Das letzte Hindernis für die Durchführung einer Auktion für Frequenzen zur Entwicklung der dritten Mobilfunkgeneration (3G) ist genommen worden. Die Nationale Kommission für Fragen der Kommunikationsregulierung erklärte, dass das Verteidigungsministerium der Durchführung des Wettbewerbs zustimmt, sogar wenn aus dem Staatshaushalt nicht alle für die Umwandlung der Frequenzen notwendigen Mittel bereitgestellt werden. Der Wettbewerb könnte in der ersten Hälfte des nächsten Jahres stattfinden. Doch jetzt, nach der Vereinigung von „Kyivstar“ und den „Ukrainskije Radiosistemy“, und ebenso angesichts der Privatisierung der „UkrTelekom“, sinkt die Zahl der Anwärter auf die Frequenzen. Das sollte den Preis der Lizenzen auf ein Niveau senken, welches nicht nur für GSM-, sondern auch für CDMA-Anbieter und sogar Investmentfonds interessant wird.
Gestern erklärte der Vorsitzende der Nationalen Kommission für Fragen der Kommunikationsregulierung (NKRS), Wladimir Olijnyk, dass das Verteidigungsministerium seine Position geändert hat und weiter nicht mehr auf der Bereitstellung von 1,5 Mrd. Hrywnja für die Umwandlung der notwendigen Frequenzen für die Einführung von 3G-Verbindungen besteht. Gemäß dem neuen Plan, der von der Kommission vor kurzem präsentiert wurde, wird die Umwandlung in jedem Fall vorgenommen und die Frage der Digitalisierung der Ausrüstungen des Verteidigungsministeriums wird im Kabinett gesondert diskutiert werden, erzählte Olijnyk dem “Kommersant-Ukraine“ gestern. Zur Erinnerung: im Juli dieses Jahres stimmte das Ministerium zu den Wert der Umwandlung von 2,5 Mrd. Hrywnja auf 841 Mrd. Hrywnja zu senken (Ausgabe des “Kommersant-Ukraine“ vom 9. Juli). Jedoch erklärte Wladimir Olijnyk im August, dass der Umwandlungsplan, der vom Verteidigungsministerium bei der Kommission eingereicht wurde, zusätzlich die Bereitstellung von 1,5 Mrd. Hrywnja aus dem Staatshaushalt für die Digitalisierung der militärischen Ausrüstungen vorsah. Die Umwandlung sollte, gemäß diesem Plan, in drei Etappen stattfinden mit einer schrittweisen Freigabe der Radiofrequenzen.
„Der erneuerte Plan sieht die Durchführung der Umwandlung im Laufe von acht Monaten für 841 Mio. Hrywnja vor“, erzählte gestern der Leiter der NKRS. Die Umwandlung wird in einer Etappe mit der Freigabe des gesamten Spektrums von 100 MHz durchgeführt. „Das erlaubt es den Wettbewerb bereits in der ersten Hälfte des Jahres 2011 durchzuführen“, betonte Olijnyk. Seinen Worten nach wird in den Auktionsbedingungen vorgesehen, dass der Gewinner des Wettbewerbs die Pflicht der Finanzierung der Umwandlung auf sich nimmt und die Ausgaben für deren Durchführung werden zwischen den Unternehmen, welche Lizenzen erhalten, aufgeteilt.
