FacebookTwitterVKontakteTelegramWhatsAppViber

Witalij Klitschkos "UDAR" beteiligt sich vorerst nicht an einer gemeinsamen Oppositionsliste

0 Kommentare

Der Vorsitzende der Partei UDAR, Witalij Klitschko, kritisierte gestern die Initiative der Oppositionsparteien, die Mitglieder des Widerstandskomitees gegen die Diktatur sind, unverzüglich mit der Bildung einer einheitlichen Kandidatenliste für die Direktwahlkreise zu beginnen. Klitschkos Meinung nach sollte die Vorbereitung auf die Wahlen nicht mit der Zusammenstellung von Listen, sondern mit der Festlegung von Kriterien für die zukünftigen Kandidaten beginnen. Vertreter des Widerstandskomitees fassten die Erklärung des UDAR-Vorsitzenden als Beleg dafür auf, dass „er Wasser auf die Mühlen Janukowitschs gießt“.

Gestern reagierte der Vorsitzende der Partei „UDAR“, Witalij Klitschko, auf die Bestrebungen der Führer oppositioneller Parteien eine einheitliche Kandidatenliste in den Direktwahlkreisen aufzustellen. Diese Idee betrachtete er als vorzeitig. „Die Mitglieder des Widerstandskomitees gegen die Diktatur haben noch gestern vorgeschlagen, die Wahlen zu boykottieren und heute reden sie vom demokratischsten Wahlgesetz, stellen schon irgendwelche Liste zusammen und teilen die Opposition in ‘weiß und schwarz‘“, heißt es in der Erklärung Klitschkos. „Mich verwundern die Äußerungen darüber aufrichtig, dass bereits mit der Bildung irgendwelcher Listen der Opposition begonnen wurde und derjenige, der sich nicht beeilte sich einzuschreiben, wird automatisch zum Volksfeind erklärt“.

Zur Erinnerung: am Montag haben die Führer einer Reihe von Parteien, die zum Widerstandskomitee gehören, verkündet, dass sie mit der Schaffung einer einheitlichen Liste von Oppositionskandidaten in den Direktwahlkreisen begonnen haben. Dabei beschuldigte der Vorsitzende der Partei „Front Smin“, Arsenij Jazenjuk, die Führer der Oppositionsparteien, die nicht zum Widerstandskomitee gehören, der Zusammenarbeit mit der Regierung. „Ich kann es sehr klar sagen: wer nicht mit uns ist, der ist mit der Regierung“, verkündete er. „Diejenigen, die nicht ins Koordinatensystem dieser Arbeitsgruppe (zur Bildung der einheitlichen Kandidatenliste) fallen, arbeiten mit der Präsidialadministration zusammen“. Gegen diese Unterteilung der Oppositionellen trat der Vorsitzende der Partei „Bürgerinitiative“, Anatolij Grizenko auf, der die Anschuldigungen Jazenjuks als „polittechnologische Hysterie“ bezeichnete (Ausgabe des gestrigen “Kommersant-Ukraine”).

Klitschko betonte gestern ebenfalls, dass die Bildung von Listen ohne Festlegung von Kriterien und Prinzipien bedeutet, „den Wagen vor das Pferd zu spannen“. „Die Oppositionellen im Parlament haben bereits eine Menge Holz zerschlagen, indem sie die Regierung bei der Abstimmung über das Wahlgesetz unterstützt haben“, unterstrich er. „Heute ist es notwendig nicht mehr nach fremden Regeln zu spielen, die Lage der Dinge im Oppositionslager zu analysieren und mit der Vorbereitung auf die Wahlen über die Wiederherstellung des Vertrauens zu beginnen.“

Allem Anschein nach wird eine „Wiederherstellung des Vertrauens“ zwischen den Oppositionellen nicht so bald stattfinden. „Wie lang kann man noch warten? Die Partei der Regionen hat bereits seit langem ihre Kandidaten für alle Wahlkreise abgestimmt und uns schlägt man vor, nichts zu überstürzen und irgendetwas zu analysieren! Alle, die nicht innerhalb des Widerstandskomitees die Direktkandidaten abstimmen möchten, gießen a priori Wasser auf die Mühlen von Janukowitsch und wenn es jemand weiß, dann weiß es Klitschko!“, kommentierte dem “Kommersant-Ukraine” gegenüber, der Vorsitzende der zum Widerstandskomitee gehörenden Partei „Reformen und Ordnung“, Sergej Sobolew, die Erklärung von Witalij Klitschko entrüstet.

