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Ukraine weiter kompromisslos

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Kiew erkannte gestern die Existenz von Gasschulden gegenüber Moskau an. Wie dem Kommersant-Ukraine
bekannt wurde, schlägt “Naftogas Ukrainy” vor, die Zahlungsverpflichtungen mit Hilfe eines Kredites der Deutschen Bank, unter der Bedingung des Abschlusses direkter Verträge mit “Gasprom” für den Kauf von Erdgas zum Preis von 179,5$ pro tausend Kubikmeter, zu begleichen. Beim russischen Monopolisten bezeichnet man die vorgeschlagene Variante als unannehmbar. Beide Seiten haben Möglichkeiten den Konflikt in die Länge zu ziehen. Die Ukraine plant im Falle einer Abschaltung, Gas aus den unterirdischen Lagern zu entnehmen, was bedeutet, dass die europäischen Kunden von “Gasprom” nicht unter einer Abschaltung leiden werden.

Gestern Abend erkannte die Ukraine zum ersten Mal nach dem Ultimatum “Gasproms” ihre Zahlungsverpflichtungen für die Gasnutzung an. Über die Schuld informierte der erste Vizepremier Alexander Turtschinow, der bis zu diesem Zeitpunkt die Mittlerfirmen RosUkrEnergo und UkrGas-Energo beschuldigte für die Krise verantwortlich zu sein. Er nannte die Bedingung unter der die Schuld beglichen wird: die Unterzeichnung eines direkten Vertrages mit “Gasprom”. Die Höhe der Schuld wurde nicht genannt.

Im Schreiben an den stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden von “Gasprom”, Walerij Golubew, vom 31. Januar (eine Kopie liegt dem “Kommersant-Ukraine“ vor) bestätigt der erste Stellvertreter des Vorstandsvorsitzenden von “Naftogas-Ukrainy”, Igor Didenko, dass die Schuld gegenüber “UkrGas-Energo” zum 1. Januar 2008 1.040,5 Mio. $ betragen hat. “Die angegebenen Rückstände, ausgenommen die strittigen 76 Mio. $, ist “Naftogas” bereit innerhalb von sechs bis acht Wochen zu begleichen, nach der Erledigung der Formalitäten bei der Aufnahme eines Kredits von der Deutschen Bank, mit der das Unternehmen gerade entsprechende Verhandlungen führt.”, heißt es im Brief. Beim Hauptsitz der Bank weigerte man sich den Gang der Kreditverhandlungen zu kommentieren und bei “Naftogas” konnte man nicht präzisieren, ob eine Vereinbarung über die Kreditvergabe erreicht wurde oder nicht.

Bei “Gasprom” bestätigte man den Erhalt des Briefes, doch sagte man, dass man diesen nicht als Garantie für die Bezahlung der Schulden sieht. Am Freitag bestimmte der Monopolist, wann der Ukraine das Gas abgedreht werden könnte – am 12. Februar um 9:00 Uhr. Die Verhandlungen am Freitag der Leitung von “Gasprom” mit Igor Didenko ergaben keine Ergebnisse. Am Sonnabend diskutierte Premierministerin Julia Timoschenko die Situation mit dem Leiter von “Naftogas”, Oleg Dubina, der gestern Abend nach Moskau flog, um die nächsten Verhandlungen zu führen.

Im Brief von Didenko ist die Hauptforderung der Ukraine ausgebreitet: direkter Kauf von mittelasiatischem Gas bei “Gasprom” zu dem vorher vereinbartem Preis (179,5$ pro tausend Kubikmeter Gas). Dem Brief liegt ein entsprechende Vertrag bei. Bei “Gasprom” besteht man jedoch darauf, dass der direkte Kauf von russischen Gas die Lieferung zum Preis von 314,7 $ pro tausend Kubikmeter bedeuten wird.

Bei “Gasprom” tat man sich schwer zu sagen, wer die ukrainische Delegation empfangen wird. Heute Nachmittag beginnen die Feierlichkeiten zum 15. Jahrestag der Gründung “Gasproms” im Kreml, zu denen die Anwesenheit Alexej Millers notwendig ist.

Der Generaldirektor der Gashandelsgesellschaft “OlGas-Invest”, Jurij Korowin, geht davon aus, dass die Gasabschaltung geschehen wird, soweit Kiew nicht bereit ist zu Kompromissen und keine Mittel zur Schuldentilgung besitzt. Wie dem “Kommersant-Ukraine“ ein Informant bei “Naftogas” erklärte, wird “Naftogas”, wenn “Gasprom” die Lieferungen an die Ukraine einschränkt, Gas aus den unterirdischen Lagern entnehmen. Momentan sind in diesen, den Informationen eines Informanten des “Kommersant-Ukraine“ aus dem Gasmarkt nach, 15 Mrd. Kubikmeter gespeichert. Bei einem allgemeinen Verbrauch von 75-78 Mrd. Kubikmeter im Jahr, werden diese Ressourcen wenigstens zwei Monate reichen.

Übersetzer:   Andreas Stein — Wörter: 616

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