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Die Ukraine ohne Globus

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Eine der Quellen der Zurückgebliebenheit, insbesondere der ukrainischen Zurückgebliebenheit, sind fantastische Weltvorstellungen. Schon längst sind die Zeiten vorbei, als die sowjetischen Massenmedien die Bildungsvorteile der UdSSR demonstrierten, indem sie Anekdoten über amerikanische Schüler verbreiteten, die Europa auf der Weltkugel nicht finden konnten oder hartnäckig Spanien in Südafrika suchten.

Heutzutage kann man in den GUS-Staaten nicht nur Schüler und Studenten, sondern auch promovierte Geisteswissenschaftler finden, die fest daran glauben, dass Portugal irgendwo zwischen Brasilien und Argentinien liegt. Die Tendenz der „geografischen Verwilderung“ ist auch für die moderne Ukraine aktuell.

In der Umgebung der Bürger unseres Landes, die durch einen Mangel an Intelligenz auffallen, existieren die Weltereignisse häufig getrennt vom geografischen Wissen. Zum ersten Mal erlebte ich dieses Phänomen am Tag des politischen Startes des 21. Jahrhunderts – am 11. September 2001. Ein paar Bekannte wurden damals abgezockt. Die Dollars des „in Scherben geschlagenen Amerika“ wurden ihnen zu einem Zehntel des offiziellen Umrechnungskurses abgekauft. Eigentlich hatten meine Bekannten mich vorher angerufen und gefragt, ob ich eventuell meine Dollars auch verkaufen würde. Meine Erklärungen sowie mein Argument, die USA sei ein großer Staat, dessen Mächtigkeit und finanzielle Stabilität durch den Aufprall der Flugzeuge auf die Gebäude nicht beeinträchtigt werden, wurden ziemlich skeptisch aufgenommen. Nach ein paar Tagen kamen meine Bekannten jammernd an. Dann interessierte ich mich für ihre Vorstellungen von den USA.

Wir haben uns die Weltkarte bereits angeschaut, sagte mir das traurige Haupt der durch Währungsbetrüger abgezockten Familie. Wer hätte gedacht, dass Amerika so riesig sei…

Es stellte sich heraus, dass meine Bekannten sich die USA mindestens dreimal kleiner als die Ukraine, sowie auf einer Insel gelegen vorgestellt haben. Deutschland sollte nach ihren Vorstellungen der größte ausländische Staat sein. Diese Menschen waren keine ungebildeten und durch Steuern verängstigten Bewohner eines gottverlassenen Dorfes in den Karpaten. Sie wohnten in einer Regionalhauptstadt, führten ein Geschäft und schauten sich jeden Abend verschiedene Informationssendungen an. Ihre Bildung hatten sie noch in der sowjetischen Schule bekommen, allerdings waren sie keine ausgezeichneten Schüler. Sie waren jedoch im Ausland – in Rumänien und Polen.

Während dieses Gesprächs habe ich noch etwas entdeckt. Die Kenntnisse über diese zwei Länder beschränkten sich bei meinen Bekannten auf Fernstraßen, Märkte, Straßencafes und Toiletten. Eine ähnliche Aufzählung erlebte ich später unter unseren Gast- und Pendelarbeitern. Diejenigen, die im Ausland eine längere Zeit verbracht haben, erzählten gern über die ukrainischen Kirchen in den Ländern, wo sie ihr Geld verdienen mussten. Manche frommen Galizier, die in Portugal gearbeitet haben, erzählten über eine kleine griechisch-katholische Kapelle, die im ukrainischen Stil gebaut wurde, die sie jeden Sonntag besucht haben, zu der sie mehr als eine Stunde hin und zurücklaufen mussten. Dabei hatten sie kein Interesse an den vielzahligen Klöstern, Tempeln und Heiligtümern Portugals und des benachbarten Spaniens einschließlich Lourdes und Santiago de Compostela.

