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Russische Absurdität zum Jahresende

Die Welt wird in Atem gehalten. Seit Jahren bereits. Provokationen, Drohungen, Morde und Annexionen – das politische Arsenal eines Landes, das sich selbst als Weltmacht sieht und gefälligst als solche von allen wahrgenommen werden sollte.

Der Präsident dieser Scheinmacht, unter Minderwertigkeitskomplexen ob seiner Körpergröße leidend, die er bei öffentlichen Auftritten mit allerlei Tricks zu kaschieren versucht, sei es mit Schuheinlagen oder höheren Stühlen, möchte die Geschichte zurückdrehen. Und persönlich in diese als großer Herrscher eingehen, auf dass kommende Generationen ihm mit Ehrfurcht gedenken. Er möchte das nach seiner Meinung größte Unglück des 20. Jahrhunderts, nämlich der Zerfall der Sowjetunion, partout ausgleichen, bestenfalls gar ausradieren. Dieser Verlust, der dem Präsidenten einen scheinbar unaushaltbaren Phantomschmerz verursacht, ist die verloren gegangene Kontrolle über einige Nachbarstaaten der damaligen SU. Das flächenmäßig größte und bevölkerungsreichste Land, das sich aus der ehemaligen Verbundenheit zurückzog und sich gen Westen orientierte, ist die Ukraine.

Relevanter historischer Exkurs

Seit 1991 ist die Ukraine unabhängig, wurde jedoch weiterhin lange durch moskautreue Präsidenten von Russland kontrolliert. Die engen wirtschaftlichen Verzahnungen und Abhängigkeiten zeugten von dieser engen „Partnerschaft“. Das hat sich ab der Orangen Revolution 2004 geändert. Der „Rückfall“ in eine ostorientierte Ausrichtung wurde durch den im Februar 2010 ernannten Präsidenten Wiktor Janukowytsch, der als Marionette Russlands bezeichnet wurde, eingeleitet. Seine Weigerung, das Assoziierungs-Abkommen zwischen der EU und der Ukraine zu unterschreiben, führte Ende 2013 zur sogenannten Revolution der Würde. Im Februar 2014 flüchtete der autoritäre Kleptokrat Janukowytsch nach Russland, wo er seitdem in Saus und Braus von einem Teil der schätzungsweise über 60 Milliarden Euro lebt, die er der Ukraine entwendete und damit das Land an den Rand des Staatsbankrotts katapultierte.

Gerade die Episode Janukowytsch zeigt deutlich, mit welcher Vehemenz Russland Einfluss auf die Ukraine auszuüben versuchte. Obwohl Wladimir Putin über Jahre hinweg betonte, er würde dem geplanten Assoziierungs-Abkommen zwischen EU und Ukraine nicht entgegenstehen, drohte er der Ukraine kurz vor Unterzeichnung mit einem Handelsboykott. Dass dies längst so geplant war und beileibe keine kurzfristige Entscheidung Putins war, ist offensichtlich. Bereits 2008, ergo ein paar Jahre vor Janukowytschs Machtübernahme, erklärte dieser persönlich in Russland auf einem Parteitag der russischen Regierungspartei Einiges Russland, „die Idee einer zukünftigen Integration der Ukraine in einen einheitlichen Wirtschaftsraum mit Russland, Belarus und Kasachstan sei alternativlos“. Die Russlandtreue des damaligen ukrainischen Präsidentes wurde denn auch später „belohnt“. Putin selber erklärte während einer Pressekonferenz des Waldai-Klub am 24. Oktober 2014, Janukowytsch hätte „bei seiner Flucht aus der Ukraine nach Russland Unterstützung durch die russische Regierung erhalten“. Janukowytsch wurde in der Ukraine des Hochverrats angeklagt, wobei einer der Hauptpunkte der Anklage wiederum die enge Verbindung zu Russland belegt, eine fatale Verbindung: Janukowytschs Brief an Präsident Putin mit der Bitte um die Entsendung von russischen Truppen nach Kyjiw.

Dieser kurze geschichtliche Exkurs weist darauf hin, dass der aktuelle Truppenaufmarsch Moskaus an der Grenze zur Ukraine einem seit langem festgesetzten Plan folgt: Die volle Kontrolle über die Ukraine zurückzuerlangen.

Der Westen und Putins Politik

Um dies zu erreichen, scheut Putin nicht davor zurück, dem Westen Konditionen zu diktieren, die eigentlich unannehmbar sind. Putin erpresst den demokratischen, und damit den ihm verhassten Westen.

Der „Westen“ lässt sich fatalerweise auf die Erpressungsversuche ein, indem er Russland Gespräche nicht bloß auf Augenhöhe anbietet, sondern Putin (laut einigen EU-Politikern) gar als möglicher Friedensbringer erhebt. Seit wann kann ein Aggressor mit am Verhandlungstisch sitzen, um über ein Land, in dem er einen Krieg angezettelt hat, über dessen Schicksal mitzubestimmen? Die Rollen sind eindeutig falsch verteilt. Man stelle sich vor: Ein Gericht zieht sich zur geheimen Beratung zurück. Der Schwerverbrecher sitzt gleichberechtigt in dieser Beratungsrunde mit Richtern am Tisch und beeinflusst die Urteilsfindung ihn selbst betreffend. Absurd? In der Tat.

Es stellt sich unweigerlich die Frage, warum der „Westen“ das so geschehen lässt. Nicht wenige EU-Politiker sind lernresistent und hecheln einer unwirksamen und überholten Appeasement-Politik hinterher. Aus welchen Gründen auch immer – sei es, weil der eine oder andere in einem sentimentalen Russlandbild vergangener Epochen verharrt, oder aber Wirtschaftsinteressen überwiegen, oder eventuell selber auf der Gehaltsliste eines russischen Unternehmens steht, oder … . Geschenkt. Zweifellos jedoch lassen sich einige in ihrer Russlandpolitik von der Angst leiten. Diese Angst schürt Putin seit Jahren immer wieder mit dem Hinweis auf seine Atomwaffen mit Provokationen, Drohungen etc., siehe oben.

In diesem Zusammenhang sollte das für die Ukraine fatale Budapester Memorandum erwähnt werden, das am 5. Dezember 1994 in einer KSZE-Konferenz unterzeichnet wurde. Als Gegenleistung für einen Nuklearwaffenverzicht wurde der Ukraine verpflichtend erklärt, die Souveränität und die bestehenden Grenzen zu achten. Man bedenke: 1994 besaß die Ukraine das drittgrößte Atomwaffenarsenal der Welt. 1996 erklärte der damalige ukrainische Präsident Kutschma die Ukraine als atomwaffenfrei. Unterzeichner des Budapester Memorandums waren die Vereinigten Staaten von Amerika, Großbritannien und … Russland. 20 Jahre später annektierte Russland die Krim. Da half es auch nichts, dass China und Frankreich 1994 zur Sicherheitsgarantie der Ukraine eigene Erklärungen abgaben.

Rhetorische Geschütze

Und nun, Ende Dezember 2021, sagt Putin: “Sollte der Westen seine »eindeutig aggressive Haltung« nicht aufgeben», werden wir angemessene militärisch-technische Vergeltungsmaßnahmen ergreifen. Dies als Chuzpe zu bezeichnen wäre hochgradig euphemistisch. Und nun vermutet Putin auch noch „US-Raketen“ an Russlands Türschwelle“, wie er in seiner Jahrespressekonferenz ausführte. Abgesehen davon, dass eine geografische Lokalisierung dieser Türschwelle wohl eine rein putinsche Sicht der Dinge ist, bezweckt seine Rhetorik in erster Linie die mediale Dramatisierung seiner Drohgebärden. Um dem Ganzen die Krone aufzusetzen, bestreitet Moskau die Vorbereitung einer Invasion. Wenn 100.000 russische Soldaten an die Grenze eines Landes verlegt werden, ohne ein Motiv für diese Operation anzugeben, ist es zumindest nicht abwegig, eine geplante Invasion zu vermuten. Die Welt einerseits bezüglich des massiven Truppenaufmarsches in Unkenntnis lassend, wirft Putin andererseits der ukrainischen Regierung und der Nato Provokationen vor. Solcherlei verbale Widersprüchlichkeiten erstaunen kaum noch, gehören diese doch seit Jahren zu Putins Verbal-Arsenal.