Die Zahl der Lose und der Breite der zur Auktion gestellten Frequenzbänder und folglich der Anfangspreis für die Lizenzen sind bislang noch nicht festgelegt worden. Wladimir Olijnyks Worten nach werden diese Bedingungen im Vergleich zum letzten Jahr, als die NKRS plante gleichzeitig vier Lizenzen zu jeweils 25 MHz zu verkaufen, noch einmal geprüft. „Die Situation auf dem Markt hat sich nach der Vereinigung von ‘Kyivstar’ mit ‘VimpelCom’ und ebenfalls angesichts des Ende des Jahres anstehenden Verkaufs von ‘UkrTelekom’ geändert“, teilte Olijnyk mit. Er erläuterte, dass „Kyivstar“ und die „Ukrainskije Radiosistemy“ (URS, Beeline) nach deren Vereinigung zu VimpelCom Ltd. wahrscheinlich nicht mehr zwei Lizenzen haben wollen. Und einer der Hauptanwärter auf die „UkrTelekom“, die seit 2007 die einzige UMTS Lizenz in der Ukraine besitzt, ist die russische AFK „Sistema“, die MTS besitzt (Ausgabe des “Kommersant-Ukraine“ vom 13. Oktober). „Unter Berücksichtigung dieser Faktoren könnte sich die Zahl der am Erhalt der Lizenzen interessierten Unternehmen verringern und daher werden wir die Frage zusätzlich studieren und die Bedingungen des Wettbewerbs festlegen“, sagt Olijnyk.
Den Worten des Generaldirektors von „MTS-Ukraina“, Andrej Dubowskow, ist der Betreiber wie gehabt an einer Teilnahme am Wettbewerb zusammen mit anderen Mobilfunkbetreibern interessiert. Er kommentierte dabei nicht die Möglichkeit eine Lizenz über den Kauf der „UkrTelekom“ zu erhalten: „Im Augenblick ist dies lediglich eine hypothetische Möglichkeit“. Interesse bekundet man auch bei „Kyivstar“. „Wir beziehen uns positiv darauf, dass der Prozess der 3G Lizenzierung sich endlich fortzubewegen beginnt“, erklärte gestern der Leiter der Abteilung für Regulierungs- und Rechtssicherheit bei „Kyivstar“, Andrej Osadtschuk. Er fügte hinzu, dass die Frage der Beteiligung am Wettbewerb von den Aktionären entschieden wird, jedoch haben sie bislang immer den Wunsch verkündet eine 3G-Lizenz zu erhalten und den technologischen Rückstand der Ukraine zu beseitigen. Vor kurzem hat der Leiter der ukrainischen Business-Einheit der VimpelCom Ltd. (vereint „Kyivstar“ und „Ukrainskije Radiosistemy“), Igor Litowtschenko, gesagt, dass der Besitz einer 3G-Lizenz eine obligatorische Bedingung für das Erreichen der strategischen Ziele des Unternehmens ist. Bei „Astelit“ antwortete man gestern nicht auf die Anfrage des “Kommersant-Ukraine“, doch vorher hatten die Manager des Unternehmens Interesse an 3G-Lizenzen bekundet.
Der Analyst von BG Capital Alexander Paraschtschyj meint, dass die URS und MTS (im Fall des Kaufs der „UkrTelekom“) keine zusätzlichen Lizenzen erhalten möchten. „Es ergibt sich dabei, dass maximal drei Unternehmen an Lizenzen interessiert sein könnten“, sagt der Analyst. Paraschtschyj schließt nicht aus, dass das Sinken der Konkurrenz im Kampf um die 3G-Lizenzen dazu führen könnte, dass die NKRS den Preis senkt und im Wettbewerb könnten CDMA Betreiber teilnehmen. Den Worten des Generaldirektors des CDMA Betreibers ITS („CDMA-Ukraina“), Andrej Logwin, nach wurde die Frage einer Beteiligung von ITS am Wettbewerb unter den Aktionären bislang nicht diskutiert. Nichtsdestotrotz betonte Logwin, dass falls der Regulierer drei Lizenzen zu 35 MHz zur Auktion stellt, dann werden zwei von ihnen von GSM Anbietern erworben werden und auf die dritte könnten nicht nur CDMA Anbieter Anspruch erheben, sondern auch Investmentunternehmen und ebenfalls Fonds, die Expertise im Telekombereich haben. Zur Erinnerung: im letzten Jahr erklärte die NKRS, dass am Wettbewerb der französische Anbieter Orange und die britische Vodafone teilnehmen könnten.
