Gestern wurde im Ergebnis der Sitzung des Koordinierungsrates zur Vorbereitung der EURO 2012 bekannt, dass die Frage des Stadionbaus im linksufrigen Teil Kiews eventuell neubetrachtet werden könnte. Außerdem wurde eine endgültige Entscheidung über die Abtragung der überirdischen Teile des TRZ (Torgowo-Raswlekatjelnyj Zentr — Handels-Unterhaltungszentrum) “Troizkij” vor dem Nationalen Sportkomplex “Olimpijskij” getroffen. Der entsprechende Ukas des Präsidenten, den Informationen des Kommersant-Ukraine nach, wird in den nächsten Tagen unterzeichnet.
Die Sitzung des Koordinationsrates zur Vorbereitung der Durchführung des Finales der Europameisterschaften im Fußball 2012 fand traditioneller Weise im Präsidialamt statt. Wiktor Juschtschenko ist der Leiter dieses Beratungsorganes und sitzt den Zusammenkünften vor. Seinen Auftritt begann der Präsident mit der Erklärung, dass die Vorbereitungsarbeiten nicht genügend aktiv durchgeführt werden und forderte, dass im Laufe von zehn Tagen – bis Ende Januar – “alle Veranstaltungen der Organisation und Planung” zu Ende geführt werden.
Von Februar an, sollen die Verwaltungsorgane zur Arbeit an den Objekten übergehen. “Zum Bau der Stadien, Straßen, Brücken, Hotels, Bahnhöfe, Flughäfen und so weiter.”, erklärte Wiktor Juschtschenko.
Nach den kurzen Worten der Einführung durch den Präsidenten, wurde die Sitzung in geschlossener Form fortgesetzt. An dieser nahm, Premierministerin Julia Timoschenko, sich gestern wieder gesund meldend, teil. Wie später die Teilnehmer dem “Kommersant-Ukraine“ mitteilten, kritisierten Wiktor Juschtschenko und andere Berichtende vor allem die Kiewer Administration, anmerkend, dass in 2007 in der Hauptstadt praktisch keine Arbeiten zur Vorbereitung der Europameisterschaften durchgeführt wurden.
“In anderen Städten ist ebenfalls nicht alles entschieden. Beispielsweise in Dnepropetrowsk gibt es noch eine Reihe von Fragen zum Stadion. Doch dort muss lediglich der bestehende Komplex verbessert werden, doch in Kiew von Null an gebaut werden.”, erklärte dem “Kommersant-Ukraine“ der erste Präsident der Ukraine, eines der Mitglieder des Koordinationsrates, Leonid Krawtschuk.
Im Verlauf der Diskussion wurde ein neues Problem beim Bau der Sportinfrastruktur in Kiew aufgedeckt. Wie der “Kommersant-Ukraine“ bereits berichtete (Ausgabe vom 18. Januar 2008), erklärte Wiktor Juschtschenko beim Treffen mit der Verwaltung von Kiew, dass das neue Stadion auf dem linksufrigen Teil Kiews gebaut werden wird, auf dem Territorium des ehemaligen Panzerwerkes. Gestern stellte sich heraus, dass die Mehrheit der Mitglieder des Koordinationsrates die Wahl des Präsidenten nicht unterstützt. Vortragende sprachen sich, diese Frage berührend, für ein anderes Grundstück aus, welches auf dem Territorium des Nationalen Ausstellungszentrums im Golosejewsker Rajon der Hauptstadt gelegen ist, aus.
“Viel zu viele Mittel sind notwendig dafür, um zum Panzerwerk Straßen und eine neue Metrolinie zu bauen. Und beim Ausstellungszentrum sind bereits alle Straßen vorhanden und der Metrobau wird gerade beendet.”, sagte dem “Kommersant-Ukraine“ der Abgeordnete des Kiewer Stadtrates, Witalij Klitschko.