Moskau fordert einfach mal so einen Verzicht auf eine Osterweiterung. Zum einen: Wer oder was ist Moskau auf der politischen Weltbühne, um solche Forderungen zu stellen. Zum anderen: Eine Nation, die in einem Nachbarland einen Krieg angezettelt hat, der in den Medien oft und irrtümlich verniedlichend als Konflikt bezeichnet wird, dürfte jegliches Recht auf Forderungen verwirkt haben. Nüchtern betrachtet müsste Putin als Bittsteller auftreten, jedoch nie und nimmer als Forderer welcher (geo)politischen Zugeständnisse auch immer.

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Kriegstreiber Kirche

Ein maßgeblicher Akteur in Putins direktem Umfeld wird erstaunlicherweise seit längerem kaum noch erwähnt: Die russisch-orthodoxe Kirche Moskauer Prägung. Unter Putin ist sie zu einem wichtigen gesellschaftlichen und politischen Faktor geworden. Die Kirche hat nunmehr um die 100 Millionen Mitglieder. Bezeichnenderweise ist eins der Mitglieder Putin selbst, der eigentlich Atheist ist, sich aber mittlerweile betont religiös gibt. Dieses unsägliche Schauspiel müsste kollektiv zu hochgezogenen Augenbrauen Anlass geben. Der unfassbare Widerspruch scheint aber kaum jemand zu kümmern.

Wladimir Putin, der es sich 2016 nicht nehmen ließ, sich in der Rolle des Hüters der Religion gerierend auf dem Berg Athos in Griechenland in der Protatou Kathedrale auf dem aus dem 14. Jahrhundert mit Ikonenmalereien ausgestatteten Bischofsthron Platz zu nehmen (obwohl es ihm laut Protokoll nicht zustand), hat die Verquickung von Staat und Kirche in Russland perfektioniert. Zwei Brüder im Geiste haben sich getroffen und miteinander eng verbunden. Der KGB-ler Putin mit Kyrill I., der Patriarch und Vorsteher der Russisch-Orthodoxen Kirche, der ehedem aktiver Offizier des sowjetischen Geheimdienstes KGB war. Bei jedem religiösen Fest der russisch-orthodoxen Kirche nimmt denn auch Putin jeweils persönlich teil. KGB goes christianity. Mit Gott für Putin.

Das ist mitnichten bloß eine engere Zusammenarbeit zwischen Kirche und Staat, oder wie Putin es formuliert, eine „Partnerschaft mit der Kirche“. Der Staat gewährt der Kirche außergewöhnliche Rechte und Vorzüge, die Kirche erwidert dies mit einer unabdingbaren Treue zum Staat, die sie ebenfalls von den Gläubigen einfordert. Eine win-win-Situation. Zumindest für Kirche und Staat. Ob ebenfalls für die Bürger, dürfte fraglich sein. In der neuen Verfassung, über die am 1. Juli 2020 abgestimmt wurde, ist nunmehr mittels der „hervorragenden“ Teamarbeit der beiden Protagonisten Putin und Kyrill der Gottesbezug in derselben festgeschrieben. Dies geschah auf Wunsch des Patriarchen Kyrill, der sagte: „Wir beten und bemühen uns, dass Gott in unserer Verfassung vorkommen wird, weil die Mehrheit der russischen Bürger an Gott glaubt.“

Putin sagt freimütig (oder übermütig), „Patriarch Kyrill I. habe gemeinsam mit den Repräsentanten der anderen anerkannten Religionen Russlands zur Stärkung des gesellschaftlichen Friedens beigetragen“. Dass dies ein Hohn ist, erkennt man an der brutalen Verfolgung anderer Religionsgemeinschaften in Russland. Also ganz im Sinne der russisch-orthodoxen Kirche. Den diese bestimmt, wer als „anerkannte“ Religion Russlands“ gelten darf.

Die recht eigenwillige Auslegung christlichen Friedens seitens Kyrill wird auch außerhalb Russlands wahrgenommen. Putin sichert sich mit Hilfe der Kirche Support der Gläubigen zu. Kyrill hingegen nutzt den Staat für seine innerreligiöse Fehde mit der ukrainisch-orthodoxen Kirche.

Das Moskauer Patriarchat hatte über Jahrhunderte die Kontrolle über die Kirche auch in der Ukraine. Ein Dorn im Auge der russisch-orthodoxem Kirche aber ist, dass die russische Kirche im Jahre 988 eigentlich in Kyjiw „geboren“ wurde. Zudem übte die russisch-orthodoxe Kirche in der Ukraine ehemals großen Einfluss aus, der mittlerweile arg geschrumpft ist. Aber die russisch-orthodoxe Kirche besitzt noch heute viele Kirchen und Klöster in der Ukraine. Die erfolgte Abspaltung der ukrainischen Orthodoxie von Russland birgt erhebliches Konfliktpotenzial.

Der Glaube in Russland ist nicht bloß religiös, sondern auch politisch. Und so kommt es, dass die russisch-orthodoxe Kirche im Krieg gegen die Ukraine eine Schlüsselrolle spielt. Und so wie bei der Annexion der Krim, wo die russisch-orthodoxe Kirche massive Hetze gegen die Ukraine verbreitete, so ist auch hinter der aktuellen Drohgebärde Russlands mit dem Truppenaufmarsch an der Grenze der Ukraine die russisch-orthodoxe Kirche eine treibende Kraft, wenn auch für die Öffentlichkeit nicht so wahrnehmbar wie noch 2014.

Innenpolitische Nebelkerzen

Innenpolitisch ist die aggressive Rhetorik Putins schlicht ein Ablenkungsmanöver. Sein Land, das ökonomisch weiterhin überwiegend vom Export fossiler Energien abhängt, da eine Modernisierung, aber vor allem Diversifizierung der Wirtschaft nicht mal ansatzweise erfolgreich vorgenommen wurde, spielt sich war auch wirtschaftlich gerne als Weltmacht auf. Dabei fungiert es in der aktuellen „Liste der Länder nach Bruttoinlandsprodukt“ gerade mal zwei Plätze vor Spanien, und drei Plätze hinter Italien. Deutschland hingegen weist ein mehr als doppelt so großes BIP als das „große“ Russland auf. Russland ist flächenmäßig viermal so groß wie die Europäische Union. Die wirkliche Bedeutung dieses „Rankings“ wird einem erst bewusst beim direkten Vergleich der Einwohnerzahlen der jeweiligen Länder: Spanien etwas über 47 Millionen Einwohner, Italien gut 59 Millionen, Russland über 144 Millionen. Russland liefert in der Ökonomie eine recht bescheidene Performance.

Nun wird ja seit vielen Jahren immer wieder die Wichtigkeit Russlands für den deutschen Export betont. 2014, nachdem wegen der Krim-Annexion Sanktionen gegen Russland erteilt wurden, erhoben sich besonders viele Stimmen in Deutschland, man würde damit der deutschen Wirtschaft erheblichen Schaden zufügen. Nun, dazu eine Bestandsaufnahme aus just diesem Jahr, veröffentlicht vom ZBW (Leibniz Informationszentrum für Wirtschaft): „Russland war bei den TOP10-Exportpartnern nicht vertreten, es nahm mit einem Anteil von 3,3 Prozent erst Rang 11 hinter Belgien ein. Damit überstiegen die deutschen Exporte nach Frankreich den deutschen Russlandexport um fast das Dreifache.“ Die „Relevanz“ Russlands für den deutschen Außenhandel lag also bei knapp über 3 Prozent. Und deswegen also wurden aus Deutschland heraus die Sanktionen konterkariert, häufig gar boykottiert? Eine ökonomische Logik ist nicht zu erkennen. Die Gründe für den Aufschrei aus der deutschen Wirtschaft zu den Sanktionen liegen woanders. Zu einem großen Teil in der Unterwanderung maßgeblicher Institutionen der deutschen Wirtschaft bis hin zum Wirtschaftsministerium durch „russlandfreundliche“ Personen und Gruppierungen. Da verwundert es auch kaum, dass Deutschland (neben Frankreich) trotz Russlandsanktionen der größte Direkt-Investor (FDI – foreign direct investments) in Russland ist. Die deutschen Direktinvestitionen in Russland sind 2020/2021 bloß wegen Corona zurückgegangen, wie bei der Deutsch-Russischen Auslandshandelskammer (AHK) nachzulesen ist. Der Umgang Deutschlands mit den Sanktionen gegen Russland ist ein spannender und ernüchternder Themenkomplex, der in der Öffentlichkeit quasi überhaupt nicht behandelt wird.

