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Der Facebook- Effekt: Wie die Regierung versucht, soziale Netzwerke zu nutzen und dabei Opfer von Selbsttäuschung wird

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Petro Poroschenko und Myroslaw OleschkoSelfie von Porocho-Bot/Poroschenko-Bot Myroslaw Oleschko mit seinem Meister Petro Poroschenko beim Treffen am 9. März 2018.
Kürzlich traf sich Petro Poroschenko mit Facebook-Bloggern. Obwohl das Ereignis nur ein paar Stunden dauerte, rief sein geschlossenes Format eine ganze Welle kritischer und sogar konspirologischer Kommentare hervor: Angeblich bereite die Präsidialverwaltung die „Poroschenko-Bots“ auf den Wahlkampf und sogar einen allgemeinen Informationskrieg gegen die Opposition vor.

Legenden und „sensationelle“ Untersuchungen über die Facebook-Armee des Präsidialamts sind seit 2014 im Umlauf. Aber nach den aktuellen Umfragen zu Poroschenko ist diese „Armee“ entweder ein Mythos oder fantastisch ineffektiv. Wie dem auch sei, ist die Existenz eines Pools von loyalen Bloggern unbestreitbar. Ob das gut oder schlecht ist – diese Frage ist bedeutungslos: Ein Blogger ist per Definition Verbreiter privaten Denkens und nicht verpflichtet, sich an journalistische Unparteilichkeit zu halten. Daher kann das Format solcher Treffen nicht durch das Prisma dieser Standards betrachtet werden.

Das Problem ist, dass die Regierung riskiert, Opfer von Selbsttäuschung zu werden und die Kommunikation mit der Gesellschaft durch eine Interaktion mit der Facebook-Umgebung ersetzt und dabei mit seinem mehr oder weniger zugetanen Teil. Und dies kann nicht nur zu Wahlniederlagen einzelner Kräfte, sondern auch zu systemischen Problemen im Lande führen.

Woher das Streben der Regierung nach der Kommunikation mit den „kleinen Ukrainern“ kommt, ist unschwer zu verstehen. Das Bild des weisen Königs, der inkognito das Land bereist, um die Wahrheit direkt vom Volk zu erfahren, ist bereits aus alten Märchen bekannt. In unserer politischen Kultur stammt diese Handlung bereits aus der sowjetischen Mythologie: jeder, der versucht, die Rolle eines Anführers zu übernehmen, muss unbedingt die „Bauernabgesandten“ empfangen, wie in dem bekannten Gemälde von Wladimir Serow. Es scheint, dass ungefähr in diesem Kontext ein Teil unserer Elite solch ein Verständnis der Demokratie hat: nicht als eigene Kontrolle und Rechenschaftspflicht gegenüber den Steuerzahlern, sondern als rituelle Aufmerksamkeit für endlose „Abgesandte“.

In den Gebrauch kamen auch die Auftritte der Staatsmänner im Volk. Bis vor kurzem wanderten sie unbeholfen durch die Basare, schauten sich die Preise von Roter Beete und Kohl an, dabei die unglücklichen Verkäufer verlegen machend und gleichzeitig mit den Leibwächtern einschüchternd.

Die Ankunft des Internets und der sozialen Netzwerke im alltäglichen Leben ist zu einer echten Rettung für die Regierung geworden: jetzt können Sie einfach Posts verfassen und ein Feedback in Form von „Likes“ erhalten. In den Kommentaren kann man allerdings sonst was schreiben, aber für alles muss man bezahlen. Darüber hinaus ist die Möglichkeit, von den „kleinen Ukrainern“ öffentlich kritisiert zu werden, eine große Imitation der Nähe zu den Menschen.

