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„Die Liebe und die Leidenswege von Magda Homann“: Ergreifende Geschichte einer Deutschen in der Ukraine der Stalinzeit

Anfang der 80er Jahre verarbeitete der österreichische Autor Josef Winkler in seinem Buch „Die Verschleppung“ literarisch die bewegende Lebensgeschichte der Ukrainerin Walentina Iljaschenko, die während des Zweiten Weltkriegs als Vierzehnjährige zur Zwangsarbeit nach Österreich deportiert wurde und für immer in Kärnten blieb. Dort, in einem abgelegenen Bergdorf, lernte Josef Winkler sie kennen: Der Schriftsteller war auf der Suche nach einem ruhigen Ort, um seinen neuen Roman fertig zu schreiben, und mietete bei Walentina ein Zimmer.

Irgendwann begann Walentina (im Buch heißt sie Njetotschka) dem Gast über ihr Leben zu erzählen: über ihre Kindheit in der Ukraine, die Verfolgung von Bauern, die Hungersnot, den Krieg und die Verschleppung nach Österreich. Diese Erinnerungen Walentinas, die Josef Winkler in seinem Buch aufzeichnete, sind insbesondere deswegen interessant, weil sie Einblicke in das Leben in den ukrainischen Dörfern während der Stalinzeit aus persönlicher Perspektive einer einfachen Bäuerin bieten: Historisch nicht unbedingt sehr genau, dafür aber psychologisch sehr tief und glaubhaft.

2014 erschien nun in der Ukraine ein Buch, das eine Lebensgeschichte berichtet, die spiegelverkehrt an das Schicksal von Njetotschka erinnert. „Die Liebe und die Leidenswege von Magda Homann“ erzählt die Geschichte einer Deutschen, die nach dem ersten Weltkrieg mit ihrem ukrainischen Mann in die Ukraine kam und alle Grausamkeiten des dortigen Landlebens in den 30er Jahren am eigenen Leib erlebte und überlebte, um dann doch der stalinistischen Repressionsmaschine zum Opfer zu fallen.
Die Liebe und die Leidenswege von Magda HomannBuchcover: "Die Liebe und die Leidenswege von Magda Homann - Любов і муки Магди Хоманн"

Die Autoren dieser zweisprachigen Ausgabe (auf Deutsch und auf Ukrainisch) sind der in Deutschland lebende Großneffe der Protagonistin Peter Homann und der ukrainische Journalist Serhij Saj-Bodnar, ein Urenkel von Magda. Ihr Buch, das Resultat einer mehrjährigen Recherche, ist zwar literarisch weniger anspruchsvoll als „Die Verschleppung“ von Josef Winkler, aber schließlich wird die Geschichte von den Autoren selbst als „publizistisch-dokumentarische Erzählung“ bezeichnet. Und die darin geschilderten Schicksalsverflechtungen sind so dramatisch, dass sie durchaus als Vorlage für einen spannenden Roman oder Film dienen könnten.

Magdas Weg in die Ukraine

Die Geschichte beginnt während des Ersten Weltkriegs in Niedersachsen. Die 21-jährige Magda Homann, Tochter eines Bauernhofbesitzers, lernt den ein Jahr älteren Ukrainer Olexa Kutschynsky kennen und lieben, der als Kriegsgefangener in der Landwirtschaft arbeitet. Als Magda 1920 schwanger wird, ist die Empörung in ihrer frommen Familie gewaltig. Das junge Paar fällt die Entscheidung, das Glück in der ukrainischen Heimat Olexas zu suchen.

