Viele Leute vergessen, dass sie durch ihr Handeln und ihre Gedanken Wirklichkeit schaffen. Der Mensch leidet oft an Folgen seiner eigenen Gedanken. So entwickelt sich das Bewusstsein des Opfers. Als ob nicht die Welt geboren wird und in uns wächst, sondern umgekehrt.Georgij Boreew
Nach Meinung vieler Politologen und Ökonomen scheint es, dass die Ukraine bereits den Tiefpunkt ihrer Krise erreicht habe. Dies sollte eine positive Tatsache gewesen sein. Denn der Boden ist für gewöhnlich der Punkt, von dem man erneut nach oben starten kann.
Allerdings stellte sich heraus, dass der ukrainische Boden ein ganz besonderer ist: er ist nicht nur zäh und schlammig, sondern auch schief. Im Kontakt mit ihm begann statt des erwarteten Aufschwungs ein Abgleiten in völlig unbekannte Tiefen – eine Lähmung des Parlaments, die Ermordung des Wählers durch den Abgeordneten, bestechliche Richter, Pädophilie, Quarantäne, Häuser der Staatsanwälte und so weiter und so fort – je tiefer, desto düsterer.
Wenn man das alles beobachtet, denkt man ungewollt, ob der jahrhundertealte Kampf um die Unabhängigkeit, Hungersnöte, Kriege, Tschernobyl, die Finsternis der frühen 90er Jahre, Defizite und Hyperinflation, die Morde an Journalisten, manipulierte Wahlen, Revolutionen, Enttäuschungen, die Krise letzten Endes der Ukraine nicht gereicht haben? Was müssen wir noch über uns ergehen lassen?
Nach der jüngsten „Informationsgrippenepidemie“ wissen wir andererseits jetzt, dass die Immunität nicht nach irgendwelchen Impfungen, sondern erst nach der überstandenen Erkrankung aufgebaut wird.
Natürlich gilt diese Aussage nicht nur für Viren. Dies ist eines der objektiven Gesetze des Universums, das noch den antiken Völkern bekannt war.
So zum Beispiel glaubten die Atlantiden (die Existenz ihrer Zivilisation war nach den neuesten wissenschaftlichen Theorien keine Legende), dass alles in der Welt den rhythmischen Schwankungen zwischen den beiden Polen untergeordnet ist. Es existieren die Aktion und Reaktion, der Aufstieg und Niedergang, Fortschritt und Rückschritt.
Wenn man dieser Theorie den Glauben schenkt, dann erwartet unser Land nicht einfach der Fortschritt, sondern eine echte Blütezeit. Denn jeder erhält genau so viele Herausforderungen, wie er aushalten kann.
Doch die Krise ist noch lange nicht vorbei und es hat noch keinen Sinn, deren Auswirkungen für das Land zu analysieren. Obwohl auf der Ebene der zwischenmenschlichen Beziehungen gab die Krise eine gute Möglichkeit, um alle, die um uns herum sind, zu testen – auf Ehrlichkeit und die Fähigkeit, jemanden zu verraten, auf Standhaftigkeit und Kleinmut. Denn wie man sagt, „in der schwierigen Situation lässt sich erkennen, ob der Freund echt ist“
Was interessant ist, ist folgendes: die Schwierigkeit ist zwar finanzieller Natur, die Geldsumme auf dem Bankkonto spielt jedoch keine entscheidende Rolle. Der reiche Georgier kann mit seiner Unehrlichkeit in Erstaunen setzen, der kleine ukrainische Bodenspekulant kann dagegen mit seiner Fähigkeit sein Wort zu halten angenehm überraschen und der Vorstandsvorsitzende einer großen Bank kann sich als hundert Mal schwächer als der einfache Angestellte erweisen.
Die Krise hat ausgezeichnet gezeigt, dass alles in erster Linie von der inneren Welt des Menschen abhängt, von der Bereitschaft, die Herausforderungen auf dem Weg seiner Entwicklung anzunehmen. Denn die Außenwelt ist nur ein Spiegelbild der inneren Welt eines jeden von uns.
Wenn der Mensch alle ihm geschickten Herausforderungen meistert und sich dabei in die positive Richtung ändert, verbessert der Mensch gleichzeitig auch die Welt um ihn herum. Und umgekehrt, mit den endlosen Gedanken an die Krise verstärken wir sie, mit den negativen Bewertungen vergrößern wir ihre negative Stärke und mit der vernichtenden Kritik der Regierung wird sie von uns endgültig zerstört.
Ich habe schon einmal darüber geschrieben, dass alles, was heute in der Regierung passiert, unser Land langsam aber „sicher“ zu der Notwendigkeit der Steuerung von außen führt. Diese Prognosen, haben leider begonnen, sich zu bewahrheiten – und die Tatsache, dass das Ruder des Schiffes unter dem Namen “Ukraine”, das seinen Kurs noch nicht finden kann, von weltweit renommierten internationalen Organisationen übernommen wird, mildert die Demütigung nicht sehr.
Und das Wichtigste ist, dass diese Organisationen für uns kaum zu rettenden Kapitänen werden. Die Atlantiden, an die wir uns bereits erinnert haben, haben daran geglaubt, dass jemand, der einen Menschen mit einem negativen Karma unterstützt, dieses negative Karma auch abbekommt und dessen Auswirkungen zu spüren bekommt..
Offenbar blieb Atlantis aus diesem Grund so viel Zeit eine abgesonderte rätselhafte Zivilisation – die Atlantiden wollten den Völkern der benachbarten Kontinente einfach nicht helfen, ihre Wildheit loszuwerden. Im Endeffekt, existiert eine Theorie, dass genau das Eintreffen der Emigranten, die ihr „wildes“ Karma mit nach Atlantis genommen haben, die Zivilisation der Atlantiden zerstört hat.
