FacebookXVKontakteTelegramWhatsAppViber

Probleme bei der Versorgung der Armee

0 Kommentare

Gestern hat eines der Unternehmen, welches Nahrungsmittel an Teile des Militärs liefert, die Einstellung der Versorgung von 15.000 Wehrdienstpflichtigen aufgrund von Schulden des Verteidigungsministeriums in Höhe von 75 Mio. Hrywnja bekanntgegeben. Beim Ministerium bekräftigt man, dass die Gelder für die Bezahlung vorhanden sind und erklärt die vorliegende Situation mit einer Rechtskollision, die nach Änderungen im Gesetz über Staatseinkäufe eingetreten ist. Beim Fachausschuss im Parlament beschuldigt man das Verteidigungsministerium.

Gestern teilte die Stellvertreterin des Direktors der OOO (Gesellschaft mit beschränkter Haftung), Olga Larina, mit, dass das Unternehmen die Lebensmittellieferung für 15.000 Wehrpflichtige einstellt. Die OOO „Iwala“ ist eine der kommerziellen Strukturen, welche die Ernährung von Wehrpflichtigen sicherstellt. Wie Larina erklärte, ist dieser Schritt durch die Verbindlichkeiten des Verteidigungsministeriums in Höhe von 75 Mio. Hrywnja und dem Fehlen von Vertragsbeziehungen mit der Militärbehörde hervorgerufen worden. „Diese Situation entstand aufgrund der Unvollkommenheit der Gesetzgebung im Bereich staatlicher Einkäufe und der Verantwortungslosigkeit der Leitung des Verteidigungsministeriums, das sich nicht rechtzeitig um die Durchführung der Prozedur für den Einkauf von Lebensmitteldienstleistungen für das Jahr 2011 gekümmert hat“, erläuterte Olga Larina.

Wie man dem “Kommersant-Ukraine” beim Pressedienst des Verteidigungsministeriums mitteilte, verfügt die Behörde über die notwendigen Mittel, doch ist die vorliegende Situation durch eine „juristische Kollision“ hervorgerufen worden. „Die ersten Verträge mit kommerziellen Firmen zur Lieferung von Lebensmitteln wurden 2007 als ein Experiment unterzeichnet. Die Verlängerung der Verträge findet jährlich statt, doch in diesem Jahr wurden Änderungen in das Gesetz über staatliche Einkäufe eingetragen. Aufgrund der unterschiedlichen Normen der alten und der neuen Gesetzgebung hat das Schatzamt die Dokumente des Ministeriums zur Bezahlung nicht angenommen“, erläuterte dem “Kommersant-Ukraine” der Stellvertreter des Direktors der Presseabteilung des Verteidigungsministeriums, Konstantin Sadilow. „Die Situation auflösen kann das Wirtschaftsgericht von Kiew, an welches sich ‘Iwala’ gewandt hat. Nur nach einem Gerichtsentscheid kann das Verteidigungsministerium die Verbindlichkeiten tilgen, ohne die geltenden Gesetze zu übertreten“.

Sadilows Worten nach wirde es sogar wenn „Iwala“ sich weigert mit dem Verteidigungsministerium zusammenzuarbeiten, keine Probleme mit der Versorgung der Wehrdienstpflichtigen geben, da an deren Stelle ein anderes Unternehmen gelassen wird. „Mit Trockenration ernähren sich die Soldaten nicht und sie blieben nicht hungrig. Heute hatte sie ein Frühstück, ein Mittagessen und ein Abendbrot“, versicherte er dem “Kommersant-Ukraine”. Gestern Abend wurde bekannt, dass das Verteidigungsministerium sich entschieden hat auf die Dienste der OOO „Iwala“ zum Vorteil eines anderen Unternehmens zu verzichten.

Der Vorsitzende des Verteidigungsausschusses der Werchowna Rada, Anatolij Grizenko („Unsere Ukraine – Nationale Selbstverteidigung“) – Verteidigungsminister von 2005-2007, der die Versorgung der Streitkräfte über kommerzielle Strukturen einleitete, bezeichnete die Vorgänge als „Notfallsituation“. „Verteidigungsminister Michail Jeshel begreift nicht, dass er nicht nur Minister sein muss, sondern auch Mitglied des Ministerkabinetts, welches die notwendige Zusammenarbeit aller Regierungsorgane für die Sicherstellung der erforderlichen Funktion der Armee realisieren muss. Jedoch ist er offensichtlich nicht dazu in der Lage,so dass der Präsident unverzüglich eine entsprechende Personalentscheidung fällen muss“, erklärte er dem “Kommersant-Ukraine”.