Angekommen im Dorf Karyschkiw (heute Gebiet Winnyzja), erlebt Magda einen großen Kulturschock. Olexas „Bauernhof“ erweist sich als kleines, gedrungenes Häuschen. Die junge Familie bekommt dort ein winziges Zimmer zugeteilt: Im Haus wohnen auch Olexas Eltern und die Familie seines Bruders. Die Art, Landwirtschaft zu betreiben, ist für deutsche Verhältnisse, an die Magda gewöhnt ist, primitiv und archaisch. Harte und unermüdliche Arbeit bringt der jungen Familie keinen Wohlstand: Magda, Olexa und ihren Zwillingssöhnen Petro und Pawlo mangelt es am Notwendigsten. In einem Brief an ihren Bruder Gustav, datiert vom Ende 1927, beschreibt Magda die desolaten Zustände in ihrer neuen Heimat folgendermaßen:

„[…] gewiss, der Angestellte und Arbeiter lebt wohl, nur die Landwirtschaft wird gedrückt, dass wir schier keinen Saft mehr haben, wie dir auch offenbar ist, sogar kein anständiges Briefpapier uns erlauben können. […] die Notdurft lässt es an allem fehlen: an Wäsche, Oberzeug und hauptsächlich an warmer Kleidung.“

Zwangskollektivierung: „Ähnlich wie einstmalige Leibeigenschaft“

Um diese Zeit nimmt der Druck auf die Bauern seitens der Sowjetregierung zu. Privat betriebene Bauernhöfe gelten als rückständig, für die einzig fortschrittliche Form der Landwirtschaftsführung werden Kolchosen erklärt. Wer die Kollektivierung verweigert, ist in den Augen der Regierung ein Feind. In demselben Brief vom Jahr 1927 beschwert sich Magda über die damaligen gesellschaftlich-politischen Verhältnisse:

„Wir werden hier andauernd gezwungen, uns zur Kollektivierung der Landwirtschaft zu unterschreiben, ich glaube, das ist so ähnlich wie einstmalige Leibeigenschaft, doch wir wehren uns sehr, so lange wir können, wo dieses hinaus will, können wir uns gar nicht denken. Die Religion wird so unterdrückt, dass bald alle Pastoren von ihrer Stelle absagen, den Kindern in der Schule wird eingeprägt, es gibt keinen Gott, einfach rasend und mehr nichts! Ich denke, der liebe Gott gibt bald einen Untergang für diese Menschenfresser.“

Bald nimmt die Politik der Kollektivierung gewalttätige Formen an. Selbständige Bauern, die etwas mehr als die anderen besitzen, gelten nun als „Kulaken“ (Großbauer und Ausbeuter). Die Regierung geht gegen sie mit äußerster Brutalität vor: Enteignungen und Deportationen in abgelegene Gebiete des Stalin-Imperiums sind an der Tagesordnung. Magdas Familie bleibt das Schlimmste zwar erspart, aber auch sie erfährt die Schrecken der „Entkulakisierung“ und Zwangskollektivierung am eigenen Leib:

„Uns ist jetzt alles genommen bis auf eine Kuh, ein Pferd, ein Schwein und dreizehn Hühner, dies ist jetzt unsere ganze Bauerei. Im vorigen Jahr hatten wir eine großartige Weizenernte, wir hatten reinen ausgedroschenen Weizen 115 Pud [rund 1.890 Kilo – Anm. d. Red.]. Aber was nützt uns das, unser war nur die Arbeit und der Weizen wurde uns genommen bis auf 25 Pud [rund 410 Kilo – Anm. d. Red.], kannst Du Dir wohl denken, wie ist dieses zu überwinden, etwas Brot haben wir jetzt noch, doch sollte dieses nicht stehen, dann weiß ich nicht was werden soll. […] Abgerissen sind wir bis auf die Haut. Manufaktur ist hier keine zu haben, sehr teuer, einfach unbezahlbar und das unausstehliche ist, andauernd verlangen sie die Unterschrift zur Kollektive, doch wir lassen uns nicht erweichen.“

– schreibt Magda im Frühling 1931 an ihren Bruder Gustav. Sie überlegt sich, mit der Familie nach Deutschland zu gehen – „wenn keine besseren Aussichten werden“ – und bittet Gustav, ihr den dafür notwendigen Geburtsschein zu schicken. Eine Hoffnung gibt ihr das Beispiel einer Deutschen aus einem Nachbardorf, der die Ausreise gelungen ist. Ein Jahr danach, im April 1932, schreibt Magda jedoch, dass der Mann dieser deutschen Frau, ein Ukrainer, ihr nicht folgen konnte und durch bürokratische Hindernisse in der Ukraine festgehalten wird:

„Dieses geht bei uns nicht an, wir haben zwei Kinder, können und wollen uns nicht trennen, dann wollen wir lieber beisammen umkommen, gewiss zum Besuch könnte ich wohl alleine fahren, auch mit den Kindern, doch sind wir ängstlich, hernach könnte ich nicht wieder zurück, diese Sachen sind uns auf keinen Fall brauchbar.“

Hunger: „Viele essen Pferde und Hundefleisch“

Die Verhältnisse in der Ukraine werden indes immer unerträglicher, der Kampf des Stalin-Regimes gegen die „Kulaken“ geht mit verstärkter Brutalität fort, in der Ukraine beginnt der Holodomor, die künstlich organisierte Hungersnot 1932-1933. Um das Getreidesoll zu erfüllen und das Privatbauerntum als „feindliche“ Klasse zu liquidieren, scheut die Regierung keine Gräueltaten. Bauern werden mitunter sämtliche Lebensmittelvorräte weggenommen, Millionen Menschen sind dem Tod durch Verhungern ausgesetzt. In einem Brief an ihre Verwandten in Deutschland, datiert mit Januar 1933, schildert Magda die typische „Brotablieferung“:

„Dieselbe geht also vor: Zehn bis fünfzehn Männer mit Revolver kommen ins Haus und nehmen, was ihnen ins Auge fällt, wer mehr hat, dem wird mehr weggenommen und vielfach noch aus dem Hause vertrieben. Gefängnisse sind voll und überfüllt von Landsleuten, welche nicht genügend Brot ablieferten. […] Uns selbst sind 5 Pud [ca. 80 Kilo – Anm. d. Red.] Mais, etwas Kartoffeln und Runkeln nachgeblieben, so essen wir denn gekochte Runkeln und Maisbrei, Fleisch und Fettigkeiten kennen wir schon lange nicht mehr. Viele essen Pferde und Hundefleisch, doch ich will besser sterben. Ihr könnt Euch die hiesige Not nicht vorstellen, dafür habt denn wohl ihr ein gutes Leben, denn unsere Produkte kommen doch alle spottbillig über die Grenze.“

Nahezu jeder Brief Magdas nach Deutschland enthält einen verzweifelten Ruf nach Hilfe. Sie bittet ihre Verwandten ums Geld („Für Dollar kann man hier alles billig kaufen, aber woher nehmen wir es“), um Kleidung, um Medizin für den schwer kranken bettlägerigen Olexa und sogar um Steckrübensamen: „… wenn es nur 20 bis 30 Körnchen wären, ich möchte zu gerne säen und pflanzen“. Als Magda einmal eine Geldüberweisung in Höhe von zwölf Reichsmark bekommt, bedankt sie sich bei ihrem Bruder für die „göttliche Gabe“:

„Nun lieber Bruder teile ich Dir mit, dass wir deine große göttliche Gabe empfangen haben, ich kann nur nicht aussagen, wie groß unsere Freude ist, nur mein Alex konnte ja nicht diese glückliche Stunde abwarten, er musste sich von uns trennen, er fehlt uns immer, denn er war herzensgut, um ihn trauern viele Leute.“

– schreibt Magda im April 1934. Nach dem Tod ihres Mannes Olexa bleibt die Witwe auf sich selbst gestellt, bringt ihre zwei Söhne alleine durch, arbeitet in der Kolchose. Die Dorfeinwohner mögen die fleißige und freundliche Ausländerin und haben mit ihr Mitleid. Magda spielt immer noch mit dem Gedanken, nach Deutschland zurückzukehren, doch ihr ist bewusst, dass die Ausreise kaum möglich ist. Der Direktor der Dorfschule versucht, für sie eine Stelle als Deutschlehrerin zu organisieren, aber dazu fehlen ihr die nötigen Papiere.