Walerij Kutscherk

Quelle: Kommersant-Ukraine

Übersetzer:   Andreas Stein — Wörter: 488

Hat Ihnen der Beitrag gefallen? Vielleicht sollten Sie eine Spende in Betracht ziehen.
Diskussionen zu diesem Artikel und anderen Themen finden Sie auch im Forum.

Benachrichtigungen über neue Beiträge gibt es per Facebook, Google News, Telegram, Twitter, VK, RSS und per Mail.

Artikel bewerten:

Rating: 5.0/7 (bei 1 abgegebenen Bewertung)

Neueste Beiträge

Aktuelle Umfrage

Wie wird das Jahr 2022 für die Ukraine?
Interview

zum Ergebnis
Frühere Umfragen
Kiewer Sonntagsstammtisch - Regelmäßiges Treffen von Deutschsprachigen in Kiew

Karikaturen

Andrij Makarenko: Russische Hilfe für Italien

Wetterbericht

Für Details mit dem Mauszeiger über das zugehörige Icon gehen
Kyjiw (Kiew)-6 °C  Ushhorod-6 °C  
Lwiw (Lemberg)-1 °C  Iwano-Frankiwsk0 °C  
Rachiw-9 °C  Jassinja-5 °C  
Ternopil-2 °C  Tscherniwzi (Czernowitz)0 °C  
Luzk-1 °C  Riwne-2 °C  
Chmelnyzkyj-4 °C  Winnyzja-6 °C  
Schytomyr-5 °C  Tschernihiw (Tschernigow)-6 °C  
Tscherkassy-7 °C  Kropywnyzkyj (Kirowograd)-6 °C  
Poltawa-9 °C  Sumy-12 °C  
Odessa-5 °C  Mykolajiw (Nikolajew)-5 °C  
Cherson-5 °C  Charkiw (Charkow)-7 °C  
Krywyj Rih (Kriwoj Rog)-5 °C  Saporischschja (Saporoschje)-6 °C  
Dnipro (Dnepropetrowsk)-6 °C  Donezk-5 °C  
Luhansk (Lugansk)-2 °C  Simferopol-3 °C  
Sewastopol-1 °C  Jalta-1 °C  
Daten von OpenWeatherMap.org

Mehr Ukrainewetter findet sich im Forum

Forumsdiskussionen

„Die Ausweisung von russischen Staatsbürgern mag "Charme" haben, aber es würde wohl die Falschen treffen, der "kleine Mann" will doch den ganzen Scheiß ebenso wenig wie wir. Vermutlich wäre es auch...“

„Na ja, ein Konzentrationslager ist eine ablehnenswerte und menschenverachtende Eintichtung. Niemand auf diesem Planeten hat dieses zu organisieren und erst Recht sollte dort niemals jemand eingesperrt...“

„...Putin muss klar werden, dass er einen hohen Preis zahlen muss. Der erste Schritt wäre die Ausweisung aller russischer Staatsbürger in allen Nato & EU-Ländern und das Verlassne hat bis zum Ende...“

„Ukrainer- und Russen verhandelt und findet einen für beide Seiten akzeptablen Weg. Ihr habt keine andere Wahl. Gott sei Dank, spricht man auf beiden Seiten russisch, teilweise auch ukrainisch. Sprachliche...“

„Man muss es realistisch betrachten. Die Ukraine ist eine Demokratie, einer der wenigen der Ex-Sowjetunion, neben den baltischen Staaten. Die Ukraine ist nicht Teil der Nato. Sie hat KEINE Bündnispartner....“

