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Karten, Geld und zwei Knarren: Über „Diener“ und Sprache

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Ukrainisierung russischsprachiger Schulen

Böse Zungen behaupten, dass man dreißig Stimmen der Oposyzijna platforma „Sa schyttja“ [A. d. Ü. – Oppositionsplattform „Für das Leben“ – prorussische Partei und größte Oppositionsfraktion in der Werchowna Rada, dem ukrainischen Parlament] für das „Glücksspielgesetz“ der Lobbyisten der „Diener“ [A. d. Ü. – gemeint ist „Sluha narodu / Diener des Volkes“, die Partei des ukrainischen Präsidenten Selenskyj] gegen die gerade rechtzeitig „aus dem Ärmel gezogene“ Idee von Buschanskyj [Maxym Buschanskyj, Abgeordneter von „Sluha narodu“], die ukrainischen Schulen zu russifizieren, tauschen wollte. Das Gesetz über das Glücksspiel wurde ohne sie verabschiedet, doch hier begann man, Buschanskyjs Entwurf nicht mehr länger zu verbergen. Bei dieser Gelegenheit tauchte der Name des anekdotischen Actionfilms von Guy Ritchie auf. Die Knarren kommen später mit den grünen Männern und offensichtlich werden es nicht nur zwei sein. [A. d. Ü. – eine Anspielung auf den britischen Spielfilm Lock, Stock & Two Smoking Barrels]

Der Gesetzentwurf, der drei Mal beim humanitären Parlamentsausschuss scheiterte (ja, weil er von einem „Diener“ geleitet wird und wo die „Diener“ die Mehrheit haben), wurde vom Parlamentsvorsitzenden [Dmytro] Rasumkow trotzdem auf die Tagesordnung der letzten Tage dieser Sitzungsperiode gesetzt. Die Kinder müssen ja am 1. September bereits zur Schule, doch das Parlament geht in die Ferien. Daher ist es notwendig, es rechtzeitig zu schaffen. Deshalb gibt es jeden Tag – abseits der „geplanten“ Schlachten rund um das Glücksspiel-Business – außerordentliche Sitzungen, um ausreichend Zeit zu haben und sie auszudehnen für das, was noch notwendig ist. [In dem von der Autorin beklagten Gesetzentwurf ging es darum, den verpflichtenden Übergang zur Ukrainischunterrichtung von mindestens 80 Prozent der Unterrichtsfächer ab der 5. Klasse für russischsprachige Schulen gleichzeitig mit den Schulen der anderen Minderheiten mit EU-Sprachen am 1. September 2023 zu vollziehen und nicht wie im derzeitigen Gesetz vorgesehen bereits ab dem kommenden 1. September. Der Autor des Gesetzentwurfes sieht darin eine Diskriminierung der russischsprachigen Minderheit. Landesweit gibt es noch 125 von knapp 17.000 allgemeinbildenden Schulen, in denen die Möglichkeit einer Unterrichtung auf Russisch besteht. Der Gesetzentwurf wurde auch am letzten regulären Parlamentstag vor dem Schulanfang am 1. September nicht behandelt. Eine Sondersitzung dafür ist wenig wahrscheinlich. A.d.R.]

Am Morgen gehen die Abgeordneten zur Sitzung und am Nachmittag zur außerordentlichen Sitzung. Die logischerweise einberufen werden muss, wenn es „brennt“. Doch, warum sollte man sich darüber wundern? Es brennt die Möglichkeit einer Fortsetzung der sowjetischen Politik der Russifizierung der Kinder in der Ukraine.