Trotz aller deutschen Bemühungen ist Russland wirtschaftlich weiterhin schwach aufgestellt. Die direkte Folge für die Bürger: Immer mehr Menschen rutschen unter die Schwelle des Existenzminimums ab. Die Armut hat erschreckende Ausmaße angenommen. Darüber können auch Bilder von wohlhabenden Bürgern vor allem aus dem „reichen“ Moskau nicht hinwegtäuschen. Mit der Armut nimmt auch die Unzufriedenheit der Bevölkerung mit ihrem Präsidenten zu, wie das Moskauer Meinungsforschungsinstitut Lewada, das einzige vom russischen Staat bzw. russischen staatlichen Investitionen unabhängige Meinungsforschungsunternehmen – und sich seit 2016 in der Liste „ausländischer Agenten“ befindend – immer wieder erhebt. Corona hat der wirtschaftlichen Lage vieler russischen Bürger weitere Einbußen beschert. Viele Menschen haben ihre Arbeitsplätze verloren. Die wenigen Wirtschaftszeige außerhalb der fossilen Energien sind größtenteils eingebrochen.

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A propos Corona: Eine weitere Baustelle der russischen Regierung. Russland ist eins der am schlimmsten betroffenen Länder überhaupt. Und das, obwohl Russland scheinbar als erstes Land überhaupt ein Corona-Impfstoff auf den Markt brachte. Allerdings wird immer mehr bezweifelt, dass dieser Impfstoff hielt (hält), was versprochen wurde. Zur Skepsis einiger Wissenschaftler kommen die massiven Infektionszahlen, einhergehend mit Todesfällen, hinzu. Erst vor wenigen Tagen wurde die erschreckend hohe Zahl von mehr als einer Million Coronatoten in Russland vermeldet. Die ermittelte Übersterblichkeit widerspricht dabei den offiziellen Angaben der Behörden, die das Ausmaß der Corona-Tragödie im eigenen Land weiterhin klein zu „rechnen“ versuchen.

Bereits im Oktober 2021 waren laut des russischen Gesundheitsministers Michail Muraschko die 292.000 Klinik-Betten für Corona-Patienten mit über 90 Prozent belegt – und damit die Krankenhäuser an ihrer Belastungsgrenze. Die erfolgten drastischen Maßnahmen in Russland (regionale Lockdowns, arbeitsfreie Phasen für staatliche Organisationen und private Unternehmen, Schließung der meisten Geschäfte, Schließung der Schulen und Kindergärten, Restaurants und Cafés nur Essen zum Mitnehmen, etc.) belegen, dass die Corona-Lage in Russland im Oktober äußerst ernst war. Und nun sind auch in diesem Land die ersten Omikron-Fälle diagnostiziert worden. Die staatlichen Stellen und das Gesundheitswesen sind überfordert, was vielen russischen Bürgern nicht entgeht. Aber besonders die Unwahrheiten, also das Verheimlichen der wirklichen Lage, indem man geschönte Statistiken veröffentlicht, erbost viele Bürger Russlands.

Die tägliche Korruption sowie der Machtmissbrauch vieler Staatsbediensteten tragen zum Unmut noch bei. Immer mehr russische Bürger (ver)zweifeln an Putin.

Wenn die Umfragewerte für Putin sich im Sinkflug befinden, greift bei ihm der pawlowsche Reflex der aggressiven Außenpolitik. Es wundert daher kaum, dass gerade jetzt eine massive Truppenbewegung an die Grenze der Ukraine stattfindet. Mit der dazugehörigen Inlands-Propaganda möchte Putin sein Ansehen bei den eigenen Bürgern wieder heben.

Hierzu dient ebenfalls das nachweisbar unökonomische Projekt Nord Stream 2. Innenpolitisch wird es als Russlands Energiemacht über die EU verkauft. Praktisch für Putin, dass es gleichzeitig außenpolitisch als Erpressungspotenzial herhält. Nord Stream 2 als doppelschneidige Axt in Putins Hand.

Doppelstrategie Truppenaufmarsch

Putin lenkt unzweifelhaft mit seiner jetzigen militärischen Aktion an der Grenze zur Ukraine von innenpolitischen Missständen ab. Es könnte ihm höchstens eine kurze Verschnaufpause einräumen, wenn er keinen spürbaren Erfolg damit erzielt.

Als Erfolg für Putin könnte gelten, wenn er dem „Westen“ erhebliche Zugeständnisse abtrotzen würde, die seine Vormachtstellung in der Region zementierten. Ein solches Einknicken vor Moskau würde für den Westen fatale Konsequenzen nach sich ziehen. Eine ständige Gefahr für den europäischen Frieden und die Demokratie. Osteuropäische EU-Länder stünden unter dem Damoklesschwert einer möglichen russischen Invasion. Oder aber, wie man an Georgien und der Ukraine sieht, einer fortwährenden Destabilisierung, die sich auf Dauer lähmend und (selbst-)zerstörerisch auswirken könnte.

Die Ukraine als größter Anrainerstaat der EU unter Moskaus Fuchtel würde das Assoziierungs-Abkommen zwischen der EU und der Ukraine obsolet machen. Gerade aber dieses Abkommen hat vielen Ukrainern so viel bedeutet, dass sie dafür auf der Straße demonstrierten, woraus sich eine Revolution bildete, die mit gut hundert Toten in Kyjiw ein deutliches Zeichen gesetzt hat für eine pro-europäische Orientierung des Landes. Die Hoffnung von Millionen Ukrainer auf eine bessere Zukunft für sich und ihrer Kinder beruht auf dieser Westorientierung.

Eine enttäuschte Hoffnung könnte sich wieder mit Massenversammlungen auf dem Majdan Luft verschaffen. Über die Folgen einer weiteren Revolution kann nur spekuliert werden. Es muss davon ausgegangen werden, dass der Kreml wieder versuchen würde, diese als Anlass für einen direkten Eingriff in innerukrainische Belange zu missbrauchen. Mit dem Ziel, die Ukraine endgültig und als Ganzes, also nicht bloß Teilgebiete, seiner Herrschaft zu unterordnen.

Putins persönliches Interesse

Außer der politischen und der religiösen Komponente gibt es noch ein weitere, eine profane: „Putins persönlicher Reichtum“. Er ist sich zweifelsohne im Klaren darüber, dass wenn er seine Macht verliert, er dabei den Verlust seines unermesslichen Reichtums riskiert. Das Gleiche dürfte auch für einige überaus wohlhabende Mitkämpfer von ihm gelten.

Im Laufe der Zeit scheint noch eine andere Komponente hinzugekommen zu sein: Megalomanie. Es reicht ihm scheinbar nicht, zu Lebzeiten einer der reichsten und einflussreichsten Menschen auf dem Planeten zu sein. Er möchte auch in die Geschichte eingehen als größten Staatslenker des 21. Jahrhunderts und dabei in der öffentlichen Wahrnehmung in Russland sein Idol Stalin noch übertreffen.

Das Dilemma für ihn könnte sein, dass er einerseits seine Macht durch seine geopolitischen Machenschaften weiter sichern kann. Aber er dadurch auch Gefahr laufen könnte, sollte der „Westen“ sich nicht länger auf der Nase rumtanzen lassen, durch eine heftige Auseinandersetzung im Endeffekt eben seinen Reichtum zu riskieren, an den er sich so klammert. Ihm bliebe in dem Fall nur, sein Land ähnlich wie Nordkorea abzukapseln. Damit wäre sein Eintrag in die Geschichtsbücher jedoch weitaus weniger positiv, als er es sich wohl wünscht. Und ob die Bürger in Russland eine solche Abspaltung von der Weltgemeinschaft einfach so hinnehmen würden, sei dahingestellt. Im Gegensatz zu den Nordkoreanern von vor gut 70 Jahren, sind Russen technologisch und gesellschaftlich in der modernen Welt angekommen. Die Internettechnologie hat diese Entwicklung in den beiden letzten Jahrzehnten noch beschleunigt.

