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Ukrainische Inflationsrate 2017 bei 13,7 Prozent

ukrainische Inflation Januar 2006 - Dezember 2017

2017 endete in der Ukraine mit einem Anstieg der Verbraucherpreise über den Erwartungen von Regierung und Zentralbank. Die Inflationsrate lag Ende Dezember bei 13,7 Prozent. Ursprünglich waren die Institutionen von Preissteigerungen von etwa acht Prozent ausgegangen. Die Produzentenpreise erhöhten sich gleichzeitig um 16,5 Prozent. Seit März 2014 verteuerten sich Produkte und Dienstleistungen zusammengefasst um über 120 Prozent.

Im Einzelnen haben sich Lebensmittel und nichtalkoholische Getränke im Jahresvergleich um 17,7 Prozent und im Monatsvergleich um 1,5 verteuert. Am stärksten stiegen der Statistik zufolge die Preise für Früchte mit 34,5 (2,0 zum Vormonat) und für Fleisch und Fleischprodukte mit 29,4 (0,5) Prozent. Überdurchschnittlich teurer wurden auch Gemüse mit 24,7 (7,1), Milch mit 23,1 (4,0), Eier mit 21,2 (6,8), Butter mit 20,6 (2,3) und Brot mit 20,1 (1,8) Prozent. Über das Jahr verbilligte sich lediglich Zucker um 7,4 (-3,7) Prozent.

Preissteigerungen wurden nach weiteren Steuererhöhungen auch bei Alkohol- und Tabakwaren festgestellt. Diese wurden im Jahresvergleich um 20,7 Prozent und im Vergleich zum Vormonat um 0,6 Prozent teurer.

Die Preise für Schuhe und Kleidung blieben den Statistikern zufolge im vergangenen Jahr mit einem geringen Anstieg um 0,9 Prozent relativ stabil und im Vergleich zum November sanken sie sogar um 2,4 Prozent.

Die Wohnkosten erhöhten sich den Angaben des Statistikamtes zufolge um 10,6 Prozent im Vergleich zum Dezember 2016 und lagen mit 0,3 Prozent leicht über dem Novemberniveau. Hervor stechen die Preissteigerungen für Gebäudeinstandhaltung und Grundstückspflege mit einem Anstieg um 47,5 (0,2) Prozent, Elektroenergie mit 28,1 Prozent, Wasser mit 20,2 (-1,2) und Abwasser mit 15,1 (-1,2) Prozent.

Preisanstiege wurden im Jahresvergleich ebenfalls bei den Kosten für Bildung mit 14,9, Transport mit 16,7 (1,7) und im Gesundheitsbereich mit 7,5 Prozent (0,8) verzeichnet. Restaurant- und Hotelbesuche schlagen mit 17,3 Prozent (1,8) mehr zu Buche. Kommunikationskosten und die Preise im Erholungs- und Kulturbereich stiegen mit 9,1 (0,6) beziehungsweise 4,5 Prozent (0,1) ebenfalls an.

Nach 24,9 und 43,3 Prozent für 2014 und 2015 nach einer kriegsbedingten massiven Abwertung der Landeswährung Hrywnja war die offizielle Inflationsrate 2016 zunächst auf 12,4 Prozent zurückgegangen. Die Rate zum Ende von 2017 von 13,7 Prozent lag damit über den Erwartungen von Regierung und Zentralbank zum Jahresbeginn, die eine Inflation von etwa acht Prozent erwarteten. Auch spätere Korrekturen nach oben lagen unter der tatsächlichen Inflationsrate. Im Vergleich der Periode Januar-Dezember 2017 zum Vorjahreszeitraum stiegen die Preise sogar um 14,4 Prozent. Grund könnte vor allem die Verdopplung des Mindestlohnes zum Anfang des Jahres 2017 auf 3200 Hrywnja (derzeit etwa 94 Euro) und die generell steigenden Löhne aufgrund der massiven Arbeitsmigration sein.

2018 begann mit einer Erhöhung der Stromtarife für Industrie um 8-11 Prozent. Zu Beginn des Jahres wurde der Mindestlohn ebenfalls auf 3723 Hrywnja (etwa 110 Euro) erhöht, was die Unternehmen zu großen Teilen über die Preise an die Verbraucher weiterreichen werden. Aktuell steigen nach einem weiteren Abwertungsschub vor allem die Benzinpreise, was bereits zu Fahrpreiserhöhungen in öffentlichen Transportmitteln führte. Für 2018 erwartet die Regierung dennoch mit neun Prozent geringere Preissteigerungen. Die Zentralbank ist noch optimistischer und geht von 7,3 Prozent mit weiter sinkender Tendenz in den Folgejahren aus.

Nachfolgend die Konsumentenpreise im Vergleich zum Vorjahr von 1991 bis heute, zum Vorjahresmonat von 2006 bis heute und im Vergleich zum Vormonat von 1992 bis heute.

