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"1+1" Journalisten beklagen Zensur beim Sender

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Journalisten der Nachrichtensendung TSN des Fernsehsenders “1+1” melden die Einführung von Zensur bei ihrem Fernsehsender.

Dies ist einem offenen Brief der Journalisten zu entnehmen, der am Donnerstag verbreitetet wurde: “Wir, die Journalisten von TSN, möchten (folgendes) melden: beim Fernsehsender 1+1 wird Zensur eingeführt!”, heißt es im Brief.

“Uns wurde verboten bestimmte Themen und Ereignisse zu beleuchten. Unsere Sujets, in denen Kritik der amtierenden Regierung vorkommt, werden aus politischen Erwägungen aus dem Programm genommen. Eine endgültige Entscheidung über die Sendung von Materialien wird nicht vom Redakteur der Ausgabe und nicht einmal vom Chef-Redakteur von TSN, sondern vom Generaldirektor von 1+1 gefällt”, wird in dem Schreiben unterstrichen.

Die Journalisten heben hervor, dass zum letzten Tropfen die TSN Ausgabe vom 2. Mai wurde, in der “Materialien über den politischen Konflikt in der Werchowna Rada sich in ein klassisches Beispiel für Informationskilling verwandelten”.

“Wir heben sofort hervor, dass wir nicht als Verteidiger, Sympathisanten oder Anhänger der Opposition auftreten. Seine politischen Vorlieben lässt der Journalist außerhalb der Sendungen. Jedoch meinen wir, dass jede der Seiten das Recht hat gleichberechtigt ihre Positionen dem Zuschauer zuzutragen”, wird im Dokument hervorgehoben.

Gemeinsam damit betonen die Journalisten, dass “der mutige Vorstoß der Kollegin, Miroslawa Otkowitscha, das Zensurproblem anzusprechen in Beschuldigungen der Voreingenommenheit, des Dilettantismus und der Unprofessionalität seitens der Stellvertreterin des Leiters der Präsidialadministration endeten”.

“Wir möchten keine Söldner oder Propagandisten sein. Für uns ist die Meinungsfreiheit kein leerer Ton sondern das Fundament unserer Profession. Eben daher erklären wir uns kategorisch nicht einverstanden mit der Druckausübung auf die Meinungsfreiheit”, wird in dem Schreiben hervorgehoben.

“Wir fordern unverzüglich die persönliche Lenkung von TSN einzustellen. Wir fordern die Einstellung der schmählichen Praxis der ??Direktiven”-Vergabe, der “wertenden Anweisungen” und des Verbots von diesen und jenen Themen. Wir fordern die Rückkehr der Basisprinzipien des Journalismus bei TSN: Objektivität, Ausgeglichenheit und der Äquidistanz von den politischen Kräften”??, unterstreichen die Journalisten.

Die Journalisten erklären weiterhin, dass sie im Falle der Ignorierung der Forderungen, die Durchführung eines eintägigen Warnstreiks ins Auge fassen.

“Außerdem werden wir vom heutigen Tage an alle uns bekannten Zensurtatsachen veröffentlichen”, warnen die Journalisten.

“Wir wenden uns an alle unsere Kollegen. Wir wissen, dass wir nicht als einzige unter Zensurdruck geraten sind. Wir wissen, wie schwer es jetzt ist den ersten Schritt zu tun. 2004 haben wir in uns selbst die Kraft gefunden. Die Angst überwunden – jeder seine – und der Zensur “Nein” gesagt.

Wir riskieren den Beruf, das Vertrauen unserer Landsleute zu verlieren. Das Land, in dem jeder von uns leben möchten. In dem unsere Kinder leben werden.

Kollegen! Wir rufen Sie auf sich zu vereinigen und gemeinsam die Ehre unseres Berufes zu verteidigen!

Zeigen wir, dass wir viele derjenigen sind, welche die Meinungsfreiheit schätzen und nicht deren Imitation. Wir sind stark, gemeinsam”, rufen die Journalisten auf.

Der Brief wurde von den TSN Mitarbeitern Grigorij Shigalow, Sergej Kudimow, Solomija Witwizkaja, Margarita Sytnik, Swetlana Beresowskaja, Boris Iwanow, Tatjana Kowalenko, Jean Nowoselzew, Julianna Sauch, Inna Bodnar, Igor Bondarenko und den Moderatoren Alexej Lichman, Julia Borisko, Ilona Dowgan und Witalij Gajdukewitsch unterzeichnet.

Quelle: Ukrainskaja Prawda

Übersetzer:   Andreas Stein — Wörter: 532

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