Roman Sudolskij
Quelle: Kommersant-Ukraine


Forumsdiskussionen
Awarija in Ukraine-Nachrichten • Re: Die Ukraine hat Sanktionen gegen die Macher der Zeichentrickserie „Mascha und der Bär“ verhängt
„Inzwischen hat sich ja auch die Tagesschau etwas eingehender mit diesem Thema befaßt. Demnach seien indirekte Geldflüsse zum Kreml der Grund für das erfolgte Verbot der Serie. Ich schätze jedenfalls...“
Awarija in Ukraine-Nachrichten • Re: Die Ukraine hat Sanktionen gegen die Macher der Zeichentrickserie „Mascha und der Bär“ verhängt
„ Ist die Meldung überhaupt aktuell, die "Welt" schrieb offenbar schon 2023 über genau dieses Thema ?
“
Awarija in Ukraine-Nachrichten • Re: Die Ukraine hat Sanktionen gegen die Macher der Zeichentrickserie „Mascha und der Bär“ verhängt
„Kennt jemand vielleicht die Hintergründe dafür ? Soweit ich das sehe handelt es sich doch um eine völlig harmlose Kinderserie ohne jede Spur von Propaganda oä ?“
Awarija in Ukrinform • Re: Russland attackiert erneut Grenzübergang zu Moldau in Region Odessa, Verkehr gesperrt
„ Was meint "erneut" ??
Bislang glaubte ich daß man sich als Reisender zumindest in unmittelbarer Grenznähe sicher fühlen konnte ?
“
Bernd D-UA in Berichte und Reisetipps • Re: An welchem Grenzübergang zwischen Polen und der Ukraine geht es am schnellsten?
„Bei Ankunft am Blockposten im Internet (nakordoni.eu) 4h Wartezeit und 40 PKW am Grenzübergang, einen Teil der Wartezeit sitzt man am Blockposten ab, die halten die PKW Warteschlange von dem eigentlichen...“
Frank in Berichte und Reisetipps • Re: Mit dem Zug in die Ukraine
„Auch wenn ich diese Verbindung toll finde, hätte ich ehrlicherweise Angst, von Polen aus in die Ukraine zu reisen. Die Polen werden immer gewaltsamer gegen Ukrainer und ukrainische Projekte. Außerdem...“
Bernd D-UA in Berichte und Reisetipps • Re: An welchem Grenzübergang zwischen Polen und der Ukraine geht es am schnellsten?
„Ich dachte z.B. Krakovetz hat diese Spur nicht, jedenfalls bin ich in 2025 mit allen anderen bei den Ukrainern durchgeschleust worden, anschließend bei den Polen EU Spur..“
Bernd D-UA in Berichte und Reisetipps • Re: Mit dem Zug in die Ukraine
„ Hallo julib77,
Bzgl. Ausreisen mit PKW nach Polen möchte ich Dir deutlich widersprechen, ich weiß nicht woher Du Deine Informationen beziehst.
Schau einfach hier einmal Thread nach "An welchem Grenzübergang geht's am schnellsten? Da musst Du nicht suchen, der steht derzeit auch immer weit oben. Auch wenn wir da, nur über die Abläufe und die Wartezeiten berichten, findest Du nicht einen Kommentar darüber, dass Ukrainer schlecht behandelt werden. (2025 bis heute, ca. 25 Ein- und Ausreisen)
Ich kann nur sagen, ich beobachte keinerlei Repressalien, ganz im Gegenteil, die Ukrainer werden respektvoll behandelt, ist stelle keinen Unterschied zu mir als Deutschen fest. Das einzig berichtenswerte ist, dass die meisten Ukrainer-Innen fotografiert werden, bei der Ein - und Ausreise. Dieser Vorgang läuft professionell ab, ich kann dabei keine "Erniedrigung " beobachten, es wird gelacht und gescherzt dabei und die Frauen richten ihre Haare etc. Damit es ein 'schönes" Bild gibt.
