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Wie Poroschenko den Informationskrieg verlor

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Petro Poroschenko gegen Wladimir Putin - Entscheidende Wahl!

Die Sowjetunion liebte das einfache amerikanische Volk leidenschaftlich. Fütter es nicht mit Brot – gib dem einfachen Farmer, Arbeiter und mehr noch dem Arbeitslosen dein Mitgefühl. Nun, ungefähr so liebte die sowjetische Propaganda es zu erzählen. Dabei nicht nur nach außen hin, sondern auch im Inneren des Landes. Ich erinnere mich heute noch an die tränenreichen Texte aus dem Lesebuch: „Dort wo der Reiche noch regiert, dort herrscht Ungerechtigkeit, dort herrschen Klage, Elend und sind hinreichend viele Menschen in Unfreiheit. Wir dagegen leben in Wohlstand und Wärme auf unserem Land. Im Oktober errang unser Volk die freie Arbeit, das freie Schaffen.“

Dagegen liebt die moderne russische Propaganda den einfachen Amerikaner nicht. Besonders im Inneren des Landes. Der einfache Amerikaner ist für sie ein „dummer fetter Nichtsnutz“, auf den man eine Atombombe werfen will. Und das Ergebnis ist offensichtlich: wenn zu Sowjetzeiten die UdSSR es vermochte in den Staaten des Westens schnittige Reihen der linken Öffentlichkeit zu mobilisieren, so demonstriert die jetzige Russische Föderation ein völliges Scheitern an der Propagandafront, besonders im Vergleich zu den Mitteln, die für die Propaganda ausgegeben werden.

Eine qualitative Propaganda sagt dem kollektiven Feind immer: wir lieben dich, Dummerchen, lass uns gemeinsam gegen deine Regierung kämpfen, die unser gemeinsamer Feind ist. Und, übrigens, hat der Kreml in der Ukraine diese Message immer gesendet und sendet sie weiter.

Daher sah für mich immer die Message seltsam aus, die im russischsprachigen Informationsraum von den sogenannten „Poroschenko-Bots“ vertreten wurde: „Ein Russe? Dann verpiss dich!“ Besonders lächerlich wirkte das bei prinzipiell russischsprachigen Genossen mit Familiennamen der Endung „ow“ und „in“. Es drängte sich der Eindruck auf, dass sie versuchten größere Ukrainer zu sein, als einfach nur Ukrainer. Jedes Zusammenschlagen friedlicher Protestierender in Moskau rief bei ihnen einen Ausbruch unglaublichen Glücks hervor: hahaha, schaut auf diese Duldsamen, diese Rotznasen schaffen es nicht einen Maidan zu veranstalten, wir würden dagegen ohne Scherz den Kreml einnehmen! Und die Einreiseverweigerung des SBU für irgendeinen oppositionell eingestellten Bürger der Russischen Föderation an der Grenze rief einfach einen unglaublichen Freudentaumel hervor, sicher sogar größer, als wenn unsere Streitkräfte unerwartet Donezk einnehmen würden. „A hahaha, dachtest du, dass nur Putin unser Feind sei? Nein! Für uns ist jeder von euch ein Feind! Ihr Schufte seid alle schuld, dass ihr nicht am richtigen Ort und mit dem richtigen Pass geboren wurdet!“ Hier würde ich gern das bekannte Mem mit dem Waschbären einstellen: „Das ist ein Waschbär. Und was hast du erreicht?“

Wobei je tiefer das offensichtliche Scheitern des Poroschenko’schen Bildes „Leben auf neue Art“ [Wahlkampflosung von Poroschenko 2014, A.d.Ü.], je offensichtlicher wurde, dass der Wohlstand des durchschnittlichen Ukrainers nicht so bald den Wohlstand des durchschnittlichen Russen übertreffen wird, um so intensiver wurde das Entfachen der sinnlosen Russenfeindschaft der Poroschenko’schen Trollfabriken. Die Informationsblase, in welcher der Ex-Präsident weilte, brachte ihn darauf, dass er eben so die Patrioten um sich scharen und die Wahlen gewinnen könne. Niemand dachte daran, dass die Formel „Putin ist schlecht, doch die Russen sind betrogen, man muss ihren Kampf für die Freiheit unterstützen“ es erlaubt hätte komplett anders die Kommunikation mit den russischkulturellen (oder sowjetischkulturellen) Einwohnern des Ostens und des Südens aufzubauen. Wozu? Es ist viel leichter alles russische herabzuwürdigen, Bandera dort hineinzustopfen, wo er nötig oder auch nicht nötig ist und der Sieg ist in der Tasche! Doch danach: „Und wie hat dieser Selenskyj gesiegt? Bestimmt ist unser Volk schlecht.“

