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Ewige Strafkolonie

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Straflager Perm 36Straflager Perm 36
Das war wider die Natur. Tyrannen errichten keine Museen zum Gedenken an ihre Opfer. Nachfolger von Tyrannen möchten sich ebenso nicht daran erinnern. Vor kurzem wurde in Russland das Museum „Perm-36“ geschlossen. Ein Museum auf dem Territorium des politischen Lagers VS 389/36. So nannte man den Ort, wo wir „umerzogen“ wurden.

Heute gibt es in Russland wieder politische Gefangene. Es werden dort wieder Leute für ihre Überzeugungen verhaftet. In einer solchen Situation darf das Museum „Perm 36“ nicht existieren. Es ist schrecklich und bitter heute darüber zu sprechen: war das helle Licht von Gorbatschows Tauwetter etwa wirklich ein fremdes?

Deutlich, klar erinnere ich mich an diese Zeit. Dort, in Moskau gab es das Fernsehprogramm „Blick“ (das 1987 gegründete und populäre „Wsgljad“ wurde zu einem Symbol für Glasnost und Perestroika – A.d.Ü.), das Journal „Kommunist“, das die Grundlagen des totalitären Denkens untergrub, sowie politische Diskussionen. Hier in der Ukraine – damals noch immer sowjetische Provinz – herrschte großer Mangel. Die Presse langweilte und geizte mit Informationen. Der nach wie vor imperiale KGB übte Druck gegen die ersten öffentlichen Diskussionsrunden aus. Damals schien mir: Die Ukraine ist dazu verdammt, eine Insel der früheren kommunistischen Trostlosigkeit zu bleiben.

Es ist anders gekommen. Der große Zerstörer des Imperiums, Michail Gorbatschow – im Grund genommen ein kleiner und grauer Mensch, der sich durch lange, komplizierte Reden auszeichnete – befürwortet heute Putins Versuch, die UdSSR wiederherzustellen. Moskau, das den Kurs von Freidenkertum und begründeten Hoffnungen genommen hatte, unterstützt einen verlogenen und harten Diktator. In einem solchen Russland ist ein Museum zum Gedenken an die politischen Gefangenen der Breschnew-Epoche riskant. Denn für die Diktatur sind sämtliche Zweifel gefährlich.

Dort, im Kreis Tschussowoj des Gebiets Perm befanden sich in den 70er und 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts drei Lager, in denen besonders gefährliche staatliche Verbrecher in Haft gehalten wurden. Der weise Europäer Iwan Swetlitschnyj, der geniale, europäische Poet Wassyl Stus, der herausragende Gelehrte der Biophysik Sergej Kowaljow… Dort wurde in der letzten Periode der sowjetischen Herrschaft auch gestorben; an schmerzhafter chronischer Unterernährung, an der Ausweglosigkeit. Von all dem hat das Museum mit seinen Exponaten erzählt. Das Museum, in dem der ehemalige Wächter Iwan Kukuschkin als Putzkraft gearbeitet hat und sich leise darum bemühte, die Besucher zu überzeugen: „ist alles nicht wahr, wir haben uns an die Gesetze gehalten“. Dieser schlecht ausgebildete Hinterwäldler aus der Tiefe des Urals konnte sogar im reifen Alter nicht verstehen, dass lange vor ihm Wächter in Auschwitz und Buchenwald ebensolche Worte ausgesprochen haben… Auch mich hat in den 1970er Jahren der Feldwebel Kukuschkin bewacht.

Dort, im Kreis Tschussowj in Russland hat man umerzogen. Doch nicht dort wurde verhaftet, nicht dort gerichtet. Uns Ukrainer hat die sowjetische Ukraine verhaftet und verurteilt. Sie war damals gleichgültig, schläfrig und sehr hart. Leider war es genau so: die ideologischen Leiter im Zentralkomitee der Kommunistischen Partei der Ukraine sanktionierten die Verhaftungen von Andersdenkenden, der ukrainische KGB führte flink und aktiv den Willen der Partei aus, Spezialisten der ukrainischen Philologie und andere, sehr unabhängige Experten lieferten dem Scheiterhaufen der ukrainischen Justiz Argumente.

