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Jana Barinowa: „Memorialisierung und Marketing sollten nicht verwechselt werden. Gedenkstätte ist Tiefbohren“

Babi Jar / Babyn Jar - Jana Barinowa

In der Ukraine wird eine aktive Diskussion um das Holocaust-Gedenkzentrum „Babi Jar“ fortgesetzt, das Ende letzten Jahres das Team ausgewechselt hat. Der Aufsichtsrat, dem Menschenrechtsaktivisten, Politiker und Persönlichkeiten aus Religion und Kirche angehören, beschloss, im Zentrum die Position eines künstlerischen Leiters zu schaffen, auf die der russische Regisseur Ilja Chrschanowski berufen wurde.

LB.ua sprach mit der ehemaligen Direktorin des Babi Jar Gedenkzentrums, Jana Barinowa, darüber, was das Team seit vier Jahren tut, wie sich seine Vision von der von Ilja Chrschanowsi vorgeschlagenen Vision unterscheidet und welche Risiken der Skandal um das Center mit sich bringt.

Soweit ich weiß, haben Sie im Babi Jar Holocaust Gedenkzentrum gearbeitet und waren von Anfang an dessen Geschäftsführerin?

Ja, ich habe seit 2015 gearbeitet, fast vom ersten Tag an. Beginnend mit dem Namen, der visuellen Identität, der Mission, der auf der Website angegebenen grundlegenden historischen Erzählung, der Grundstücksfrage, das gesamte Fundament, das besteht, wurde im Laufe der Jahre 2015 bis 2019 geschaffen. Wir haben ein ganzes Kompendium von Dokumenten erstellt – Politik, Richtlinien, Verfahren, Werte, Missionen -, eine historische Erzählung davon steht. Es wurde eine Titanenarbeit geleistet, damit aus der Idee heraus das Gedenkzentrum die Form einer beispielhaften internationalen Institution annimmt.

Warum haben Sie persönlich überhaupt damit angefangen? Mit wem haben Sie vorher gearbeitet? Was für ein Karriereschritt war das für Sie?

Meine Spezialisierung ist das Management von sozialen und kulturellen Projekten, ich leite Projekte im Bereich der Geisteswissenschaften. In all den Jahren habe ich mich auch mit Forschungsarbeit beschäftigt, die Philosophische Fakultät in Odessa absolviert. Danach bin ich in die Graduiertenschule in Frankreich eingetreten, wo ich in diesem Jahr die Arbeit an der Dissertation abschloss. Ich habe eine Weile in Paris gelebt und dort auch eine Business School absolviert – ich habe einen MBA in Kulturmanagement.

Danach habe ich in Brüssel ein Praktikum in einem auf Kreativwirtschaft und Kulturpolitik spezialisierten Beratungsunternehmen – KEA European Affairs – absolviert und dort als Projektmanager gearbeitet. Das heißt, alle meine Erfahrungen stammen aus verschiedenen Positionen in verschiedenen Kulturinitiativen in der Ukraine und im Ausland.

Nach der Ausbildung in Frankreich kehrte ich in die Ukraine zurück. Ich kam an und traf Michail Rewa, einen Bildhauer und Architekten aus Odessa, der einmal an einem Architekturwettbewerb für das beste Projekt in Babi Jar teilgenommen hatte. Zu dieser Zeit kontaktierten ihn die Geschäftsleute Pawel Fuks und Vitali Klitschko, die sich für dieses Projekt interessierten und über dessen mögliche Umsetzung nachdachten.

Ich nahm an diesen Treffen teil, den allerfrühesten Verhandlungen über die mögliche Umsetzung des konkreten Projekts Michails. Im Jahr 2015 gab Vitali Klitschko eine Pressekonferenz, auf der er erstmals seine Absicht verkündete, während seiner Amtszeit alles in seiner Macht Stehende für die Errichtung der Gedenkstätte in Babi Jar zu tun.

Am Tag seiner Amtseinführung ernannte mich Vitali Klitschko zur Koordinatorin der Arbeitsgruppe. Unsere Aufgabe war es zu verstehen, was um Babi Jar herum passiert, welche Initiativen bis zu diesem Zeitpunkt existierten, was getan werden muss, um endlich eine Gedenkstätte zu schaffen. Es war eine kleine Arbeitsgruppe ohne offiziellen Status.