Ich werde jetzt keine fertigen Rezepte ausgeben. Sage nur, dass für die Mehrheit der Ukrainer das Verhältnis zu Russland und den Russen immer noch eine Frage und kein Axiom ist. Es ist weder gut noch schlecht, aber einfach eine Tatsache. Und wenn jemand im Krieg gewinnen will – besonders in einem Informationskrieg – dann muss diese Frage klug gelöst werden, anstatt zu versuchen den Feind mit Kosakenmützen zu bewerfen. Merkwürdig, dass dieser einfache Gedanke niemandem aus der Umgebung des „von Gott gesandten Diplomaten“, der im Präsidentensessel saß, in den Kopf kam.

11. Oktober 2019 // Pawlo Subjuk

Quelle: Zaxid.net

Übersetzer:   Andreas Stein — Wörter: 661

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„Inzwischen hat sich ja auch die Tagesschau etwas eingehender mit diesem Thema befaßt. Demnach seien indirekte Geldflüsse zum Kreml der Grund für das erfolgte Verbot der Serie. Ich schätze jedenfalls...“

„ Ist die Meldung überhaupt aktuell, die "Welt" schrieb offenbar schon 2023 über genau dieses Thema ?


“

„Kennt jemand vielleicht die Hintergründe dafür ? Soweit ich das sehe handelt es sich doch um eine völlig harmlose Kinderserie ohne jede Spur von Propaganda oä ?“

„ Was meint "erneut" ??
Bislang glaubte ich daß man sich als Reisender zumindest in unmittelbarer Grenznähe sicher fühlen konnte ?


“

„Bei Ankunft am Blockposten im Internet (nakordoni.eu) 4h Wartezeit und 40 PKW am Grenzübergang, einen Teil der Wartezeit sitzt man am Blockposten ab, die halten die PKW Warteschlange von dem eigentlichen...“

„Auch wenn ich diese Verbindung toll finde, hätte ich ehrlicherweise Angst, von Polen aus in die Ukraine zu reisen. Die Polen werden immer gewaltsamer gegen Ukrainer und ukrainische Projekte. Außerdem...“

„Ich dachte z.B. Krakovetz hat diese Spur nicht, jedenfalls bin ich in 2025 mit allen anderen bei den Ukrainern durchgeschleust worden, anschließend bei den Polen EU Spur..“

„ Hallo julib77,

Bzgl. Ausreisen mit PKW nach Polen möchte ich Dir deutlich widersprechen, ich weiß nicht woher Du Deine Informationen beziehst.

Schau einfach hier einmal Thread nach "An welchem Grenzübergang geht's am schnellsten? Da musst Du nicht suchen, der steht derzeit auch immer weit oben. Auch wenn wir da, nur über die Abläufe und die Wartezeiten berichten, findest Du nicht einen Kommentar darüber, dass Ukrainer schlecht behandelt werden. (2025 bis heute, ca. 25 Ein- und Ausreisen)

Ich kann nur sagen, ich beobachte keinerlei Repressalien, ganz im Gegenteil, die Ukrainer werden respektvoll behandelt, ist stelle keinen Unterschied zu mir als Deutschen fest. Das einzig berichtenswerte ist, dass die meisten Ukrainer-Innen fotografiert werden, bei der Ein - und Ausreise. Dieser Vorgang läuft professionell ab, ich kann dabei keine "Erniedrigung " beobachten, es wird gelacht und gescherzt dabei und die Frauen richten ihre Haare etc. Damit es ein 'schönes" Bild gibt.

Bzgl. Ungarn kann ich nur von einer Einreise berichten in 2025 (noch unter Orban), an dem mir sehr gut bekannten Grenzübergang "Lushanka" (Berehove HU), die Ausreiseseite kann man beobachten, ich kann nichts berichten, d.h. für mich normale Abläufe bei der Ausreise, wie auch bei der Einreise. Normale PKW Schlange, ganz im Rahmen. Kurz um, mir ist damals nichts aufgefallen. Alles war SICHER, wie die letzten 70 Mal, als ich den Grenzübergang von 2004 an bis 2025 überquert habe. Ein- und Ausreise.


“

„Ich werde am Sonntag ca. 12 Uhr auch wieder in Uhryniw Ausreisen. Dazu mal eine Frage, in Uhrnyiw gibt es ja die besagte EU-Spur, die ja durchweg bei den Ukrainern und den Polen die Ausreisezeit doch erheblich...“