Der Präsident der Ukraine, Wiktor Juschtschenko, verkündete, dass er unverzüglich ein Gesetzesprojekt zur Liquidierung der Symbole totalitärer und kommunistischer Regime der Werchowna Rada vorlegen wird.
Dies verkündete er am Sonntag, den 18. Mai, bei der Zeremonie zum Andenken an die Opfer des totalitären Regimes, welche auf dem Territorium des Nationalen Geschichts- und Gedächtnisparks Bykiwnyanski Mogili/Bykiwnjer Gräber abgehalten wurde.
Jutschtschenko versprach gleichzeitig, auf der Annahme der bereits von ihm eingebrachten Gesetzesprojekte zum rechtlichen Status der Kämpfer für die Unabhängigkeit der Ukraine in den 30ern – 60er Jahren und der Einrichtung einer Strafbarkeit der Leugnung des Holodomors/Golodomors und des Holocausts zu bestehen.
Der Präsident wandte sich ebenfalls an die Bürger, welche für die Rückkehr zum kommunistischen Regime und der stalinschen “harten Hand” eintreten. Juschtschenko rief dazu auf sich zu erinnern, dass totalitäre Regimes alle vernichten und zuallererst “an genau Ihrer Tür klopfen”.
Er erläuterte, dass die kommunistische Führung sich nur mit der Ideologie bemäntelte, jedoch tatsächlich nach absoluter Macht dürstete und wegen dieser Menschen vernichtete.
Den Worten des Staatsoberhauptes nach, wütete dieses Regime in der Ukraine mit doppelter Kraft, um die ukrainische Freiheitsliebe auszurotten. Er erinnerte daran, dass allein im Bykiwner Wald mehr als 100.000 Menschen zu Tode gequält wurden und in der gesamten Ukraine stehen Millionen namenlose Gräber, in denen Opfer des kommunistischen Regimes begraben sind.
Juschtschenko verkündete gleichzeitig die Notwendigkeit die Familiennamen derjenigen zu nennen, welche zu Tode gequält wurden und gleichzeitig die Namen deren, welche die Misshandlungen ausführten. Er drückte seine Hoffnung aus, dass in einem Jahr in Bykiwna eine Schandmauer mit den Namen derer erscheint, die Menschen erschossen haben. Das Staatsoberhaupt merkte gleichfalls an, dass es notwendig ist die Namen der Teilnehmer der so genannten “Dwojek/Zweier” und “Trojek/Dreier”, welche an der Entscheidung der Erschießung der Kämpfer mit dem kommunistischen Regime beteiligt waren, zu finden und zu veröffentlichen. “Ich möchte, dass die ganze Nation die Namen dieser Menschen kennt und wir werden dies tun.”, sagte der Präsident.
In der Siedlung Bykiwna sind mehr als 100.000 Menschen begraben, welche im Laufe der 30er und am Anfang der 40er Jahre des letzten Jahrhunderts von den Organen des NKWD zu Tode gequält wurden.
Am 18. Mai, gemäß dem Ukas des Staatsoberhauptes, wird der Tag des Gedenkens der Opfer politischer Repression begangen.
Quelle: Korrespondent.net
Der Berliner Zeitung ist noch folgender Artikel am 20. Mai 2008 zu entnehmen.
Ukrainischer Denkmalsturz -Juschtschenko will die Symbole des Kommunismus schleifen


Forumsdiskussionen
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„Sie kann als Untermieterin bei Dir einziehen dadurch bildet Ihr keine Bedarfsgemeinschaft. Nur Ihr BG wird gekürzt, wie viel weiß ich nicht. Erkundige Dich mal in diese Richtung.“