Jahresinflationsraten seit 1991

JahrInflationsrate (von Dezember zu Dezember)
1991290,0
19922000,0
199310156,0
1994401,0
1995181,7
199639,7
199710,1
199820,0
199919,2
200025,8
20016,1
2002-0,6
20038,2
200412,3
200510,3
200611,6
200716,6
200822,3
200912,3
20109,1
20114,6
2012-0,2
20130,5
201424,9
201543,3
201612,4
201713,7

Konsumentenpreise im Vergleich zum Vorjahresmonat seit 2006

Monat20062007200820092010
Jan.9,810,919,422,311,1
Feb.10,79,521,920,911,3
März8,610,126,218,111,0
Apr.7,410,530,215,69,7
Mai7,310,631,114,78,5
Juni6,813,029,315,06,9
Juli7,413,526,815,56,8
Aug.7,414,226,015,38,3
Sep.9,114,424,615,010,5
Okt.11,014,823,214,110,1
Nov.11,615,222,313,69,2
Dez.11,616,622,312,39,1
Monat2011201220132014201520162017
Jan.8,23,7-0,20,528,540,312,6
Feb.7,23,0-0,51,234,532,714,2
März7,41,9-0,83,445,820,915,1
Apr.9,40,6-0,86,960,99,812,2
Mai11,0-0,5-0,410,958,47,513,5
Juni11,9-1,2-0,112,057,56,915,6
Juli10,6-0,10,012,655,37,915,9
Aug.8,90,0-0,414,252,88,416,2
Sep.5,90,0-0,517,551,97,916,4
Okt.5,40,0-0,119,846,412,414,6
Nov.5,2-0,20,221,846,612,113,6
Dez.4,6-0,20,524,943,312,413,7

Konsumentenpreise im Vergleich zum Vormonat seit 1992

Monat199219931994199519961997199819992000
Jan.285,273,219,221,29,42,21,31,54,6
Feb.15,328,812,618,17,41,20,21,03,3
März12,122,15,711,43,00,10,21,02,0
Apr.7,623,66,05,82,40,81,32,31,7
Mai14,427,65,24,60,70,80,02,42,1
Juni26,571,73,94,80,10,10,00,13,7
Juli22,137,62,15,20,10,1-0,9-1,0-0,1
Aug.8,321,72,64,65,70,00,21,00,0
Sep.10,680,37,314,22,01,23,81,42,6
Okt.12,466,122,69,11,50,96,21,11,4
Nov.22,045,372,36,21,20,93,02,90,4
Dez.35,190,828,44,60,91,43,34,11,6
Monat2001200220032004200520062007200820092010
Jan.1,51,01,51,41,71,20,52,92,91,8
Feb.0,6-1,41,10,41,01,80,62,71,51,9
März0,6-0,71,10,41,6-0,30,23,81,40,9
Apr.1,51,40,70,70,7-0,40,03,10,9-0,3
Mai0,4-0,30,00,70,60,50,61,30,5-0,6
Juni0,6-1,80,10,70,60,12,20,81,1-0,4
Juli-1,7-1,5-0,10,00,30,91,4-0,5-0,1-0,2
Aug.-0,2-0,2-1,7-0,10,00,00,6-0,1-0,21,2
Sep.0,40,20,61,30,42,02,21,10,82,9
Okt.0,20,71,32,20,92,62,91,70,90,5
Nov.0,50,71,91,61,21,82,21,51,10,3
Dez.1,61,41,52,40,90,92,12,10,90,8
Monat2011201220132014201520162017
Jan.1,00,20,20,23,10,91,1
Feb.0,90,2-0,10,65,3-0,41,0
März1,40,30,02,210,81,01,8
Apr.1,30,00,03,314,03,50,9
Mai0,8-0,30,13,82,20,11,3
Juni0,4-0,30,01,00,4-0,21,6
Juli-1,3-0,2-0,10,4-1,0-0,10,2
Aug.-0,4-0,3-0,70,8-0,8-0,3-0,1
Sep.0,10,10,02,92,31,82,0
Okt.0,00,00,42,4-1,32,81,2
Nov.0,1-0,10,21,92,01,80,9
Dez.0,20,20,53,00,70,91,0

Quelle:
Ukrainisches Komitee für Statistik – Vergleich zum Vorjahresmonat
Ukrainisches Komitee für Statistik – Vergleich zum Vormonat
Ukrainisches Komitee für Statistik – Produzentenpreise im Vergleich zum Vorjahresmonat

Autor:   Andreas Stein — Wörter: 669

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«WAS soll denn an dem was der Autor geschrieben hat unfassbar sein? Ich lese da keinen Widerspruch. Wenn du eine solche Phrase...»

«Danke für Ihre Darstellung der Hintergründe der Vertriebenen Gesetze und für die Einordnung der Russlanddeutschen. Es...»

«Schloss Pidhirzi ... DAS Märchenschloss .... so wie ich es mir als Kind immer vorgestellt habe. Verwunschen .... Dornröschen...»

«es war keine gute geste sondern der "vertriebenen gesetz" ermöglichte den russlanddeutschen nach deutschland zu kommen..zum...»

«Weiß nichts über die anderen westlichen Reproduktionskliniken, aber meine Ehefrau und ich haben eine Erfahrung in dem Kinderwunschzentrum...»

«Putin katapultiert sich alleine mit seiner Außenpolitik ins Abseits. Solange das so ist braucht man über ander unwichtige...»

«"Nach dieser Philosophie wird das Schicksal eines Menschen im Moment seiner Geburt festgelegt. Wirst du als Junge geboren,...»

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