Den Worten der Gesprächspartner des “Kommersant-Ukraine“ nach, trat für den Bau des Stadions im linksufrigen Teil Kiews lediglich der Präsident ein. Er erklärte, dass dieses Projekt dabei hilft “die Entwicklung des linken und des rechten Ufers zu harmonisieren”. “Wir haben absolut alles, was es gibt in Kiew, auf dem rechten Ufer konzentriert und dies bildet eine Disproportion in der Entwicklung.”, denkt Wiktor Juschtschenko. Im Ergebnis der Diskussion musste der Präsident konstatieren, dass keine Entscheidung gefällt wurde und wies die Kiewer Stadtverwaltung an eine Analyse von allen Seiten durchzuführen und den Platz des Stadionbaus endgültig festzulegen. Im Übrigen, wird die Kiewer Administration in jedem Fall nicht mit der vom Präsidenten ausgegebenen zehntägigen Frist auskommen.
“Um eine endgültige Entscheidung zum Stadion zu treffen, muss Kiew eine Änderung im Entwicklungsplan einbringen und alle notwendigen Berechnungen durchführen.”, erklärte dem “Kommersant-Ukraine“ der Minister für regionale Entwicklung und Bau, Wassilij Kujbida. “Dies nimmt mehrere Monate in Anspruch.”
Auf der Sitzung wurde ebenfalls die Frage das Kaufhaus “Troizkij” auf dem Platz vor dem Olympiastadion betreffend besprochen. Wie später offiziell vom Präsidialamt mitgeteilt wurde, forderte Wiktor Juschtschenko von der Regierung die Entscheidung der Frage über den Abriss des “Troizkijs” und die Auszahlung einer Kompensation für den Bauherrn. die Firma “Judshin”.
“Der Präsident sagte: Man muss eine Hacke nehmen und das abreißen.”, präzisierte seine Position Leonid Krawtschuk. “Zweifeln Sie also nicht daran, man wird es abreißen.”
Auf die Forderungen des Staatsoberhauptes reagierte man in der Regierung schnell, dabei versprechend bereits heute die Kompensationssumme für den Investor zu definieren.
Bleibt noch anzumerken, dass Juschtschenko bereits früher für einen Abriss des Handelszentrums eintrat, was, übrigens, nicht half einen Kompromiss mit “Judshin” zu finden. Den Informationen des “Kommersant-Ukraine“ nach, wird im Präsidialamt gerade die normative Basis vorbereitet, welche es erlaubt den Widerstand des Bauherren zu überwinden. Dem “Kommersant-Ukraine“ liegt eine Kopie des Ukases des Präsidenten “Zu einigen Fragen der Stadt Kiew” vor, welcher, wie es erwartet wird, in den nächsten Tagen unterschrieben wird. Ein Informant des “Kommersant-Ukraine“ in der Kiewer Stadtverwaltung bestätigt, dass Wiktor Juschtschenko dieses Dokument Leonid Tschernowezkij im Laufe des Treffens am 17. Januar übergeben hat. Einer der Punkte des zur Unterschrift vorbereiteten Erlasses verpflichtet die Kiewer Stadtverwaltung zum ??“Abriss der überirdischen Teile des Objektes am Troizker Platz neben dem Nationalen Sportkomplex “Olimpijskij”.


Forumsdiskussionen
Bernd D-UA in Berichte und Reisetipps • Re: An welchem Grenzübergang zwischen Polen und der Ukraine geht es am schnellsten?
„Ich habe mal sie Einreise in die UA (aus Polen), am Grenzübergang Uhryniw gemacht. Inzwischen 3 Mal am Freitagabend 21 Uhr MEZ. Nur zwei bis drei PKW, was schon gut ist. Aber der Hit ist, dort gibt es...“
Awarija in Ukraine-Nachrichten • Re: Die Ukraine hat Sanktionen gegen die Macher der Zeichentrickserie „Mascha und der Bär“ verhängt
„Inzwischen hat sich ja auch die Tagesschau etwas eingehender mit diesem Thema befaßt. Demnach seien indirekte Geldflüsse zum Kreml der Grund für das erfolgte Verbot der Serie. Ich schätze jedenfalls...“
Awarija in Ukraine-Nachrichten • Re: Die Ukraine hat Sanktionen gegen die Macher der Zeichentrickserie „Mascha und der Bär“ verhängt
„ Ist die Meldung überhaupt aktuell, die "Welt" schrieb offenbar schon 2023 über genau dieses Thema ?
