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Ukrainische Inflationsrate sank im Juni unter zehn Prozent

ukrainische Inflationsrate von Januar 2006 bis Juni 2018

Im Juni sank die Inflationsrate erstmals seit September 2016 wieder unter die Zehnprozentmarke und lag bei 9,9 Prozent. Das Wirtschaftsministerium korrigierte seine Inflationserwartungen daraufhin nach oben. Die Zentralbank erwartet vorerst weiter für das Jahresende einen Anstieg der Verbraucherpreise von unter neun Prozent. Seit März 2014 verteuerten sich Produkte und Dienstleistungen zusammengefasst um über 130 Prozent.

Im Einzelnen haben sich Lebensmittel und nichtalkoholische Getränke im Jahresvergleich um 9,5 Prozent verteuert, während sie im Monatsvergleich um 0,5 Prozent billiger wurden. Am stärksten stiegen der Statistik zufolge die Preise für Eier mit 53,8 (-9,8 zum Vormonat), für Brot mit 17,7 (0,7), Fleisch und Fleischprodukte mit 17,5 (0,0) und Butter 17,0 (0,1) Prozent. Überdurchschnittlich teurer wurden Milch mit 16,4 (-1,7) und Käse mit 13,5 (-0,5) Prozent. Über das Jahr verbilligte sich allerdings Zucker um 20,5 (-0,8) und Gemüse mit 12,9 (-1,0) Prozent.

Preissteigerungen wurden nach weiteren Steuererhöhungen auch bei Alkohol- und Tabakwaren festgestellt. Diese wurden im Jahresvergleich um 18,3 Prozent und im Vergleich zum Vormonat um 1,6 Prozent teurer.

Die Preise für Schuhe und Kleidung blieben den Statistikern zufolge im vergangenen Jahr mit einem geringen Anstieg um 2,5 Prozent relativ stabil und im Vergleich zum Mai sanken sie sogar um 2,4 Prozent.

Die Wohnkosten erhöhten sich den Angaben des Statistikamtes zufolge um 4,7 Prozent im Vergleich zum Juni 2017 und lagen mit 0,3 Prozent leicht über dem Mainiveau. Hervor stechen die Preissteigerungen für Gebäudeinstandhaltung und Grundstückspflege mit einem Anstieg um 28,7 (2,1) Prozent, Wasser mit 12,1 (0,1) und Abwasser mit 10,6 (0,2).

Preisanstiege wurden im Jahresvergleich ebenfalls bei den Kosten für Restaurants und Hotels mit 15,9 (1,1), Bildung mit 15,3 (0,5), Transport mit 14,6 (0,6) und im Gesundheitsbereich mit 8,7 Prozent (0,1) verzeichnet. Kommunikationskosten und die Preise im Erholungs- und Kulturbereich stiegen mit 9,0 (0,3) beziehungsweise 3,7 Prozent (-0,2) im Jahresvergleich ebenfalls an.

Nach 24,9 und 43,3 Prozent für 2014 und 2015 nach einer kriegsbedingten massiven Abwertung der Landeswährung Hrywnja war die offizielle Inflationsrate 2016 zunächst auf 12,4 Prozent zurückgegangen und 2017 wieder auf 13,7 Prozent gestiegen. 2018 begann mit einer Erhöhung der Stromtarife für Industrie um 8-11 Prozent. Zu Beginn des Jahres wurde der Mindestlohn erneut auf 3.723 Hrywnja (etwa 110 Euro) erhöht. Im Juli steigen die Tarife für den öffentlichen Nahverkehr in der Hauptstadt Kiew. Vor den Präsidentschaftswahlen im März 2019 und den für Oktober 2019 erwarteten Parlamentswahlen wurden die Mindestrenten zum 1. Juli um 4,5 Prozent auf 1.435 Hrywnja (circa 47 Euro) angehoben und eine weitere Erhöhung für den 1. Dezember auf 1.497 Hrywnja (circa 49 Euro) angekündigt. Die durchschnittliche Rente soll der Regierung zufolge gerade bei 2.562 Hrywnja (circa 84 Euro) liegen.

Für 2018 erwartet das Wirtschaftsministerium aktuell Preissteigerungen von 9,9 Prozent. Die Zentralbank ist vorerst noch optimistischer und geht von anfänglichen 7,3 Prozent nunmehr von 8,9 Prozent mit weiter sinkender Tendenz in den Folgejahren aus.

Nachfolgend die Konsumentenpreise im Vergleich zum Vorjahr von 1991 bis heute, zum Vorjahresmonat von 2006 bis heute und im Vergleich zum Vormonat von 1992 bis heute.

