Nach Saporoshje und Tschernigow verschwinden die russischen Kanäle “Perwyj Kanal. Vsemirnaja Set`”, REN TW und “RTR-Planeta” aus Kiew. Gestern wurde bekannt, dass der größte Kabelfernsehoperator in der Ukraine, das Unternehmen “Volia”, deren Anteil bei den Abonnenten in der Hauptstadt 80% beträgt, zum 1. November beabsichtigt die russischen Fernsehsender aus seinen Paketen zu nehmen. Beim Unternehmen “Torsat”, der die Interessen dieser Fernsehsender vertritt, versprach man die Abschaltung vor Gericht anzufechten.
Zum 1. Oktober hat der Nationalrat zu Rundfunk und Fernsehfragen die Anbieter verpflichtet die Ausstrahlung der ausländischen Sender zu unterbinden, “deren Inhalt eine Anpassung an die Gesetzesforderungen” verlangt. Damals konstatierte der Nationalrat die Nichterfüllung der Anforderungen des Gesetzes “Zur Fernseh- und Rundfunkverbreitung”. welches noch in 2006 in Kraft trat. Im Einzelnen zahlen nicht alle ausländischen Sender Reklame auf dem Territorium der Ukraine, befolgen die Gesetze zu Autoren- und Verbundrechten und ebenfalls zur gesellschaftlichen Moral. In die Liste der nichtangepassten Sender fielen vier russischen Fernsehsender: der “Perwyj Kanal. Vsemirnaja Set`”, REN TW, “RTR-Planeta” und TVCI (die internationale Version von “TW-Zentr”). Die Sender wurden bereits aus den Paketen der Kabelanbieter in Tschernigow, Saporoshje, Lwow und Uman ausgeschlossen. Und in Saporoshje, wo die Sender zum 1. Oktober abgeschalten wurden, verpflichteten die Abgeordneten des Stadtrates die Betreiber die Sender wieder ins Kabelnetz aufzunehmen.
Gestern wurde bekannt, dass zum 1. November der größte Fernsehkabelanbieter “Volia” beabsichtigt den “Perwyj Kanal. Vsemirnaja Set`”, REN TW, “RTR-Planeta” und TVCI abzuschalten. Die Mitteilung darüber auf der Seite des Unternehmens ist vom 9. Oktober. “Der Anbieter der Programmdienstleistungen hängt direkt vom Regulierungsorgan ab, welches das Recht besitzt die Berechtigung für die Anwesenheit der einen oder anderen Kanäle in den Paketen festzulegen. Es gibt eine Anordnung und wir sind verpflichtet diese umzusetzen.”, sagt die Leiterin der PR-Abteilung von “Volia”, Alina Sigda.
Im ersten Halbjahr betrug der Zuschaueranteil des “Perwyj Kanal”, “RTR-Planeta” und von “TW-Zentr”, den Angaben der GfK Ukraine nach, 2,23% (10. Platz unter den Kanälen, die in der Ukraine senden), 0,76% (16) und 0,23% (27). Die Reichweite von REN TW wird nicht verfolgt.
Übrigens, beim Nationalrat erklärte man gestern, dass man die Verbreitung der Kanäle nicht verboten hat. “Einer der Staatsangestellten des Nationalrates hat eigenwillig den Betreibern einen Brief geschickt, in dem unter Hinweis auf eine Entscheidung des Nationalrates gefordert wurde die drei russischen Sender abzuschalten. Obgleich in der Entscheidung die Rede davon ging die nicht angepassten Sender den Gesetzen entsprechend umzugestalten.”, sagt das Mitglied des Nationalrates Wiktor Ponedilko.
Der Einschätzung des Marketingdirektor des Saleshouses “Priorität”, Alexej Kasanzew, nach, wird sich im Fall eines Ausschlusses der Sender aus den Kabelpaketen deren Auditorium verringern und der “Perwyj Kanal” kann bis zu 2 Mio.$ nicht erhalten, bei RTR wären es bis zu 500.000 $.
Soweit im Gesetzeswerk keine verständliche Anpassung vorgeschrieben ist, ist es faktisch unmöglich die Sender in das Kabelnetz zurückkehren zu lassen, sagt der Direktor des Unternehmens “Torsat” (Distributor vom “Perwyj Kanal”, von “RTR-Planeta” und von “TW-Zentr”) Anatolij Salnik: “Niemand versteht, was eine Adaption sein soll. Wir gehen davon aus, dass das Verbot für die Verbreitung der Fernsehsender ungesetzlich ist.”, sagt Salnik. “Gegenüber den Fernsehsendern bestehen keine Forderungen von Besitzern von Autoren- oder Verbundrechten. Unser Unternehmen zahlt alle Steuern. Daher werden wir die Entscheidung des Nationalrates vor Gericht anfechten.”
