Gestern fanden Treffen von Vertretern der Weltgesundheitsorganisation mit Präsident Wiktor Juschtschenko und Premierministerin Julia Timoschenko statt. Den Ergebnissen der Diskussion zur epidemischen Situation in der Ukraine nach kündigten sowohl das Staatsoberhaupt, als auch die Premierin die Notwendigkeit einer Massenimpfung gegen die A/H1N1 Grippe an. Derweil heben Immunologen hervor, dass eine Impfung während der Epidemie gefährlich ist.
Als erste empfing die Experten der Weltgesundheitsorganisation Premierministerin Julia Timoschenko. Ihren Worten nach wurde das Treffen organisiert, um sich mit den Schlüssen der Mission “zur Arbeit der Verwaltungssysteme und der Gesundheitsfürsorgesystem in den westlichen Oblasten” bekannt zu machen, wo die größte Zahl des Auftretens der saisonalen Grippe und der A/H1N1 Grippe registriert wurden.
Die Resultate der Experten der Weltgesundheitsorganisation, die im Lande seit dem 3. November tätig sind, wurden übrigens gestern nicht veröffentlicht. Anstelle dessen verkündeten die Teilnehmer des Treffens gestern die Notwendigkeit der Durchführung von Impfungen gegen die A/H1N1 Grippe in der Ukraine. “Sowohl die WHO, als auch andere Experten prognostizieren mehrere Erkrankungswellen. Daher bleibt die Impffrage sowohl gegen die saisonale Grippe, als auch gegen A/H1N1 aktuell”, erklärte Julia Timoschenko. Der Leiter der internationalen WHO-Mission, Jukka Pukkila, empfahl mit der Impfung vordringlich bei den Risikogruppen anzufangen, worunter medizinische Mitarbeiter, schwangere Frauen, Kinder und ebenfalls chronisch Kranke fallen.
Bleibt anzumerken, dass gestern der Gesundheitsminister, Wassilij Knjasewitsch, von der hohen Ansteckungshäufigkeit unter Medizinern berichtete. Seinen Worten nach, sind zum Stand 6. November in der Ukraine 687 Ärzte und mehr als 1.500 jüngere medizinische Mitarbeiter erkrankt. Der Stellvertreter des Gesundheitsministers, Wassilij Lasorischinez, teilte mit, dass für die Impfung der “Risikogruppen” 6-7 Mio. Impfdosen erforderlich sind. Dabei erklärte Lasorischinez, dass es unbedingt notwendig ist, 25-30% der Bevölkerung zu impfen, “damit sich eine kollektive Immunität entwickelt”
In Unterstützung einer Massenimpfung trat auch Präsident Wiktor Juschtschenko auf. Er traf sich gestern ebenfalls mit den Experten der WHO, wonach er an der Konferenz der Staatlichen außerordentlichen antiepidemischen Kommission beim Ministerkabinett teilnahm. “Die Grippeepidemie kann man nur mit Hilfe von Impfungen bekämpfen. Jetzt ist eine Entscheidung des Hauptamtsarztes notwendig”, sagte das Staatsoberhaupt den Mitgliedern der Kommission.
Mit ihm stimmte die Sekretärin des Rates für nationale Sicherheit und Verteidigung, Raissa Bogatyrjowa, überein. Nach den Ergebnissen der Kommissionssitzung rief sich die Regierung dazu auf, einen Zeitplan für die Impfung auszuarbeiten. “Die Politik des Staates sollte in Bezug auf die Impfungen klar definiert sein und bis zu den lokalen Machtorganen gebracht werden”, sagte Bogatyrjowa. Erinnern wir daran, dass gerade zwei Impfmittel gegen die A/H1N1 Grippe – britischen und russischen Ursprungs – die offizielle Registrierungsprozedur in der Ukraine durchlaufen (Ausgabe des “Kommersant-Ukraine“ vom 5. November).
Der Stellvertreter des Vorsitzenden des Parlamentsausschusses zu Gesundheitsfragen, Wiktor Korsh (Partei der Regionen), unterstrich, dass die Registrierungsprozedur Zeit erfordert. “Nach eigener Erfahrung kann ich sagen, dass medizinische Präparate mehrere Monate für die Prozedur benötigen. Zuerst wird ihre chemische Reinheit getestet, danach werden die Impfungen an verschiedenen Versuchsgruppen ausprobiert. Und eine Immunität beginnt sich erst nach der dritten oder vierten Woche herauszubilden”, erläuterte Korsh dem “Kommersant-Ukraine“.
