Nach der Information über die Festnahme von General Olexij Pukatsch – dem Hauptverdächtigen in der Mordsache des Journalisten Georgij Gongadse – werden viele Informationen ans Tageslicht gebracht, die, ihrerseits, neue Fragen aufwerfen. Mitarbeiter der Generalstaatsanwaltschaft führten in der Nacht vom 21. auf den 22. Juli eine Befragung des ehemaligen Leiters der Kriminalfahndung des Innenministeriums, Olexij Pukatsch, durch und der stellvertretende SBU (Sicherheitsdienst der Ukraine) Chef, Wassil Hrizak teilte mit, dass Olexij Pukatsch die Auftraggeber des Mordes an Georgij Gongadse genannt hat. Den Worten von Hrizak nach, hat Pukatsch seine Beteiligung am Mord an dem Journalisten bestätigt. Wie bald man Fortschritte erwarten kann und wann endlich wird ein Schlusspunkt unter die Sache gesetzt? Mit diesen Fragen wandte sich Radio Swoboda an Myroslawa Gongadse – die Witwe Georgijs, die mit zwei Töchtern in den Vereinigten Staaten lebt.
“Ich glaube nicht, dass es schnell Fortschritte gibt. Natürlich ist die Festnahme und der Arrest von General Pukatsch ein prinzipiell wichtiger Schritt in diesen Ermittlungen. Er hat, gemäß den Beweisen und Materialien in der Sache und den Angaben der Milizionäre, die bereits jetzt ihre Strafe absitzen, unmittelbar am Mord teilgenommen und unmittelbar mit Hilfe dieser Milizionäre Georgij erwürgt … Das heißt er ist der unmittelbare Mörder. Doch erneut: er ist der Ausführende dieses Mordes. Bislang bleibt die Frage der Auftraggeber offen. Wenn der General Pukatsch die Auftraggeber nennt, dann wird es sehr wichtig sein, diese Namen nicht einfach nur zu nennen, sondern alle Beweismittel zu sammeln, die helfen könnten und einen Weg für die Anklageerhebung gegen die Auftraggeber dieses Mordes zu finden. Aus den Informationen, die heute bereits existieren, hat er sich bereits schuldig bekannt und Angaben gemacht und er sagt, dass die Auftraggeber des Mordes leben (möglicherweise nicht alle) und daher hoffe ich, dass alles vom Professionalismus der Generalstaatsanwaltschaft abhängt. Ich meine, dass es sehr wichtig ist, dass die Ermittlergruppe der Generalstaatsanwaltschaft verstärkt wird; sehr wichtig ist, dass zu ihr die Leute hinzugezogen werden, die bislang die Sache untersuchten (welche diejenigen waren, welche die Materialien bezüglich der drei Milizionäre bei Gericht einreichten, da sie eine große Zahl an Informationen in diesem Prozess besitzt). Und falls es tatsächlich genügend politischen Willen gibt, dann werden die Auftraggeber angeklagt.”
*Myroslawa, einige Experten haben bereits heute die Meinung geäußert, dass es nicht zufällig ist, dass diese Festnahme eben jetzt erfolgte, wo der Wahlkampf gerade startet. Sehen Sie darin irgendwelche Verbindungen?
??“Ich sehe Verbindungen nur darin, dass der Mord an Georgij ein politisches Verbrechen war und in diese Sache viele politische Kräfte verwickelt wurden. Und da diese politischen Kräfte sich gegenseitig beschimpfen, war es immer ein Mittel neue Informationen in dieser Sache zu öffnen und zu veröffentlichen. Daher wird diese politische Verbindung sehr konkret beobachtet. Ob dies speziell heute getan wurde, da gerade ein neuer politischer Prozess beginnt – kann ich nicht sagen. Doch das diese Frage eine politische ist, das ist eindeutig und das sie auf die Ergebnisse der Präsidentschaftswahlen Einfluss ausübte, ausübt und ausüben wird, das ist ebenfalls eindeutig.
Quelle: Radio Liberty/Radio Swoboda


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