Nach einiger Zeit interessierte sich für dieses Projekt die Geldgeber, die dieses Projekt heute finanzieren (Michail Fridman, Wiktor Pintschuk, Herman Chan). Der Arbeitsprozess begann sich weiter zu formalisiere, die Stiftung wurde registriert, die ersten Mitttel wurden bereitgestellt, und am 29. September fand im Schewtschenko-Museum zum 75. Jahrestag der Ereignisse in Babi Jar eine Zeremonie zur Unterzeichnung einer Absichtserklärung statt. Und diese wurde zu einem offiziellen Referenzpunkt, dem ein Jahr Arbeit im Format von Forschung und Bestimmung von Stakeholdern, Initiativen und Erfahrungen vorausging. Das habe ich getan.

Von der Koordination der Arbeitsgruppe wechselte ich dann in die Stiftung und begann als Geschäftsführerin zu arbeiten.

Es stellt sich also heraus, dass wir nicht zu 100 Prozent Recht haben, wenn wir jetzt über die Tatsache sprechen, dass das Holocaust-Gedenkzentrum Babi Jar eine ausschließlich private Initiative ist? Klitschko tritt hier dennoch als Vertreter des Staates auf, was nicht außer Acht gelassen kann.

Wir können es nicht zurückweisen, ja. Die Stiftung hat oft gesagt, dass wir eine öffentlich-private Partnerschaft anstreben, und der Staat ist hier in Form der Stadtverwaltung, der Stadt Kiew vertreten. Der Bürgermeister von Kiew unterstützt die Stiftung seit dem ersten Tag. Als Vitali Klitschko zum Bürgermeister gewählt wurde, definierte er dieses Projekt sofort als eine seiner strategischen Prioritäten.

Sie hatten auch mit dem Kulturministerium eine eigene Kommunikation. Wie war die Verständigung mit dem Institut für nationales Gedächtnis? Soweit ich weiß, war der Dialog hier schärfer als mit den anderen.

Über unsere Beziehung zur Regierung. Im Jahr 2017 wurde ein Memorandum über die Zusammenarbeit zwischen dem Kulturministerium, dem Bildungsministerium, der Stadtverwaltung der Stadt Kiew, dem Nationalpark Babi Jar und der fünften Seite, der Stiftung, unterzeichnet.

Dieses Memorandum beschreibt die Verantwortlichkeiten jeder Seite. Als Ergebnis wurde eine Arbeitsgruppe gebildet, der Vertreter jeder Seite angehörten. Im Rahmen dieses Memorandums haben wir einige Projekte gestartet: zum Beispiel mit dem Bildungsministerium den allukrainischen Stipendienwettbewerb für Doktoranden. Es fand zwei Jahre lang statt, aber dieses Jahr fand er nicht statt. Für die breite Öffentlichkeit ist dies möglicherweise kein Ereignis von hoher Resonanz, aber es ist wichtig für diejenigen, die sich mit diesem Thema befassen. Dies ist eine strategische Partnerschaft mit den Behörden.

Das Kulturministerium war an der Entwicklung technischer Spezifikationen für den Architekturwettbewerb beteiligt, und der Minister trat der Jury bei.

Wir hatten keine offiziellen Beziehungen zum Institut für nationales Gedächtnis [Umstrittenes staatliches Institut, dass vor allem den Kult der Nazikollaborateure aus der Organisation Ukrainischer Nationalisten (OUN) betreibt. A.d.R.], aber wir haben seine Vertreter zu allen Veranstaltungen eingeladen. Wir hatten keine hochkarätigen Meinungsverschiedenheiten, aber ich kann sagen, dass Wladimir Wjatrowitsch [ukr. Wolodymyr Wjatrowytsch, der Direktor des Instituts, Anm. d. Ü.] zu allen Ereignissen im Zusammenhang mit der grundlegenden historischen Erzählung gekommen ist und immer seine Kommentare zum Ausdruck gebracht hat, die wir berücksichtigt und integriert haben.

Eines der Hauptprobleme im Zusammenhang mit dem Gedenkzentrum ist, dass einer der Hauptgeldgeber Michail Fridman [in Lwiw geboren und aufgewachsen, A.d.R.] ist, ein bedeutender russischer Geschäftsmann. Hat er versucht, die Politik des Zentrums zu beeinflussen? Wie rechtfertigen Sie seine Anwesenheit in einem für die Ukraine so wichtigen Projekt?

