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Die Regierung ist bereit, Gasförderstätten für 250 - 300 Mio. Dollar abzugeben

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Die Hersteller von Stickstoffdüngemitteln haben sich der letzten Möglichkeit der Senkung der Preise für Erdgas bis zum Ende des Jahres 2007 beraubt. Das Ministerialkabinett verlangte nach Angaben des Kommersant-Ukraine zwischen 250 – 300 Mio. Dollar für die Rechte der Nutzung an den stillgelegten Erdgasförderstätten, welche die Düngemittelhersteller mit billigem Erdgas hätten versorgen können. Die Hersteller von stickstoffbasierten Düngern erklärten, nicht bereit zu sein, für Investitionen in Erdgasförderung. Im Endergebnis könnte dieses Jahr zum ersten werden, in dem die Düngemittelhersteller Verluste einfahren.

Der Kommersant-Ukraine berichtet heute, dass in der Ukraine 704 kleinere Erdgaslagerstätten existieren, deren Förderung eingestellt wurde. Der Gesamtvorrat beträgt 27,5 Mrd. m³ und das Maximalfördervolumen im Jahr beträgt 4,5 Mrd. Kubikmeter.

Vom Beginn des Jahres 2007 an, stieg der Preis für Erdgas für die Unternehmen der chemischen Industrie von 140 Dollar auf 178 – 182 Dollar für jeweils tausend Kubikmeter Gas. Damit verschlechterte sich die Rentabilität der Unternehmen stark. Darauf reagierten die Unternehmen mit der Bitte an die Regierung, ihnen die stillgelegten Erdgasförderstätten zu übertragen. Hierüber hätten die besagten Unternehmen ihren Bedarf mit selbstgefördertem Gas zu Preisen zwischen 60 und 70 Dollar pro tausend Kubikmeter decken können. Wie dem “Kommersant“ gestern bekannt wurde, arbeitet das Ministerium für Treibstoff und Energie an einem Gesetzentwurf, in dem der Verkauf der stillgelegten Erdgasförderstätten zu einem Preis von 250 – 300 Mio. Dollar festgelegt wird. Dazu würden im Verkaufsfalle noch Investitionen für die Wiederaufnahme der Förderung kommen, die zur Zeit von Vertretern des Ministerium mit 100 – 120 Mio. geschätzt werden.

Die Marktteilnehmer sind jedoch nicht bereit derartige Summen in die Gasförderung zu investieren. So äußern sich Vertreter von “Rownoasot”, “Asot” (Tscherkassy) und “Dneproasot” negativ gegenüber dem “Kommersant“ zu dem Angebot der Regierung. Neben den hohen Kosten wirkt der Einstieg in ein Marksegment fern des Kerngeschäftes abschreckend.

Mit dem Scheitern des Geschäftes verschlechtern sich die Aussichten der Düngemittelhersteller für das Jahr 2007 erheblich. “Der Anteil von Gas in den Herstellungskosten für Dünger erreicht 50-80%. Daher geht unsere Rentabliltät beginnend vom Anfang des Jahres gegen 5%.”, so die Mitteilung aus der Presseabteilung von “Rownoasot”. Sollte sich jedoch der Weltmarktpreis für Ammoniak in diesem Jahr weiter verringern, so wird die Rentabilität gegen Null sinken, oder sogar in den negativen Bereich abrutschen.

Übersetzer:   Andreas Stein — Wörter: 387

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