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Gesundheitsministerium verbietet in Mariupol aufgrund des Choleraausbruchs den Besuch der städtischen Strände

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Der staatliche sanitär-epidemiologische Dienst hat das Baden an den Stadtstränden von Mariupol und ebenfalls den Fischfang im Meer unweit der Stadt verboten. Wie gestern der Sanitätsoberarzt, Sergej Ryshenko, erklärte, wurde die Entscheidung danach getroffen, nachdem Ende letzter Woche in Mariupol drei Fälle von Choleraerkrankungen entdeckt wurden.

Beim sanitär-epidemiologischen Dienst der Donezker Oblast teilte man dem “Kommersant-Ukraine” mit, dass alle Erkrankten älter als 55 Jahre sind. Bei der Behörde präzisierte man, dass gemäß den vorläufigen Daten der epidemiologischen Untersuchungen, die Kranken Fisch zubereitet und verzehrt hatten, der im Asowschen Meer gefangen wurde. Zur Zeit sind alle Opfer in Krankenhäusern und erhalten die notwendige Behandlung. Bei einer Person sind Symptome einer akuten Niereninsuffizienz aufgetreten, der Zustand der Übrigen ist befriedigend. Daneben wurde gestern Abend bekannt, dass bei wenigstens einem weiteren Einwohner von Mariupol der Verdacht einer Choleraerkrankung aufkam, jedoch wird die Diagnose erst heute bekannt.

Auf Anweisung von Präsident Wiktor Janukowitsch und Premierminister Nikolaj Asarow flog gestern Gesundheitsminister Alexander Anischtschenko nach Mariupol. Er teilte Journalisten mit, dass alle Strände der Stadt geschlossen werden, der Handel mit Fisch auf den Märkten verboten wird und die Aufsicht der Befolgung dieser Maßnahmen wird über „Patrouillen am Meeresufer, den Stränden und den städtischen Märkten“ umgesetzt. Die Miliz von Mariupol hat bislang übrigens noch keinerlei Anordnungen erhalten, die mit der Organisation der Patrouillen verbunden sind.

Die Situation in Mariupol rief Beunruhigung in den benachbarten Oblasten Saporoshje und Dnepropetrowsk hervor. Der Vorsitzende der Dnepropetrowsker Oblastverwaltung, Alexander Wilkul, ordnete insbesondere an, die sanitär-epidemologische Aufsicht „über Objekte mit erhöhtem Risiko“ zu verstärken: Kindererholungsstätten, Gaststätten und Trinkwasserversorgungspunkte. Und in Saporoshje wird vom heutigen Tage an eine Überwachung des Dneprwassers auf Choleravibrionen durchgeführt.

Jaroslaw Kolguschew, Iwan Tjashlow

Quelle: Kommersant-Ukraine

Übersetzer:   Andreas Stein — Wörter: 285

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