Gestern wurde bekannt, dass am Mittwoch, aufgrund der Verringerung des Gasdrucks, eine Notabschaltung eines der zwei Blöcke des Heizkraftwerkes 6 und eines der vier Blöcke des Heizkraftwerkes 5 in Kiew vorgenommen wurde. Im Ergebnis fiel die Temperatur in 5.000 Wohnhäusern spürbar. Dies steht in Verbindung mit den Zahlungsrückständen “Kiewenergos” gegenüber dem Tochterunternehmen der Staatlichen Aktiengesellschaft “Naftogas Ukrainy” – “UkrTransGas” – für den Verbrauch von Gas, welche 166 Mio. Hrywnja (ca. 22,1 Mio. Euro) erreicht haben. Die Kiewer Stadtverwaltung schuldete “Kiewenergo” fast 400 Mio. Hrywnja (ca. 54 Mio. Euro) an Kompensationen für die Lieferung von Wärme für die Bevölkerung. Doch der Erste Stellvertreter des Vorsitzenden der Stadtverwaltung, Anatolij Golubtschenko, verspricht nur einen Teil der Schulden zu bezahlen.
Am Mittwoch wurde einer der zwei Blöcke des Wärmekraftwerkes 6 (Kapazität von 250 MW) automatisch vom Wärmenetz abgeschalten. Analoges ging beim Wärmekraftwerk 5 von statten, wo von den vier Blöcken derzeit drei funktionieren. Im Ergebnis erhielten fast 5.000 Wohnhäuser, 184 Heilanstalten, 276 Kindergärten, 233 Schulen, 3.500 behördliche Institutionen in neun Rajonen Kiews keine Wärme. Den Worten von Kiewern nach, sank die Temperatur in einigen Wohnungen unter 15°С.
Wie der “Kommersant-Ukraine” beim Pressedienst von “Kiewenergo” mitteilte, ist der Grund für die erzwungene Einschränkung der Wärmeversorgung der Zahlungsrückstand gegenüber dem Unternehmen “UkrTransGas” (Tochterunternehmen von “Naftogas Ukrainy”), die zum Stand vom 20. November 166 Mio. Hrywnja (ca. 22,1 Mio. Euro) erreichten und sich jeden Tag um 11 Mio. Hrywnja (1,46 Mio. Euro) erhöhen. Eben diese Summe kostet die Versorgung der Stadt mit Wärme und Elektroenergie am Tag. Am 12. November erhielt das Unternehmen “Kiewenergo” einen Brief von “UkrTransGas” mit der Warnung davor, dass, falls die Schuld nicht getilgt wird, die Gaslieferung gesenkt wird.
Bleibt anzumerken, dass “UkrTransGas” im Rahmen des Präsidentenerlasse #905/208 vom 3. Oktober handelt, gemäß dem “Naftogas Ukrainy” und die Tochterunternehmen kein Gas an Organisationen bis zur vollständigen Tilgung der Schulden liefern soll. “Die Situation ist seit langem herangereift und über den bedrohlichen Zustand bei der Heizung in der Hauptstadt haben wir alle Regierungsorgane offiziell informiert, von denen die Stabilisierung der entstandenen Situation abhängt”, betonte man gegenüber dem “Kommersant-Ukraine” beim Pressedienst von “Kiewenergo”.
Für die Tilgung der Schulden wandte sich die Leitung von “Kiewenergo” an die Kiewer Stadtverwaltung, die, gemäß dem Gesetz “Zur Wärmeversorgung”, die Mittel aus dem Stadtbudget für die Kompensation des Unterschiedes in den Tarifen der Wärmeversorgung zuweisen soll. Die Summe der Kompensationen beträgt 790,8 Mio. Hrywnja (ca. 105 Mio. Euro). Doch bislang hat die Stadtverwaltung lediglich 386,8 Mio. Hrywnja (51,6 Mio. Euro) ausgezahlt.
Derweil erklärte der Erste Stellvertreter des Bürgermeisters, Anatolij Golubtschenko, dass das Niveau der Versorgung mit Wärme und Warmwasser in den Kiewer Häusern “der Norm entspricht”. “Das Wärmekraftwerk 6 setzt seine Arbeit im gewohnten Gang fort und die Absenkung der Temperatur in Wärmetrassen steht in Verbindung mit der Änderung der Lufttemperatur. In nächster Zeit, gemäß der Entscheidung des Kiewer Stadtrates, überweisen wir einen Teil der Kompensationen für die Unterschiede in den Tarifen”, unterstrich Golubtschenko. Übrigens beabsichtigt die Kiewer Stadtadministration lediglich 75 Mio. Hrywnja (ca. 1 Mio. Euro) zu überweisen, doch für die Tilgung der Zahlungsrückstände reicht dies nicht.
Swetlana Schewelewa
Quelle: Kommersant-Ukraine


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„Sie kann als Untermieterin bei Dir einziehen dadurch bildet Ihr keine Bedarfsgemeinschaft. Nur Ihr BG wird gekürzt, wie viel weiß ich nicht. Erkundige Dich mal in diese Richtung.“