„Saporoshstal“ wurde zum dritten Metallaktiv, dessen Kauf „ungenannten“ russischen Investoren zugeschrieben wird. Die Mittel für den Kauf der Aktien der Holding, die das Unternehmen besitzt, wurden wie im Fall des Verkaufs der Anteile der „Industrieunion Donbass“, von der russischen WneschEkonomBank zur Verfügung gestellt. Es drängt sich der Eindruck auf, dass die russische Regierung eine transnationale Metallholding gründet, in der die größten ukrainischen Unternehmen eingeschlossen sind, betonen Marktteilnehmer.
Die Information darüber, dass die OAO (Offene Aktiengesellschaft) „Saporoshstal“ verkauft wurde, verbreitete gestern die Internetzeitung „Ukrainskaja Prawda“. Bei der russischen WneschEkonomBank (WEB) teilte man dem “Kommersant-Ukraine” mit, dass man das Geschäft finanziert, doch den Endkäufer zu nennen weigerte man sich. Doch ein Informant des “Kommersant-Ukraine” beim Institut betonte, dass das Abkommen über die Absicht die gesamte Holding „Saporoshstal“ zu erwerben, mit den Eigentümern des Aktivs noch Ende 2009 unterzeichnet wurde. Den Informationen von Quellen des “Kommersant-Ukraine” bei der PromInvestBank (PIB) nach, welche die WEB besitzt, könnte das Geschäft etwa im Laufe eines halben Jahres abgeschlossen werden. „Es wurde in Moskau vorbereitet, darum hat hier (bei der PIB) niemand die Dokumente gesehen. Der Prozess geht schwierig vonstatten. Eine solche Geldsumme ist nicht gleich zu beschaffen“. Der Gesprächspartner des “Kommersant-Ukraine” fügte hinzu, dass der Vertrag den Verkauf von 100% „Saporoshstals“ für 1,7 Mrd. $ vorsieht.
Als größte Eigentümer des Metallkombinats „Saporoshstal“ (96,6%) werden zwei Unternehmensgruppen gesehen – die Midland Group mit Eduard Schifrin und Alex Schnajder einerseits und Igor Dworezkij und Witalij Sazkij andererseits. Deren Strukturen haben ebenfalls Anteile bei „Saporoshkoks“ (41%) und dem Saporoshjer Eisenerzkombinat (29%) und kontrollieren den „Saporoshskij Ogneupornyj Sawod“ (ungefähr: Werk für feuerfeste Dinge), das Lugansker Röhrenwerk und „Trubostal“, einige schrottverarbeitende Unternehmen, die Anreicherungsfabrik „Scholochowskaja“ (Oblast Rostow, Russische Föderation, sieben Metallbasen in der GUS und anderen Ländern.
Ein Informant des “Kommersant-Ukraine”, der den Besitzern von „Saporoshstal“ nahe steht, erzählte, dass die Partner der Midland Group für ihre Aktienpakete mehr erhalten wollten, als andere Anwärter boten. „Schifrin und Schnajder wollten ihre Pakete seit langem verkaufen, da sie dringend Geld benötigen. Die übrigen Aktionäre brauchten das Geld nicht so dringend, daher sind sie bereit zu warten, zumal die Preise für Metallaktiva steigen sollten“, betonte der Gesprächspartner des “Kommersant-Ukraine”. Seinen Worten nach sieht das Geschäft den Kauf von 50% des Anteils der größten Aktionäre der Holding vor. Im Vertrag ist ebenfalls eine Option vorgesehen, nach der der Aufkauf der übrigen Aktien zu dem Preis vor sich gehen wird, der nicht unter dem liegt, der für den Anteil der Midland Group gezahlt wurde.
Der Vorsitzende der Saporoshjer Oblastverwaltung, Boris Petrow, erzählte dem “Kommersant-Ukraine”, dass anfänglich 14 Unternehmen Interesse an „Saporoshstal“ gezeigt haben, doch verringerte sich deren Zahl im Mai auf vier. Unter den Interessenten wurden ArcelorMittal und die russische „Sewerstal“ genannt, aber ebenfalls auch die „Metinvest“ Holding und die südkoreanische Posco. Letztere verzichteten auf den Kauf.
Der Meinung des Generaldirektors der Concorde Capital, Igor Masepa, sieht eine Situation, wo eine Absichtserklärung unterzeichnet wird, und danach ungeachtet des Dokuments die Suche nach neuen Investoren beginnt, untypisch und „etwas seltsam“ aus. „Möglich ist, dass es der Versuch war den Wert des Aktienpakets über ein Angebot an andere Marktteilnehmer zu erhöhen. Wenn diese Information bestätigt wird, könnten sie von den Besitzern „Saporoshstals“ Schadensersatz für diese seltsame Vorgehensweise verlangen“, meint er.
„Saporoshstal“ ist bei weitem nicht das erste Aktiv, welches von russischem Kapital gekauft wird. Im Januar wurde verkündet, dass 50% + 2 Aktien der „Industrieunion Donbass“ unter die Kontrolle einer Gruppe von Investoren aus Russland unter Führung von Alexander Katunin gerieten. Diese Geschäft wurde von der WEB finanziert. Und Ende Mai hatten Vertreter zweier Offshore-Unternehmen – Rewein Ltd. und Formigos Holdings Ltd. – den Erwerb des Mariupoler Metallkombinats namens Iljitsch zum Nutzen eines gewissen russischen Konzerns verkündet (siehe gestriger “Kommersant-Ukraine”). „Es drängt sich der Eindruck auf, dass der Kauf ukrainischer Metallaktiva auf der Regierungsebene Russlands durchgeführt wird. Es ist nicht ausgeschlossen, dass dahinter der Wunsch Moskaus steht, eine gewisse transnationale Metallholding zu gründen“, sagt ein Top-Manager eines der ukrainischen Unternehmen der Metallwirtschaft, der ungenannt bleiben wollte. Der Informant des “Kommersant-Ukraine” bei der WEB bestätigte, dass die Verhandlungen über den Kauf von „Saporoshstal“ “im Kreml stattfanden“, hervorhebend, dass die WEB gerade eine offizielle Mitteilung vorbereitet.
Alexander Tschernowalow, Ruslan Tschornyj, Oleg Gawrisch
Quelle: Kommersant-Ukraine


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„Guten Tag, ich habe Kontakt zu einem Unfallchirurgen aus Sumy, der zur Zeit in einem Fronthospital arbeitet. Durch meinen Beruf habe ich aus Kliniken 10 Kisten (130kg) chirurgische Instrumente und Implantate...“
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