Keine Prognose

Letztlich bleibt die Frage, ob Putin so fatalistisch handeln könnte, dass er lieber sein ganzes Volk mit in den Abgrund ziehen würde, als zu versuchen, einen wie auch immer gearteten Kompromiss einzugehen, der ihm zwar seine innenpolitische Macht weiterhin gewährleisten würde, ihn jedoch als Verlierer gegenüber der westlichen Welt ausweisen würde.

Nichts ist diesbezüglich sicher. Das Phänomen Putin und seine aggressiver Politikstil sind nun viele Jahre lang beobachtbar und bekannt und dennoch scheint es, als würde er ungehindert weiter der Welt seinen Stempel aufdrücken können, indem er sie immer wieder vor vollendete Tatsachen stellt. Die Absurdität ist daher tatsächlich, dass er nach der Krim-Annexion und der faktischen Übernahme einiger ostukrainischer Gebiete dennoch über Wochen hinweg einen massiven Truppenaufmarsch an der ukrainischen Grenze vornehmen kann, und die (westliche) Welt außer einige schwache Warnungen gen Moskau zu richten, tatenlos zuschaut.

Die Welt wird sich ebenfalls 2022 wohl oder übel auf weitere Absurditäten aus Putins Reich einstellen müssen.

Kyjiw, den 25. Dezember 2021

Autor:    — Wörter: 3080

Dr. jur. Daniel M. Porcedda, Jahrgang 1959, luxemburgischer Staatsangehöriger, lebt seit 1998 in Kiew und arbeitete dort viele Jahre als Unternehmensberater und vertrat u.a. eine Schweizer Anwaltskanzlei in der Ukraine. Er hat sowohl die Orange Revolution 2004 als auch die Revolution der Würde 2013/2014 auf dem Maidan direkt miterlebt und für diverse Medien in Luxemburg und Deutschland berichtet. Er war ebenfalls als Interviewpartner in luxemburgischen Printmedien, Radio und TV präsent. Darüberhinaus stand er staatlichen Stellen und Parlamentariern als Informationsgeber über die Vorgänge des Maidans zur Verfügung.

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Rating: 3.5/7 (bei 11 abgegebenen Bewertungen)

Kommentare

#50 von mbert
Hochgradig absurd ist der Artikel von Porcedda und @mbert versucht ihn stellenweise zu übertreffen
Gern mit Argumenten. Die Autorität Deiner Person reicht da leider nicht.

#49 von zwick
Also wenn ich hier im Thread lese denke ich immer zwick ist mit dem Titel "Russische Absurdität zum Jahresende" gemeint ...
Hochgradig absurd ist der Artikel von Porcedda und @mbert versucht ihn stellenweise zu übertreffen
Ich beschreibe dagegen die aktuelle Lage und wahrscheinliche zukünftige Entwicklungen, ob es einem gefällt oder nicht.

#48 von Bernd D-UA
@Frank, Du bringst es wieder auf den Punkt. Könnte ein schönes Schlusswort sein.

#47 von Frank
Also wenn ich hier im Thread lese denke ich immer zwick ist mit dem Titel "Russische Absurdität zum Jahresende" gemeint ...

#46 von Frank

Richtig @mbert die geographische Lage kleinerer Staaten ist halt Schicksal und die Ukraine muss anscheinend zu ihrem Glück gezwungen werden.
Wie schon mal geschrieben, eine vom Westen geförderte antirussische Ukraine wird nicht ewig existieren, eine wirklich gute Zukunft wird sie langfristig nur neutral oder mit Russland haben.
So ein Quatsch.
Ukraine klein?
Was soll der Westen da antirussisch fördern wenn Russland selber dies viel stärker voran treibt?

#45 von mbert
Richtig @mbert die geographische Lage kleinerer Staaten ist halt Schicksal und die Ukraine muss anscheinend zu ihrem Glück gezwungen werden.
Danke, das ist wenigstens mal eine klare Aussage. Das ist aber auch das einzig positive daran.

#44 von zwick
Russland wird sich seine Einflusssphäre, die ihr zusteht, zurückholen, weil sie es können.
Verstehe. die Ukraine ist also eine "Einflusssphäre" und hat Deiner Meinung nach keinen Anspruch darauf, über ihren Weg selber zu entscheiden, weil Russland das "zusteht"? Mir scheint, Du bist im falschen Forum.
Richtig @mbert die geographische Lage kleinerer Staaten ist halt Schicksal und die Ukraine muss anscheinend zu ihrem Glück gezwungen werden.
Wie schon mal geschrieben, eine vom Westen geförderte antirussische Ukraine wird nicht ewig existieren, eine wirklich gute Zukunft wird sie langfristig nur neutral oder mit Russland haben.

#43 von Frank
. Russland wird sich seine Einflusssphäre, die ihr zusteht, zurückholen, weil sie es können.
Was ich auf Dauer bezweifele.
Es sieht viel danach aus als ob es wieder im Schicksal der UdSSR oder Nazideutschlands mündet.
Aber wie Putin aggiert ist ihm wohl eh egal was nach ihm kommt.

#42 von mbert
Ist das krank, @mbert kann sogar den Wahnsinn von Porcedda toppen. Putin ist also wohl der reichste Mensch unter der Sonne, richtig stark
Ja, krank, wie Leute hier immer noch glauben, Putin sei einfach nur ein Politiker. Sein Hintergrund im organisierten Verbrechen ist vielfach belegt, genau so sein "bescheidener Wohlstand". Also immer schön locker bleiben.
Russland wird sich seine Einflusssphäre, die ihr zusteht, zurückholen, weil sie es können.
Verstehe. die Ukraine ist also eine "Einflusssphäre" und hat Deiner Meinung nach keinen Anspruch darauf, über ihren Weg selber zu entscheiden, weil Russland das "zusteht"? Mir scheint, Du bist im falschen Forum.

#41 von zwick
Ist das krank, @mbert kann sogar den Wahnsinn von Porcedda toppen. Putin ist also wohl der reichste Mensch unter der Sonne, richtig stark

Kürzlich fand Nouripour die Forderungen Russlands verwirrend, tja der Westen wird sich die nächsten Jahre daran gewöhnen müssen.
Die Welt wird immer mehr multipolar und das ist gut so. Russland wird sich seine Einflusssphäre, die ihr zusteht, zurückholen, weil sie es können.

#40 von mbert
Wenn Putin, wie formuliert, ein Verbrecher sein soll, hat er das gleiche Niveau wie alle Präsidenten in den Nachfolgeländern der Sowjetunion.
Nicht ganz. Denn anders als in anderen postsowjetischen Ländern hat er nicht nur jede Menge Geld zusammengeklaut, sondern auch noch ein politisches Machtmonopol erlangt. In der Kombination ist das weit gefährlicher als etwa in der Ukraine, wo über Jahrzehnte in etwa gleichstarke Oligarchen wenigstens eine Art Balance gebildet haben.

Wer diese Dinge nicht versteht und realistisch einschätzt, wird zu keinem funktionierenden Umgang mit diesem Regime finden. Genau das ist das Problem vieler deutscher Politiker, die immer noch davon ausgehen, Putin wäre im Grunde ein Politiker, wie man Politiker im Westen kennt.

#39 von martin meschenmoser
Wenn Putin, wie formuliert, ein Verbrecher sein soll, hat er das gleiche Niveau wie alle Präsidenten in den Nachfolgeländern der Sowjetunion.
Auch die Ukraine glänzt dann mit Verbrechern. Diese Art Verbrecher, findet man jedoch überall auf der Welt. Sie herrschen in der USA, in vielen EU-Ländern,
in Osteuropa, Asien, Afrika und Südamerika. Durch ihre Interessen, Geld- und Macht, sind sie Verbündete. Deutschland hatte nur das Glück,
als Bollwerk gegen die Kommunisten gebraucht zu werden. Dadurch konnten wir Deutschland wieder aufbauen. Das Geld für den Wiederaufbau,
kam aus der Schweiz und aus Amerika. Beide Länder, haben beim Wiederaufbau profitable Geschäfte gemacht. Es ist natürlich bitter,
dass nun, ca. 80 Jahre nach dem 2. Weltkrieg, nahezu alle Siegermächte, als Verlierer überleben müssen.
Cèst la vie, sagt der Franzose, lebt gut und arbeitet nur, wenn Er sein Leben genießen möchte.
Unsere Ampel-Idealisten dürfen nun beweisen, ob...