Während meiner Arbeit wurde das Management nie unter Druck gesetzt. Niemand hinter uns hat jemals vorgeschlagen, wie man Erzählungen schreibt, welche Projekte zu tun sind, welche nicht – im Gegenteil, wir fühlten uns frei, Entscheidungen zu treffen. Es gab das Gefühl, dass an uns die Möglichkeit diese Gedenkstätte zu schaffen delegiert wurde.

Die Beziehungen zu den Geldgebern des Projekts wurden so wie zu allen Mitgliedern des Aufsichtsrats beschrieben und formalisiert. Er trifft sich zweimal im Jahr, trifft wichtige Entscheidungen im Team, über Budgets und Kommunikationsstrategie. So sind wir miteinander umgegangen.

Das Management war für Fragen jederzeit zugänglich, daher haben wir dem Aufsichtsrat alle erforderlichen Kommentare übermittelt.

Über das russische Geld. German Chan hat 13 Verwandte in Babi Jar liegen. Und ich habe 14 Tote, in der Nähe von Taganrog in der Todesschlucht von Petruschino. [Hier wurden am 29. Oktober 1941 bis auf einen 14jährigen Jungen alle ca. 2500 jüdischen Einwohner der Stadt Taganrog von den Deutschen ermordet. Anm. d. Ü.] Daher nehme ich an, dass der Mann die Motivation haben mag, die Erinnerung an seine Verwandten aufrechtzuerhalten.

Dieses Thema wurde schon oft in den Medien diskutiert, und es gibt nur ein Argument: Diese Menschen haben eine Empfindung und sie beschlossen, die Erinnerung an diese Opfer aufrechtzuerhalten.

Wenn es Druck von den Geldgebern gegeben hätte, hätte niemand aus dem Team, das [Ende letzten Jahres] gegangen ist, so lange gearbeitet. Wir sind alle Ukrainer, wir haben alle eine aktive staatsbürgerliche Position. Daher kann es gerne von außen auf unterschiedliche Weise interpretiert werden, aber tatsächlich waren wir nicht das Sprachrohr von Interessen irgendeines anderen.

Wie wurde der wissenschaftliche Beirat gebildet? Wie wurde der Pool der Historiker ausgewählt?

Als wir über den historischen Umfang des Projekts nachdachten, wurde klar, bei welchen Aspekten wir Spezialisten brauchten. Danach begannen wir mit Spitzenkräften auf diesem Gebiet Kontakt aufzunehmen – in der Ukraine und im Ausland.

Das Hauptprinzip bestand darin, einen ausgewogenen wissenschaftlichen Beirat zu schaffen, in dem Vertreter der Ukraine, ausländische Wissenschaftler, Männer und Frauen sowie etablierte Historiker und Nachwuchsforscher vertreten sind. Das heißt, es war ein vielfältiger wissenschaftlicher Beirat.

Karel Berkhof hat [bis zu seinem Rücktritt im April 2020. Seine Monographie „Harvest of Despair: Life and Death under Nazi Rule“ ist 2011 in Kiew im Verlag Krytyka auf Ukrainisch erschienen. Anm. d. Ü.] diese Arbeit kuratiert und die Bemühungen aller Forscher gefestigt. Der wissenschaftliche Beirat ist eine mehrstufige Struktur, d.h. es gibt Autoren der grundlegenden historischen Erzählung, die die Artikel geschrieben haben. Es gibt ein Redaktionskomitee – dies sind Personen, die aufgrund ihrer begrenzten Zeit keine Verbindung zum Schreiben der Erzählung herstellen konnten, diese jedoch auf Ungenauigkeiten und Fehler hin gelesen haben. Und dann wurde die Erzählung in einem gewissen Stadium des Fertigseins bereits Gutachtern zur Verfügung gestellt. Die Bewertung war verschiedenartig – blind, halb blind, offen. Alle Bemerkungen wurden gesammelt und das Redigierte zur Überarbeitung zurückgegeben. Das heißt, die Erzählung wurde über die Jahre geschrieben, und theoretisch sollte diese Arbeit fortgesetzt werden – die Wissenschaft geht voran, viele Fakten und Archive eröffnen sich gerade.