Drei Jahre lang bereiteten sich das Bildungsministerium, die Stadt- und Dorfräte und die Lehrer auf den Übergang auf 80 Prozent Unterricht in ukrainischer Sprache für Schulen mit Russisch als Unterrichtssprache vor. Verfasste und gedruckte Lehrbücher sowie zusammengesetzte Programme. Es ist egal, dass keine Zeit bleibt, um bis zum 1. September, alles zu organisieren – das ist keine Frage für Buschanskyj, Rasumkow, die Diener und Oposyzijna platforma„Sa schyttja“. Nun, sofort noch 56 Millionen [Hrywnja, etwa 1,8 Millionen Euro] an zusätzlichen Geldern für die Russifizierung zu investieren – rechnet das Bildungsministerium – ist nicht schade.

Der Versuch, den Gesetzentwurf zur Russifizierung der Schulen im letzten Moment einzuführen, eröffnet seinen zusätzlichen Tiefpunkt. Immerhin geht es den Autoren nicht um jene nahezu 20.000 Schüler der fünften bis elften Klassen an Schulen mit russischer Unterrichtssprache – für sie wird es im Falle einer Annahme angesichts der Fristen ohnehin ein Durcheinander geben. Aber es geht ihnen um alle unsere Schulen. Der Entwurf enthält eine Regelung über die Möglichkeit, an allen Schulen der Ukraine „ein Fach oder ein paar Fächer“ auf Russisch zu lehren.

Erinnern Sie sich daran, dass es unmöglich ist, Physik auf Ukrainisch zu unterrichten? Dass es keine Terminologie in den naturwissenschaftlichen Disziplinen gibt? Ich erinnere mich daran. Sowie auch daran, dass sie augenblicklich erschien, sobald Verwaltungshebel auftauchten. Im Jahr 2008 hatten wir eine Katastrophe mit ukrainischsprachigen Lehrbüchern für Naturwissenschaften, Mathematik und technische Fächer an den Hochschulen. Eigentlich aus den oben angeführten Gründen. Das Bildungsministerium entfernte sie innerhalb von zwei Jahren, nachdem es einfach jeden Anwärter für den Titel eines Dozenten oder eines außerordentlichen Professors zwang, ein neues Lehrbuch einzureichen. Auf Ukrainisch. So ukrainisierte man die Terminologie „gewaltsam“ (Spoiler: Sie war auch schon so.) Doch die Modelle der Lüge verschwanden nicht.

Die Tiefe der Niederträchtigkeit der Anhänger einer Russifizierung und der Diebe der Zukunft unserer Kinder beeindruckt nicht nur vor dem Hintergrund der Tiefe unserer Toleranz in Bezug auf solche Versuche. Wenn die Ukraine zur Verteidigung der ukrainischen Sprache Hebel einführt, ertönt überall Lärm über einen Druck auf das Russische. Die schlichte Botschaft: Alles, was die ukrainische Sprache schützt, schadet der russischen. Obwohl das so nicht ist!

Wir werden beschämt für den Wunsch, unser Eigenes zu entwickeln. Doch das ist natürlich!

Sogar trotz dieser wütenden bedeutungsvollen Attacken gewöhnen wir uns daran, unter ihren Bedingungen zu leben, und führen systematische, adäquate und überlegte Schritte zum Schutz der Sprache ein. Ohne Diskriminierung, ohne Repressionen und ohne all jene Instrumentarien, die über die Jahrhunderte gegenüber der ukrainischen Sprache angewandt wurden.

Die Ukrainer wissen, wie es ist, unterdrückt zu werden, und tun so etwas nicht selbst. Russland weiß, wie man unterdrückt, und handelt weiterhin nach dem Modus Operandi. Buschanskyj ist ein anschauliches Beispiel. Dennoch gibt es Hoffnung, weil die Szenarien offensichtlich sind und sich so oft wiederholen, dass Buschanskyjs Provokation vor den Kommunalwahlen erfolglos sein wird. Rasumkow hat bereits die Prüfung des Entwurfs, die für den Jahrestag der Erklärung der Souveränität geplant war, von der Tagesordnung genommen und auf den nächsten Tag verschoben. Nach Empörungen, weil er sicherlich nicht nach „unserem Kalender“ lebt und der 16. Juli für ihn einfach der 16. Juli ist. Ein Teil der „Diener“ erklärte öffentlich: Sie werden nicht abstimmen und appellierte an andere. Jedoch sind sie derzeit nicht mehr als Oposyzijna platforma„Sa schyttja“, also ist die Gefahr einer Annahme beträchtlich.

