Den russischen Wedomosti ist heute zu entnehmen, dass es weiterhin keine Einigung der Konfliktparteien in Kiew gibt.
So soll gestern der amtierende Ministerpräsident Janukowitsch bei der Eröffnung der Sitzung des Ministerkabinetts bemerkt haben, dass er bereits eine Woche keine Möglichkeit zur Unterredung mit Präsident Juschtschenko hatte, mit welchem er sich vorher fast täglich traf. Den von Wiktor Juschtschenko unterzeichneten zweiten Ukas vom 25. April über die Verschiebung des Termines der Neuwahlen auf den 24. Juni bezeichnete er als Verletzung aller vorher erzielten Vereinbarungen. Vor allem derjenigen erst einmal die Entscheidung des Verfassungsgerichtes zum ersten Erlass abzuwarten.
Janukowitsch geht davon aus, dass der Präsident mit seinen manipulativen Erlassen und der Entlassung zweier Richter die Arbeit des Verfassungsgerichtes paralysiert habe. Die Verfassungsrichter fanden sich gestern in einer geschlossenen Sitzung zusammen, um die weitere Vorgehensweise zu entscheiden, denn der erste Erlass gilt bereits nicht mehr und es existiert noch keine Klage der Parlamentsabgeordneten zum zweiten Ukas. Die Entscheidung wird dem Pressedienst des Gerichts nach am heutigen Freitag bekannt gegeben.
Der Premier wandte sich an den Präsidenten mit dem Aufruf die Gespräche von Neuem mit einem leeren Blatt zu beginnen. Er schlug vor, die Werchowna Rada zusammen zurufen, um schnellstmöglich die für die vorgezogenen Neuwahlen notwendigen Gesetze zu beschließen. Danach soll an einem runden Tisch die Notwendigkeit der Durchführung besprochen werden.
Ein Mitarbeiter des Präsidenten teilte den “Wedomosti“ mit, dass Juschtschenko nicht beabsichtigt mit Janukowitsch zu reden, da der letztere die mündlich getroffenen Vereinbarungen brach, in dem er bei einer Kundgebung verkündete, dass vorgezogene Parlamentswahlen nur mit vorgezogenen Präsidentenwahlen durchzuführen seien. Juschtschenko sieht die Möglichkeiten für Kompromisse bereits ausgeschöpft, so die Quelle der Zeitung.
Gestern ebenfalls begann die Arbeit der Zentralen Wahlkommission, welche aufgrund der Erkrankung von vier Mitgliedern entscheidungsunfähig war. Dennoch steht die Vorwahlkampagne unter der Drohung des Scheiterns, da weder die Finanzierung, noch Probleme technischer und organisatorischer Art geklärt sind.
Der Politologe Jurij Jakimenko geht davon aus, dass der Präsident seine Gegner in eine Situation gedrängt hat, in der sie die Entscheidung des Verfassungsgerichtes nicht mehr abwarten können. Er ist sich sicher, dass die Mitglieder der Regierungskoalition an den Wahlen teilnehmen werden.
Die Legitimität der Wahlen, aufgrund des Fehlens einer gesetzlichen Basis, sieht dagegen der Politologe Michail Pogrebinskij gefährdet.


Forumsdiskussionen
Bernd D-UA in Berichte und Reisetipps • Re: An welchem Grenzübergang zwischen Polen und der Ukraine geht es am schnellsten?
„Ich habe mal sie Einreise in die UA (aus Polen), am Grenzübergang Uhryniw gemacht. Inzwischen 3 Mal am Freitagabend 21 Uhr MEZ. Nur zwei bis drei PKW, was schon gut ist. Aber der Hit ist, dort gibt es...“
Awarija in Ukraine-Nachrichten • Re: Die Ukraine hat Sanktionen gegen die Macher der Zeichentrickserie „Mascha und der Bär“ verhängt
„Inzwischen hat sich ja auch die Tagesschau etwas eingehender mit diesem Thema befaßt. Demnach seien indirekte Geldflüsse zum Kreml der Grund für das erfolgte Verbot der Serie. Ich schätze jedenfalls...“
Awarija in Ukraine-Nachrichten • Re: Die Ukraine hat Sanktionen gegen die Macher der Zeichentrickserie „Mascha und der Bär“ verhängt
„ Ist die Meldung überhaupt aktuell, die "Welt" schrieb offenbar schon 2023 über genau dieses Thema ?