Die grundlegende historische Erzählung ist nicht nur ein akademisches Dokument, das die Zuverlässigkeit historischer Fakten garantiert. Es war eine Form, eine Art Gesellschaftsvertrag zu erreichen. Dies ist sehr wichtig für die Erinnerung an die Tragödie von Babi Jar: woran wir uns erinnern, wie wir uns erinnern, an wen wir uns erinnern, wie wir über bestimmte Ereignisse sprechen.

Der Prozess der Erstellung einer Erzählung war auch diese Aussprache – was lernen wir? Verwenden wir das Wort „Kollaboration“? Nein, wir verwenden es nicht. Was benutzen wir? „Überlebensstrategien“ oder „Zusammenarbeit“? Dies sind dies sehr subtile semantische Knoten, daher ist das Schreiben einer Erzählung eine Übung dafür, um zu sprechen zu beginnen und verschiedene Seiten zu hören. Und wir waren sehr respektvoll gegenüber unseren Opponenten.

Dies ist ein wichtiges Dokument. Es gibt nicht viele komplexe Dokumente, die über die Geschichte des Holocaust im Gebiet der modernen Ukraine und der Nachbarländer berichten.

Was ist letztes Jahr passiert? Soweit ich weiß, ist Ilja Chrschanowski seit dem Sommer in Kiew, wurde aber erst Ende des Jahres offiziell ernannt.

Mein Team mit Gennadi Werbilenko traf sich im März 2019 mit Ilja Chrschanowski, als er zum ersten Mal in Kiew ankam. Es war nur ein Kennenlernen – viele Menschen kamen auf Einladung der Stiftung. Dies waren Menschen mit unterschiedlichem Hintergrund – es wurden viele Konsultationen mit Spezialisten aus verschiedenen Bereichen durchgeführt.

Dann begann es über eine mögliche Zusammenarbeit zu gehen. Im Mai flog ich nach London und sah mir ungefähr sieben oder acht Filme aus dem Dau-Projekt an. [Zwischen 2008 und 2011 in der Ukraine gedrehtes Drama um das Leben des sowjetischen Physikers Lew Landau. Das gesamte Projekt besteht aus 14 Filmen, von denen der 13. erst Mitte April im Internet frei zugänglich gemacht wurde. Anm. d. Ü.] Ich zog einige meiner Schlussfolgerungen, die ich den Gründern des Projekts berichtete. Darüber hinaus präsentierte Ilja Chrschanowski eine Reihe von Ideen, wie die Aktivitäten der Stiftung wiederbelebt und mit kreativen Momenten bereichert werden können. Auf Wunsch der Gründer des Projekts schrieb ich ein Gutachten dieser Ideen und der Vision von Ilja. Das Gutachten wurde überprüft, aber soweit ich verstanden habe, wurde sie nicht berücksichtigt, woraufhin klar wurde, dass ich bald gehen würde.

Die Frage ist aber nicht, ob es die Position eines „künstlerischer Leiters“ gibt. Es geht um den Umfang der Befugnisse und die Verteilung der Verantwortungsbereiche. Ich verstehe die Motivation der Aufsichtsratsmitglieder, einen kreativen Durchbruch zu erzielen und eine neue Bildsprache zu finden. Wenn solche fabelhaften Menschen zusammenkommen, haben sie natürlich den Ehrgeiz, etwas Unglaubliches zu erschaffen und dieser Welt etwas zu geben, das niemand gesehen hat. Aber die Frage ist, wo liegt der Schwerpunkt und wer ist für was verantwortlich. Die vorgeschlagene Neuverteilung der Rollen hat uns sehr verwirrt.

Warum?

Weil uns vorgeschlagen wurde, fast alle Abteilungen, einschließlich der wissenschaftlichen und pädagogischen, dem künstlerischen Leiter zu unterstellen. Dies ist eine völlig neue Karte der funktionalen Verantwortlichkeiten für eine Gedenkstätte.

Das heißt, die Umstrukturierung der Stiftung ist gerade passiert?

