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Die Gas-Lieferwege von Naftogas

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Andrej KobolewNaftogas-Chef Andrej Kobolew, Quelle: Unian
Neue Lieferanten europäischen Erdgases in die Ukraine sind die Deutschen, ein Favorit Arsenij Jazenjuks und Freunde Wiktor Orbans.

Unter jeder Regierung der Ukraine waren die Lieferwege von Erdgas in das Land eine der schärfsten Fragen. Noch in den 90ern dröhnten die Namen “Iter” und “EESU”, und gemeinsam mit ihnen auch die Schüsse. In den 2000ern gab es die Zwischenhändler “RosUkrEnergo” und die “Gaskriege”.

2009 – 2010 gab es den Vertrag Julia Timoschenkos und die Charkower Vereinbarungen, die den Beginn der Regierung Wiktor Janukowitschs kennzeichneten.

2013 wurde der Gasrabatt zu einem der Elemente der Absprachen Janukowitschs mit Wladimir Putin nach der Ablehnung der Unterzeichnung des Assoziationsabkommens mit der EU. Diese Abkommen katalysierten unter anderem die Ereignisse des Maidan.

Nach dem Antritt der jetzigen Regierung und dem Beginn der Kampfhandlungen mit Russland (offiziell ATO) ertönte mit aller Macht das für den ukrainischen Ottonormalverbraucher neue Wort “Diversifikation”.

Um die Abhängigkeit von der russischen Gasprom und den Vertragspreisen aus dem “Timoschenko-Vertrag” zu verringern, nutzte die Regierung Arsenij Jazenjuk zu Beginn aktiv das Schema der sogenannten Revers-Lieferungen aus Europa. Einen Teil der Menge kauft die Ukraine über die Gesellschaft Naftogas bei Gasprom, einen anderen Teil bei europäischen Konzernen (RWE, EON, StatOil, GDF usw.).

Entsprechend einer Mitteilung von Nefterynok fiel die Gasförderung von Ukrgasdobytscha 2015 um drei Prozent. 2014 betrug der Rückgang annähernd 450 Millionen Kubikmeter.

Die Idee der Lieferdiversifikation ist nicht neu. Noch 2013 begann die Regierung Nikolai Azarows und Janukowitschs, Revers-Lieferungen aus Ungarn, der Slowakei und Polen zu organisieren.

Gründe gab es einige. Erstens – der außerordentlich hohe Preis von Gasprom, festgeschrieben im Vertrag Timoschenkos. Zweitens – die spürbare Abkühlung der Beziehungen zu Moskau, unter anderem nach der Unterzeichnung der Verträge mit Shell und Chevron. Gasprom reagierte äußerst negativ auf die Versuche Kiews, Lieferungen aus Europa zu organisieren.

Die aktive Umsetzung der Revers-Lieferungen der bereits neuen ukrainischen Regierung rief ernsthafte Gegenreaktionen Gasproms hervor. Russische Medien errechneten, dass die nicht gelungenen Versuche des russischen Konzerns, diese Lieferungen in die Ukraine zu unterbinden, 2014-2015 5-6 Milliarden Dollar kosten.

Bei wem und zu welchen Bedingungen kaufte die Ukraine in der letzten Zeit? INSIDER veröffentlichte bereits eine Liste von Lieferanten des blauen Brennstoffs in die Ukraine 2014.

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Der größte Lieferant blieb Gasprom, der russische Konzern lieferte ca. 70 Prozent des importierten Gases in die Ukraine. Führende Lieferanten aus der EU war RWE, die französische GDF, die norwegische StatOil und die deutsche EON.



Doch unausgesprochen bleibt die Frage des Preises des europäischen Gases. Offen zugängliche Informationen zu den realen Kosten des von Naftogas importierten Erdgases sind nicht zu finden. Diese Geschäfte fallen nicht unter das Gesetz über staatliche Einkäufe. Die Gesellschaft veröffentlicht keine monatlichen Zahlen zu den Einkäufen bei konkreten Lieferanten und nennt weder deren Namen noch die Mengen.

Die einzigen öffentlichen Quellen zu Informationen über Preise des Importgases sind die Daten des Ministerium für Wirtschaftliche Entwicklung und Handel, das monatliche Durchschnittspreise des Importgases im Rahmen der Verzollung veröffentlicht, und Goskomstat, das die Daten direkt von Naftogas erhält.

Vertreter des Staates, sowohl aus der Mannschaft Präsident Poroschenkos als auch aus der von Ministerpräsident Jazenjuk, bestätigten mehrmals, dass der Preis der europäischen Lieferanten niedriger ist als der Gasproms. Wie Quellen aus dem Ministerium für Wirtschaftliche Entwicklung und Handel und der staatlichen Finanzverwaltung INSIDER versicherten, war dies 2014 korrekt.