#38 von mbert
Putin ist der beste Präsident und Diktator für die Russen. Er kennt die korrupten Oligarchen aus Erfahrung und erwartet eine gewisse Unterstützung.
Vor allem ist er selber der größte Oligarch, dürfte wohl der reichste Mensch der Erde sein. Wer ein wenig die Dinge kennt, die in Russland (wie auch in der Ukraine) in den 1990er Jahren so abgingen, sollte in der Lage sein, Putins Werdegang einschätzen zu können. Der Mann ist ein gewöhnlicher Verbrecher, der dank seiner KGB-Verbindungen in den 1990er Jahren erfolgreich darin war, möglichst viel "Volkseigentum" zusammenzuraffen. Mit dem Präsidentenamt wurde es dann noch schlimmer: während in der Ukraine die Oligarchen wenigstens einander bis zu einem gewissen Grad neutralisierten, monopolisierte Putin die politische Macht.
Was daran gut für Russland sein soll, das konnte mir bisher noch keiner erklären. Die großen Geldmengen, die Anfang der 2000er Jahre mit Gas- und Öl-Verkäufen...

#37 von Bernd D-UA
Putin will Garantien in bekannter Form, juristisch klar formuliert etc., hält diese Garantien aber selbst für wesentlich "sinnfrei", anderseits ein erheblicher von ihm definiter Truppen- und Waffenstatus der Nato, der dann so bleibt wie er ihn vorgibt und wiederum daran glaubt er auch nicht, dass das dann so bleibt. Da passt der Titel "Russische Absurdität zum Jahresende"
Und davon mal abgesehen, wir glauben Herrn Putin ungesehen was er uns da dann so verspricht, richtig? Wie dumm könnte man denn sein das zu tun? Absurd zu glauben wir würden Herrn Putin das abnehmen, er selbst glaubt nicht daran, dass wir ihm das abnehmen. Absurd das Ganze. Aber bald werden wir wohl wissen wo die Reise hingeht...

#36 von martin meschenmoser
Putin will Garantien,
weil der Westen, die USA und die NATO, das russische Reich nach Gorbatschow, wie 1 Ochse am Nasenring, durch die Taiga geführt hat.
Der Alkoholiker Jelzin, war ein williger, russischer Tanzbär bei den Veranstaltungen.
Auf dem roten Platz in Moskau war ich stiller Beobachter dieses Hampelmanns, Entfernung ca. 5,00 m.
Hätte nie gedacht, dass solch ein Mann das russische Reich präsentiert und über A-Waffen bestimmt. Gott sei Dank wurde Er abserviert.
Putin ist der beste Präsident und Diktator für die Russen. Er kennt die korrupten Oligarchen aus Erfahrung und erwartet eine gewisse Unterstützung.
Kommt diese Unterstützung nicht, wartet der Gulag. In Russland und in der Ukraine, sind diese Regierungsformen ausreichend bekannt.

#35 von Bernd D-UA
Lieber Zwick,

Du liest aber schon was Du schreibst, Putin ist derjenige der die Verträge will! Er will juristisch einwandfreie Verträge die nach seinen Vorstellungen ausgestaltet sind!

Wenn die Verträge nichts taugen, dann sollte er sie auch nicht verlangen und sollte sie grundsätzlich dann nicht aufsetzen!
Er weiß wohl schon aus "Erfahrung" dass die Verträge nichts bringen... (hat der Mann Langeweile?)

Wenn Herr Putin nicht definitiv an dem Tag bei der Ansprache eine nüchternen Eindruck gemacht hätte, dann wäre ich davon ausgegangen er ist besoffen!

Erkläre uns mal, warum verlangt Herr Putin diese Verträge..., wenn es ihm nur auf die Taten ankommt???

#34 von mbert
Leider kannst du uns ja nicht erklären, warum die Menschen in der Ukraine Herrn Putin und Kollegen nicht leiden können? Grundsätzlich würde ich in dem Zusammenhang auch von einer Unverschämtheit sprechen, wenn Du von "antirussischer" Haltung der Menschen sprichst. Mit der russischen Bevölkerung hat doch der/die Durchschnittsukrainer/in gar kein Problem. Vermutlich ist Dir das wohl entgangen, wie so vieles!
Ja, so ist das. Dennoch wird gewohnheitsmäßig mit dem Wort "Russophobie" um sich geworfen: sowohl, was Ukrainer betrifft als auch uns hier. Dass aggressive, imperiale Politik, wie Putin sie betreibt, nicht gut ankommt, hat nichts mit Russophobie zu tun, und genau darüber sollte diskutiert werden. Dass aber genau das gern vermieden wird und stattdessen lieber mit Allgemeinplätzen um sich geworfen, spricht dann am Ende schon eine deutliche Sprache.

#33 von Bernd D-UA
Na ja mein lieber zwick,

die "Kindelogik" bringt Dich trotzdem aus dem Häuschen, würde mich nur mal Fragen, warum Dich die "Kinderlogik" zum Antworten bringt.

Als Psychologe wirst Du wohl kein Geld verdienen, wenn Du hier nur Wunschdenken äußerst, " Der Mensch ist aber so aufgebaut, dass eine gegenteilige Propaganda die Mehrheit wieder umkehrt."
Aber grundsätzlich sagt Dein Satz alles über Dich aus, liegst halt doch im Bett mit all den Fakenews-Agenten und bist der Meinung, Du musst uns nur lange genug mit Deinen Aussagen "influenzen", dann
kehrt sich unsere Meinung um. Ich mag in Deinen Augen eine Kinderlogik äußern, Du bist allerdings mindestens nur naiv.
Das Wörtchen Demokratie willst Du nicht in den Mund nehmen? Vermutlich müsstest Du dann erst einmal erklären, wie das dann funktioniert in der Ukraine und grundsätzlich was das Wesen einer Demokratie ist.

Leider kannst du uns ja nicht erklären, warum die Menschen in der Ukraine...

#32 von Vorkuta
..., aber wir beide wissen und Herr Putin weiß sogar am aller besten, die Nato und die EU werden wohl die Ukraine irgendwann einmal aufnehmen oder auch gar nicht,
Wenn man mich fragt, ich wäre für " auch gar nicht" . . .

#31 von Frank
Die antirussische Propaganda braucht es gar nicht, das macht Russland selber.
Da hat Putin sich mächtig ins eigene Bein geschossen.

Na mal sehen ob seine Pläne nun in Kasachstan aufgehen, Belarus hat er ja bald soweit.
Wenn er auf allen Seiten nun seine Macht spielen läßt gehen seine geringen Ressourcen wohl bald zur Neige.
Klar die Menschen kann er noch verheizen, machen sie ja schon immer so.

#30 von zwick
...Ich vertrete die Meinung, jeder einzelnen Ukrainer und jede einzelne Ukrainerin bestimmt selbst bestimmt was mit dem Land geschieht. Dafür gehen die Menschen, zumindest in einer Demokratie wählen, die gewählten Volksvertreter führen dann die "Geschäfte" im Sinne und im Namen Ihrer Wähler. Darüber erhält also ein Präsident, die Parlamente, etc. die Legitimation.
Auch wenn es also manchmal zugegebener Masen nicht immer einfach nachzuvollziehen ist, sind im Moment die Politiker in der Ukraine gewählte Volksvertreter und setzen den Willen der Wähler um. Es mag für manch einen hart zu akzeptieren sein, die momentane Politik ist ein Spiegel der Mehrheiten der ukrainischen Gesellschaft, die Gesellschaft hält einen Nato- und EU-Beitritt für erstrebenswert und daher haben die gewählten Politiker IN DER UKRAINE diesen Wählerauftrag auch so auszuführen.