Wir wurden über die Kandidatur für die Position des künstlerischen Leiters informiert. Sie haben seinen Verantwortungsbereich benannt, und daraus wurde klar, dass ich die Funktion der Geschäftsführerin nicht mehr ausüben kann. Ich kann nicht garantieren, dass das Projekt im zuvor angekündigten Koordinatensystem umgesetzt wird. Über meine Vision des Projekts schrieb ich Dutzende Artikel in ukrainischen, israelischen und britischen Medien. Generaldirektor Gennadi Werbilenko, ich und viele Teammitglieder stellten fest, dass eine gewisse neue Phase gekommen war und dass das Projekt in etwas Neues verwandelt wurde, in dem wir sicherlich keinen Platz hatten.

Wie war Ihr Eindruck von den Filmen, die Sie gesehen haben?

Ich erinnere mich nicht an die Namen aller Filme, die mir gezeigt wurden. Aber in denen, die ich sah, gab es keine Folterszenen. Wissen Sie, ich möchte nicht über „Dau“ sprechen, die Rolle von „Dau“ in der Kunst ist für mich nicht interessant. [Das gewaltige 2008 begonnene und 2019 fertiggestellte Filmprojekt des Regisseurs über Lew Landau, den theoretischen Physiker aus jüdischer Familie und Nobelpreisträger von 1962, hat neben Aufsehen zuletzt in der Ukraine wegen möglichen Kindesmissbrauchs bei der Herstellung des 13. und vorletzten Unterfilms „Degeneration“ starke Proteste hervorgerufen, die davon begleitet sind, dass augenblicklich eine juristische Untersuchung seitens der Staatsanwaltschaft Charkiw stattfindet, Anm. d. Ü.] Das Schicksal des Regisseurs Chrschanowski und sein Platz im Kino sind mir ebenfalls völlig gleichgültig. Ich interessiere mich für das Thema Holocaust, die Erinnerung an den Holocaust und die Erinnerung an Babi Jar.

Ich denke, wir müssen über „Dau“ und Babi Jar sprechen. „Dau“ wird als Kunstprojekt deklariert (es wird möglich sein, nach der Veröffentlichung von Gerichtsentscheidungen über Straftaten zu sprechen). Im Fall des Denkmals handelt es sich um eine Diskussion über Ethik, d.h. über die Grenzen dessen, was im Gedenken zulässig ist. Eine Gedenkstätte ist etwas grundlegend anderes. Der Künstler kann provozieren, schockieren, experimentieren. Das Gedenkmuseum hingegen arbeitet in einer Situation ständiger Diskussion über die roten Linien.

Ich habe bereits meine Position in dem Gutachten dargelegt – und nicht nur ich, dies ist eine kollektive Arbeit, bei der unsere Position auf sechs Seiten begründet wurde.

Dies ist ein Gutachten des Konzepts, das Ilja Chrschanowski Ihrem Team vorgestellt hat?

Eher die Entscheidung, einen künstlerischen Leiter mit einem solchen Autoritätsumfang und einem solchen methodological framework zu ernennen. Wir sind keine platten Funktionäre, die gekommen sind, und uns ist es nicht egal, was und wo man baut. Dies ist ein ideologisches Projekt. Die Leute, die dort arbeiteten, waren Anhänger einer bestimmten Philosophie. Und dann wurde eine völlig andere ideologische Arbeitsplattform vorgeschlagen.

Wir befinden uns [mit Ilja Chrschanowski] in verschiedenen Koordinatensystemen. Die Geldgeber des Projekts, die Mitglieder des Aufsichtsrats haben das Recht, ein bestimmtes Koordinatensystem zu wählen, und ich behalte mir das Recht vor, nicht darin zu arbeiten.

Was ist der grundlegende Unterschied zwischen Ihrer ideologischen Arbeitsplattform und dem, was der neue Art Director vorgeschlagen hat?

Ich kann nur von mir erzählen. Im Zentrum meines Koordinatensystems stehen die Menschenrechte, der Wert des menschlichen Lebens und die Menschenwürde.

Dort besteht ein Verstehen, dass ein bestimmter Gesellschaftsvertrag geschlossen werden sollte, was eine äußerst wichtige Position der modernen ukrainischen Gesellschaft ist.