Doch im ersten Quartal 2015 tauchten neue Lieferanten von Gas aus der EU auf. In erster Linie ist dies die Firma Noble Clean Fuels Limited (Noble CFL), registriert im Vereinigten Königreich.

Ebenso begann Naftogas aktiv bei dem Unternehmen TrailStone GmbH Gas einzukaufen, registriert in Deutschland. Bei diesem Händler kaufte die Gesellschaft Ende 2014. Aber bereits im ersten Quartal 2015 kaufte die Ukraine bei TrailStone zweieinhalb mal so viel Gas wie im gesamten vorigen Jahr.

Diese Firmen waren laut Informanten von INSIDER bei der Finanzverwaltung auch die günstigsten, und zwar nicht nur beim europäischen Gas.

Neue Händler

Von Januar – März 2015 kaufte Naftogas laut unserer Quellen über zwei Milliarden Kubikmeter bei Gasprom. Der gewichtete mittlere Verzollungswert (weiter Preis) betrug 332 Dollar für tausend Kubikmeter. In der gleichen Zeit betrug der Preis bei Noble CFL und TrailStone, bei denen Naftogas 304 bzw. 584 Millionen Kubikmeter Gas kaufte, 343 bzw. 317 Dollar pro tausend Kubikmeter.
Der mittlere gewichtete Preis der übrigen europäischen Lieferanten, zu denen RWE, GDF, EON und andere gehören, reichte von 226 – 314 Dollar für tausend Kubikmeter.

Wie die Statistik zeigt, die sich bei der Reaktion eingefunden hat, sparte Naftogas mit den europäischen Lieferanten 14,5 Millionen Dollar im Vergleich zu Gasprom.

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Im Februar kostete das europäische Gas Naftogas 50,6 Millionen Dollar mehr als das von Gasprom (mengenbezogen). Im März bereits war der Preisvorteil wieder auf Seiten des europäischen Gases (die Preise vom Zoll wurden Mitte April veröffentlicht), was Naftogas eine Ersparnis 116,8 Millionen Dollar einbrachte.

Trotzdem erklärte bereits am 13. Februar der Leiter der Gesellschaft, Andrej Kobolew, in einem Interview mit dem Serkalo Nedeli”, dass es dank der Einkäufe in Europa “gelang, allein im Februar dem Land 100 Millionen Dollar zu sparen”.

Wie sich gezeigt hat, war die Situation im Februar nicht ganz so.

Laut den Quellen in der Finanzverwaltung erwarb Naftogas im Februar etwa 1,2 Milliarden Kubikmeter Gas aus Europa.

Rekordhalter nach Preis waren im Februar die besagten TrailStone und Noble CFL, deren Gas die Gesellschaft 402 bzw. 388 Dollar pro tausend Kubikmeter kostete. Das ist 68 bzw. 60 Dollar teurer als bei Gasprom und 27 Dollar teurer als der gewichtete Preis der übrigen europäischen Lieferanten.

Die Summe der “Überzahlung” für das Gas und deren Transport von den beiden Unternehmen betrug im Februar 20 Millionen Dollar im Vergleich zu Gasprom.

Übersetzer:   Andre Müller — Wörter: 2518

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„Inzwischen hat sich ja auch die Tagesschau etwas eingehender mit diesem Thema befaßt. Demnach seien indirekte Geldflüsse zum Kreml der Grund für das erfolgte Verbot der Serie. Ich schätze jedenfalls...“

„ Ist die Meldung überhaupt aktuell, die "Welt" schrieb offenbar schon 2023 über genau dieses Thema ?


„Kennt jemand vielleicht die Hintergründe dafür ? Soweit ich das sehe handelt es sich doch um eine völlig harmlose Kinderserie ohne jede Spur von Propaganda oä ?“

„ Was meint "erneut" ??
Bislang glaubte ich daß man sich als Reisender zumindest in unmittelbarer Grenznähe sicher fühlen konnte ?


„Bei Ankunft am Blockposten im Internet (nakordoni.eu) 4h Wartezeit und 40 PKW am Grenzübergang, einen Teil der Wartezeit sitzt man am Blockposten ab, die halten die PKW Warteschlange von dem eigentlichen...“

„Auch wenn ich diese Verbindung toll finde, hätte ich ehrlicherweise Angst, von Polen aus in die Ukraine zu reisen. Die Polen werden immer gewaltsamer gegen Ukrainer und ukrainische Projekte. Außerdem...“

„Ich dachte z.B. Krakovetz hat diese Spur nicht, jedenfalls bin ich in 2025 mit allen anderen bei den Ukrainern durchgeschleust worden, anschließend bei den Polen EU Spur..“

„ Hallo julib77,

Bzgl. Ausreisen mit PKW nach Polen möchte ich Dir deutlich widersprechen, ich weiß nicht woher Du Deine Informationen beziehst.