„Vielleicht kann mir zwick mal erklären warum er immer so "aggressiv" seine Argumente mit Beleidigungen versucht zu bestärken. Ich bin ein Kasper und mbert ein Propagandist, das hilft nicht weiter, wirklich...“

„Ich glaub zum Thema Waffen sind wir sehr nah beisammen. Ich meinte auch nicht damit, dass Europa am Boden liegt, sondern, dass Europa nicht mit einer Stimme spricht.Sondern jede Nation eigen interessen...“

„Vielleicht kann mir zwick mal erklären warum er immer so "aggressiv" seine Argumente mit Beleidigungen versucht zu bestärken. Ich bin ein Kasper und mbert ein Propagandist, das hilft nicht weiter, wirklich...“

„Lieber Martin, rein geschichtlich betrachtet, kommt Russland bei Deiner Betrachtung zu schlecht weg. Im 2. WK war Russland bei Weitem nicht annähernd am Boden. Die Deutschen sehr wohl, der Wehrmacht ging...“

„Ist es da nicht natürlich wenn Russland irgendwann reagiert und eine imaginäre Grenze setzt? Verträge müssen von Beiden Seiten eingehalten werdeny sonst sind sie das Papier nicht wert. D Aus meiner...“

„War es nicht der Westen der vertraglich zugesichert hat die Nato nicht zu erweitern? Letztendlch ist die Nato größer und Russland hat geschwiegen. Nein Das ist ja totaler Unfug. Deswegen hast dich hier...“

„Vorkuta, Du hast Probleme mit Mainstream-medien, warum? Öffentlich rechtliche Fernseh- und Rundfunkanstalten verlogen? Warum hast Du mit diesen Medien ein Problem? Weil Du Dich in der Minderheit befindest?...“

„Russland wurde nach dem Zerfall der SU vom Westen in vielen Bereichen verarscht, Russlands Schwäche ausgenutzt. Die russische Elite hatte beschlossen sich zu wehren und nach Jelzin hat man Putin installiert....“

„Wenn Russland und die Ukraine nicht fähig sind, durch Verhandlungen eine vernünftige, machbare Lösung zu finden, müssen sie mit den Konsequenzen leben. In der allgemeinen Form ist das nun wirklich...“

„Wenn Russland und die Ukraine nicht fähig sind, durch Verhandlungen eine vernünftige, machbare Lösung zu finden, müssen sie mit den Konsequenzen leben.“

„War es nicht der Westen der vertraglich zugesichert hat die Nato nicht zu erweitern? Und erneut: nein. iframe“

„War es nicht der Westen der vertraglich zugesichert hat die Nato nicht zu erweitern? Letztendlch ist die Nato größer und Russland hat geschwiegen. Ist es da nicht natürlich wenn Russland irgendwann...“

„Ansichtssache!? Besser ist es, sich seine eigene Sicht auf die Dinge zu binden, indem man soviel wie möglich in die Breite (auch ins Ausland) geht. Dann erfährt man unterschiedliche Sichtweisen und kann...“

„Das ist Ansichtssache. Habe den CICERO seit Jahren im Abonnement und bin zufrieden. Auf alle Fälle interessanter und objektiver als die "Mainstream-Medien" und die verlogenen öffentlichen Rundfunk- &...“

„Habe eben erst diese Diskussion hier entdeckt. Als Organisator des Deutschen Mittwochs-Stammtisches Kyjiw weise ich darauf hin, dass die Treffen wieder stattfinden werden, sobald die Corona-Situation übersichtlicher...“

„Lieber mbert, überall auf der Welt ist doch entscheidend, ob sich die jeweiligen Führung vor den anderen Militärmächten fürchten. Ob Demokratie- oder Diktatur ist völlig nebensächlich. Momentan...“

„1. Russland (die Sowjetunion) wurde ohne jeglichen Grund, von uns Deutschen, trotz Friedensvertrag, angegriffen und nahezu vernichtet. (Unternehmen Barbarossa). Zwei itzeklitzekleine Details, die Dir vielleicht...“