Während unserer Arbeit studierten wir die Geschichte der Ukraine, die ukrainisch-jüdischen Beziehungen, die Geschichte des Antisemitismus, die humanitäre Politik im Allgemeinen, die politische Bildung, Gedenkpraktiken, bestehende Gedächtnismodelle, die Identität der modernen Ukrainer und die ukrainische politische Nation. Ich kann weitere Themen auflisten, die berücksichtigt werden müssen, wenn Sie an der Memoralisierung von Babi Jar arbeiten. Mir schien, dass die neue Führung in diesen Momenten nicht sensibel genug ist.

Im Allgemeinen verstehe ich nicht ganz, wie man ein „nicht traditionelles Holocaust-Museum“ schaffen kann. Wenn wir versuchen, ein Holocaust-Gedenkzentrum zu schaffen, spielen wir bereits a priori nach den Regeln. Es gibt Hunderte von Dokumenten auf der Welt, die Gedenkmuseen regeln, die sich mit dem Thema Völkermord befassen. Die Leitung solcher Organisationen sollte sie möglichst auswendig kennen. Wir haben diese Dokumente studiert, es war eine sehr langsame systemische Arbeit. Und unsere Aufgabe war es, Stahlnägel in das Fundament der Institution zu hämmern.

Jemand sagt, dass wir nur mit administrativer Arbeit beschäftigt waren, und jetzt, so heißt es, wird das Zentrum mit kreativer Arbeit beschäftigt sein. Es gibt überhaupt keine administrativen Probleme, da solche Probleme sehr tief in der Ideologie verwurzelt sind. Ist die Auswahl eines Projektnamens eine administrative Frage? Ein Stück Land für den Bau unter Berücksichtigung der Grenzen des jüdischen Friedhofs im Herzen des Nationalreservats zu bestimmen- ist dies eine Funktion des Backoffice? Und die erste öffentliche Politik in der Ukraine für die Bildung und Verwaltung der Sammlung zu schaffen, ist das auch ein Admin-Job?

Daher zeigte sich mir, dass wir mit der Ernennung der neuen Administration des Projekts von einem neuen Projekt sprechen und nicht von einer neuen Phase dessen, was wir getan haben.

In einem Ihrer Texte beziehen Sie sich auf den Begriff Holocauster als Gegenstand zahlreicher Diskussionen unter den Leitern von Gedenkstätten. Denken Sie nicht, dass das Konzept, das von der neuen Führung eingeführt wurde, Holocauster ist, eine Achterbahn zum Thema Holocaust?

Ich kann nicht beantworten, ob das, was in dieser Präsentation angegeben ist, umgesetzt wird. Wenn die endgültige Version auf öffentlicher Ebene präsentiert wird, wird es möglich, Kommentare abzugeben.

Ich bin allgemein daran interessiert, ob es möglich ist, ein unkonventionelles Holocaust-Museum zu schaffen. Das Vermeiden internationaler Standards wird nicht funktionieren, da der Holocaust ein internationales Phänomen war und seine Erforschung internationaler Natur sein sollte.

Die Methoden zur Schaffung großer Institutionen unterscheiden sich von den Methoden zur Schaffung von Arthouse-Projekten, und seien es auch herausragende. Sie können versuchen, diese Methoden zu extrapolieren bei der Arbeit mit dem Gedächtnis, aber dann wird es nicht ein Holocaust Zentrum „Babi Jar“ sein. Dies wird ein kreativer Erinnerungsraum oder eine experimentelle Gedenkinitiative sein. Wie Sie wollen. Aber nicht das Holocaust-Zentrum in der Ukraine, das zum Beispiel mit Yad Vashem oder dem Washington Memorial im Dialog steht. Als das Holocaust-Gedenkzentrum „Babi Jar“ angekündigt wurde, bedeutete das bestimmten Verpflichtungen und Erwartungen zu unterliegen. Sofort. Das muss verstanden werden.

Der Raum des Denkmals sollte die Besucher nicht erschrecken, lähmen, frustrieren und des Glaubens an die Menschheit berauben. Ja, ein Mensch muss an den Rand eines Abgrunds gehen, in dem es Entsetzen und Hoffnungslosigkeit gibt, in das Gesicht der Verzweiflung schauen, darf aber nicht gegen ihr unterliegen, darf nicht in diese Leere fallen.

