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Der Fall Gongadse

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Der Chefredakteur der Internet-Ausgabe der Ukrajinska Prawda, Georgij Gongadse, verschwand in Kiew am 16. September 2000. Anfang November des gleichen Jahres wurde im Taraschtschaer Wald in der Kiewer Oblast die enthauptete Leiche gefunden, welche eine Expertise als Körper von Gongadse identifizierte.

Am 29. November 2000 veröffentlichte der Vorsitzende der Sozialistischen Partei, Alexander Moros, den “Film Melnitschenko” – eine Audioaufzeichnung der Gespräche im Arbeitskabinett des Präsidenten Leonid Kutschma, welche vom Major des Staatsschutzes Nikolaj Melnitschenko erstellt wurde. In einem der Fragmente wurde Georgij Gongadse und dessen physische Beseitigung diskutiert. In der Aufzeichnung sind die Stimmen gut zu erkennen, welche den Stimmen des Ex-Präsidenten Leonid Kutschma, dem ehemaligen Leiter der Präsidialadministration Wladimir Litwin, dem Ex-Vorsitzenden des Geheimdienstes der Ukraine Leonid Derkatsch und dem ehemaligen Leiter des Innenministeriums Jurij Krawtschenko zuzuordnen waren. Die Veröffentlichung des “Filmes Melnitschenkos” führte in der Ukraine zu einem politischen Skandal, welcher zu einer fortgesetzten politischen Krise ausartete.

Verdächtige bei der Teilnahme am Mord an Georgij Gongadse wurden im Februar 2005 festgenommen. Drei ehemalige Mitarbeiter der Miliz gaben zu, dass sie am 16. September 2005 in Begleitung vom General der Miliz Alexej Pukatsch den Journalisten aus Kiew rausfuhren und umbrachten. Die erste Gerichtsverhandlung in Bezug auf die Mitarbeiter des Innenministeriums fand am 19. Dezember 2005 statt. Die Angelegenheit in Bezug auf die Auftraggeber des Verbrechens wird bislang von der Generalstaatsanwaltschaft untersucht. Nach Alexej Pukatsch wird gefahndet.

Quelle: Kommersant-Ukraine

Übersetzer:   Andreas Stein — Wörter: 238

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„Da hast du ja eine Leiche ausgebuddelt...“

„Danke für den Link. Laut dem Ergebnis dort habe ich oben richtig gerechnet. Bin stolz auf mich. Für die paar Tage die ich gelegentlich in der Ukraine bin muss ich über sowas nicht nachdenken.“