Schau einfach hier einmal Thread nach "An welchem Grenzübergang geht's am schnellsten? Da musst Du nicht suchen, der steht derzeit auch immer weit oben. Auch wenn wir da, nur über die Abläufe und die Wartezeiten berichten, findest Du nicht einen Kommentar darüber, dass Ukrainer schlecht behandelt werden. (2025 bis heute, ca. 25 Ein- und Ausreisen)

Ich kann nur sagen, ich beobachte keinerlei Repressalien, ganz im Gegenteil, die Ukrainer werden respektvoll behandelt, ist stelle keinen Unterschied zu mir als Deutschen fest. Das einzig berichtenswerte ist, dass die meisten Ukrainer-Innen fotografiert werden, bei der Ein - und Ausreise. Dieser Vorgang läuft professionell ab, ich kann dabei keine "Erniedrigung " beobachten, es wird gelacht und gescherzt dabei und die Frauen richten ihre Haare etc. Damit es ein 'schönes" Bild gibt.

Bzgl. Ungarn kann ich nur von einer Einreise berichten in 2025 (noch unter Orban), an dem mir sehr gut bekannten Grenzübergang "Lushanka" (Berehove HU), die Ausreiseseite kann man beobachten, ich kann nichts berichten, d.h. für mich normale Abläufe bei der Ausreise, wie auch bei der Einreise. Normale PKW Schlange, ganz im Rahmen. Kurz um, mir ist damals nichts aufgefallen. Alles war SICHER, wie die letzten 70 Mal, als ich den Grenzübergang von 2004 an bis 2025 überquert habe. Ein- und Ausreise.


„Ich werde am Sonntag ca. 12 Uhr auch wieder in Uhryniw Ausreisen. Dazu mal eine Frage, in Uhrnyiw gibt es ja die besagte EU-Spur, die ja durchweg bei den Ukrainern und den Polen die Ausreisezeit doch erheblich...“

„Auch wenn ich diese Verbindung toll finde, hätte ich ehrlicherweise Angst, von Polen aus in die Ukraine zu reisen. Die Polen werden immer gewaltsamer gegen Ukrainer und ukrainische Projekte. Außerdem...“

„Ups, ja. Irgendwie war zwar die Rede von einem durchgängig buchbaren Fahrschein, aber das bedeutet in der Tat wohl nicht auch zugleich eine unterbrechungsfreie und bequeme Fahrt mit der Bahn. Schade“

„Ja auf dem Papier sieht das wohl alles sehr einfach aus. Offenbar hat Leo da den Mund etwas zu voll genommen, scheint übrigens typisch für die private Verkehrsbranche zu sein. Soweit ich sehe hat sich...“

„Ja auf dem Papier sieht das wohl alles sehr einfach aus. Offenbar hat Leo da den Mund etwas zu voll genommen, scheint übrigens typisch für die private Verkehrsbranche zu sein. Soweit ich sehe hat sich...“

„ Obwohl der Leo-Express angeblich seit Juni den Betrieb auf dieser Strecke aufgenommen hat wird die "Bahnfahrt" über Przemysl nach UA wohl noch lange Zukunftsmusik bleiben.
Wie zu lesen ist gibt es noch nichtmal für das polnische Streckennetz eine Zulassung so daß derzeit dort wohl noch mit Bussen gefahren wird.


„изображение.png изображение.png Da muß man wohl mit den Daten etwas herumspielen ... Da wird wohl noch nicht täglich gefahren. Trotzdem Danke.“

Der Link zum Anbieter ist ja da.
Ist korrekt, aber ich finde man hätte trotzdem im Text gleich darauf hinweisen können.
War aber nicht "böse" gemeint ...
Bis jetzt sind die Tickets auch noch nicht auf der Webseite buchbar - warum auch immer ...
Hab´s versucht - bekomme aber immer angezeigt "auf dieser Strecke fahren wir nicht" :-([smilie=dntknw.gif]

„Man sollte aber explizit dazu schreiben, daß es ein Zug von LeoExpress ist - und nur auf deren Webseite kann man die Fahrkarten kaufen. Zumindest ist es die erste Umsteigefreie Verbindung von Deutschland...“

„Vielen Dank, mit einem Briefchen meiner Frau im Gepäck gab es keine Probleme“