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Inflation steigt im Juni auf zwölf Prozent

Das Ukrainische Komitee für Statistik stellte im Juni einen weiteren Anstieg der Inflation fest.

Der Preisindex stieg den Angaben der Statistiker nach im Vergleich zum Vorjahr um zwölf Prozent, seit Anfang des Jahres um 11,6 Prozent und gegenüber dem Mai um ein Prozent.

Im Einzelnen haben sich Lebensmittel und nichtalkoholische Getränke im Vergleich zur Vorjahresperiode um 13 Prozent verteuert, dem Vormonat gegenüber wurde ein Anstieg um 0,7 Prozent verzeichnet. Überdurchschnittlich verteuerten sich im Vergleich zu 2013 Zucker (58,4 Prozent, gegenüber dem Mai 1,6 Prozent), Gemüse (16,7 Prozent, -9,3 Prozent), Früchte (24,2 Prozent, 0,2 Prozent), Eier (18,1 Prozent, -5,7 Prozent), Fisch (19,4 Prozent, 2,9 Prozent) und Butter (15 Prozent, -0,9 Prozent).

Verbilligt haben sich im Jahresvergleich lediglich Sonnenblumenöl (-1,2 Prozent, 3,6 Prozent) und “andere tierische Fette” (-0,8 Prozent, -0,4 Prozent). Alle anderen Produktgruppen wie Brot (10,3 Prozent, 2,8 Prozent), Milch (9,9 Prozent, – 1,0 Prozent) oder Nudelwaren (9,1 Prozent, 3,1 Prozent) stiegen demnach ebenfalls im Preis.

Die Alkohol- und Tabakwarenpreise stiegen diesen Angaben nach innerhalb eines Jahres um 12,8 Prozent und innerhalb des letzten Monats um 2,0 Prozent.

Im Vergleich zum Vorjahr erhöhten sich die Wohnkosten um 16,0 Prozent. Dabei liegen insbesondere die Gaspreise mit 62,8 Prozent (0,0 gegenüber Vormonat) und die Strompreise (11,3 Prozent, 11,3 Prozent) über dem Vorjahresniveau. Die Kosten für Reparatur und Unterhalt von Wohnraum (12,1 Prozent, 1,4 Prozent) stiegen der Statistik zufolge ebenfalls an. Weitere Tariferhöhungen bei den Wohnnebenkosten vom 1. Juli werden sich erst in späteren Statistiken niederschlagen.

Massive Anstiege verzeichneten die Statistiker ebenfalls bei den Transportkosten, die sich im Jahresvergleich um 26,2 Prozent erhöhten. Im Monatsvergleich wurde ein vergleichsweise moderater Anstieg von 1,9 Prozent festgestellt. Hauptpreistreiber sind die Treibstoffkosten, die um 41,2 Prozent (0,0 Prozent) stiegen. Transportdienstleistungen verteuerten sich um 14,2 Prozent (4,5 Prozent).

Im Gesundheitsbereich vermeldeten die Behörde ebenfalls einen massiven Anstieg der Preise von 17 Prozent im Jahresvergleich und 2,5 Prozent zum Mai. Medikamente verteuerten sich dabei um 25,5 Prozent (3,3 Prozent). Die Kosten für Kommunikation und Kleidung blieben im Vergleich zu 2013 stabil.

Die Regierung legte ihren Planungen für 2014 eine Inflationsrate von 14 Prozent zugrunde.