So kam es, dass 40 oder 50 Prozent der Strafgefangenen in den Haftanstalten des Urals Ukrainer waren. Schreckliche Worte, ich weiß. Doch bin ich bereit, sie laut auszusprechen: wir wurden von unserem eigenen Land verraten. Dort, genau dort habe ich meine Jugend verlebt und folglich ist diese Erde auch die meine. Mit oder ohne das Museum – meine!

Im Sommer 1974 wurde im Lager WS 389/35 das baufällige Blockhaus der Lagerwacht auseinandergenommen, was 1949 erbaut worden war. Am Deckenbalken entdeckten wir die Aufschrift: „25 Jahre Straflager“, es verbleiben 12. Maksimow A. Gr. aus Korosten“. Das ist eine sehr sowjetische Art der Kommunikation zwischen den Generationen. Ewige Strafkolonie. In Russland setzt sie sich bis heute fort.

Das Museum „Perm-36“ wird nicht wiedererrichtet. Es wird dort ein anderes Museum geben – ein Museum des russischen Strafvollzugs, mit anderen Worten – ein Gulag-Museum. Die Gesinnung und die Tapferkeit von Iwan Kukuschkin und seinen Fachgenossen werden dort positiv beleuchtet werden. Eine schauerliche Assoziation: ein Museum über die Tapferkeit der SS-Sonderkommandos in Babij Jar oder Dachau…

Der Krieg mit Russland. Er ist unerwartet und deshalb besonders schrecklich. Ein Krieg der Weltanschauungen, der Kulturen, der Vergangenheit und der Zukunft. Ihnen, Putin & Co ist das Museum „Perm-36“ gefährlich. Doch wir können die Museums-Exponate zu uns in die Ukraine holen. Immerhin machten wir dort 40 bis 50 Prozent aus. Wir sind verpflichtet, das zu tun. Wie? Ich weiß es nicht. Ich weiß es wirklich nicht. Doch ich möchte es sehr.

20. März 2015 // Semjon Glusman – Arzt, Mitglied des Kollegiums des Staatlichen Dienstes für Strafvollzug der Ukraine

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Quelle: Lewyj Bereg

Übersetzerin:   Helena Maier — Wörter: 770

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„Bei Ankunft am Blockposten im Internet (nakordoni.eu) 4h Wartezeit und 40 PKW am Grenzübergang, einen Teil der Wartezeit sitzt man am Blockposten ab, die halten die PKW Warteschlange von dem eigentlichen...“

„Auch wenn ich diese Verbindung toll finde, hätte ich ehrlicherweise Angst, von Polen aus in die Ukraine zu reisen. Die Polen werden immer gewaltsamer gegen Ukrainer und ukrainische Projekte. Außerdem...“

„Ich dachte z.B. Krakovetz hat diese Spur nicht, jedenfalls bin ich in 2025 mit allen anderen bei den Ukrainern durchgeschleust worden, anschließend bei den Polen EU Spur..“

„ Hallo julib77,

Bzgl. Ausreisen mit PKW nach Polen möchte ich Dir deutlich widersprechen, ich weiß nicht woher Du Deine Informationen beziehst.

Schau einfach hier einmal Thread nach "An welchem Grenzübergang geht's am schnellsten? Da musst Du nicht suchen, der steht derzeit auch immer weit oben. Auch wenn wir da, nur über die Abläufe und die Wartezeiten berichten, findest Du nicht einen Kommentar darüber, dass Ukrainer schlecht behandelt werden. (2025 bis heute, ca. 25 Ein- und Ausreisen)

Ich kann nur sagen, ich beobachte keinerlei Repressalien, ganz im Gegenteil, die Ukrainer werden respektvoll behandelt, ist stelle keinen Unterschied zu mir als Deutschen fest. Das einzig berichtenswerte ist, dass die meisten Ukrainer-Innen fotografiert werden, bei der Ein - und Ausreise. Dieser Vorgang läuft professionell ab, ich kann dabei keine "Erniedrigung " beobachten, es wird gelacht und gescherzt dabei und die Frauen richten ihre Haare etc. Damit es ein 'schönes" Bild gibt.

