsmaßnahme gegenüber Timoschenko ohne Änderung.

Olga Kurischko

Quelle: Kommersant-Ukraine

Übersetzer:   Andreas Stein — Wörter: 778

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Bislang glaubte ich daß man sich als Reisender zumindest in unmittelbarer Grenznähe sicher fühlen konnte ?


„Bei Ankunft am Blockposten im Internet (nakordoni.eu) 4h Wartezeit und 40 PKW am Grenzübergang, einen Teil der Wartezeit sitzt man am Blockposten ab, die halten die PKW Warteschlange von dem eigentlichen...“

„Auch wenn ich diese Verbindung toll finde, hätte ich ehrlicherweise Angst, von Polen aus in die Ukraine zu reisen. Die Polen werden immer gewaltsamer gegen Ukrainer und ukrainische Projekte. Außerdem...“

„Ich dachte z.B. Krakovetz hat diese Spur nicht, jedenfalls bin ich in 2025 mit allen anderen bei den Ukrainern durchgeschleust worden, anschließend bei den Polen EU Spur..“

„ Hallo julib77,

Bzgl. Ausreisen mit PKW nach Polen möchte ich Dir deutlich widersprechen, ich weiß nicht woher Du Deine Informationen beziehst.

Schau einfach hier einmal Thread nach "An welchem Grenzübergang geht's am schnellsten? Da musst Du nicht suchen, der steht derzeit auch immer weit oben. Auch wenn wir da, nur über die Abläufe und die Wartezeiten berichten, findest Du nicht einen Kommentar darüber, dass Ukrainer schlecht behandelt werden. (2025 bis heute, ca. 25 Ein- und Ausreisen)

Ich kann nur sagen, ich beobachte keinerlei Repressalien, ganz im Gegenteil, die Ukrainer werden respektvoll behandelt, ist stelle keinen Unterschied zu mir als Deutschen fest. Das einzig berichtenswerte ist, dass die meisten Ukrainer-Innen fotografiert werden, bei der Ein - und Ausreise. Dieser Vorgang läuft professionell ab, ich kann dabei keine "Erniedrigung " beobachten, es wird gelacht und gescherzt dabei und die Frauen richten ihre Haare etc. Damit es ein 'schönes" Bild gibt.

Bzgl. Ungarn kann ich nur von einer Einreise berichten in 2025 (noch unter Orban), an dem mir sehr gut bekannten Grenzübergang "Lushanka" (Berehove HU), die Ausreiseseite kann man beobachten, ich kann nichts berichten, d.h. für mich normale Abläufe bei der Ausreise, wie auch bei der Einreise. Normale PKW Schlange, ganz im Rahmen. Kurz um, mir ist damals nichts aufgefallen. Alles war SICHER, wie die letzten 70 Mal, als ich den Grenzübergang von 2004 an bis 2025 überquert habe. Ein- und Ausreise.


„Ich werde am Sonntag ca. 12 Uhr auch wieder in Uhryniw Ausreisen. Dazu mal eine Frage, in Uhrnyiw gibt es ja die besagte EU-Spur, die ja durchweg bei den Ukrainern und den Polen die Ausreisezeit doch erheblich...“

„Auch wenn ich diese Verbindung toll finde, hätte ich ehrlicherweise Angst, von Polen aus in die Ukraine zu reisen. Die Polen werden immer gewaltsamer gegen Ukrainer und ukrainische Projekte. Außerdem...“

„Ups, ja. Irgendwie war zwar die Rede von einem durchgängig buchbaren Fahrschein, aber das bedeutet in der Tat wohl nicht auch zugleich eine unterbrechungsfreie und bequeme Fahrt mit der Bahn. Schade“

„Ja auf dem Papier sieht das wohl alles sehr einfach aus. Offenbar hat Leo da den Mund etwas zu voll genommen, scheint übrigens typisch für die private Verkehrsbranche zu sein. Soweit ich sehe hat sich...“

„Ja auf dem Papier sieht das wohl alles sehr einfach aus. Offenbar hat Leo da den Mund etwas zu voll genommen, scheint übrigens typisch für die private Verkehrsbranche zu sein. Soweit ich sehe hat sich...“

„ Obwohl der Leo-Express angeblich seit Juni den Betrieb auf dieser Strecke aufgenommen hat wird die "Bahnfahrt" über Przemysl nach UA wohl noch lange Zukunftsmusik bleiben.
Wie zu lesen ist gibt es noch nichtmal für das polnische Streckennetz eine Zulassung so daß derzeit dort wohl noch mit Bussen gefahren wird.


„изображение.png изображение.png Da muß man wohl mit den Daten etwas herumspielen ... Da wird wohl noch nicht täglich gefahren. Trotzdem Danke.“

Der Link zum Anbieter ist ja da.
Ist korrekt, aber ich finde man hätte trotzdem im Text gleich darauf hinweisen können.
War aber nicht "böse" gemeint ...
Bis jetzt sind die Tickets auch noch nicht auf der Webseite buchbar - warum auch immer ...
Hab´s versucht - bekomme aber immer angezeigt "auf dieser Strecke fahren wir nicht" :-([smilie=dntknw.gif]

„Man sollte aber explizit dazu schreiben, daß es ein Zug von LeoExpress ist - und nur auf deren Webseite kann man die Fahrkarten kaufen. Zumindest ist es die erste Umsteigefreie Verbindung von Deutschland...“

„Vielen Dank, mit einem Briefchen meiner Frau im Gepäck gab es keine Probleme“

„Am besten wäre natürlich, wenn die Frau mit dabei ist. Alleinreisende Männer stehen schließlich immer unter Verdacht.“