Also nicht der Gang zu den Waffen stellt die Legitimation her, sondern der Gang zur...

#29 von Bernd D-UA
Jetzt bleibt nur noch die Frage zu klären, wen in der Ukraine sollte es interessieren, was ein Herr Putin und sein Kreditnehmer Lukaschenko über die Ukraine denken.
In einer geordneten Welt, verschachern nicht zwei Nachbarn, das Haus des dritten Nachbarn? Der Eigentümer des Hauses entscheidet selbst und souverän was damit geschieht.

Wer aber tatsächlich der Meinung ist, die Nachbarn machen das, dem ist nicht mehr zu helfen und derjenige kann mir auch gerne mal seine Wertgegenstände z.B. Auto, Haus, Bargeld zur Verfügung stellen und feststellen, ob ich damit in einem entsprechende seinem Sinne verfahre und es gut mit ihm meine und alles damit zum Besten wende.
Wer von Euch würde auf mein Angebot eingehen? Falls man also der Meinung ist, Putin wird es schon richten..., ggf. kann ich es ja besser.

Ich vertrete die Meinung, jeder einzelnen Ukrainer und jede einzelne Ukrainerin bestimmt selbst bestimmt was mit dem Land geschieht. Dafür gehen die Menschen,...

#28 von mbert
@mbert kannst doch ausreichend Russisch ?
Mein Ukrainisch ist erheblich besser. Aber das spielt ja auch keine Rolle.
Folgendes Video ist bezüglich der Ukraine ab etwa der Mitte bzw. der Rede von Lukaschenko interessant.
Kannst Du nicht Deine Argumente in eigenen Worten formulieren?
Podaljaka ist kein Spinner.
Darüber kann man streiten.

#27 von zwick
@mbert kannst doch ausreichend Russisch ?
Folgendes Video ist bezüglich der Ukraine ab etwa der Mitte bzw. der Rede von Lukaschenko interessant. Podaljaka ist kein Spinner.

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#26 von mbert
Klar @mbert die Ukraine wollte ja auch demokratisch und wirtschaftlich stark werden, gar mindestens Polen schnell einholen.
Aha, welche Glaskugel hat Dir das denn erzählt?
Und damit als positives Beispiel in Russland nen Aufstand auslösen und die Krim hätte ganz neidisch auf die Ukraine geschielt und zurück gewollt.
Wieso? Die Krym ist legal Teil der Ukraine, und die Annexion durch Russland ist illegal und nichtig. Überhaupt weiß man nicht, was die Menschen, die damals dort gelebt haben, eigentlich wirklich wollten. Aktuell hat ja Moskau, um die illegal herbeigeführten Änderungen noch demographisch zu zementieren, ja reichlich Russen vom Festland geholt und dort angesiedelt. Immer schön bei der Wahrheit bleiben.
Die Realität ist aber hart, nicht nur diese Träume der vielen Traumtänzer sind geplatzt.
Genau. Es war hart für Dich, mit der Wahrheit konfrontiert...

#25 von zwick
Klar @mbert die Ukraine wollte ja auch demokratisch und wirtschaftlich stark werden, gar mindestens Polen schnell einholen. Und damit als positives Beispiel in Russland nen Aufstand auslösen und die Krim hätte ganz neidisch auf die Ukraine geschielt und zurück gewollt. Die Realität ist aber hart, nicht nur diese Träume der vielen Traumtänzer sind geplatzt.

#24 von mbert
Die russische Absurdität geht weiter. Putin ist einfach ein Monster, nach Weißrussland hat sich die Scheinmacht nun anscheinend Kasachstan unter den Nagel gerissen. Wo soll das alles nur enden.
Putin sorgt schon dafür, dass ihm die Sphäre der Diktaturen erhalten bleibt. Wo ein Volk meint, das korrupte Diktaturen nicht so cool sind, lässt er seine Armee auf Bitte der jeweiligen Diktatoren quasi völlig legal einmarschieren und Blutbäder anrichten. Alles, nur keine Selbstbestimmung der dortigen Völker, die vielleicht sein eigenes Volk auf dumme Ideen bringen könnten.

#23 von zwick
Die russische Absurdität geht weiter. Putin ist einfach ein Monster, nach Weißrussland hat sich die Scheinmacht nun anscheinend Kasachstan unter den Nagel gerissen. Wo soll das alles nur enden.

#22 von martin meschenmoser
Bernd,
die Ukraine möchte mit allen Mitteln in die NATO. Russland wird das mit allen Mitteln verhindern. Beide Parteien müssen, ohne Einfluss von anderen
Ländern, eine für beide Seiten akzeptable Lösung des Don Bas Problem finden. Die USA und die NATO, haben kein Recht zur Einmischung.
Sowohl die USA, als auch unsere NATO, kann sich einen Krieg mit Russland nicht erlauben. Kein Nato-Soldat würde auf Seite der Ukraine,
gegen Russland in den Krieg ziehen. Das ist eine Tatsache die jede Regierung der Ukraine akzeptieren muss. Die Ukraine hat nur mit
einer Partnerschaft, EU- und Russland eine positive Zukunft. Einige Tote mehr auf beiden Seiten, ändern nichts an den Gegebenheiten.
Wie immer in der Geschichte, sind die einfachen Völker die Leidtragenden und sterben. Die Befehlshaber speisen gleichzeitig fürstlich,
hängen sich gegenseitig Blechorden um und genießen ihr leben.

#21 von Bernd D-UA
Leider ist und bleibt es mein Wunsch, ohne Dritte, setzen sich beide Parteien nicht mal an einen Tisch und das sollte sich wohl ändern. Meiner Meinung nach sind beide Präsidenten und die Regierungen, das der Bevölkerung beider Länder schuldig.

#20 von Bernd D-UA
BRD-DDR, wirklich? An dieser Grenze fand kein bewaffneter Konflikt statt. Wenn geschossen wurde, dann von de DDR Grenzer und den Selbstschußanlagen auf due eigene Bevölkerung bzw. Westflüchtlinge. So gesehen mal ein sehr sinnloser Vergleich. Was gut war, Kontakt ohne Waffen in der Hand und jahrelang Gespräche und am Ende der Staatsbankrott der DDR.
Krieg und Russland hatten damals die Finger im Spiel...nach 1945. Aber es war eine andere Zeit und dient in der Betrachtung sicherlich nicht der heutigen Situation.

Aber eines sollte man sich anschauen, die Deutschen haben sich nicht insoweit entfernt, das Gespräche unmöglich wurden oder auf den jeweiligen Territorien geschossen wurde, insoweit last "uns" reden und nicht immer austauschen wer wem mit Waffengewalt was antun könnte.
Es ist völlig abwegig und aus der Luft gegriffen, jemand würde ernsthaft Russland angreifen wollen, da kann man ja sein eigenes Grab gleich selber schaufeln. Dafür gibt und gab es ja immet...

#19 von zwick
...Das mit dem Iran ist kein whataboutism, denn mit diesem Vorwand stationiert die USA tausende km vom eigenen Land Abwehrraketen in der Nähe zu Russland. Ob mit Deckmantel der NATO oder nicht, für Russland entsteht eine veränderte Sicherheitslage. Übrigens wurden die Raketen ja lange vor dem Ukraine Konflikt zum Thema...
Kann mich an die Zeit noch gut erinnern, wie man versuchte, die Leute für dumm zu verkaufen. Über die Putins berühmte Rede 2007 hatte man noch gelacht, nun lacht der Westen nicht mehr.
...Putin hat verbindliche Sicherheitsgarantien gefordert und wenn er diese nicht bekommt, kann er es sich nicht leisten dies zu ignorieren. Weder für seine eigene politische Karriere noch für die geopolitische Lage Russlands.
Aber wieso sollte es so weit kommen? Was hätte die Ukraine denn von der NATO Mitgliedschaft, wenn ein Vertrag mit den NATO und Russland besteht? Sobald Russland diesen brechen...