Dabei ist die Professorin der Nationalen medizinischen Bogomolez-Universität, die Immunologin Jekaterina Garkawa, überzeugt davon, dass die Durchführung einer Massenimpfung während der Ausbreitung der Epidemie “gegen alle medizinischen Postulate ist”. “Bei Impfungen wird in den Organismus das lebende Virus eingeführt, daher steigt, falls das Virus sich bereits vor der Impfung im Blut des Menschen befand, das Ansteckungsrisiko bedeutend an. Zwischen der Impfung und dem Auftauchen der Gefahr der Ansteckung sollten nicht weniger als drei Wochen liegen”, erklärte Garkawa. Ihren Worten nach, müsste um zusätzliche Gefahren für die Gesundheit der Bevölkerung zu vermeiden, jeder zu Impfende vorher auf die Existenz des A/H1N1 Virus oder von Antikörpern getestet werden. “Das erfordert eine schnelle Diagnostik von einigen Millionen Menschen mit qualitativen und zuverlässigen Testsystemen, was unter unseren Bedingungen unrealistisch ist”, betonte Jekaterina Garkawa.
Jedoch bei der WHO misst man den Befürchtungen der Mediziner keine Bedeutung bei. “Wir meinen, dass die Spitze der Epidemie noch nicht erreicht wurde. Daher schaffen es die Geimpften Immunität zu erlangen”, erklärte dem “Kommersant-Ukraine“ der Leiter des WHO Büros in der Ukraine, Igor Pokanewitsch.
Alexander Sworskij, Julia Rjabtschun
Quelle: Kommersant-Ukraine


Forumsdiskussionen
Anuleb in Hilfe und Rat • Re: Mit ukrainischer Frau unter einem Dach
„Sie kann als Untermieterin bei Dir einziehen dadurch bildet Ihr keine Bedarfsgemeinschaft. Womöglich keine gute Idee. Unser Sozialamt z. B. wollte die Nebenkosten in einer ähnlichen Situation detailliert...“
Bernd D-UA in Hilfe und Rat • Re: Mit ukrainischer Frau unter einem Dach
„Weshalb wollt ihr zusammenziehen, wenn Deine Rente nicht reicht? Du kannst diese Frau nicht ernähren? Dann ist sie doch bisher besser dran, hat ihr Bürgergeld und Wohnraum etc., Krankenversicherung hat...“
ukra in Hilfe und Rat • Re: Mit ukrainischer Frau unter einem Dach
„Sie kann als Untermieterin bei Dir einziehen dadurch bildet Ihr keine Bedarfsgemeinschaft. Nur Ihr BG wird gekürzt, wie viel weiß ich nicht. Erkundige Dich mal in diese Richtung.“
Obm100 in Recht, Visa und Dokumente • Re: Ich (Deutscher) und meine Freundin (Ukrainerin) zusammenleben = Welche Möglichkeiten?
„Wenn die Ukrainer/innen schon einen Flüchtlingsstatus haben, ist ein weiterer Status als Flüchtling in Europa nicht mehr möglich. Es zählt das Erstaufnahmeland. In Deutschland wird sie dann nicht mehr...“
Obm100 in Recht, Visa und Dokumente • Re: Aufenthaltsgenehmigungen müssen wieder erneuert werden
„Was soll der Quatsch wieder? Der Krieg noch voll im Gange, aber schon wird wieder an solchem Zeug raumgemacht. Haben die keine anderen Probleme?“
Obm100 in Berichte und Reisetipps • Re: An welchem Grenzübergang zwischen Polen und der Ukraine geht es am schnellsten?
„Mittlerweile sind wieder Blockposten bei Korczowa bzw. Krakovez. Am letzten Dienstag jedenfalls wurde ich angehalten im Wald kurz vor der Grenzkontrolle. Wahrscheinlich brauchen sie wieder Männer an deren...“
Bernd D-UA in Berichte und Reisetipps • Re: An welchem Grenzübergang zwischen Polen und der Ukraine geht es am schnellsten?