Bei der Allukrainischen Organisation der Soldatenütter ist man überzeugt davon, dass die Organisierung der Ernährung der Wehrpflichtigen nicht von einer kommerziellen Organisation betrieben werden soll, sondern vom Lebensmitteldienst der Armee. Der Meinung der Leiterin der Organisation, Walentina Artamonowaja, nach kann die Vereinigung nur in diesem Fall das Ernährungssystem kontrollieren. „Wir können jeden Bereichskommandeur befragen, doch die kommerziellen Firmen sind nicht kontrollierbar – sie können ihre Tätigkeit wie sie wollen verbergen, indem sie sich auf das Geschäftsgeheimnis berufen“, erläuterte Artamonowa dem “Kommersant-Ukraine”.

Artjom Skoropadskij

Quelle: Kommersant-Ukraine

Übersetzer:   Andreas Stein — Wörter: 575

Hat Ihnen der Beitrag gefallen? Vielleicht sollten Sie eine Spende in Betracht ziehen.
Diskussionen zu diesem Artikel und anderen Themen finden Sie auch im Forum.

Benachrichtigungen über neue Beiträge gibt es per Bluesky, Facebook, Google News, Mastodon, Telegram, X (ehemals Twitter), VK, RSS und täglich oder wöchentlich per E-Mail.

Artikel bewerten:

Rating: 5.0/7 (bei 1 abgegebenen Bewertung)

Neueste Beiträge

Kiewer/Kyjiwer Sonntagsstammtisch - Regelmäßiges Treffen von Deutschsprachigen in Kiew/Kyjiw

Karikaturen

Andrij Makarenko: Russische Hilfe für Italien

Wetterbericht

Für Details mit dem Mauszeiger über das zugehörige Icon gehen
Kyjiw (Kiew)10 °C  Ushhorod10 °C  
Lwiw (Lemberg)9 °C  Iwano-Frankiwsk9 °C  
Rachiw5 °C  Jassinja5 °C  
Ternopil8 °C  Tscherniwzi (Czernowitz)9 °C  
Luzk9 °C  Riwne9 °C  
Chmelnyzkyj8 °C  Winnyzja8 °C  
Schytomyr8 °C  Tschernihiw (Tschernigow)9 °C  
Tscherkassy11 °C  Kropywnyzkyj (Kirowograd)11 °C  
Poltawa11 °C  Sumy10 °C  
Odessa13 °C  Mykolajiw (Nikolajew)13 °C  
Cherson14 °C  Charkiw (Charkow)12 °C  
Krywyj Rih (Kriwoj Rog)13 °C  Saporischschja (Saporoschje)15 °C  
Dnipro (Dnepropetrowsk)14 °C  Donezk14 °C  
Luhansk (Lugansk)16 °C  Simferopol13 °C  
Sewastopol15 °C  Jalta13 °C  
Daten von OpenWeatherMap.org

Mehr Ukrainewetter findet sich im Forum

Forumsdiskussionen

„Ich habe mal sie Einreise in die UA (aus Polen), am Grenzübergang Uhryniw gemacht. Inzwischen 3 Mal am Freitagabend 21 Uhr MEZ. Nur zwei bis drei PKW, was schon gut ist. Aber der Hit ist, dort gibt es...“

„Inzwischen hat sich ja auch die Tagesschau etwas eingehender mit diesem Thema befaßt. Demnach seien indirekte Geldflüsse zum Kreml der Grund für das erfolgte Verbot der Serie. Ich schätze jedenfalls...“

„ Ist die Meldung überhaupt aktuell, die "Welt" schrieb offenbar schon 2023 über genau dieses Thema ?


„Kennt jemand vielleicht die Hintergründe dafür ? Soweit ich das sehe handelt es sich doch um eine völlig harmlose Kinderserie ohne jede Spur von Propaganda oä ?“

„ Was meint "erneut" ??
Bislang glaubte ich daß man sich als Reisender zumindest in unmittelbarer Grenznähe sicher fühlen konnte ?


„Bei Ankunft am Blockposten im Internet (nakordoni.eu) 4h Wartezeit und 40 PKW am Grenzübergang, einen Teil der Wartezeit sitzt man am Blockposten ab, die halten die PKW Warteschlange von dem eigentlichen...“

„Auch wenn ich diese Verbindung toll finde, hätte ich ehrlicherweise Angst, von Polen aus in die Ukraine zu reisen. Die Polen werden immer gewaltsamer gegen Ukrainer und ukrainische Projekte. Außerdem...“

„Ich dachte z.B. Krakovetz hat diese Spur nicht, jedenfalls bin ich in 2025 mit allen anderen bei den Ukrainern durchgeschleust worden, anschließend bei den Polen EU Spur..“

„ Hallo julib77,

Bzgl. Ausreisen mit PKW nach Polen möchte ich Dir deutlich widersprechen, ich weiß nicht woher Du Deine Informationen beziehst.