Heute und morgen werden sich Demonstranten in der Nähe der Werchowna Rada versammeln, Kundgebungen werden in vielen Städten der Ukraine abgehalten. Die sozialen Netzwerke sind voller Protestbotschaften, viele, die sich wie in der Beichte anvertrauen, was es ihnen abverlangt, in der Ukraine ukrainischsprachig zu sein/werden. Zu viele Menschen gingen ihren eigenen Weg, um die Sprache zu verteidigen, sodass angenommen wird, dass die neue Russifizierung ruhig verlaufen wird.

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Auch ich fahre meinen Sohn mit dem Auto in den Umkreis von Kyjiw weit zum Kindergarten, weil ich nach einer ukrainischsprachigen Umgebung suchte.[Offiziell gibt es in Kyjiw lediglich noch 14 von insgesamt knapp 500 Schulen, in denen bisher teilweise auf Russisch unterrichtet wurde. A.d.R.] Sein Kampf, ukrainischsprachig zu sein, steht noch bevor und es ist ein schrecklicher Schmerz, ein Kind in diesem Wissen großzuziehen. Aber ich will alles tun, damit er nicht die Lüge hören wird, dass seine Verwandten so schwach waren, dass es unmöglich ist, den Kometen zu beschreiben, der heutzutage über uns am Himmel steht.

16. Juli 2020 // Jaryna Jassynewytsch

Quelle: Sbrutsch

Übersetzerin:   Agnes Poitschek — Wörter: 1115

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„Inzwischen hat sich ja auch die Tagesschau etwas eingehender mit diesem Thema befaßt. Demnach seien indirekte Geldflüsse zum Kreml der Grund für das erfolgte Verbot der Serie. Ich schätze jedenfalls...“

„ Ist die Meldung überhaupt aktuell, die "Welt" schrieb offenbar schon 2023 über genau dieses Thema ?


„Kennt jemand vielleicht die Hintergründe dafür ? Soweit ich das sehe handelt es sich doch um eine völlig harmlose Kinderserie ohne jede Spur von Propaganda oä ?“

„ Was meint "erneut" ??
Bislang glaubte ich daß man sich als Reisender zumindest in unmittelbarer Grenznähe sicher fühlen konnte ?


„Bei Ankunft am Blockposten im Internet (nakordoni.eu) 4h Wartezeit und 40 PKW am Grenzübergang, einen Teil der Wartezeit sitzt man am Blockposten ab, die halten die PKW Warteschlange von dem eigentlichen...“

„Auch wenn ich diese Verbindung toll finde, hätte ich ehrlicherweise Angst, von Polen aus in die Ukraine zu reisen. Die Polen werden immer gewaltsamer gegen Ukrainer und ukrainische Projekte. Außerdem...“

„Ich dachte z.B. Krakovetz hat diese Spur nicht, jedenfalls bin ich in 2025 mit allen anderen bei den Ukrainern durchgeschleust worden, anschließend bei den Polen EU Spur..“

„ Hallo julib77,

Bzgl. Ausreisen mit PKW nach Polen möchte ich Dir deutlich widersprechen, ich weiß nicht woher Du Deine Informationen beziehst.