„ Heute 10:30 Einreise in Urgyniw, waren bis Ende 40 Minuten, also sehr stabil, Montag, diese Uhrzeit...das läuft.
Heute wurde ich nach der polnischen "Endkontrolle" zur weiteren Kontrolle in die Garage eingeladen, hat mich mit Wartezeit, andere waren vor mir dran, genau eine 1h gekostet. Seit happens! Zu früh über die 40 Minuten gefreut.
Vielleicht mal noch eine Info, man fährt in d3n Zollbereich ein, es liegen dann 5 bis 6 Spuren vor einem, offensichtlich ist dann die Spur wo "alle" stehen, die ist ca. In der Mitte. Die EU Spur ist links davon, es gibt ein Leuchtzeichen (Leuchtreklame) über der Spur, die ist nur kaputt und man gerade noch das EU Symbol etc. erkennen. Dann passt das. Der PKW ist entscheidend, es dürfen dann auch Ukrainer im PKW sitzen.
“
Bernd D-UA in Recht, Visa und Dokumente • Re: Ich (Deutscher) und meine Freundin (Ukrainerin) zusammenleben = Welche Möglichkeiten?
„Einreise als Flüchtling, bedeutet......., nicht als Deine zukünftige Frau, bist dann erst einmal ihr Vermieter, mehr Hilfestellung gibt es jetzt aber nicht mehr.“
Bernd D-UA in Recht, Visa und Dokumente • Re: Ich (Deutscher) und meine Freundin (Ukrainerin) zusammenleben = Welche Möglichkeiten?
„Gehe auf das Ausländeramt Deiner Gemeinde und erkundige Dich, kann ja sein ich irre mich, derzeit können Ukrainer als Flüchtlinge einreisen und unterliegen dem Paragraphen 24, aufgtund dessen läuft...“
Bernd D-UA in Anzeigen • Re: UAid Direct Hilfstransporte
„Grundsätzlich könnte ich die Sachen mit in die Ukraine nehmen, bis Luzk, ABER Der Zoll und die Einfuhr muss geklärt sein und die Kosten und daran wird es wohl scheitern!“
Bernd D-UA in Berichte und Reisetipps • Re: An welchem Grenzübergang zwischen Polen und der Ukraine geht es am schnellsten?
„Jetzt lief gestern um 23:30 Uhr alles wie geschmiert in Ustyluh/Zosin, Einreise UA in ca. 50 Minuten. Dieses Mal die Polen schnell 3 PKW, bei den Ukrainern länger, 2 Busse und sonst ein paar Fahrzeuge,...“
cxmorph in Recht, Visa und Dokumente • Re: Ich (Deutscher) und meine Freundin (Ukrainerin) zusammenleben = Welche Möglichkeiten?
„Hallo, die Heirat an sich ist nicht sonderlich aufwändig und Bürokratisch, wenn man in der Ukraine heiratet. Bei Anreise Montag oder Dienstag, kann die heirat am Donnerstag oder Freitag derselben Woche...“
aust72 in Anzeigen • Re: UAid Direct Hilfstransporte
„Guten Tag, ich habe Kontakt zu einem Unfallchirurgen aus Sumy, der zur Zeit in einem Fronthospital arbeitet. Durch meinen Beruf habe ich aus Kliniken 10 Kisten (130kg) chirurgische Instrumente und Implantate...“
Ahrens in Recht, Visa und Dokumente • Re: Ich (Deutscher) und meine Freundin (Ukrainerin) zusammenleben = Welche Möglichkeiten?
„Hallo, die Heirat an sich ist nicht sonderlich aufwändig und Bürokratisch, wenn man in der Ukraine heiratet. Bei Anreise Montag oder Dienstag, kann die heirat am Donnerstag oder Freitag derselben Woche...“
cxmorph in Recht, Visa und Dokumente • Ich (Deutscher) und meine Freundin (Ukrainerin) zusammenleben = Welche Möglichkeiten?
„Hallo zusammen, ich (Deutscher und wohne in Süddeutschland) bin seit fast 4 Jahren mit einer Ukrainerin zusammen. Sie ist bei Kriegsbeginn aus der Ukraine in die Schweiz geflüchtet. Sie wohnt aktuell...“