Es scheint, dass genau in diesem Zusammenhang das Interesse des Präsidenten an Bloggern betrachtet werden sollte. Konspirologische Versionen der Überprüfung der Kampfbereitschaft der Armee der „Poroschenko-Bots“ scheinen nicht überzeugend. Damit engagierte Blogger ihre Propaganda-Funktionen ausführen können, müssen sie sicher einen unvoreingenommenen und objektiven Ruf behalten, andernfalls wäre ihre Glaubwürdigkeit zerstört und ihr Wirkungsgrad wäre gleich null. Ein geschickter Gauner täuscht immer eine anständige Person vor, ein Promoter einen echten Berater und eine qualitative Falschmeldung eine verlässliche Nachricht. Also, selbst wenn das Präsidialamt ein eigenes „Agentennetzwerk“ in Facebook hat, ist es vollkommen absurd seine „Agenten“ zu enthüllen, indem sie eine Sitzung mit ihnen und dem Präsidenten arrangieren. Denn obwohl die Veranstaltung geschlossen war, waren ihre Mitglieder kein Geheimnis, und sie selbst bestätigten bereitwillig ihre Teilnahme daran.

Also bleiben nicht viele Erklärungsvarianten übrig. Vielleicht hat der Präsident auf diese Weise beschlossen, mit denen zu sprechen, die im Namen seiner Unterstützer sprechen könnten. Vielleicht ist dies auch nur ein weiterer Versuch, seine Progressivität und seine „Fortgeschrittenheit“ zu demonstrieren – zumindest für die Rolle der „Abgesandten des 21. Jahrhunderts“ eignen sich die Blogger. Hier hast du die Aufmerksamkeit für IT und den direkten Draht zum Volk und noch vieles anderes.

All dies wäre die Aufmerksamkeit nicht wert, wenn da nicht ein Umstand wäre. Es scheint, dass die ukrainische Regierung soziale Netzwerke wirklich als Plattform für die Kommunikation mit der Gesellschaft betrachtet. Schon jetzt besteht ein großer Teil der Nachrichtenfeeds aus Weiterleitungen von offiziellen Personen – nicht weil Journalisten zu faul sind, persönlich nach Kommentaren zu fragen, sondern weil Amtsinhaber selbst in Facebook mit der Intensität von echten Bloggern losmachen. Es besteht die reale Gefahr, dass einige Amtsinhaber ihre Ansichten über die öffentliche Meinung aufgrund der Reaktion sozialer Netzwerke formulieren. Facebook ist wirklich sehr populär: es wird geschätzt, dass sein ukrainisches Segment bis zu zehn Millionen Menschen, das heißt, etwa ein Viertel der ukrainischen Bevölkerung, zählt. Die Altersstruktur (ganz zu schweigen von der sozialen) der ukrainischen Facebook-Community ist verzerrt. Personen über 55 Jahren machen etwa 30 Prozent der Bevölkerung der Ukraine aus, während es in der Facebook-Community nur 8 Prozent sind, der Anteil der 25-54-Jährigen in der Ukraine liegt bei etwa 45 Prozent, während es in Facebook 66 Prozent sind. Darüber hinaus sollte eine nicht identifizierte Anzahl inaktiver Benutzer, die das Netzwerk tatsächlich nicht nutzen oder die nicht an gesellschaftspolitischen Problemen interessiert sind, aus der Gesamtzahl der Benutzer rausgerechnet werden. Ein separates Thema ist die Anzahl der doppelten und gefälschten Accounts. Nach den Berechnungen von Facebook-Analysten, könnte das Gesamtnetz rund 270 Millionen solcher Accounts betragen. Über Algorithmen der Arbeit dieses Netzes und Möglichkeiten für ihren Missbrauch kann man nur sagen: nach dem Skandal um die letzten Wahlen in den USA wird dieses Thema gerade erst erforscht.

