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Evangelische Christen für eine friedliche Lösung in Kiew

Wir alle sehen dieser Tage mit Besorgnis auf die politischen Ereignisse in der Ukraine. Über eine halbe Million Menschen stehen in Kiew auf den winterlich kalten Straßen. Niemand hat sie gerufen. Sie sind von ganz alleine gekommen. Sie treten ein für Gewaltlosigkeit, Menschenwürde, Transparenz und die Annäherung ihres Landes an Europa. Und für die Abdankung all derer korrupten Regierungsbeamten, die sich nicht mehr anders zu helfen wussten, als den eigenen Bürgern Gewalt anzutun.

Die St.-Katharina-Kirche der deutsch-evangelisch lutherischen Kirche in der Ukraine (DELKU) befindet sich mitten im Epizentrum der Ereignisse – auf der wul. Luteranska an der Kreuzung zur wul. Bankowa, auf der sich die Präsidialverwaltung befindet und wo sich die Fronten aus Demonstrierenden und Polizei unmittelbar gegenüberstehen.

Als evangelische Christen haben wir uns dem Gebot der Nächstenliebe verpflichtet und treten ein für Frieden und Gewaltlosigkeit. Seit Samstag versorgen der Kirchengemeinderat, junge Erwachsene unserer Gemeinde um Jugenddiakon Igor Schemigon und weitere Gemeindeangehörige Demonstranten und Polizisten gleichermaßen mit Tee, Kaffee, einem Imbiss und Strom für den Handyakku. Soweit möglich wird auch medizinische Hilfe angeboten. Erschöpfte Menschen können in der beheizten Kirche ausruhen und beten. Demonstranten und Polizisten gleichermaßen finden in der Kirche einen Moment des Friedens und die Möglichkeit zum Gespräch. Und obwohl die Kirche immer wieder von Fahrzeugen der Sonderpolizei umstellt ist, wird bisher jeder durchgelassen, der sagt, dass er auf dem Weg zum Gebet in unsere Kirche ist.

Am vergangenen Dienstag fand in der Kirche ein ökumenisches Gebet mit Christen und Geistlichen anderer Konfessionen für den Frieden statt. http://vlasti.net/news/180773. Seit Sonntag wird auch heiße Suppe angeboten und es wurde ein Lazarett eingerichtet. Angesichts der sich verschärfenden Situation versuchen wir, zwischen den Fronten zu vermitteln und zu Gewaltlosigkeit aufzurufen. Im Bild sucht Pastor Haska den Dialog mit einem Oppositionsführer.

Auch in politisch ruhigen Zeiten bietet unsere Gemeinde jeden Sonntag ein kostenloses Mittagessen für alle Gemeindeglieder und alle anderen Bedürftigen. Die Kirchengemeinde erhält Unterstützung von den Gemeindemitgliedern vor Ort, die helfen, womit sie können – meist mit Essens-, Kleider- und Medikamentenspenden. Doch die logistische Herausforderung wächst, und die Kassen der Gemeinde, die sich ausschließlich aus Spenden ihrer Gemeindeglieder finanziert, sind klamm. Wir bitten daher um eine einmalige oder regelmäßige Spende auf die u.A. Bankverbindung:

Empfänger: DT. EV.-LUTH. GEMEINDE KIEW
IBAN: DE34 5206 0410 0005 1860 80
BIC: GENODEF1EK1, Evangelische Kreditgenossenschaft

Wenn Sie (bei Spenden ab 50 €) eine Spendenbescheinigung wünschen, senden Sie bitte eine E-Mail mit Ihrem Namen, Postanschrift und dem gespendeten Betrag an pastor{ät}katharina.kiev.ua.

Selig sind die Friedfertigen; denn sie werden Gottes Kinder heißen. (Matthäus 5,9)
Pastor Ralf Haska und der Kirchengemeinderat, Kiew, den 6.12.2013, aktualisiert am 9.12.2013

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Leserkommentare

«Sicher. Nur dass die Ukraine vor dem 1.weltkrieg noch nicht mal existiert hat, geschweige den es ein "ukrainisches" Volk...»

«"wenn der Russe aus der Ukraine verschwinden würde" Dann müssten ja die hälfte der Ukrainer aus der Ukraine raus :D Zumal...»

«Und die Ukaine ist in diesen Ranking so viel besser? Ich glaube nicht. Zumal die Ukraine massive Probleme mit der Abwanderung...»

«Sie waren noch NIEMALS in Russland. Sonst würden sie nicht so einen eloquenten Unfug schreiben. Rangliste der Pressefreiheit;Russland...»

«Nun,sie haben meine beiden Fragen verneint... Somit müssten sie eigentlich nun pro-ukrainisch argumentieren... Denn, 1)...»

«nun ihr Beitrag zeigt das sie Teil des Konfliktes sind. Dafür können sie nichts. Insofern nehme ich ihr Polemik als teil...»

«aktuell ist Russland ein Land das es trotz seiner vielen Ethnien schafft im inneren Stabilität zu erhalten. Das ist deutlich...»

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