Gerade habe ich Zweifel, ob sich die beschränkten Kenntnisse über die Welt auf die heimische Zurückgebliebenheit gründen oder umgekehrt die Zurückgebliebenheit die Interesselosigkeit für die andere Seite der Welt, die nicht Einkommen und Gewinn betreffen, vorbestimmt. Vielleicht befassen wir uns hier mit einem magischen Kreis einer in sich geschlossenen Mentalität sowie mit der erstaunlichen (nicht nur ukrainischen) Eigenschaft nicht über das Gewohnte, Heimische und Begreifbare hinauszugehen. Oder wir haben es mit einer in der jahrtausendelangen Vergangenheit verwurzelten (auch nicht nur mit ukrainischen) Rohheit zu tun, an die zu erinnern und darüber zu sprechen modern ist. Oder, der von einem berühmten spanischen Denker proklamierte „Aufstand der Massen“, der die Geschichte des XX Jahrhunderts bedingte, hat sich erschöpft und wir sind Zeugen der globalen Rückkehr jener berüchtigten Massen in die postmoderne Modifikation des vormodernen Zustandes. Eine Rückkehr in eine Variante des „19. Jahrhunderts 2.0“? Eine Rückkehr in die Variante der Kolonialwelt, deren „geografischen Grundsätze“ Jules Verne so treffend verlacht hat, indem er in seinem Buch „Die Kinder des Kapitän Grant“ einen einheimischen Jungen, der ungebrochen überzeugt davon war, dass die ganze Welt Großbritannien gehört, beschrieben hat.

Wie dem auch sein mag, überrascht die Kommunikation mit Schülern und Studenten, Vertreter der Next-Generation, manchmal unangenehm. Ihre Hilfslosigkeit an der geografischen Karte zeigt lediglich den Scheitelpunkt ihrer Unwissenheit vor. Alles, was nicht in die kleine Liste der „TOP-Bilder“ aus den sozialen Netzwerken gehört, scheint außerhalb des Kenntniskreises des jungen Durchschnittsukrainers zu liegen. Vielleicht betrachten Marktforscher deshalb „Zombiegeschichten“ als die populärsten und gewinnbringendsten Bücher für Jugendliche. Wie unsere jetzt östlichen Nachbarn sagen: „Ein Zombie erkennt den anderen von weitem/gleich und gleich gesellt sich gern“

Die Situation ist schließlich bei den Nachbarn (sowie bei östlichen als auch bei den westlichen) ähnlich. Nach den letzten Umfrageergebnissen sind die Schüler in diesen Ländern genauso unsicher, ob sich die Erde um die Sonne dreht und nicht umgekehrt, wer den zweiten Weltkrieg gewonnen hat, sowie auf welchem Kontinent Nord- und Südkorea liegen. Die Welt wird immer mehr offener für globale Manipulationen, beziehungsweise für globale Veränderungen. Wer weiß, ob diese Veränderungen zum Besseren sind.

20.03.2013 // Wolodymyr Jeschkiljew

Quelle: Zahid.net

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Übersetzerin:   Olessja Oniksimowa — Wörter: 811

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„Bei Ankunft am Blockposten im Internet (nakordoni.eu) 4h Wartezeit und 40 PKW am Grenzübergang, einen Teil der Wartezeit sitzt man am Blockposten ab, die halten die PKW Warteschlange von dem eigentlichen...“

„Auch wenn ich diese Verbindung toll finde, hätte ich ehrlicherweise Angst, von Polen aus in die Ukraine zu reisen. Die Polen werden immer gewaltsamer gegen Ukrainer und ukrainische Projekte. Außerdem...“

„Ich dachte z.B. Krakovetz hat diese Spur nicht, jedenfalls bin ich in 2025 mit allen anderen bei den Ukrainern durchgeschleust worden, anschließend bei den Polen EU Spur..“

„ Hallo julib77,

Bzgl. Ausreisen mit PKW nach Polen möchte ich Dir deutlich widersprechen, ich weiß nicht woher Du Deine Informationen beziehst.

Schau einfach hier einmal Thread nach "An welchem Grenzübergang geht's am schnellsten? Da musst Du nicht suchen, der steht derzeit auch immer weit oben. Auch wenn wir da, nur über die Abläufe und die Wartezeiten berichten, findest Du nicht einen Kommentar darüber, dass Ukrainer schlecht behandelt werden. (2025 bis heute, ca. 25 Ein- und Ausreisen)

Ich kann nur sagen, ich beobachte keinerlei Repressalien, ganz im Gegenteil, die Ukrainer werden respektvoll behandelt, ist stelle keinen Unterschied zu mir als Deutschen fest. Das einzig berichtenswerte ist, dass die meisten Ukrainer-Innen fotografiert werden, bei der Ein - und Ausreise. Dieser Vorgang läuft professionell ab, ich kann dabei keine "Erniedrigung " beobachten, es wird gelacht und gescherzt dabei und die Frauen richten ihre Haare etc. Damit es ein 'schönes" Bild gibt.