Wir wollten zuverlässig, vernünftig und emotional über die Ereignisse berichten, aber so, dass Raum für Hoffnung, Licht, Sympathie, Empathie, Ehrfurcht vor dem Leben, Abneigung gegen Verbrechen und schlussendlich für den Sieg der Gerechtigkeit bleibt.

Verstehe ich das richtig? Ein Konzept wurde vorgeschlagen, Ihr Team hat es in dieser Form nicht akzeptiert und entschieden, dass dies das Ende der Arbeit ist. Aber waren die Geldgeber und der Aufsichtsrat damit zufrieden?

Ich weiß nicht, wie der Prozess der Diskussion dieses Konzepts im Aufsichtsrat stattgefunden hat. Wir wurden über die Entscheidung informiert. Dem gingen viele Stunden Diskussionen zwischen dem Management und den Gründern des Projekts voraus, aber am Ende wurde immer noch beschlossen, die Position des künstlerischen Leiters in der Person von Ilja Chrschanowski zu schaffen.

Dann ging ich – als erste. Gennadi Werbilenko arbeitete bis Ende November, während die Suche und Einstellung eines neuen Geschäftsführers (Maxim Jakower) noch andauerte. Gennadi übergab die Sache und ging.

Die Tatsache, dass wir angeblich gefeuert wurden, ist nicht so. Niemand hat jemanden gefeuert. Jedenfalls mich und Gennadi sicher. Es gab keinen vorgeplanten Teamwechsel. Darüber hinaus wurden Anstrengungen unternommen, um die beiden Teams und ihre Ansätze zu integrieren. Mir wurde angeboten zu bleiben, nachdem ich andere Formate der Zusammenarbeit mit dem Projekt in Betracht gezogen hatte, aber sie entsprachen nicht meiner Vision, also lehnte ich ab. Mir wurde für die Arbeit von beiden Geldgebern und dem Aufsichtsratsvorsitzenden Natan Scharanski/Sharansky und Vitali Klitschko gedankt.

Wie beurteilen Sie die Initiative zur Umbenennung der Metro-Station?

Wir haben diese Idee 2018 aufgegeben. Es scheint mir, dass jede Person, die gerade anfängt, an Babi Jar zu erinnern, zwei Dinge im Sinn hat – das Territorium zu räumen und die Metro-Station umzubenennen.

Wir haben diese Idee nach einer Reihe von Konsultationen mit Stakeholdern aufgegeben. Und neben dem Verständnis der Komplexität des Verfahrens zum Ändern der Namen von Metro-Stationen wurde klar – jetzt wird das „nicht starten.“ Resonanz ist wichtig, aber nicht weniger wichtig ist die Konnotation dieser Resonanz.

Ich denke, angesichts des Interesses von Vitali Klitschko an dem Projekt ist nichts unmöglich. Aber wie ist Ihre persönliche Einstellung dazu?

Wenn mich diese Idee beeindrucken würde, hätte unser Team in dieser Frage Lobbyarbeit betrieben.

Ehrlich gesagt kann ich mir nicht vorstellen, zur Metro-Station Babi Jar zu fahren. Ich habe Gänsehaut davor. Hunderte von Menschen haben eine andere Meinung, sie sagen, dass es den Ort und die Erinnerung aktualisiert. Marketing und Memorialisierung sollten jedoch nicht verwechselt werden. Memorialisieren ist ein Tiefbohren. Dies ist Arbeit mit der öffentlichen Meinung, Arbeit mit den Nachkommen der Getöteten, Arbeit mit anderen spezialisierten Museen. Das ist Schwerstarbeit.

Ich glaube nicht, dass Sie durch Änderung des Namens der Metro-Station zu dem Gesellschaftsvertrag kommen können, über den wir gesprochen haben, oder das Problem des Erinnerungskrieges, der Konkurrenz der Opfer oder der Frage der ukrainisch-jüdischen Beziehungen lösen können. Es gibt so viele Fragen, die bei der Entwicklung einer umfassenden Erinnerungsstrategie beantwortet werden müssen, dass der Name der Station weit davon entfernt ist, an erster Stelle zu stehen. Es gibt viele andere wichtige Aufgaben, an denen es sich zu arbeiten lohnt. Beispielsweise die Lobbysierung der Ukraine in der IHRA (International Holocaust Rememberance Alliance).