Schau einfach hier einmal Thread nach "An welchem Grenzübergang geht's am schnellsten? Da musst Du nicht suchen, der steht derzeit auch immer weit oben. Auch wenn wir da, nur über die Abläufe und die Wartezeiten berichten, findest Du nicht einen Kommentar darüber, dass Ukrainer schlecht behandelt werden. (2025 bis heute, ca. 25 Ein- und Ausreisen)

Ich kann nur sagen, ich beobachte keinerlei Repressalien, ganz im Gegenteil, die Ukrainer werden respektvoll behandelt, ist stelle keinen Unterschied zu mir als Deutschen fest. Das einzig berichtenswerte ist, dass die meisten Ukrainer-Innen fotografiert werden, bei der Ein - und Ausreise. Dieser Vorgang läuft professionell ab, ich kann dabei keine "Erniedrigung " beobachten, es wird gelacht und gescherzt dabei und die Frauen richten ihre Haare etc. Damit es ein 'schönes" Bild gibt.

Bzgl. Ungarn kann ich nur von einer Einreise berichten in 2025 (noch unter Orban), an dem mir sehr gut bekannten Grenzübergang "Lushanka" (Berehove HU), die Ausreiseseite kann man beobachten, ich kann nichts berichten, d.h. für mich normale Abläufe bei der Ausreise, wie auch bei der Einreise. Normale PKW Schlange, ganz im Rahmen. Kurz um, mir ist damals nichts aufgefallen. Alles war SICHER, wie die letzten 70 Mal, als ich den Grenzübergang von 2004 an bis 2025 überquert habe. Ein- und Ausreise.


„Ich werde am Sonntag ca. 12 Uhr auch wieder in Uhryniw Ausreisen. Dazu mal eine Frage, in Uhrnyiw gibt es ja die besagte EU-Spur, die ja durchweg bei den Ukrainern und den Polen die Ausreisezeit doch erheblich...“

„Auch wenn ich diese Verbindung toll finde, hätte ich ehrlicherweise Angst, von Polen aus in die Ukraine zu reisen. Die Polen werden immer gewaltsamer gegen Ukrainer und ukrainische Projekte. Außerdem...“

„Ups, ja. Irgendwie war zwar die Rede von einem durchgängig buchbaren Fahrschein, aber das bedeutet in der Tat wohl nicht auch zugleich eine unterbrechungsfreie und bequeme Fahrt mit der Bahn. Schade“

„Ja auf dem Papier sieht das wohl alles sehr einfach aus. Offenbar hat Leo da den Mund etwas zu voll genommen, scheint übrigens typisch für die private Verkehrsbranche zu sein. Soweit ich sehe hat sich...“

„Ja auf dem Papier sieht das wohl alles sehr einfach aus. Offenbar hat Leo da den Mund etwas zu voll genommen, scheint übrigens typisch für die private Verkehrsbranche zu sein. Soweit ich sehe hat sich...“

„ Obwohl der Leo-Express angeblich seit Juni den Betrieb auf dieser Strecke aufgenommen hat wird die "Bahnfahrt" über Przemysl nach UA wohl noch lange Zukunftsmusik bleiben.
Wie zu lesen ist gibt es noch nichtmal für das polnische Streckennetz eine Zulassung so daß derzeit dort wohl noch mit Bussen gefahren wird.


„изображение.png изображение.png Da muß man wohl mit den Daten etwas herumspielen ... Da wird wohl noch nicht täglich gefahren. Trotzdem Danke.“

Der Link zum Anbieter ist ja da.
Ist korrekt, aber ich finde man hätte trotzdem im Text gleich darauf hinweisen können.
War aber nicht "böse" gemeint ...
Bis jetzt sind die Tickets auch noch nicht auf der Webseite buchbar - warum auch immer ...
Hab´s versucht - bekomme aber immer angezeigt "auf dieser Strecke fahren wir nicht" :-([smilie=dntknw.gif]

„Man sollte aber explizit dazu schreiben, daß es ein Zug von LeoExpress ist - und nur auf deren Webseite kann man die Fahrkarten kaufen. Zumindest ist es die erste Umsteigefreie Verbindung von Deutschland...“

„Vielen Dank, mit einem Briefchen meiner Frau im Gepäck gab es keine Probleme“

„Am besten wäre natürlich, wenn die Frau mit dabei ist. Alleinreisende Männer stehen schließlich immer unter Verdacht.“