Infolgedessen könnte es also passieren, dass die ukrainischen Politiker denken, dass sie mit der ukrainischen Gesellschaft kommunizieren, es in Wirklichkeit jedoch nur eine kleine und ziemlich spezifische Gruppe von Menschen ist, deren Ansichten sich deutlich von denen unterscheiden können, die in der Gesellschaft dominieren. Ganz zu schweigen von der Tatsache, dass das Internet ein Feld für einen Hightech-Informationskrieg bietet, was die Rückmeldung weiter verzerrt, welche die Staatsbediensteten zu erhalten suchen, indem sie die Timeline in Facebook scrollen.

Es bleibt zu hoffen, dass die Staats- und Regierungschefs weiterhin verlässlichen Berichten über den Zustand der öffentlichen Meinung den Vorzug geben, anstatt des eigenen Eindrucks, den sie in sozialen Netzwerken erhalten. Andernfalls könnte die Begeisterung für Facebook zum ultimativen Verlust der Kommunikation mit den Bürgern werden, mit allen Konsequenzen für die Staatsmacht und für die Bürger selbst.

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Natürlich ist es auch nicht der beste Weg, sich hinter Ordnern mit analytischen Berichten vor der Gesellschaft zu verstecken. Um sich den Bürgern verständlich zu machen, sollte regelmäßig mit verschiedenen Umgebungen kommuniziert werden: mit Bloggern, Wissenschaftlern, Unternehmern, Künstlern und Arbeitnehmern. Damit diese Treffen jedoch produktiv sein können, müssen die Staats- und Regierungschefs das Vertrauen der Öffentlichkeit gewinnen, sonst wird der Dialog nicht gelingen. Aber traditionsgemäß erweckt die ukrainische Regierung kein Vertrauen – vielleicht müssen wir uns deshalb nur mit einem schmalen Kreis von treuen Bloggern zufriedengeben.

13. März 2018 // Oleksandr Fomenko

Quelle: Zaxid.net

Übersetzerin:   Yuliya Komarynets — Wörter: 1094

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„Inzwischen hat sich ja auch die Tagesschau etwas eingehender mit diesem Thema befaßt. Demnach seien indirekte Geldflüsse zum Kreml der Grund für das erfolgte Verbot der Serie. Ich schätze jedenfalls...“

„ Ist die Meldung überhaupt aktuell, die "Welt" schrieb offenbar schon 2023 über genau dieses Thema ?


„Kennt jemand vielleicht die Hintergründe dafür ? Soweit ich das sehe handelt es sich doch um eine völlig harmlose Kinderserie ohne jede Spur von Propaganda oä ?“

„ Was meint "erneut" ??
Bislang glaubte ich daß man sich als Reisender zumindest in unmittelbarer Grenznähe sicher fühlen konnte ?


„Bei Ankunft am Blockposten im Internet (nakordoni.eu) 4h Wartezeit und 40 PKW am Grenzübergang, einen Teil der Wartezeit sitzt man am Blockposten ab, die halten die PKW Warteschlange von dem eigentlichen...“

„Auch wenn ich diese Verbindung toll finde, hätte ich ehrlicherweise Angst, von Polen aus in die Ukraine zu reisen. Die Polen werden immer gewaltsamer gegen Ukrainer und ukrainische Projekte. Außerdem...“

„Ich dachte z.B. Krakovetz hat diese Spur nicht, jedenfalls bin ich in 2025 mit allen anderen bei den Ukrainern durchgeschleust worden, anschließend bei den Polen EU Spur..“

„ Hallo julib77,

Bzgl. Ausreisen mit PKW nach Polen möchte ich Dir deutlich widersprechen, ich weiß nicht woher Du Deine Informationen beziehst.

Schau einfach hier einmal Thread nach "An welchem Grenzübergang geht's am schnellsten? Da musst Du nicht suchen, der steht derzeit auch immer weit oben. Auch wenn wir da, nur über die Abläufe und die Wartezeiten berichten, findest Du nicht einen Kommentar darüber, dass Ukrainer schlecht behandelt werden. (2025 bis heute, ca. 25 Ein- und Ausreisen)

Ich kann nur sagen, ich beobachte keinerlei Repressalien, ganz im Gegenteil, die Ukrainer werden respektvoll behandelt, ist stelle keinen Unterschied zu mir als Deutschen fest. Das einzig berichtenswerte ist, dass die meisten Ukrainer-Innen fotografiert werden, bei der Ein - und Ausreise. Dieser Vorgang läuft professionell ab, ich kann dabei keine "Erniedrigung " beobachten, es wird gelacht und gescherzt dabei und die Frauen richten ihre Haare etc. Damit es ein 'schönes" Bild gibt.