Schau einfach hier einmal Thread nach "An welchem Grenzübergang geht's am schnellsten? Da musst Du nicht suchen, der steht derzeit auch immer weit oben. Auch wenn wir da, nur über die Abläufe und die Wartezeiten berichten, findest Du nicht einen Kommentar darüber, dass Ukrainer schlecht behandelt werden. (2025 bis heute, ca. 25 Ein- und Ausreisen)

Ich kann nur sagen, ich beobachte keinerlei Repressalien, ganz im Gegenteil, die Ukrainer werden respektvoll behandelt, ist stelle keinen Unterschied zu mir als Deutschen fest. Das einzig berichtenswerte ist, dass die meisten Ukrainer-Innen fotografiert werden, bei der Ein - und Ausreise. Dieser Vorgang läuft professionell ab, ich kann dabei keine "Erniedrigung " beobachten, es wird gelacht und gescherzt dabei und die Frauen richten ihre Haare etc. Damit es ein 'schönes" Bild gibt.

Bzgl. Ungarn kann ich nur von einer Einreise berichten in 2025 (noch unter Orban), an dem mir sehr gut bekannten Grenzübergang "Lushanka" (Berehove HU), die Ausreiseseite kann man beobachten, ich kann nichts berichten, d.h. für mich normale Abläufe bei der Ausreise, wie auch bei der Einreise. Normale PKW Schlange, ganz im Rahmen. Kurz um, mir ist damals nichts aufgefallen. Alles war SICHER, wie die letzten 70 Mal, als ich den Grenzübergang von 2004 an bis 2025 überquert habe. Ein- und Ausreise.


„Ich werde am Sonntag ca. 12 Uhr auch wieder in Uhryniw Ausreisen. Dazu mal eine Frage, in Uhrnyiw gibt es ja die besagte EU-Spur, die ja durchweg bei den Ukrainern und den Polen die Ausreisezeit doch erheblich...“

„Auch wenn ich diese Verbindung toll finde, hätte ich ehrlicherweise Angst, von Polen aus in die Ukraine zu reisen. Die Polen werden immer gewaltsamer gegen Ukrainer und ukrainische Projekte. Außerdem...“

„Ups, ja. Irgendwie war zwar die Rede von einem durchgängig buchbaren Fahrschein, aber das bedeutet in der Tat wohl nicht auch zugleich eine unterbrechungsfreie und bequeme Fahrt mit der Bahn. Schade“

„Ja auf dem Papier sieht das wohl alles sehr einfach aus. Offenbar hat Leo da den Mund etwas zu voll genommen, scheint übrigens typisch für die private Verkehrsbranche zu sein. Soweit ich sehe hat sich...“

„Ja auf dem Papier sieht das wohl alles sehr einfach aus. Offenbar hat Leo da den Mund etwas zu voll genommen, scheint übrigens typisch für die private Verkehrsbranche zu sein. Soweit ich sehe hat sich...“

„ Obwohl der Leo-Express angeblich seit Juni den Betrieb auf dieser Strecke aufgenommen hat wird die "Bahnfahrt" über Przemysl nach UA wohl noch lange Zukunftsmusik bleiben.
Wie zu lesen ist gibt es noch nichtmal für das polnische Streckennetz eine Zulassung so daß derzeit dort wohl noch mit Bussen gefahren wird.


„изображение.png изображение.png Da muß man wohl mit den Daten etwas herumspielen ... Da wird wohl noch nicht täglich gefahren. Trotzdem Danke.“

Der Link zum Anbieter ist ja da.
Ist korrekt, aber ich finde man hätte trotzdem im Text gleich darauf hinweisen können.
War aber nicht "böse" gemeint ...
Bis jetzt sind die Tickets auch noch nicht auf der Webseite buchbar - warum auch immer ...
Hab´s versucht - bekomme aber immer angezeigt "auf dieser Strecke fahren wir nicht" :-([smilie=dntknw.gif]

„Man sollte aber explizit dazu schreiben, daß es ein Zug von LeoExpress ist - und nur auf deren Webseite kann man die Fahrkarten kaufen. Zumindest ist es die erste Umsteigefreie Verbindung von Deutschland...“