FacebookXVKontakteTelegramWhatsAppViber

Projekt zur Entwicklung der Schwarzmeerregion angekündigt

0 Kommentare

Gestern traf Präsident Juschtschenko zu einem zweitägigen Arbeitsbesuch in der Türkei ein. Der Präsident nahm am Jubiläumsgipfel der Organisation für Schwarzmeer – Wirtschaftskooperation (BSEC) teil, in der die Ukraine ab dem 1. Oktober den Vorsitz inne hat. Bei seinem Auftritt auf der Konferenz, erklärte Präsident Juschtschenko, dass sich die BSEC in nächster Zeit auf die Realisierung von Projekten im Transport und Energiebereich konzentrieren soll. Dabei insbesondere der Bau einer Autobahn um das Schwarze Meer, so der Kommersant-Ukraine.

Die BSEC vereinigt 12 Staaten der Schwarzmeerregion (Aserbaidschan, Albanien, Armenien, Bulgarien, Griechenland, Georgien, Moldawien, Russland, Rumänien, Serbien, Türkei, Ukraine). Die Organisation wurde 1992 gegründet und hat ihren Sitz in Istanbul. Das Ziel der Tätigkeit ist eine engere Zusammenarbeit im ökonomischen Bereich, freier Verkehr von Waren, Kapital, Dienstleistungen und Arbeitskräften.

Die Vorbereitung des Besuches des Präsidenten in der Türkei oblag dem Außenministerium. Das Haupt des Außenministeriums Arsenij Jazenjuk traf bereits am Sonntag in Istanbul ein und schaffte es vor der Ankunft des Präsidenten einige Treffen mit Amtskollegen zu absolvieren – Diplomaten aus den Staaten der BSEC. Die Vertreter der Türkei, welche den faktische Führer der Organisation darstellt, unterstrichen bereits in der Vorbereitungsphase, dass das anstehende Treffen besondere Wichtigkeit für sie hat, da in diesem Jahr das 15-jährige Jubiläum der Organisation ansteht. Für die Ukraine hat das Treffen ebenfalls besondere Bedeutung. Die Rede ist davon, dass die Ukraine am 1. Oktober – im Rahmen der Rotation – den Vorsitz in der Organisation für die nächsten sechs Monate übernimmt.

Die Teilnahme Wiktor Juschtschenkos begann mit zweiseitigen Verhandlungen. Das Haupt des ukrainischen Staates traf sich mit dem Präsidenten der Republik Moldawien, Wladimir Woronin. Beide Seiten erzielten Einigkeit darüber, dass am 15. Juli eine Sitzung der ukrainisch-moldawischen Regierungskommission stattfindet, danach soll dann der erste Staatsbesuch von Wiktor Juschtschenko in Moldawien zustande kommen. “Wir können das Treffen auf allerhöchstem Niveau für Ende August – Anfang September planen.”, erklärte der ukrainische Präsident nach der Zusammenkunft. Seinen Worten nach, wurde gestern eine Übereinkunft erreicht, dass in den nächsten zwei Monaten Konsultationen zu einer Reihe von Fragen stattfinden sollen, dabei insbesondere zu strittigen Grenzfragen zwischen der Ukraine und Moldawien.

Außerdem traf sich Wiktor Juschtschenko noch mit dem türkischen Parlamentssprecher Bülent Arinc. Das Hauptthema des Gespräches war die Organisation der Zusammenarbeit der Ukraine und der Türkei im Kontext der Eurointegration beider Staaten.

Das Hauptereignis des Tages – die Plenarsitzung der Gipfelteilnehmer – fand gegen Abend statt. Bei seinem Auftritt auf der Sitzung erklärte Wiktor Juschtschenko, dass die Hauptpriorität während des Vorsitzes der Ukraine in der BSEC bei den Transportprojekten liegen wird. “Die Schwarzmeerregion erscheint als einer der aussichtsreichsten der Welt beim Transportpotenzial.”, merkte der Präsident an. Daher schlägt Kiew vor sich auf die Umsetzung der Projekte zur Gründung von Transportkorridoren zu konzentrieren. Dabei wurde der Bau einer Autobahn rings um das Schwarze Meer von Wiktor Juschtschenko besonders hoch bewertet.