Bzgl. Ungarn kann ich nur von einer Einreise berichten in 2025 (noch unter Orban), an dem mir sehr gut bekannten Grenzübergang "Lushanka" (Berehove HU), die Ausreiseseite kann man beobachten, ich kann nichts berichten, d.h. für mich normale Abläufe bei der Ausreise, wie auch bei der Einreise. Normale PKW Schlange, ganz im Rahmen. Kurz um, mir ist damals nichts aufgefallen. Alles war SICHER, wie die letzten 70 Mal, als ich den Grenzübergang von 2004 an bis 2025 überquert habe. Ein- und Ausreise.


„Ich werde am Sonntag ca. 12 Uhr auch wieder in Uhryniw Ausreisen. Dazu mal eine Frage, in Uhrnyiw gibt es ja die besagte EU-Spur, die ja durchweg bei den Ukrainern und den Polen die Ausreisezeit doch erheblich...“

„Auch wenn ich diese Verbindung toll finde, hätte ich ehrlicherweise Angst, von Polen aus in die Ukraine zu reisen. Die Polen werden immer gewaltsamer gegen Ukrainer und ukrainische Projekte. Außerdem...“

„Ups, ja. Irgendwie war zwar die Rede von einem durchgängig buchbaren Fahrschein, aber das bedeutet in der Tat wohl nicht auch zugleich eine unterbrechungsfreie und bequeme Fahrt mit der Bahn. Schade“

„Ja auf dem Papier sieht das wohl alles sehr einfach aus. Offenbar hat Leo da den Mund etwas zu voll genommen, scheint übrigens typisch für die private Verkehrsbranche zu sein. Soweit ich sehe hat sich...“

„Ja auf dem Papier sieht das wohl alles sehr einfach aus. Offenbar hat Leo da den Mund etwas zu voll genommen, scheint übrigens typisch für die private Verkehrsbranche zu sein. Soweit ich sehe hat sich...“

„ Obwohl der Leo-Express angeblich seit Juni den Betrieb auf dieser Strecke aufgenommen hat wird die "Bahnfahrt" über Przemysl nach UA wohl noch lange Zukunftsmusik bleiben.
Wie zu lesen ist gibt es noch nichtmal für das polnische Streckennetz eine Zulassung so daß derzeit dort wohl noch mit Bussen gefahren wird.


„изображение.png изображение.png Da muß man wohl mit den Daten etwas herumspielen ... Da wird wohl noch nicht täglich gefahren. Trotzdem Danke.“

Der Link zum Anbieter ist ja da.
Ist korrekt, aber ich finde man hätte trotzdem im Text gleich darauf hinweisen können.
War aber nicht "böse" gemeint ...
Bis jetzt sind die Tickets auch noch nicht auf der Webseite buchbar - warum auch immer ...
Hab´s versucht - bekomme aber immer angezeigt "auf dieser Strecke fahren wir nicht" :-([smilie=dntknw.gif]

„Man sollte aber explizit dazu schreiben, daß es ein Zug von LeoExpress ist - und nur auf deren Webseite kann man die Fahrkarten kaufen. Zumindest ist es die erste Umsteigefreie Verbindung von Deutschland...“

„Vielen Dank, mit einem Briefchen meiner Frau im Gepäck gab es keine Probleme“

„Am besten wäre natürlich, wenn die Frau mit dabei ist. Alleinreisende Männer stehen schließlich immer unter Verdacht.“