Bzgl. Ungarn kann ich nur von einer Einreise berichten in 2025 (noch unter Orban), an dem mir sehr gut bekannten Grenzübergang "Lushanka" (Berehove HU), die Ausreiseseite kann man beobachten, ich kann nichts berichten, d.h. für mich normale Abläufe bei der Ausreise, wie auch bei der Einreise. Normale PKW Schlange, ganz im Rahmen. Kurz um, mir ist damals nichts aufgefallen. Alles war SICHER, wie die letzten 70 Mal, als ich den Grenzübergang von 2004 an bis 2025 überquert habe. Ein- und Ausreise.
“
Bernd D-UA in Berichte und Reisetipps • Re: An welchem Grenzübergang zwischen Polen und der Ukraine geht es am schnellsten?
„Ich werde am Sonntag ca. 12 Uhr auch wieder in Uhryniw Ausreisen. Dazu mal eine Frage, in Uhrnyiw gibt es ja die besagte EU-Spur, die ja durchweg bei den Ukrainern und den Polen die Ausreisezeit doch erheblich...“
julib77 in Berichte und Reisetipps • Re: Mit dem Zug in die Ukraine
„Auch wenn ich diese Verbindung toll finde, hätte ich ehrlicherweise Angst, von Polen aus in die Ukraine zu reisen. Die Polen werden immer gewaltsamer gegen Ukrainer und ukrainische Projekte. Außerdem...“
Awarija in Berichte und Reisetipps • Re: Mit dem Zug in die Ukraine
„Ups, ja. Irgendwie war zwar die Rede von einem durchgängig buchbaren Fahrschein, aber das bedeutet in der Tat wohl nicht auch zugleich eine unterbrechungsfreie und bequeme Fahrt mit der Bahn. Schade“
MHG1023 in Berichte und Reisetipps • Re: Mit dem Zug in die Ukraine
„Ja auf dem Papier sieht das wohl alles sehr einfach aus. Offenbar hat Leo da den Mund etwas zu voll genommen, scheint übrigens typisch für die private Verkehrsbranche zu sein. Soweit ich sehe hat sich...“
Awarija in Berichte und Reisetipps • Re: Mit dem Zug in die Ukraine
„Ja auf dem Papier sieht das wohl alles sehr einfach aus. Offenbar hat Leo da den Mund etwas zu voll genommen, scheint übrigens typisch für die private Verkehrsbranche zu sein. Soweit ich sehe hat sich...“
Awarija in Berichte und Reisetipps • Re: Mit dem Zug in die Ukraine
„ Obwohl der Leo-Express angeblich seit Juni den Betrieb auf dieser Strecke aufgenommen hat wird die "Bahnfahrt" über Przemysl nach UA wohl noch lange Zukunftsmusik bleiben.
Wie zu lesen ist gibt es noch nichtmal für das polnische Streckennetz eine Zulassung so daß derzeit dort wohl noch mit Bussen gefahren wird.
“
MHG1023 in Berichte und Reisetipps • Re: Mit dem Zug in die Ukraine
„изображение.png изображение.png Da muß man wohl mit den Daten etwas herumspielen ... Da wird wohl noch nicht täglich gefahren. Trotzdem Danke.“
MHG1023 in Berichte und Reisetipps • Re: Mit dem Zug in die Ukraine
„
Ist korrekt, aber ich finde man hätte trotzdem im Text gleich darauf hinweisen können.War aber nicht "böse" gemeint ...
Bis jetzt sind die Tickets auch noch nicht auf der Webseite buchbar - warum auch immer ...
Hab´s versucht - bekomme aber immer angezeigt "auf dieser Strecke fahren wir nicht"
“
MHG1023 in Berichte und Reisetipps • Re: Mit dem Zug in die Ukraine
„Man sollte aber explizit dazu schreiben, daß es ein Zug von LeoExpress ist - und nur auf deren Webseite kann man die Fahrkarten kaufen. Zumindest ist es die erste Umsteigefreie Verbindung von Deutschland...“
Eric in Recht, Visa und Dokumente • Re: Deklaration gebrauchter Kleidung beim Zoll
„Vielen Dank, mit einem Briefchen meiner Frau im Gepäck gab es keine Probleme“