Gestern hat eines der Unternehmen, welches Nahrungsmittel an Teile des Militärs liefert, die Einstellung der Versorgung von 15.000 Wehrdienstpflichtigen aufgrund von Schulden des Verteidigungsministeriums in Höhe von 75 Mio. Hrywnja bekanntgegeben. Beim Ministerium bekräftigt man, dass die Gelder für die Bezahlung vorhanden sind und erklärt die vorliegende Situation mit einer Rechtskollision, die nach Änderungen im Gesetz über Staatseinkäufe eingetreten ist. Beim Fachausschuss im Parlament beschuldigt man das Verteidigungsministerium.
Gestern teilte die Stellvertreterin des Direktors der OOO (Gesellschaft mit beschränkter Haftung), Olga Larina, mit, dass das Unternehmen die Lebensmittellieferung für 15.000 Wehrpflichtige einstellt. Die OOO „Iwala“ ist eine der kommerziellen Strukturen, welche die Ernährung von Wehrpflichtigen sicherstellt. Wie Larina erklärte, ist dieser Schritt durch die Verbindlichkeiten des Verteidigungsministeriums in Höhe von 75 Mio. Hrywnja und dem Fehlen von Vertragsbeziehungen mit der Militärbehörde hervorgerufen worden. „Diese Situation entstand aufgrund der Unvollkommenheit der Gesetzgebung im Bereich staatlicher Einkäufe und der Verantwortungslosigkeit der Leitung des Verteidigungsministeriums, das sich nicht rechtzeitig um die Durchführung der Prozedur für den Einkauf von Lebensmitteldienstleistungen für das Jahr 2011 gekümmert hat“, erläuterte Olga Larina.
Wie man dem “Kommersant-Ukraine” beim Pressedienst des Verteidigungsministeriums mitteilte, verfügt die Behörde über die notwendigen Mittel, doch ist die vorliegende Situation durch eine „juristische Kollision“ hervorgerufen worden. „Die ersten Verträge mit kommerziellen Firmen zur Lieferung von Lebensmitteln wurden 2007 als ein Experiment unterzeichnet. Die Verlängerung der Verträge findet jährlich statt, doch in diesem Jahr wurden Änderungen in das Gesetz über staatliche Einkäufe eingetragen. Aufgrund der unterschiedlichen Normen der alten und der neuen Gesetzgebung hat das Schatzamt die Dokumente des Ministeriums zur Bezahlung nicht angenommen“, erläuterte dem “Kommersant-Ukraine” der Stellvertreter des Direktors der Presseabteilung des Verteidigungsministeriums, Konstantin Sadilow. „Die Situation auflösen kann das Wirtschaftsgericht von Kiew, an welches sich ‘Iwala’ gewandt hat. Nur nach einem Gerichtsentscheid kann das Verteidigungsministerium die Verbindlichkeiten tilgen, ohne die geltenden Gesetze zu übertreten“.
Sadilows Worten nach wirde es sogar wenn „Iwala“ sich weigert mit dem Verteidigungsministerium zusammenzuarbeiten, keine Probleme mit der Versorgung der Wehrdienstpflichtigen geben, da an deren Stelle ein anderes Unternehmen gelassen wird. „Mit Trockenration ernähren sich die Soldaten nicht und sie blieben nicht hungrig. Heute hatte sie ein Frühstück, ein Mittagessen und ein Abendbrot“, versicherte er dem “Kommersant-Ukraine”. Gestern Abend wurde bekannt, dass das Verteidigungsministerium sich entschieden hat auf die Dienste der OOO „Iwala“ zum Vorteil eines anderen Unternehmens zu verzichten.
Der Vorsitzende des Verteidigungsausschusses der Werchowna Rada, Anatolij Grizenko („Unsere Ukraine – Nationale Selbstverteidigung“) – Verteidigungsminister von 2005-2007, der die Versorgung der Streitkräfte über kommerzielle Strukturen einleitete, bezeichnete die Vorgänge als „Notfallsituation“. „Verteidigungsminister Michail Jeshel begreift nicht, dass er nicht nur Minister sein muss, sondern auch Mitglied des Ministerkabinetts, welches die notwendige Zusammenarbeit aller Regierungsorgane für die Sicherstellung der erforderlichen Funktion der Armee realisieren muss. Jedoch ist er offensichtlich nicht dazu in der Lage,so dass der Präsident unverzüglich eine entsprechende Personalentscheidung fällen muss“, erklärte er dem “Kommersant-Ukraine”.
Bei der Allukrainischen Organisation der Soldatenütter ist man überzeugt davon, dass die Organisierung der Ernährung der Wehrpflichtigen nicht von einer kommerziellen Organisation betrieben werden soll, sondern vom Lebensmitteldienst der Armee. Der Meinung der Leiterin der Organisation, Walentina Artamonowaja, nach kann die Vereinigung nur in diesem Fall das Ernährungssystem kontrollieren. „Wir können jeden Bereichskommandeur befragen, doch die kommerziellen Firmen sind nicht kontrollierbar – sie können ihre Tätigkeit wie sie wollen verbergen, indem sie sich auf das Geschäftsgeheimnis berufen“, erläuterte Artamonowa dem “Kommersant-Ukraine”.