Quelle: Kommersant-Ukraine


Forumsdiskussionen
julib77 in Berichte und Reisetipps • Re: Mit dem Zug in die Ukraine
„Auch wenn ich diese Verbindung toll finde, hätte ich ehrlicherweise Angst, von Polen aus in die Ukraine zu reisen. Die Polen werden immer gewaltsamer gegen Ukrainer und ukrainische Projekte. Außerdem...“
Awarija in Berichte und Reisetipps • Re: Mit dem Zug in die Ukraine
„Ups, ja. Irgendwie war zwar die Rede von einem durchgängig buchbaren Fahrschein, aber das bedeutet in der Tat wohl nicht auch zugleich eine unterbrechungsfreie und bequeme Fahrt mit der Bahn. Schade“
MHG1023 in Berichte und Reisetipps • Re: Mit dem Zug in die Ukraine
„Ja auf dem Papier sieht das wohl alles sehr einfach aus. Offenbar hat Leo da den Mund etwas zu voll genommen, scheint übrigens typisch für die private Verkehrsbranche zu sein. Soweit ich sehe hat sich...“
Awarija in Berichte und Reisetipps • Re: Mit dem Zug in die Ukraine
„Ja auf dem Papier sieht das wohl alles sehr einfach aus. Offenbar hat Leo da den Mund etwas zu voll genommen, scheint übrigens typisch für die private Verkehrsbranche zu sein. Soweit ich sehe hat sich...“
Awarija in Berichte und Reisetipps • Re: Mit dem Zug in die Ukraine
„ Obwohl der Leo-Express angeblich seit Juni den Betrieb auf dieser Strecke aufgenommen hat wird die "Bahnfahrt" über Przemysl nach UA wohl noch lange Zukunftsmusik bleiben.
Wie zu lesen ist gibt es noch nichtmal für das polnische Streckennetz eine Zulassung so daß derzeit dort wohl noch mit Bussen gefahren wird.
“
MHG1023 in Berichte und Reisetipps • Re: Mit dem Zug in die Ukraine
„изображение.png изображение.png Da muß man wohl mit den Daten etwas herumspielen ... Da wird wohl noch nicht täglich gefahren. Trotzdem Danke.“
MHG1023 in Berichte und Reisetipps • Re: Mit dem Zug in die Ukraine
„
Ist korrekt, aber ich finde man hätte trotzdem im Text gleich darauf hinweisen können.War aber nicht "böse" gemeint ...
Bis jetzt sind die Tickets auch noch nicht auf der Webseite buchbar - warum auch immer ...
Hab´s versucht - bekomme aber immer angezeigt "auf dieser Strecke fahren wir nicht"
“
MHG1023 in Berichte und Reisetipps • Re: Mit dem Zug in die Ukraine
„Man sollte aber explizit dazu schreiben, daß es ein Zug von LeoExpress ist - und nur auf deren Webseite kann man die Fahrkarten kaufen. Zumindest ist es die erste Umsteigefreie Verbindung von Deutschland...“
Eric in Recht, Visa und Dokumente • Re: Deklaration gebrauchter Kleidung beim Zoll
„Vielen Dank, mit einem Briefchen meiner Frau im Gepäck gab es keine Probleme“
Anuleb in Recht, Visa und Dokumente • Re: Seit Anfang des Jahres haben die Zollbeamten Verstöße im Wert von fast 11 Milliarden aufgedeckt
„Am besten wäre natürlich, wenn die Frau mit dabei ist. Alleinreisende Männer stehen schließlich immer unter Verdacht.“
Frank in Recht, Visa und Dokumente • Re: Seit Anfang des Jahres haben die Zollbeamten Verstöße im Wert von fast 11 Milliarden aufgedeckt
„Kein Zoll. Du musst an sich nur sagen dass das privat ist und du nicht damit handeln willst. So lange das nicht Originalverpackt ist und ersichlich das nicht neu sollte es keine Probleme geben“
Eric in Recht, Visa und Dokumente • Deklaration gebrauchter Kleidung beim Zoll
„Hallo Leute, ich weiß nicht, ob ich hier richtig bin mit meiner Anfrage. Ich möchte 4 Umzugskartons mit gebrauchter Straßen Kleidung bei der Einreise in die Ukraine mitnehmen. Es ist gebrauchte Kleidung...“
lev in Berichte und Reisetipps • Re: An welchem Grenzübergang zwischen Polen und der Ukraine geht es am schnellsten?
„Wir sind mit unserem Wohnmobil, wie geplant am Montag 15.6. in Krakovets rüber. Sehr zeitig los gegen 5 Uhr in der Früh. Mit sehr sehr wenig Verkehr, super bis zur Grenze. Nur 8 PKW vor der Schranke....“
Frank in Berichte und Reisetipps • Re: An welchem Grenzübergang zwischen Polen und der Ukraine geht es am schnellsten?
„Gestern 6 Stunden warten vor der Grenze Richtung Polen in Krakowez mit dem Kleinbus. Abfertigung ging dann schnell da auch Passagiere mit EU-Pass dabei waren“
Bernd D-UA in Berichte und Reisetipps • Re: An welchem Grenzübergang zwischen Polen und der Ukraine geht es am schnellsten?
„Bin am Montag 15.6.26 um 8 Uhr in Urgyniw ausgereist, das erste Mal an einem Montagmorgen ca. 15 Fahrzeuge vor mir, bin sonst der Erste oder Zweite, egal, nach ca 20 Minuten wurde dann die nächste Welle...“