Nachfolgend die Konsumentenpreise im Vergleich zum Vorjahresmonat von 2006 bis heute und im Vergleich zum Vormonat von 1992 bis heute.
ukrainische Inflationsrateukrainische Inflationsrate von Januar 2006 bis Juni 2014

Konsumentenpreise im Vergleich zum Vorjahresmonat

Monat200620072008200920102011201220132014
Januar9,810,919,422,311,18,23,7-0,20,5
Februar10,79,521,920,911,37,23,0-0,51,2
März8,610,126,218,111,07,41,9-0,83,4
April7,410,530,215,69,79,40,6-0,86,9
Mai7,310,631,114,78,511,0-0,5-0,410,9
Juni6,813,029,315,06,911,9-1,2-0,112,0
Juli7,413,526,815,56,810,6-0,10,0-
August7,414,226,015,38,38,90,0-0,4-
September9,114,424,615,010,55,90,0-0,5-
Oktober11,014,823,214,110,15,40,0-0,1-
November11,615,222,313,69,25,2-0,20,2-
Dezember11,616,622,312,39,14,6-0,20,5-

Konsumentenpreise im Vergleich zum Vormonat

Monat199219931994199519961997199819992000
Jan.285,273,219,221,29,42,21,31,54,6
Feb.15,328,812,618,17,41,20,21,03,3
März12,122,15,711,43,00,10,21,02,0
Apr.7,623,66,05,82,40,81,32,31,7
Mai14,427,65,24,60,70,80,02,42,1
Juni26,571,73,94,80,10,10,00,13,7
Juli22,137,62,15,20,10,1-0,9-1,0-0,1
Aug.8,321,72,64,65,70,00,21,00,0
Sep.10,680,37,314,22,01,23,81,42,6
Okt.12,466,122,69,11,50,96,21,11,4
Nov.22,045,372,36,21,20,93,02,90,4
Dez.35,190,828,44,60,91,43,34,11,6
Monat2001200220032004200520062007200820092010
Jan.1,51,01,51,41,71,20,52,92,91,8
Feb.0,6-1,41,10,41,01,80,62,71,51,9
März0,6-0,71,10,41,6-0,30,23,81,40,9
Apr.1,51,40,70,70,7-0,40,03,10,9-0,3
Mai0,4-0,30,00,70,60,50,61,30,5-0,6
Juni0,6-1,80,10,70,60,12,20,81,1-0,4
Juli-1,7-1,5-0,10,00,30,91,4-0,5-0,1-0,2
Aug.-0,2-0,2-1,7-0,10,00,00,6-0,1-0,21,2
Sep.0,40,20,61,30,42,02,21,10,82,9
Okt.0,20,71,32,20,92,62,91,70,90,5
Nov.0,50,71,91,61,21,82,21,51,10,3
Dez.1,61,41,52,40,90,92,12,10,90,8
Monat2011201220132014
Jan.1,00,20,20,2
Feb.0,90,2-0,10,6
März1,40,30,02,2
Apr.1,30,00,03,3
Mai0,8-0,30,13,8
Juni0,4-0,30,01,0
Juli-1,3-0,2-0,1-
Aug.-0,4-0,3-0,7-
Sep.0,10,10,0-
Okt.0,00,00,4-
Nov.0,1-0,10,2-
Dez.0,20,20,5-

Quelle: Ukrainisches Komitee für Statistik

Autor:   Andreas Stein — Wörter: 468

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Leserkommentare

«"typisch ukrainisch verlogen" - Genau so gibt sich die Ukraine!»

«Da muß ich etwas Essig in den Wein eingießen. Ein Gruppenzweiter wird sich nicht für die Relegation qualifizieren. Sollte...»

«Das Wirtschaftswachstum wird dieses Jahr, im gegensatz zum Vorjahr sinken. Zumal "3" nicht grad viel sind für ein Land wie...»

«Hahaha, sicher :D Der größte Investor in der Ukraine ist immer noch Russland. An 2. Stelle kommt die !gesamte! EU. Hören...»

«Die Wahlbeobachter und die Journalisten WURDEN EINGELADEN! Die gibt es auf der Krym aber immer noch nicht weil keine Redaktion...»

«Selten so ein Schwachsinn gelesen. 1. Krimer Chan war ein Vasall der Osmanen. Also von der "Unabhängigkeit" kann man schon...»

«Das, was Michael hier behauptet, ist reine Propaganda, typisch ukrainisch verlogen. In jedem Fall ist das, was er da von...»

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