Der CSU-Bundestagsabgeordnete Dr. Bernd Fabritius, Mitglied der Parlamentarischen Versammlung des Europarats, traf in der vergangenen Woche in Straßburg auf den führenden Vertreter der Krimtataren, Mustafa Dschemilew, der über die schwierige Situation der Volksgruppe auf der Halbinsel informierte.
Die Regierung der Krim sowie Russland sind aufgerufen, die Minderheitenrechte der dort lebenden Deutschen, der Krimtataren und aller anderen ethnischen Minderheiten zu achten und darüber hinaus demokratische Freiheiten auf der Halbinsel nicht zu beschneiden.
Dschemilew berichtete, dass im Zuge der Eingliederung in die Russische Föderation alle Einwohner der Krim automatisch zu russischen Staatsbürgern wurden, es sei denn, sie legten innerhalb einer kurzen Frist förmlichen Widerspruch ein.
All diejenigen, die Widerspruch einlegten, sind seitdem ausländische Staatsbürger in der eigenen Heimat und werden entsprechend behandelt. Sie verloren ihr Heimat- und Aufenthaltsrecht und dürfen lediglich 90 Tage im Jahr auf der Krim verweilen. Dieses Aufenthaltsrecht kann nur einmal um weitere 90 Tage verlängert werden, sodass der Bestand familiärer Bindungen stark gefährdet ist. Zudem benötigen die zu Ausländern erklärten Krimbewohner nun eine Arbeitserlaubnis, wenn sie ihrem täglichen Broterwerb weiterhin nachgehen wollen. Darüber hinaus wurden die Bankkonten dieser Personengruppe gesperrt, sodass im Ergebnis ein Weiterleben auf der Krim unmöglich ist. Eine solche faktische Vertreibung aus der eigenen Heimat ist nicht hinnehmbar.
Dschemilew, der selbst von der Krim ausgewiesen und mit einer fünfjährigen Wiedereinreisesperre belegt wurde, berichtete auch von einer allgemeinen Begrenzung demokratischer Freiheiten auf der Krim. So würden die Medien streng kontrolliert und Demonstrationen nur erlaubt, wenn sie den Behörden genehm sind und der „Lobpreisung Russlands dienen“. Auch berichtete der Vertreter der Krimtataren von spurlos verschwundenen Regierungskritikern.
Derart eklatante Verletzungen von Menschenrechten durch die neuen Machthaber auf der Krim sollten bei der Entscheidungsfindung zu weiteren Schritten und Konsequenzen dieser Krise mit beachtet werden.


Forumsdiskussionen
Bernd D-UA in Berichte und Reisetipps • Re: An welchem Grenzübergang zwischen Polen und der Ukraine geht es am schnellsten?
„Falls dann da eine Erweiterung der APP kommt oder was neues, werde ich natürlich ausprobieren und dann berichten. Hab mir jetzt mal die APP geholt, derzeit funktionieren ja nur Busse und LKW, im Grunde...“
Obm100 in Recht, Visa und Dokumente • Re: Aufenthaltsgenehmigungen müssen wieder erneuert werden
„Ich vermute Geldmacherei! Immerhin kostet die bescheuerte Karte über 1000 Hrivnas+ Krankenversicherung für 2000 Hrivnas und ungefähr 300 Euro Absicherung beim Ernstfall, die aber kein Arzt der Ukraine...“
Frank in Berichte und Reisetipps • Re: An welchem Grenzübergang zwischen Polen und der Ukraine geht es am schnellsten?
„Bekannte (UA) ist gestern gegen 17 Uhr wieder in Korczowa eingereist - ca. 1h“
Bernd D-UA in Berichte und Reisetipps • Re: An welchem Grenzübergang zwischen Polen und der Ukraine geht es am schnellsten?
„Bin gestern Nachmittag um 15.00 Uhr Kiewzeit am Grenzübergang Zosin / Ustiluh eingereist. 12 PKW in der Schlange nach ca. 20 Minuten war ich im Grenzbereich, da erstmals die EU Spur nur EU Kennzeichen,...“
Frank in Berichte und Reisetipps • Re: An welchem Grenzübergang zwischen Polen und der Ukraine geht es am schnellsten?
„Gestern ist ein Bekannter (Ukrainer) über Krakowez mit dem Auto ausgereist. 1h vor der Grenze und 0,5h im Grenzbereich“
Anuleb in Hilfe und Rat • Re: Mit ukrainischer Frau unter einem Dach
„Sie kann als Untermieterin bei Dir einziehen dadurch bildet Ihr keine Bedarfsgemeinschaft. Womöglich keine gute Idee. Unser Sozialamt z. B. wollte die Nebenkosten in einer ähnlichen Situation detailliert...“
Bernd D-UA in Hilfe und Rat • Re: Mit ukrainischer Frau unter einem Dach
„Weshalb wollt ihr zusammenziehen, wenn Deine Rente nicht reicht? Du kannst diese Frau nicht ernähren? Dann ist sie doch bisher besser dran, hat ihr Bürgergeld und Wohnraum etc., Krankenversicherung hat...“
ukra in Hilfe und Rat • Re: Mit ukrainischer Frau unter einem Dach
„Sie kann als Untermieterin bei Dir einziehen dadurch bildet Ihr keine Bedarfsgemeinschaft. Nur Ihr BG wird gekürzt, wie viel weiß ich nicht. Erkundige Dich mal in diese Richtung.“