Es gibt eine Vermutung, dass diese wissenschaftliche Legende unseren westeuropäischen Nachbarn wenigstens auf einem intuitiven Niveau bekannt ist. Und die Nachbarn beeilen sich nicht so sehr, um uns zu helfen, unsere Wildheit loszuwerden. Sie werden es kaum können…
Unser Schicksal liegt ausschließlich in unseren Händen und wir sollten keine Hilfe von außen erwarten. Wir brauchen nur den Teufelskreis zu zerbrechen. In dem bestehenden Koordinatensystem gibt es keine positive Antwort.
Die Situation in der Ukraine erinnert sehr an eine einfache Aufgabe aus der “Enzyklopädie des relativen und absoluten Wissens” von Bernard Werber – wie kann man neun Punkte mit vier geraden Linien verbinden, ohne den Kugelschreiber von dem Papier abzuheben:
Wie so oft können wir keine Lösung finden, da unser Gehirn im Bereich des Bildes gefangen ist.
Es ist nirgendwo gesagt, dass man die Grenzen des Bildes nicht verlassen darf. Sobald man das verstanden hat, wird alles einfach:
Um die Probleme unseres Landes zu lösen, müssen wir nur aus dem System herauskommen.
10.12.2009 // Alexander Morosow
Quelle: Ukrajinska Prawda





Forumsdiskussionen
Bernd D-UA in Berichte und Reisetipps • Re: An welchem Grenzübergang zwischen Polen und der Ukraine geht es am schnellsten?
„Bin am Montag 15.6.26 um 8 Uhr in Urgyniw ausgereist, das erste Mal an einem Montagmorgen ca. 15 Fahrzeuge vor mir, bin sonst der Erste oder Zweite, egal, nach ca 20 Minuten wurde dann die nächste Welle...“
lev in Berichte und Reisetipps • Re: An welchem Grenzübergang zwischen Polen und der Ukraine geht es am schnellsten?
„Derzeit, ist es überall sehr voll an den Grenzen Ukraine/ Polen. Zb. Krakovets 100 PKW ca. 10 h Wartezeit. Wollen Montag rüber, versuchen es sehr früh.“
lev in Berichte und Reisetipps • Re: An welchem Grenzübergang zwischen Polen und der Ukraine geht es am schnellsten?
„Haben noch vor der Grenze im Wohnmobil geschlafen. 600 km am Stück mit 90 km/h, da wollten wir nicht noch stundenlang an der Grenze stehen. War am Abend voll 55 PKW, laut Info. Am Montag früh gegen 10...“
Bernd D-UA in Berichte und Reisetipps • Re: An welchem Grenzübergang zwischen Polen und der Ukraine geht es am schnellsten?
„Der Blockposten zwischen Ustyluh und Urgyniw an der Oblastgrenze hat mich, das war jetzt aber nur einmal, auch nach 23 Uhr passieren lassen, lässt für mich den Schluss zu, auch hier ist 24/7 passierbar.“
Bernd D-UA in Berichte und Reisetipps • Re: An welchem Grenzübergang zwischen Polen und der Ukraine geht es am schnellsten?
„Kann nur zum Blockposten vor USTYLUH sagen, der ist geöffnet 24/7 und der Blockposten vor URGYNIW schließt von 23.00 Uhr bis 04:00 Uhr. (Fahrtrichtung Grenze/Ausreise); Wer in Richtung Landesmitte fährt,...“
Bernd D-UA in Berichte und Reisetipps • Re: An welchem Grenzübergang zwischen Polen und der Ukraine geht es am schnellsten?
„Ja, der Grenzübergang in Ustyluh ist echt toll geworden, ich habe letztens den Spaß gemacht und angedeutet, dass wohl jetzt die Polen eifersüchtig sind auf diese Arbeitsplätze. Die Zöllnerin hat zustimmend...“
lev in Berichte und Reisetipps • Re: An welchem Grenzübergang zwischen Polen und der Ukraine geht es am schnellsten?
„Fahre am Sonntag nach Lwiw und will noch am späten Abend einreisen. Hat da jemand Erfahrung wegen der Wartezeiten und ist dann die Weiterfahrt wegen der Sperrstunde nicht möglich ?“
Bernd D-UA in Berichte und Reisetipps • Re: An welchem Grenzübergang zwischen Polen und der Ukraine geht es am schnellsten?
„Montag letzte Woche 11 Uhr, komplett, von Schranke zu Schranke in 21 Minuten, optimal. Ansonsten für diesen Zeitpunkt 30 bis max 40 Minuten einplanen“
Bernd D-UA in Berichte und Reisetipps • Re: An welchem Grenzübergang zwischen Polen und der Ukraine geht es am schnellsten?
„Ich schau immer bei ... ... , finde es nicht schlecht, liegt meiner Meinung nach nie KRASS daneben, DIE gemeldeten Zahlen kann man zumindest für eine seriöse Entscheidungsfindung heranziehen.“
Bernd D-UA in Berichte und Reisetipps • Re: An welchem Grenzübergang zwischen Polen und der Ukraine geht es am schnellsten?
„Hallo Handrij, Bin letzten Freitag am Abend um 22 Uhr ausgereist. In 40 Minuten total, am Freitag! Ich schildere nochmals den Ablauf, damit der optimale Ablauf nachvollziehbar wird. Ankunft vor dem Grenzübergang,...“