“
Awarija in Ukraine-Nachrichten • Re: Die Ukraine hat Sanktionen gegen die Macher der Zeichentrickserie „Mascha und der Bär“ verhängt
„Kennt jemand vielleicht die Hintergründe dafür ? Soweit ich das sehe handelt es sich doch um eine völlig harmlose Kinderserie ohne jede Spur von Propaganda oä ?“
Awarija in Ukrinform • Re: Russland attackiert erneut Grenzübergang zu Moldau in Region Odessa, Verkehr gesperrt
„ Was meint "erneut" ??
Bislang glaubte ich daß man sich als Reisender zumindest in unmittelbarer Grenznähe sicher fühlen konnte ?
“
Bernd D-UA in Berichte und Reisetipps • Re: An welchem Grenzübergang zwischen Polen und der Ukraine geht es am schnellsten?
„Bei Ankunft am Blockposten im Internet (nakordoni.eu) 4h Wartezeit und 40 PKW am Grenzübergang, einen Teil der Wartezeit sitzt man am Blockposten ab, die halten die PKW Warteschlange von dem eigentlichen...“
Frank in Berichte und Reisetipps • Re: Mit dem Zug in die Ukraine
„Auch wenn ich diese Verbindung toll finde, hätte ich ehrlicherweise Angst, von Polen aus in die Ukraine zu reisen. Die Polen werden immer gewaltsamer gegen Ukrainer und ukrainische Projekte. Außerdem...“
Bernd D-UA in Berichte und Reisetipps • Re: An welchem Grenzübergang zwischen Polen und der Ukraine geht es am schnellsten?
„Ich dachte z.B. Krakovetz hat diese Spur nicht, jedenfalls bin ich in 2025 mit allen anderen bei den Ukrainern durchgeschleust worden, anschließend bei den Polen EU Spur..“
Bernd D-UA in Berichte und Reisetipps • Re: Mit dem Zug in die Ukraine
„ Hallo julib77,
Bzgl. Ausreisen mit PKW nach Polen möchte ich Dir deutlich widersprechen, ich weiß nicht woher Du Deine Informationen beziehst.
Schau einfach hier einmal Thread nach "An welchem Grenzübergang geht's am schnellsten? Da musst Du nicht suchen, der steht derzeit auch immer weit oben. Auch wenn wir da, nur über die Abläufe und die Wartezeiten berichten, findest Du nicht einen Kommentar darüber, dass Ukrainer schlecht behandelt werden. (2025 bis heute, ca. 25 Ein- und Ausreisen)
Ich kann nur sagen, ich beobachte keinerlei Repressalien, ganz im Gegenteil, die Ukrainer werden respektvoll behandelt, ist stelle keinen Unterschied zu mir als Deutschen fest. Das einzig berichtenswerte ist, dass die meisten Ukrainer-Innen fotografiert werden, bei der Ein - und Ausreise. Dieser Vorgang läuft professionell ab, ich kann dabei keine "Erniedrigung " beobachten, es wird gelacht und gescherzt dabei und die Frauen richten ihre Haare etc. Damit es ein 'schönes" Bild gibt.
Bzgl. Ungarn kann ich nur von einer Einreise berichten in 2025 (noch unter Orban), an dem mir sehr gut bekannten Grenzübergang "Lushanka" (Berehove HU), die Ausreiseseite kann man beobachten, ich kann nichts berichten, d.h. für mich normale Abläufe bei der Ausreise, wie auch bei der Einreise. Normale PKW Schlange, ganz im Rahmen. Kurz um, mir ist damals nichts aufgefallen. Alles war SICHER, wie die letzten 70 Mal, als ich den Grenzübergang von 2004 an bis 2025 überquert habe. Ein- und Ausreise.
“
Bernd D-UA in Berichte und Reisetipps • Re: An welchem Grenzübergang zwischen Polen und der Ukraine geht es am schnellsten?
„Ich werde am Sonntag ca. 12 Uhr auch wieder in Uhryniw Ausreisen. Dazu mal eine Frage, in Uhrnyiw gibt es ja die besagte EU-Spur, die ja durchweg bei den Ukrainern und den Polen die Ausreisezeit doch erheblich...“
julib77 in Berichte und Reisetipps • Re: Mit dem Zug in die Ukraine
„Auch wenn ich diese Verbindung toll finde, hätte ich ehrlicherweise Angst, von Polen aus in die Ukraine zu reisen. Die Polen werden immer gewaltsamer gegen Ukrainer und ukrainische Projekte. Außerdem...“