#18 von martin meschenmoser
Momentan pumpt der Westen, USA und EU, Milliardenbeträge als Kredite in die Ukraine. Die Interessen des westlichen Kapitals müssen weiter,
mit allen Mitteln vertreten werden. Die Militärhilfe von GB, F und USA werden als weitere, verdeckte Kredite gehandelt. Auf der Gegenseite,
unterstützt Russland die Abtrünnigen Ukrainer mit den russischen Finanz- und Militärhilfen. Die Russen profitieren dabei von den explodierende
Energiepreisen. An den Spotmärkten in Europa, verdienen die Händler und Großkonzerne gigantische Gewinne. Diese Gewinne, bleiben in den
Steueroasen der EU, USA und in der Karibik. Die Kredite, Verluste und Verschuldungen bleiben in der Ukraine als Zukunftsballast. Das Kapital
im Westen, in Russland und in der Ukraine, ist am Wohl der Ukraine nicht interessiert. Damit diese profitable Basis nicht zerstört wird,
ist sowohl der Westen, als auch der Osten, am Erhalt des derzeitigen Status Quo interessiert. Eine NATO-Mitgliedschaft, ist deshalb...

#17 von Bernd D-UA
"Was hätte die Ukraine denn von der NATO Mitgliedschaft, wenn ein Vertrag mit den NATO und Russland besteht? Sobald Russland diesen brechen würde, käme die NATO ins Spiel. Die Ukraine hätte sogar den Vorteil kein Geld, welches die eh nicht haben, für Waffen ausgeben zu müssen. Man könnte sagen WIN WIN."

Die Ukraine in der NATO? Hätte wohl ihre Ruhe, wie andere ehemaligen Sowjetrepubliken auch. Lettland, Litauen,...
Sollte Russland angreifen, sehr die NATO bereft und haute such rein. WIN Situation für die Ukraine. Ob es den anderen Mächten etwas bringt, das ist doch leidlich egal.

Weiterhin bleibt die Ukraine ein souveräner Staat und entscheidet selbst was abgeht.

Warum ist eigentlich die Ukraine für diese ganze NATO -Russland-Geschichte verantwortlich???

Streicht mal die Ukraine aus dem Hirn und denkt dann den ganzen Konflikt neu, die NATO hat weiterhin genügend Landfläche in Osteuropa um irgendwelchen Waffenkram zu stationieren,...

#16 von Anonymous
Mir ging es darum, dass Russland nicht willkürlich Länder besetzt. Die Abspaltung der Krim war für die Bevölkerung eine Verbesserung und mit der Geschichte der Krim auch nichts besonderes oder verwunderliches. Die vom Westen angeführte Annektion fand nicht statt, es war Sezession.

Bei der Eskalation der Lage in der Ukraine waren sehr wohl Rechte am mitmischen und sie waren auch in der Übergangsregierung beteiligt, die Herren von der Swoboda. Was natürlich Russland als guter Vorwand getaugt hat. Ob es heute noch rechte gibt spielt keine Rolle mehr, das Kind ist bereits in den Brunnen gefallen. Mein Argument mit der katholischen Kirche nehme ich zurück. Ich war der Ansicht dass die Russen die orthodoxen im Land sind und die anderen mehrheitlich katholisch.

Das mit dem Iran ist kein whataboutism, denn mit diesem Vorwand stationiert die USA tausende km vom eigenen Land Abwehrraketen in der Nähe zu Russland. Ob mit Deckmantel der NATO oder nicht, für Russland entsteht...

#15 von mbert
Du hast da ja schön kommentiert , mit Argumenten , also stichhaltigen, durch für andere nachvollziehbare Fakten hinterlegte Punkte, hältst Du Dich weiterhin zurück.
Ich wundere mich immer, wie solche Propagandisten noch in den Spiegel schauen können. Hätten auch skrupellose Politiker werden können. Paar Zitate aus dem ekelhaften Artikel:
Das entspricht leider Deinem üblichen Duktus. Pöbeln ist kein Argument.
Ich meine im Artikel auch gelesen zu haben, das Putin zu den reichsten Menschen auf unserem Planeten gehört.
Na, hast Du denn gelesen oder nicht? Da lässt sich ja nun leicht durch Lesen Sicherheit herstellen!
Klar, glaube ich sofort, unser ÖR hatte schließlich auch von Putins Milliarden "berichtet".
Aha. Medienberichte, die sich auf für andere nachvollziehbare Quellen (davon viele aus Russland selber) berufen, werden in Anführungszeichen gesetzt....

#14 von zwick
Ich wundere mich immer, wie solche Propagandisten noch in den Spiegel schauen können. Hätten auch skrupellose Politiker werden können. Paar Zitate aus dem ekelhaften Artikel:

"Der Präsident dieser Scheinmacht, unter Minderwertigkeitskomplexen ob seiner Körpergröße leidend, die er bei öffentlichen Auftritten mit allerlei Tricks zu kaschieren versucht, sei es mit Schuheinlagen oder höheren Stühlen, möchte die Geschichte zurückdrehen. Und persönlich in diese als großer Herrscher eingehen, auf dass kommende Generationen ihm mit Ehrfurcht gedenken."

Mit einer Scheinmacht würden die USA nicht über aktuelle russische Forderungen verhandeln. Aus dem Alter dürfte Putin raus sein, um sich wegen seiner Körpergröße noch große Gedanken zu machen.

"Seit 1991 ist die Ukraine unabhängig, wurde jedoch weiterhin lange durch moskautreue Präsidenten von Russland kontrolliert. Die engen wirtschaftlichen Verzahnungen und Abhängigkeiten zeugten von dieser...

#13 von dmporcedda
Bei dem Artikel kann man den Hass gegenüber Russland förmlich spüren, von einer sachlichen Analyse keine Spur.
Ihr Gefühl täuscht, und die Wortwahl ist unsachlich. Zur „sachlichen Analyse“ folgendes:

Sie sprechen wohl das Jahr 1954 an: „Nikita Chruschtschow verschenkt die Krim mit Sewastopol an die ukrainische Sowjetrepublik.“ Hierzu: Es handelte sich nicht um ein Geschenk, es war ein Tauschgeschäft. Auf (unter anderem) verfassungen.net kann man lesen: „Austausch von Gebieten zwischen der RSFSR und der Ukraine; die Krim kommt zur Ukraine, Gebiete um Belgorod gehen an die RSFSR (durch Dekret des Präsidiums des Obersten Sowjets der UdSSR)”.

In den Russland-Analysen Nr. 291 vom 27.02.2015, ein Dienst von der Forschungsstelle Osteuropa an der Universität Bremen und der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde, kann man dies lesen: „Tatsächlich hat die internationale Forschung nach 1991 aber nachweisen können,...

#12 von dmporcedda
Da weiß man ja gar nicht, wo man anfangen soll. Ein ekelhaft-propagandistischer Artikel von einem anscheinend ekelhaften Typen.
„propagandistischer Artikel“ kann nicht zutreffen, da ich in vielen Beiträgen in Social Media heftigst auch die Ukraine kritisiere. Dies tat ich ganz massiv ebenfalls zu Revolutionszeiten 2013/2014, und zwar als Janukowitsch noch an der Macht war und man mit öffentlichen Meinungsäußerungen gegen den amtierenden Präsidenten besser nicht auffallen sollte. Meine täglichen Meldungen brachten mir eine nett gemeinte Warnung seitens meiner eigenen Botschafterin ein, ich sollte doch bitte vorsichtig sein. Denn wenn mir hier was zustoßen würde, hätte man kaum eine Möglichkeit, mich rauszuholen.

Auch den jetzigen Präsidenten kritisiere ich öffentlich. Ebenso wie seinen Vorgänger, eigentlich alle seine Vorgänger. Ausnahme: Juschtschenko, der sich zwar als schwacher Präsident erwies, da er von Timoschenko...

#11 von Anonymous
Bei dem Artikel kann man den Hass gegenüber Russland förmlich spüren, von einer sachlichen Analyse keine Spur.
Wenn man schon einen historischen Exkurs macht, wäre es nicht angebracht zu erwähnen wie die Krim zur Ukraine kam?
Wenn man über Appeasement gegenüber Russland redet, wieso erwähnt man nicht die Raketenabwehr gegen "Iran"(haha)?
Wenn man über die Definition der russischen "Türschwelle" redet, wieso erwähnt man nicht dass die Amerikaner diese Schwelle tausende km von der eigenen Grenze sehen?
Wenn man über den Einfluss der Kirche redet, wieso redet man nicht über die Einflüsse der katholischen Kirche, vor allem bei den radikalen Ukrainern?
Wenn man über die Wirtschaft redet, wieso vergleicht man es nicht mit der Ukraine, dessen BIP/Kopf 1/3 Russlands entspricht? Wer ist denn dann korrupter und damit im Sinne des Autors glaubwürdiger?
Welches Erpressungspotential hat denn bitte NS2? Haben die Pipelines durch Ukraine und Polen denn kein...