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Awarija in Ukraine-Nachrichten • Re: Die Ukraine hat Sanktionen gegen die Macher der Zeichentrickserie „Mascha und der Bär“ verhängt
„Kennt jemand vielleicht die Hintergründe dafür ? Soweit ich das sehe handelt es sich doch um eine völlig harmlose Kinderserie ohne jede Spur von Propaganda oä ?“
Awarija in Ukrinform • Re: Russland attackiert erneut Grenzübergang zu Moldau in Region Odessa, Verkehr gesperrt
„ Was meint "erneut" ??
Bislang glaubte ich daß man sich als Reisender zumindest in unmittelbarer Grenznähe sicher fühlen konnte ?
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Bernd D-UA in Berichte und Reisetipps • Re: An welchem Grenzübergang zwischen Polen und der Ukraine geht es am schnellsten?
„Bei Ankunft am Blockposten im Internet (nakordoni.eu) 4h Wartezeit und 40 PKW am Grenzübergang, einen Teil der Wartezeit sitzt man am Blockposten ab, die halten die PKW Warteschlange von dem eigentlichen...“
Frank in Berichte und Reisetipps • Re: Mit dem Zug in die Ukraine
„Auch wenn ich diese Verbindung toll finde, hätte ich ehrlicherweise Angst, von Polen aus in die Ukraine zu reisen. Die Polen werden immer gewaltsamer gegen Ukrainer und ukrainische Projekte. Außerdem...“
Bernd D-UA in Berichte und Reisetipps • Re: An welchem Grenzübergang zwischen Polen und der Ukraine geht es am schnellsten?
„Ich dachte z.B. Krakovetz hat diese Spur nicht, jedenfalls bin ich in 2025 mit allen anderen bei den Ukrainern durchgeschleust worden, anschließend bei den Polen EU Spur..“
Bernd D-UA in Berichte und Reisetipps • Re: Mit dem Zug in die Ukraine
„ Hallo julib77,
Bzgl. Ausreisen mit PKW nach Polen möchte ich Dir deutlich widersprechen, ich weiß nicht woher Du Deine Informationen beziehst.
Schau einfach hier einmal Thread nach "An welchem Grenzübergang geht's am schnellsten? Da musst Du nicht suchen, der steht derzeit auch immer weit oben. Auch wenn wir da, nur über die Abläufe und die Wartezeiten berichten, findest Du nicht einen Kommentar darüber, dass Ukrainer schlecht behandelt werden. (2025 bis heute, ca. 25 Ein- und Ausreisen)
Ich kann nur sagen, ich beobachte keinerlei Repressalien, ganz im Gegenteil, die Ukrainer werden respektvoll behandelt, ist stelle keinen Unterschied zu mir als Deutschen fest. Das einzig berichtenswerte ist, dass die meisten Ukrainer-Innen fotografiert werden, bei der Ein - und Ausreise. Dieser Vorgang läuft professionell ab, ich kann dabei keine "Erniedrigung " beobachten, es wird gelacht und gescherzt dabei und die Frauen richten ihre Haare etc. Damit es ein 'schönes" Bild gibt.
Bzgl. Ungarn kann ich nur von einer Einreise berichten in 2025 (noch unter Orban), an dem mir sehr gut bekannten Grenzübergang "Lushanka" (Berehove HU), die Ausreiseseite kann man beobachten, ich kann nichts berichten, d.h. für mich normale Abläufe bei der Ausreise, wie auch bei der Einreise. Normale PKW Schlange, ganz im Rahmen. Kurz um, mir ist damals nichts aufgefallen. Alles war SICHER, wie die letzten 70 Mal, als ich den Grenzübergang von 2004 an bis 2025 überquert habe. Ein- und Ausreise.
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Bernd D-UA in Berichte und Reisetipps • Re: An welchem Grenzübergang zwischen Polen und der Ukraine geht es am schnellsten?
„Ich werde am Sonntag ca. 12 Uhr auch wieder in Uhryniw Ausreisen. Dazu mal eine Frage, in Uhrnyiw gibt es ja die besagte EU-Spur, die ja durchweg bei den Ukrainern und den Polen die Ausreisezeit doch erheblich...“
julib77 in Berichte und Reisetipps • Re: Mit dem Zug in die Ukraine
„Auch wenn ich diese Verbindung toll finde, hätte ich ehrlicherweise Angst, von Polen aus in die Ukraine zu reisen. Die Polen werden immer gewaltsamer gegen Ukrainer und ukrainische Projekte. Außerdem...“