Neben der Realisierung von Transportprojekten wies Wiktor Juschtschenko auf die Notwendigkeit der Ausarbeitung von grundlegenden Prinzipien einer allgemeinen Energiepolitik der Region hin. “Genau auf diese Weise erreichen wir allgemeine große Vorteile und verringern die Gefahr der Nutzung von Energiefragen als Instrument der äußeren Einmischung.”, erklärte der Präsident. Juschtschenko erinnerte an die Initiative Aerbaidschans, Georgiens, Litauens, Polens und der Ukraine zur Gründung eines gemeinsamen Raumes der Förderung und des Transits von Energieträgern, welche auf dem Krakauer Energiegipfel im Mai diesen Jahres bekanntgegeben wurde.

Zum Ende der Plenarsitzung unterzeichneten die Staatshäupter der BSEC eine Gesamtdeklaration. Im Dokument, welches 23 Punkte umfasst, werden Fragen der gegenseitigen Zusammenarbeit der Mitglieder der Organisation berührt, welche die ökonomische, politische, kulturelle und sozialen Sphären betreffen. Die Deklaration des Treffens fällt mit vielen Zielen zusammen, die der Präsident der Ukraine bei seinem Auftritt erwähnte. Im Detail, wird in ihm erwähnt, dass die günstigen ökonomischen Perspektiven den Ländern der BSEC “… die Möglichkeit gibt sich ambitionierteren Aufgaben zu stellen, gleichzeitig große regionale Projekte von strategischer Bedeutung auszuarbeiten und zu realisieren.”. Im Dokument wird das Interesse der Mitglieder der BSEC am Bau einer Ringautobahn um das Schwarze Meer und der Entwicklung der Meerestransportrouten unterstrichen.

Neben dem bereits Erwähntem ist die Rede im Dokument davon, dass die Aufnahme aller Staaten der BSEC in die WTO einen großen Beitrag leistet für die Entwicklung der ökonomischen Zusammenarbeit und die Beseitigung von Handelshemmnissen. Ein bedeutender Teil des Dokumentes ist Umweltfragen gewidmet, so verpflichten sich die Teilnehmer der BSEC alle Maßnahmen zum Schutz der Umwelt zu ergreifen für die jetzige und zukünftige Generationen. In der Deklaration wird “… der ernsthafte Charakter der Klimaänderungen und die Notwendigkeit der Umsetzung einer umfassenden regionalen und zwischenstaatlichen Zusammenarbeit mit dem Ziel der allseitigen und effektiven Betrachtung dieser Frage …” unterstrichen.

Übersetzer:   Andreas Stein — Wörter: 772

Hat Ihnen der Beitrag gefallen? Vielleicht sollten Sie eine Spende in Betracht ziehen.
Diskussionen zu diesem Artikel und anderen Themen finden Sie auch im Forum.

Benachrichtigungen über neue Beiträge gibt es per Bluesky, Facebook, Google News, Mastodon, Telegram, X (ehemals Twitter), VK, RSS und täglich oder wöchentlich per E-Mail.

Artikel bewerten:

Rating: 5.0/7 (bei 1 abgegebenen Bewertung)

Neueste Beiträge

Kiewer/Kyjiwer Sonntagsstammtisch - Regelmäßiges Treffen von Deutschsprachigen in Kiew/Kyjiw

Karikaturen

Andrij Makarenko: Russische Hilfe für Italien

Wetterbericht

Für Details mit dem Mauszeiger über das zugehörige Icon gehen
Kyjiw (Kiew)17 °C  Ushhorod16 °C  
Lwiw (Lemberg)14 °C  Iwano-Frankiwsk16 °C  
Rachiw12 °C  Jassinja13 °C  
Ternopil15 °C  Tscherniwzi (Czernowitz)17 °C  
Luzk15 °C  Riwne14 °C  
Chmelnyzkyj16 °C  Winnyzja17 °C  
Schytomyr15 °C  Tschernihiw (Tschernigow)14 °C  
Tscherkassy15 °C  Kropywnyzkyj (Kirowograd)17 °C  
Poltawa15 °C  Sumy14 °C  
Odessa18 °C  Mykolajiw (Nikolajew)17 °C  
Cherson18 °C  Charkiw (Charkow)14 °C  
Krywyj Rih (Kriwoj Rog)16 °C  Saporischschja (Saporoschje)15 °C  
Dnipro (Dnepropetrowsk)15 °C  Donezk15 °C  
Luhansk (Lugansk)16 °C  Simferopol20 °C  
Sewastopol18 °C  Jalta18 °C  
Daten von OpenWeatherMap.org