Bzgl. Ungarn kann ich nur von einer Einreise berichten in 2025 (noch unter Orban), an dem mir sehr gut bekannten Grenzübergang "Lushanka" (Berehove HU), die Ausreiseseite kann man beobachten, ich kann nichts berichten, d.h. für mich normale Abläufe bei der Ausreise, wie auch bei der Einreise. Normale PKW Schlange, ganz im Rahmen. Kurz um, mir ist damals nichts aufgefallen. Alles war SICHER, wie die letzten 70 Mal, als ich den Grenzübergang von 2004 an bis 2025 überquert habe. Ein- und Ausreise.


„Ich werde am Sonntag ca. 12 Uhr auch wieder in Uhryniw Ausreisen. Dazu mal eine Frage, in Uhrnyiw gibt es ja die besagte EU-Spur, die ja durchweg bei den Ukrainern und den Polen die Ausreisezeit doch erheblich...“

„Auch wenn ich diese Verbindung toll finde, hätte ich ehrlicherweise Angst, von Polen aus in die Ukraine zu reisen. Die Polen werden immer gewaltsamer gegen Ukrainer und ukrainische Projekte. Außerdem...“

„Ups, ja. Irgendwie war zwar die Rede von einem durchgängig buchbaren Fahrschein, aber das bedeutet in der Tat wohl nicht auch zugleich eine unterbrechungsfreie und bequeme Fahrt mit der Bahn. Schade“

„Ja auf dem Papier sieht das wohl alles sehr einfach aus. Offenbar hat Leo da den Mund etwas zu voll genommen, scheint übrigens typisch für die private Verkehrsbranche zu sein. Soweit ich sehe hat sich...“

„Ja auf dem Papier sieht das wohl alles sehr einfach aus. Offenbar hat Leo da den Mund etwas zu voll genommen, scheint übrigens typisch für die private Verkehrsbranche zu sein. Soweit ich sehe hat sich...“

„ Obwohl der Leo-Express angeblich seit Juni den Betrieb auf dieser Strecke aufgenommen hat wird die "Bahnfahrt" über Przemysl nach UA wohl noch lange Zukunftsmusik bleiben.
Wie zu lesen ist gibt es noch nichtmal für das polnische Streckennetz eine Zulassung so daß derzeit dort wohl noch mit Bussen gefahren wird.


„изображение.png изображение.png Da muß man wohl mit den Daten etwas herumspielen ... Da wird wohl noch nicht täglich gefahren. Trotzdem Danke.“

Der Link zum Anbieter ist ja da.
Ist korrekt, aber ich finde man hätte trotzdem im Text gleich darauf hinweisen können.
War aber nicht "böse" gemeint ...
Bis jetzt sind die Tickets auch noch nicht auf der Webseite buchbar - warum auch immer ...
Hab´s versucht - bekomme aber immer angezeigt "auf dieser Strecke fahren wir nicht" :-([smilie=dntknw.gif]

„Man sollte aber explizit dazu schreiben, daß es ein Zug von LeoExpress ist - und nur auf deren Webseite kann man die Fahrkarten kaufen. Zumindest ist es die erste Umsteigefreie Verbindung von Deutschland...“

„Vielen Dank, mit einem Briefchen meiner Frau im Gepäck gab es keine Probleme“

„Am besten wäre natürlich, wenn die Frau mit dabei ist. Alleinreisende Männer stehen schließlich immer unter Verdacht.“

„Kein Zoll. Du musst an sich nur sagen dass das privat ist und du nicht damit handeln willst. So lange das nicht Originalverpackt ist und ersichlich das nicht neu sollte es keine Probleme geben“

„Hallo Leute, ich weiß nicht, ob ich hier richtig bin mit meiner Anfrage. Ich möchte 4 Umzugskartons mit gebrauchter Straßen Kleidung bei der Einreise in die Ukraine mitnehmen. Es ist gebrauchte Kleidung...“

„Wir sind mit unserem Wohnmobil, wie geplant am Montag 15.6. in Krakovets rüber. Sehr zeitig los gegen 5 Uhr in der Früh. Mit sehr sehr wenig Verkehr, super bis zur Grenze. Nur 8 PKW vor der Schranke....“