Wann wird die Ukraine in die IHRA eintreten? Ich habe Pawel Klimkin, als er Außenminister war, gesehen und persönlich versucht zu verstehen, wie dies geändert werden kann, und sicherzustellen, dass die Ukraine dieser Organisation beitritt. Wie die Arbeit in dieser Richtung jetzt weitergeht, weiß ich nicht.

Irgendwann wurde uns klar, dass wir im Namen „Babi“ in „Babyn“ ändern müssen. [Babi Jar ist die russische Form, A.d.R.] Dies ist ein Beispiel dafür, wie wir seinerzeit die Rolle der Zivilgesellschaft unterschätzt, aber die Reaktion verfolgt und reagiert haben.

Anfangs war die Verwendung des Namens „Babi Jar“ eine Art Akt des Respekts für die Überlebenden – in ihren Memoiren und Interviews verwendeten sie genau diesen Namen. Für die moderne Ukraine war die Namensänderung jedoch von Bedeutung.

Welche Hauptrisiken im Gespräch über die Memorialisierung von Babi Jar sehen Sie angesichts der aktuellen Diskussion?

Der aktuelle Skandal [um Chrschanowski, A.d.R.] ist ein schwerer Schlag für den Ruf des Projekts. Ich glaube natürlich nicht, dass dies in den Plänen des Aufsichtsrats stand. Ich fürchte, die Radikalisierung der Proteste rund um das Projekt ist unvermeidlich.

Infolgedessen kann das Projekt toxisch werden. Nun, dies ist das Risiko einer jeden Initiative, um die sich Skandale entwickeln.

Alle Fragen sind gestellt. Wenn es keine Antworten darauf gibt, wird dies wahrscheinlich die Situation verschlimmern. Leute können Petitionen schreiben, Streikposten organisieren. Wie reagiert die Zivilgesellschaft normalerweise auf das, was sie nicht mag? Wenn dieses Projekt zur Ablehnung führt, kann es zu angemessenen Reaktionen kommen.

Ich hätte Angst, strategische Partner unter den internationalen Organisationen zu verlieren – von der UNESCO bis zu Yad Vashem, unter Historikern, die eine Art Sicherung waren und garantierten, dass die Ideologie des Projekts unvoreingenommen ist und dass die Erzählung objektiv ist und historische Fakten bezeugt, und nicht eine politische Konjunktur.

Das Zentrum sollte eine Vision für die Zukunft geben. Um die Zukunft aufzubauen, ist es notwendig, die tiefen Triebfedern der Ereignisse zu verstehen. Für mich sind diese Triebfedern im Fall des Holocaust ein Verständnis der Tatsache, dass ein Wertesystem, das als Spitze alles mögliche andere als den absoluten Wert des Lebens und der Menschenwürde hat, schließlich Babi Jar hervorbringen wird.

28. April 2020 // Daria Badior

Quelle: Lewyj Bereg

Anmerkung des Übersetzers:

Nachdem nicht nur Karel Berkhoff, mit dem Daria Badior für Lb.ua ein langes Interview geführt hat, das mit dem Datum 17. April auch auf „Englisch“: https://en.lb.ua/news/2020/04/17/8676_karel_berkhoff_my_impression.html vorliegt, am 23. April aus dem wissenschaftlichen Beirat zurückgetreten ist, ist auch der Architekt Dieter Bogner aus der Mannschaft ausgeschieden. In der Zeitschrift Krytyka erschien etwa gleichzeitig ein langes Interview Julija Bentjas mit dem Historiker Witalij Nachmanowytsch. Das Projekt wurde in der Historischen Prawda vom 27. April unter dem Titel „Babyn Jar. Museum der Schrecken des Regisseurs Chrschanowski“ ausführlich dokumentiert und zur Diskussion gestellt.Schließlich haben Ende April über 65 ukrainischer bekannter Autoren, Historiker, Kulturträger einen Aufruf unterschrieben, in dem sie zum Rücktritt des jetzigen künstlerischen Leiters aufrufen, vgl. die Veröffentlichung in NW vom 29. April auf Russisch. Gleichzeitig erschien der Aufruf auf der Seite von zaxid.net auf Ukrainisch. Die in Kürze vorliegende englische Version des Aufrufs wird weitere Unterschriften aufweisen.

Übersetzer:   Christian Weise — Wörter: 4103

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