Das Vermögen der Ukrainer in der Milliardärsliste von Forbes hat parallel zum ukrainischen Wirtschaftswachstum um etwa drei Prozent zugelegt. 2019 sind wieder sieben Ukrainer offiziell Milliardäre. Diese konnten ihr geschätztes Vermögen um etwa 400 Millionen Dollar mehren. Ein mächtiger Oligarch schaffte es jedoch wieder nicht in die Forbes-Liste.
Die Geschäfte des aus Donezk nach Kiew geflohenen Oligarchen Rinat Achmetow laufen trotz oder wegen des Krieges weiter blendend. Sein Vermögen im Stahl- und Energiegeschäft stieg den Berechnungen von Forbes nach um weitere 500 Millionen Dollar auf nunmehr 6,0 Milliarden Dollar. An zweiter Stelle steht der Poltawaer Milliardär Kostjantyn Schewaho. Sein Vermögen um den Eisenerzkonzern Ferrexpo wird in diesem Jahr mit 100 Millionen Dollar weniger bewertet und soll derzeit 1,5 Milliarden Dollar betragen. Die Aktiva des Hühnerfleischproduzenten Jurij Kossjuk wurden ebenfalls mit 1,4 Milliarden Dollar um 100 Millionen Dollar geringer höher als 2018 bewertet. Keine Veränderungen wurden bei Wiktor Pintschuk festgestellt. Der Wert seiner Unternehmensanteile vor allem bei der Stahlröhrenproduktion wurde weiterhin auf 1,4 Milliarden Dollar taxiert. Ebenso unverändert soll Hennadij Boholjubow über 1,2 Milliarden Dollar verfügen. Sein Geschäftspartner Ihor Kolomojskyj kann sich zumindest auf dem Papier um 100 Millionen Dollar reicher fühlen. Keine Veränderung gab es ebenso bei Wadym Nowynskyj, dessen Aktiva genau wie im Vorjahr auf eine Milliarde Dollar geschätzt wurden.
Außen vor blieb auch in diesem Jahr Präsident Petro Poroschenko (53). Die Wochenzeitschrift Nowoje Wremja schätzte allerdings zuletzt sein Vermögen um den Süßwarenkonzern Roshen auf 1,1 Milliarden Dollar. Der Durchschnittsukrainer kommt hingegen offiziell mit weit weniger über die Runden. Bei umgerechnet 333 Euro lag der durchschnittliche Bruttolohn im Monat Dezember. Damit muss er aufs Jahr hochgerechnet mit etwas unter 4.000 Euro zurechtkommen.
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