#10 von dmporcedda
Als deutscher Bürger, der die Menschen der Ukraine schätzt (Ausnahme Oligarchen), zweifle ich an gewissen Ausführungen des Autors Porcedda.
Juristen seines Formats, beziehen ihre, oft weit überzogenen Einkommen, als Berater in Streitereien. ... Vorsicht, ist bei der Beurteilung sämtlicher Autoren, eine Grundvoraussetzung. Manche dieser Damen und Herren, werden für die Erzeugung
von Wut- und Hass, fürstlich bezahlt.
Da hier eindeutig meine „Glaubwürdigkeit“ thematisiert wird, ein paar Richtigstellungen:

Im Jahre 1999 leitete ich wenige Monate eine kleine ukrainische Anwaltskanzlei, allerdings ging es dabei ausschließlich um zivil- und strafrechtliche Angelegenheiten ukrainische Bürger in Deutschland betreffend. Meine ebenfalls nur wenige Monate dauernde Tätigkeit für eine Schweizer Kanzlei in der Ukraine hatte nichts mit Rechtsangelegenheiten zu tun, ich war schlicht bloß Business Developer zur Herstellung für...

#9 von Bernd D-UA
Lieber Zwick, wenn ich Dir zu weit gegangen bin, dann habe ich kein Problem hierfür ein Entschuldigung auszusprechen, mir liegt ebenso wie Dir an einer respektvollen Kommunikation. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen. Allerdings adelt es mich, wenn Du denkst, ich bin ein ..., alles gut dabei, ich nehme das mit einem Schmunzeln hin.

Liebe Grüße Bernd

#8 von mbert
Da weiß man ja gar nicht, wo man anfangen soll. Ein ekelhaft-propagandistischer Artikel von einem anscheinend ekelhaften Typen.
Na dann fang doch mal an. Bisher hast Du Dich ja mit Argumenten arg zurückgehalten.

#7 von zwick
Armer Handrij, wie hast Du bloß die letzten Jahre mit den realitätsfremden Kasper ausgehalten.

#6 von Bernd D-UA
Lieber Zwick,

lass es uns mal auf den Punkt bringen, Du bist ja sowas von einem Ukraine "liebender" Menschen, aber am allermeisten vererhst Du Deinen Duzfreund Putin. Jedem seins, musst nur aufpassen, das bei Putins Autopsie nicht aussergewöhnlich viel Puder am Allerwertesten gefunden wird...das wirft Fragen auf.!
Deine russchische Propaganda magst Du verbreiten wollen, wir wissen Du meinst es nicht ehrlich mit uns, das ist offensichtlich. Aber Du trägst ja selbst zu diesen Absurditäten bei...

@Frank wenn Du erlaubst würde ich Deine Einschätzung nicht ganz teilen, ob das russchische Militär wirklich einer Weltmacht entspricht, da habe ich so meine Zweifel, da steckt auch eine Portion Propaganda dahinter, vor allem wenn Zwick uns das glauben machen will, dann sind Zweifel angebracht. Aber selbst russchische MilitärExperten sehen das nicht so optimistisch.

Das Spiel geht militärisch nur gut, so lange wir (Westen, Chinesen, Australier, ..., der Rest...

#5 von Frank
...und vergleichsweise viel erreicht hat. Da ist z.B. die inzwischen bei Waffen vorhandene strategische Überlegenheit zu nennen.
Militärisch sind sie eine Weltmacht.
Nirgends sonst. Das ist schon traurig ob der Größe des Landes.
Da hilft auch deine schönmalerische Beschreibung nichts.
Da weiß man ja gar nicht, wo man anfangen soll. Ein ekelhaft-propagandistischer Artikel von einem anscheinend ekelhaften Typen.
Das passt doch zu dir. Propaganda und anscheinend ekelhaft.

#4 von zwick
Ach Bernd, deine Kritik und die Beschreibung der Lage ist ziemlich langweilig, weil sie mit der Realität recht wenig zu tun hat.
Was wurde bspw. Putin schon alles unterstellt, er wäre ein Taktiker und kein Stratege, seine Körpergröße und weiß was ich noch alles.
Ich sehe einen starken Präsidenten, der erfolgreich regiert und vergleichsweise viel erreicht hat. Da ist z.B. die inzwischen bei Waffen vorhandene strategische Überlegenheit zu nennen.
...Er hat die Sachen zu Russland doch schön zusammen gefasst.
Schreibe doch mal was da nicht stimmen soll statt dumm rumzulabern...
Da weiß man ja gar nicht, wo man anfangen soll. Ein ekelhaft-propagandistischer Artikel von einem anscheinend ekelhaften Typen.

#3 von Frank
Als deutscher Bürger, der die Menschen der Ukraine schätzt (Ausnahme Oligarchen), zweifle ich an gewissen Ausführungen des Autors Porcedda.
Juristen seines Formats, beziehen ihre, oft weit überzogenen Einkommen, als Berater in Streitereien. Gibt es keinen Streit, sind Juristen überflüssig und
werden arbeitslos. Jeder Leser, sollte sich deshalb informieren, auf welche Art ein Autor seinen Lebensunterhalt verdient. Viele Unterstellungen...
Deine Unterstellungen sind totaler Humbug.
Wußte gar nicht dass Daniel als Jurist arbeitet (arbeiten soll nach deinen Behauptungen).
Eigentlich macht er "andere Sachen".
Er weis jedenfalls 1000 Mal mehr in Bezug auf die Ukraine als du dir hier ständig zusammenreimst.
Klar, er ist ja auch an der Quelle.
Und wenn ich in Kyjiv bin und Langeweile habe soll ich mal auf ein Kaffee vorbei kommen. Also er ist da ziemlich bodenständig

Er hat die Sachen zu Russland doch...

#2 von Bernd D-UA
Lieber Zwick,

auch weiterhin muss ich Dich kritisieren, bei Dir geht es um Russland, die Ukraine, dann heute die Juden irgendwie mit im Boot, ein anderes Mal Venezuela und Kuba...

Was Du weiter nicht auseinander halten kannst ist, dass die Ukraine ein souveräner Staat ist und selbstverständlich, kein Nato-Mitglied und kein EU-Mitglied, es werden Wünsche geäußert..., aber wir beide wissen und Herr Putin weiß sogar am aller besten, die Nato und die EU werden wohl die Ukraine irgendwann einmal aufnehmen oder auch gar nicht, es gibt nicht einmal Mehrheiten dem Wunsch zu entsprechen. Derzeit gibt es keine Mehrheiten und der bereits bestehende Konflikt in der Ostukraine verhindert grundsätzlich eine Aufnahme in die Nato, dies ist ja dort in den Statuten so festgeschrieben. Da würde ich Dir ausnahmsweise einmal zustimmen wollen, das hat Herr Putin unter anderem geschickt eingefädelt. So, wo liegt jetzt das Problem von Herrn Putin??? Die Bedrohungslage ist gleich null....

#1 von zwick
Oh, der Gauner @mbert ist aufgewacht und lass mir den Martin in Ruhe.

Klar, Russland mit Putin ist natürlich der Aggressor und die armen ukrainischen Machthaber und der Westen sind ganz unschuldig. Ist halt so ähnlich wie mit den Juden, nicht wahr @mbert gäbe es keine Juden, wäre die Welt viel besser, hört man schon mal.
In Wirklichkeit tobt ein geostrategischer Kampf, in dem es keine Guten und Bösen gibt, jeder versucht seine Interessen durchzusetzen. Der Westen hat Russland lange genug zurück gedrängt, nun ist Russland aber in der weit besseren Position und kehrt das "Spiel" langsam um. Nichts neues, die ewige Geschichte auf unserem Planeten.

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