Mehr Ukrainewetter findet sich im Forum

Forumsdiskussionen

„Ich habe mal sie Einreise in die UA (aus Polen), am Grenzübergang Uhryniw gemacht. Inzwischen 3 Mal am Freitagabend 21 Uhr MEZ. Nur zwei bis drei PKW, was schon gut ist. Aber der Hit ist, dort gibt es...“

„Inzwischen hat sich ja auch die Tagesschau etwas eingehender mit diesem Thema befaßt. Demnach seien indirekte Geldflüsse zum Kreml der Grund für das erfolgte Verbot der Serie. Ich schätze jedenfalls...“

„ Ist die Meldung überhaupt aktuell, die "Welt" schrieb offenbar schon 2023 über genau dieses Thema ?


“

„Kennt jemand vielleicht die Hintergründe dafür ? Soweit ich das sehe handelt es sich doch um eine völlig harmlose Kinderserie ohne jede Spur von Propaganda oä ?“

„ Was meint "erneut" ??
Bislang glaubte ich daß man sich als Reisender zumindest in unmittelbarer Grenznähe sicher fühlen konnte ?


“

„Bei Ankunft am Blockposten im Internet (nakordoni.eu) 4h Wartezeit und 40 PKW am Grenzübergang, einen Teil der Wartezeit sitzt man am Blockposten ab, die halten die PKW Warteschlange von dem eigentlichen...“

„Auch wenn ich diese Verbindung toll finde, hätte ich ehrlicherweise Angst, von Polen aus in die Ukraine zu reisen. Die Polen werden immer gewaltsamer gegen Ukrainer und ukrainische Projekte. Außerdem...“

„Ich dachte z.B. Krakovetz hat diese Spur nicht, jedenfalls bin ich in 2025 mit allen anderen bei den Ukrainern durchgeschleust worden, anschließend bei den Polen EU Spur..“

„ Hallo julib77,

Bzgl. Ausreisen mit PKW nach Polen möchte ich Dir deutlich widersprechen, ich weiß nicht woher Du Deine Informationen beziehst.

Schau einfach hier einmal Thread nach "An welchem Grenzübergang geht's am schnellsten? Da musst Du nicht suchen, der steht derzeit auch immer weit oben. Auch wenn wir da, nur über die Abläufe und die Wartezeiten berichten, findest Du nicht einen Kommentar darüber, dass Ukrainer schlecht behandelt werden. (2025 bis heute, ca. 25 Ein- und Ausreisen)

Ich kann nur sagen, ich beobachte keinerlei Repressalien, ganz im Gegenteil, die Ukrainer werden respektvoll behandelt, ist stelle keinen Unterschied zu mir als Deutschen fest. Das einzig berichtenswerte ist, dass die meisten Ukrainer-Innen fotografiert werden, bei der Ein - und Ausreise. Dieser Vorgang läuft professionell ab, ich kann dabei keine "Erniedrigung " beobachten, es wird gelacht und gescherzt dabei und die Frauen richten ihre Haare etc. Damit es ein 'schönes" Bild gibt.

Bzgl. Ungarn kann ich nur von einer Einreise berichten in 2025 (noch unter Orban), an dem mir sehr gut bekannten Grenzübergang "Lushanka" (Berehove HU), die Ausreiseseite kann man beobachten, ich kann nichts berichten, d.h. für mich normale Abläufe bei der Ausreise, wie auch bei der Einreise. Normale PKW Schlange, ganz im Rahmen. Kurz um, mir ist damals nichts aufgefallen. Alles war SICHER, wie die letzten 70 Mal, als ich den Grenzübergang von 2004 an bis 2025 überquert habe. Ein- und Ausreise.


“

„Ich werde am Sonntag ca. 12 Uhr auch wieder in Uhryniw Ausreisen. Dazu mal eine Frage, in Uhrnyiw gibt es ja die besagte EU-Spur, die ja durchweg bei den Ukrainern und den Polen die Ausreisezeit doch erheblich...“

„Auch wenn ich diese Verbindung toll finde, hätte ich ehrlicherweise Angst, von Polen aus in die Ukraine zu reisen. Die Polen werden immer gewaltsamer gegen Ukrainer und ukrainische Projekte. Außerdem...“