Jahresinflationsraten seit 1991

JahrInflationsrate (von Dezember zu Dezember)
1991290,0
19922000,0
199310156,0
1994401,0
1995181,7
199639,7
199710,1
199820,0
199919,2
200025,8
20016,1
2002-0,6
20038,2
200412,3
200510,3
200611,6
200716,6
200822,3
200912,3
20109,1
20114,6
2012-0,2
20130,5
201424,9
201543,3
201612,4
201713,7

Konsumentenpreise im Vergleich zum Vorjahresmonat seit 2006

Monat20062007200820092010
Jan.9,810,919,422,311,1
Feb.10,79,521,920,911,3
März8,610,126,218,111,0
Apr.7,410,530,215,69,7
Mai7,310,631,114,78,5
Juni6,813,029,315,06,9
Juli7,413,526,815,56,8
Aug.7,414,226,015,38,3
Sep.9,114,424,615,010,5
Okt.11,014,823,214,110,1
Nov.11,615,222,313,69,2
Dez.11,616,622,312,39,1
Monat20112012201320142015201620172018
Jan.8,23,7-0,20,528,540,312,614,1
Feb.7,23,0-0,51,234,532,714,214,0
März7,41,9-0,83,445,820,915,113,2
Apr.9,40,6-0,86,960,99,812,213,1
Mai11,0-0,5-0,410,958,47,513,511,7
Juni11,9-1,2-0,112,057,56,915,69,9
Juli10,6-0,10,012,655,37,915,9
Aug.8,90,0-0,414,252,88,416,2
Sep.5,90,0-0,517,551,97,916,4
Okt.5,40,0-0,119,846,412,414,6
Nov.5,2-0,20,221,846,612,113,6
Dez.4,6-0,20,524,943,312,413,7

Konsumentenpreise im Vergleich zum Vormonat seit 1992

Monat199219931994199519961997199819992000
Jan.285,273,219,221,29,42,21,31,54,6
Feb.15,328,812,618,17,41,20,21,03,3
März12,122,15,711,43,00,10,21,02,0
Apr.7,623,66,05,82,40,81,32,31,7
Mai14,427,65,24,60,70,80,02,42,1
Juni26,571,73,94,80,10,10,00,13,7
Juli22,137,62,15,20,10,1-0,9-1,0-0,1
Aug.8,321,72,64,65,70,00,21,00,0
Sep.10,680,37,314,22,01,23,81,42,6
Okt.12,466,122,69,11,50,96,21,11,4
Nov.22,045,372,36,21,20,93,02,90,4
Dez.35,190,828,44,60,91,43,34,11,6
Monat2001200220032004200520062007200820092010
Jan.1,51,01,51,41,71,20,52,92,91,8
Feb.0,6-1,41,10,41,01,80,62,71,51,9
März0,6-0,71,10,41,6-0,30,23,81,40,9
Apr.1,51,40,70,70,7-0,40,03,10,9-0,3
Mai0,4-0,30,00,70,60,50,61,30,5-0,6
Juni0,6-1,80,10,70,60,12,20,81,1-0,4
Juli-1,7-1,5-0,10,00,30,91,4-0,5-0,1-0,2
Aug.-0,2-0,2-1,7-0,10,00,00,6-0,1-0,21,2
Sep.0,40,20,61,30,42,02,21,10,82,9
Okt.0,20,71,32,20,92,62,91,70,90,5
Nov.0,50,71,91,61,21,82,21,51,10,3
Dez.1,61,41,52,40,90,92,12,10,90,8
Monat20112012201320142015201620172018
Jan.1,00,20,20,23,10,91,11,5
Feb.0,90,2-0,10,65,3-0,41,00,9
März1,40,30,02,210,81,01,81,1
Apr.1,30,00,03,314,03,50,90,8
Mai0,8-0,30,13,82,20,11,30,0
Juni0,4-0,30,01,00,4-0,21,60,0
Juli-1,3-0,2-0,10,4-1,0-0,10,2
Aug.-0,4-0,3-0,70,8-0,8-0,3-0,1
Sep.0,10,10,02,92,31,82,0
Okt.0,00,00,42,4-1,32,81,2
Nov.0,1-0,10,21,92,01,80,9
Dez.0,20,20,53,00,70,91,0

Quellen:
Ukrainisches Komitee für Statistik – Vergleich zum Vorjahresmonat
Ukrainisches Komitee für Statistik – Vergleich zum Vormonat

Autor:   Andreas Stein — Wörter: 619

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«Ich finde den Kommentar des Übersetzers nicht ganz glücklich, da er dazu einlädt, Dinge zu "vereinfachen". Ob die Antwort...»

«Würden sich die Menschen der Ukraine doch auf die Machnobewegung besinnen, die ganze Welt könnte Hoffnung schöpfen. Der...»

«WAS soll denn an dem was der Autor geschrieben hat unfassbar sein? Ich lese da keinen Widerspruch. Wenn du eine solche Phrase...»

«Danke für Ihre Darstellung der Hintergründe der Vertriebenen Gesetze und für die Einordnung der Russlanddeutschen. Es...»

«Schloss Pidhirzi ... DAS Märchenschloss .... so wie ich es mir als Kind immer vorgestellt habe. Verwunschen .... Dornröschen...»

«es war keine gute geste sondern der "vertriebenen gesetz" ermöglichte den russlanddeutschen nach deutschland zu kommen..zum...»

«Weiß nichts über die anderen westlichen Reproduktionskliniken, aber meine Ehefrau und ich haben eine Erfahrung in dem Kinderwunschzentrum...»

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