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STB Journalisten beklagen ebenfalls Zensur

Journalisten des Programms “Wikna” (Hauptnachrichtensendung) des Fernsehsenders STB melden ebenfalls eine systematische Zensur.

Dies ist einem Brief von Journalisten von STB zu entnehmen, welcher der “Ukrajinska Prawda vorliegt.

Sie bestätigen, dass nach den Wahlen “eine Verschiebung von Akzenten in Reportagen zur Tätigkeit des Bildungsministers Dmytro Tabatschnyk und den Themen UPA (Ukrainische Aufstandsarmee) und Holodomor stattgefunden habe”.

“Während des Wahlkampfes entschieden sich die Journalisten von ‘Wikna’ Erklärungen zu diesen Vorfällen von der Leitung des Fernsehsenders einzuholen und diese nicht zu veröffentlichen, damit sie nicht von einzelnen Präsidentschaftskandidaten ausgenutzt werden können. Doch jetzt halten wir es für notwendig den systematischen Angriff auf die Pressefreiheit zu melden”, heißt es im Brief.

Unter anderem sieht, den Worten der Journalisten nach, die neue Informationskonzeption von “Wikna” vor: “politische Themen ‘mit einer Zeile’ abzuhaken und eine umfassende Darstellung von Materialien zu vermeiden, dabei auf ‘traditionelle journalistische Untersuchungen’ verzichtend, Ironie zu vermeiden und Themen über das Eigentum und die Ausgaben von Politikern nicht anzusprechen”.

“Wir unterstützen die Kollegen des Senders ’1+1’ und rufen die Journalisten anderer Medien dazu auf sich dem Widerstand gegen die neue Zensur in der Ukraine anzuschließen”, heißt es im Brief.

Die Journalisten des Programmes “Wikna” erklären ebenfalls, dass sie Zensurvorfälle noch während des Präsidentschaftswahlkampfes gesammelt haben.

Ihren Worten nach wurden bei der Versammlung der Unterorganisation der Gewerkschaft “Mediafront” bei STB folgende Zensurbeispiele festgestellt:

“Im Jahre 2008 hat der Hauptredakteur Olexij Mustafin bei der Endmontage ohne Erklärungen die Sendung zur Privatisierung der Staatsresidenz ‘Mishhirja’ durch den Oppositionsführer Wiktor Janukowytsch aus dem Programm genommen;

im Verlaufe des Jahres 2009 verbot die Leitung des Senders Themen zu den Villen hochgestellter Personen in Puschtschi-Wodyza und Kontscha-Saspa;

verboten wurde eine Sendung zum Geburtstag von Julija Tymoschenko und das Zeigen des bekannten Videos Propalo Wsjo ;

verboten wurden ebenfalls kritische Materialien zur Tätigkeit der Kiewer Stadtverwaltung und persönlich über das Stadtoberhaupt Leonid Tschernowezkyj;

erst nach Druck durch das Kollektiv von “Wikna” wurden Materialien über das Plagiat eines Wahlkampfliedes durch das Team von Janukowytsch gesendet;

verboten wurde eine Reportage über das Schicksal eines Kätzchens, welches von ‘Wikna’ dem Präsidenten Wiktor Juschtschenko geschenkt wurde, nachdem dieser dieses ‘Geschenk für Sofija und Christina’ an eine Tierklinik übergab;

aus einer Reportage über eine Versammlung der Partei der Regionen sind Bilder entfernt worden, welche die Bezahlung für die Beteiligung an diesen Veranstaltungen belegen. In das Programm gerieten auch keine Bilder mit betrunkenen Teilnehmern dieser Versammlungen”.

Den Brief unterzeichneten: die Redakteurin Ella Bilostozka, die Journalisten Serhij Andruschko, Marjana Buchan, Pawlyna Wassilenko, die Moderatorin Tetjana Wysozka, die Journalisten Olena Hajwan, Olha Holowina, Denis Danko, die Redakteurin Marija Saplawska, die Journalisten Marjana Sinkiwska, Dmytro Lytwynenko, Olexandra Mitina, Osman Paschajew, Olha Simanowytsch, Jana Slissartschuk, Anna Surjadowna und Natalja Sokolenko.

Bekanntlich haben Journalisten von “1+1” ebenfalls Zensur gemeldet.

Quelle: Ukrajinska Prawda

Übersetzer:   Andreas Stein — Wörter: 472

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Leserkommentare

«Ich finde den Kommentar des Übersetzers nicht ganz glücklich, da er dazu einlädt, Dinge zu "vereinfachen". Ob die Antwort...»

«Würden sich die Menschen der Ukraine doch auf die Machnobewegung besinnen, die ganze Welt könnte Hoffnung schöpfen. Der...»

«WAS soll denn an dem was der Autor geschrieben hat unfassbar sein? Ich lese da keinen Widerspruch. Wenn du eine solche Phrase...»

«Danke für Ihre Darstellung der Hintergründe der Vertriebenen Gesetze und für die Einordnung der Russlanddeutschen. Es...»

«Schloss Pidhirzi ... DAS Märchenschloss .... so wie ich es mir als Kind immer vorgestellt habe. Verwunschen .... Dornröschen...»

«es war keine gute geste sondern der "vertriebenen gesetz" ermöglichte den russlanddeutschen nach deutschland zu kommen..zum...»

«Weiß nichts über die anderen westlichen Reproduktionskliniken, aber meine Ehefrau und ich haben eine Erfahrung in dem Kinderwunschzentrum...»

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