Bzgl. Ungarn kann ich nur von einer Einreise berichten in 2025 (noch unter Orban), an dem mir sehr gut bekannten Grenzübergang "Lushanka" (Berehove HU), die Ausreiseseite kann man beobachten, ich kann nichts berichten, d.h. für mich normale Abläufe bei der Ausreise, wie auch bei der Einreise. Normale PKW Schlange, ganz im Rahmen. Kurz um, mir ist damals nichts aufgefallen. Alles war SICHER, wie die letzten 70 Mal, als ich den Grenzübergang von 2004 an bis 2025 überquert habe. Ein- und Ausreise.


„Ich werde am Sonntag ca. 12 Uhr auch wieder in Uhryniw Ausreisen. Dazu mal eine Frage, in Uhrnyiw gibt es ja die besagte EU-Spur, die ja durchweg bei den Ukrainern und den Polen die Ausreisezeit doch erheblich...“

„Auch wenn ich diese Verbindung toll finde, hätte ich ehrlicherweise Angst, von Polen aus in die Ukraine zu reisen. Die Polen werden immer gewaltsamer gegen Ukrainer und ukrainische Projekte. Außerdem...“

„Ups, ja. Irgendwie war zwar die Rede von einem durchgängig buchbaren Fahrschein, aber das bedeutet in der Tat wohl nicht auch zugleich eine unterbrechungsfreie und bequeme Fahrt mit der Bahn. Schade“

„Ja auf dem Papier sieht das wohl alles sehr einfach aus. Offenbar hat Leo da den Mund etwas zu voll genommen, scheint übrigens typisch für die private Verkehrsbranche zu sein. Soweit ich sehe hat sich...“

„Ja auf dem Papier sieht das wohl alles sehr einfach aus. Offenbar hat Leo da den Mund etwas zu voll genommen, scheint übrigens typisch für die private Verkehrsbranche zu sein. Soweit ich sehe hat sich...“

„ Obwohl der Leo-Express angeblich seit Juni den Betrieb auf dieser Strecke aufgenommen hat wird die "Bahnfahrt" über Przemysl nach UA wohl noch lange Zukunftsmusik bleiben.
Wie zu lesen ist gibt es noch nichtmal für das polnische Streckennetz eine Zulassung so daß derzeit dort wohl noch mit Bussen gefahren wird.


„изображение.png изображение.png Da muß man wohl mit den Daten etwas herumspielen ... Da wird wohl noch nicht täglich gefahren. Trotzdem Danke.“

Der Link zum Anbieter ist ja da.
Ist korrekt, aber ich finde man hätte trotzdem im Text gleich darauf hinweisen können.
War aber nicht "böse" gemeint ...
Bis jetzt sind die Tickets auch noch nicht auf der Webseite buchbar - warum auch immer ...
Hab´s versucht - bekomme aber immer angezeigt "auf dieser Strecke fahren wir nicht" :-([smilie=dntknw.gif]

„Man sollte aber explizit dazu schreiben, daß es ein Zug von LeoExpress ist - und nur auf deren Webseite kann man die Fahrkarten kaufen. Zumindest ist es die erste Umsteigefreie Verbindung von Deutschland...“

„Vielen Dank, mit einem Briefchen meiner Frau im Gepäck gab es keine Probleme“

„Am besten wäre natürlich, wenn die Frau mit dabei ist. Alleinreisende Männer stehen schließlich immer unter Verdacht.“

„Kein Zoll. Du musst an sich nur sagen dass das privat ist und du nicht damit handeln willst. So lange das nicht Originalverpackt ist und ersichlich das nicht neu sollte es keine Probleme geben“

„Hallo Leute, ich weiß nicht, ob ich hier richtig bin mit meiner Anfrage. Ich möchte 4 Umzugskartons mit gebrauchter Straßen Kleidung bei der Einreise in die Ukraine mitnehmen. Es ist gebrauchte Kleidung...“

„Wir sind mit unserem Wohnmobil, wie geplant am Montag 15.6. in Krakovets rüber. Sehr zeitig los gegen 5 Uhr in der Früh. Mit sehr sehr wenig Verkehr, super bis zur Grenze. Nur 8 PKW vor der Schranke....“