Falsche Hoffnung auf Krieg

Magda hofft trotz alledem auf eine Verbesserung, doch sie hat keine Ahnung, woher diese kommen soll. Nach Olexas Tod schreibt sie ihrem Bruder:

„Hoffentlich erbarmt sich der liebe Gott über uns arme Menschen, denn wir haben viel Geduld in diesen schweren Zeiten an Mühe und Arbeit, Hartnäckigkeit, Hunger und Not.“

Die aussichtslose Lage bringt sie sogar dazu, einen Krieg herbeizuwünschen. Noch während der Hungersnot, im Jahr 1933, schreibt die verzweifelte Deutsche an ihre Schwester:

„Wir hoffen immer auf bessere Zeiten, schreibe uns doch ausdrücklich und deutlich, können wir denn auf Krieg und Umwälzung hoffen?…“

1941 kommt der Krieg in die Ukraine. Doch Magdas Hoffnung auf bessere Zeiten erweist sich als vermeintlich. Ihre in Deutschland gezeugten Söhne, Zwillinge Petro und Pawlo, kämpfen in der Roten Armee gegen die Deutschen. Und deren deutsche Cousins, Magdas Neffen Peter und Walter, sowie der Onkel Gustav sind Wehrmachtssoldaten. Während der Besatzung trifft Gustav seine Schwester in der Ukraine und versucht sie zu überreden, nach Deutschland zurückzukehren. Vergeblich: Magda will ohne ihre Söhne nicht weg. Diese Entscheidung wird ihr zum Verhängnis. 1944, nach der Befreiung von Karyschkiw durch die Rote Armee, wird sie vom sowjetischen Geheimdienst verhaftet. Es ist eigentlich ein Wunder, dass der NKWD auf Magda nicht schon früher, in den 30er Jahren, aufmerksam wurde: aufgrund ihrer deutschen Herkunft oder wegen ihres Briefverkehrs mit der Verwandtschaft in Deutschland.

Nach der Festnahme wurde Magda von niemandem aus dem Dorf mehr gesehen. Die Versuche von Petro und Pawlo, ein Treffen mit ihrer Mutter zu organisieren, zunächst im Gefängnis und dann im GULAG, hatten keinen Erfolg. Auch erfuhren sie nicht, wann und wie Magda starb und wo sie begraben wurde.

Magdas Nachkommen aus der Ukraine und Verwandte aus Deutschland finden zueinander

Zwischen Magdas Söhnen, die in der Sowjetukraine lebten, und ihrer Verwandtschaft in Deutschland gab es viele Jahre keinen Kontakt. Peter Homann, ein Großneffe Magdas, begann 1968 auf Bitte von Magdas Bruder Gustav mit der Suche nach ihren Spuren. Erst 25 Jahre später, 1993, wurde er für seine Bemühungen belohnt. Magdas Nachkommen in der Ukraine und die Angehörigen der Familie Homann in Deutschland lernten sich endlich kennen. Seitdem wurden viele unbekannte Seiten ihrer außergewöhnlichen Familiengeschichte geklärt, die Magdas Nachkommen Peter Homann und Serhij Saj-Bodnar nun zu einem ergreifenden Buch verarbeitet haben.

Als die dritte Autorin des Buches kann mit Recht Magda Homann selbst gelten, deren Briefe an die Verwandschaft in Deutschland wertvolle Dokumente jener tragischen Zeit sind. Zwar existieren Berichte ausländischer Augenzeugen über das Leben in der damaligen Ukraine, auch über die Hungersnot. Aber die Briefe von Magda Homann sind deswegen einzigartig, weil sie die damaligen Ereignisse nicht aus der Perspektive einer außenstehenden Beobachterin beschrieb, sondern sie als unmittelbar Betroffene und dabei doch aus dem Blickwinkel einer Ausländerin schilderte.

Autor:   Nikolai Berdnik  — Wörter: 1980

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«Sie schreiben "... sollte zuerst einmal die Ukraine beweisen ..." - sind Sie noch bei Sinnen? Ob die Ukraine zu auch nur...»

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