Artjom Skoropadskij
Quelle: Kommersant-Ukraine


Forumsdiskussionen
julib77 in Berichte und Reisetipps • Re: Mit dem Zug in die Ukraine
„Auch wenn ich diese Verbindung toll finde, hätte ich ehrlicherweise Angst, von Polen aus in die Ukraine zu reisen. Die Polen werden immer gewaltsamer gegen Ukrainer und ukrainische Projekte. Außerdem...“
Awarija in Berichte und Reisetipps • Re: Mit dem Zug in die Ukraine
„Ups, ja. Irgendwie war zwar die Rede von einem durchgängig buchbaren Fahrschein, aber das bedeutet in der Tat wohl nicht auch zugleich eine unterbrechungsfreie und bequeme Fahrt mit der Bahn. Schade“
MHG1023 in Berichte und Reisetipps • Re: Mit dem Zug in die Ukraine
„Ja auf dem Papier sieht das wohl alles sehr einfach aus. Offenbar hat Leo da den Mund etwas zu voll genommen, scheint übrigens typisch für die private Verkehrsbranche zu sein. Soweit ich sehe hat sich...“
Awarija in Berichte und Reisetipps • Re: Mit dem Zug in die Ukraine
„Ja auf dem Papier sieht das wohl alles sehr einfach aus. Offenbar hat Leo da den Mund etwas zu voll genommen, scheint übrigens typisch für die private Verkehrsbranche zu sein. Soweit ich sehe hat sich...“
Awarija in Berichte und Reisetipps • Re: Mit dem Zug in die Ukraine
„ Obwohl der Leo-Express angeblich seit Juni den Betrieb auf dieser Strecke aufgenommen hat wird die "Bahnfahrt" über Przemysl nach UA wohl noch lange Zukunftsmusik bleiben.
Wie zu lesen ist gibt es noch nichtmal für das polnische Streckennetz eine Zulassung so daß derzeit dort wohl noch mit Bussen gefahren wird.
“
MHG1023 in Berichte und Reisetipps • Re: Mit dem Zug in die Ukraine
„изображение.png изображение.png Da muß man wohl mit den Daten etwas herumspielen ... Da wird wohl noch nicht täglich gefahren. Trotzdem Danke.“
MHG1023 in Berichte und Reisetipps • Re: Mit dem Zug in die Ukraine
„
Ist korrekt, aber ich finde man hätte trotzdem im Text gleich darauf hinweisen können.War aber nicht "böse" gemeint ...
Bis jetzt sind die Tickets auch noch nicht auf der Webseite buchbar - warum auch immer ...
Hab´s versucht - bekomme aber immer angezeigt "auf dieser Strecke fahren wir nicht"
“
MHG1023 in Berichte und Reisetipps • Re: Mit dem Zug in die Ukraine
„Man sollte aber explizit dazu schreiben, daß es ein Zug von LeoExpress ist - und nur auf deren Webseite kann man die Fahrkarten kaufen. Zumindest ist es die erste Umsteigefreie Verbindung von Deutschland...“
Eric in Recht, Visa und Dokumente • Re: Deklaration gebrauchter Kleidung beim Zoll
„Vielen Dank, mit einem Briefchen meiner Frau im Gepäck gab es keine Probleme“
Anuleb in Recht, Visa und Dokumente • Re: Seit Anfang des Jahres haben die Zollbeamten Verstöße im Wert von fast 11 Milliarden aufgedeckt
„Am besten wäre natürlich, wenn die Frau mit dabei ist. Alleinreisende Männer stehen schließlich immer unter Verdacht.“
Frank in Recht, Visa und Dokumente • Re: Seit Anfang des Jahres haben die Zollbeamten Verstöße im Wert von fast 11 Milliarden aufgedeckt
„Kein Zoll. Du musst an sich nur sagen dass das privat ist und du nicht damit handeln willst. So lange das nicht Originalverpackt ist und ersichlich das nicht neu sollte es keine Probleme geben“
Eric in Recht, Visa und Dokumente • Deklaration gebrauchter Kleidung beim Zoll
„Hallo Leute, ich weiß nicht, ob ich hier richtig bin mit meiner Anfrage. Ich möchte 4 Umzugskartons mit gebrauchter Straßen Kleidung bei der Einreise in die Ukraine mitnehmen. Es ist gebrauchte Kleidung...“
lev in Berichte und Reisetipps • Re: An welchem Grenzübergang zwischen Polen und der Ukraine geht es am schnellsten?
„Wir sind mit unserem Wohnmobil, wie geplant am Montag 15.6. in Krakovets rüber. Sehr zeitig los gegen 5 Uhr in der Früh. Mit sehr sehr wenig Verkehr, super bis zur Grenze. Nur 8 PKW vor der Schranke....“
Frank in Berichte und Reisetipps • Re: An welchem Grenzübergang zwischen Polen und der Ukraine geht es am schnellsten?
„Gestern 6 Stunden warten vor der Grenze Richtung Polen in Krakowez mit dem Kleinbus. Abfertigung ging dann schnell da auch Passagiere mit EU-Pass dabei waren“
Bernd D-UA in Berichte und Reisetipps • Re: An welchem Grenzübergang zwischen Polen und der Ukraine geht es am schnellsten?
„Bin am Montag 15.6.26 um 8 Uhr in Urgyniw ausgereist, das erste Mal an einem Montagmorgen ca. 15 Fahrzeuge vor mir, bin sonst der Erste oder Zweite, egal, nach ca 20 Minuten wurde dann die nächste Welle...“