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Zwei Explosionen und ein Erpresserbrief in Makejewka

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Gestern Morgen erschütterten zwei Detonationen Makejewka, aufgrund derer Ermittlungen nach Absatz 2 des Artikels 258 des Strafgesetzbuches („Terrorakt“) eingeleitet wurden. Die Organisatoren der Explosionen forderten, dass man ihnen bis 17.00 Uhr des gestrigen Tages 4,2 Mio. Euro auszahlt. Andernfalls drohten sie mit fünf weiteren Explosionen in der Stadt, jedoch fand dies zur genannten Zeit nicht statt. In Verbindung mit den Ereignissen in Makejewkja verkürzte Präsident Wiktor Janukowitsch seinen Besuch in Japan und wies die Rechtsschutzorgane an im gesamten Land zu einem verstärkten Dienst überzugehen.

In der Stadt Makejewka in der Oblast Donezk gab es gestern früh am Morgen zwei Explosionen. Eine der Sprengvorrichtungen explodierte an einem Eingang des Gebäudes des Staatsunternehmens „Makejewugol“, die andere unweit des Handelszentrums „Golden Plaza“. Opfer und Verletzte gibt es glücklicherweise nicht. Wie dem “Kommersant-Ukraine” die Leiterin des Pressedienstes des Staatsunternehmens „Makejewugol“, Wera Ljaschtschenko, mitteilte, wurden praktisch alle Fensterscheiben des Gebäudes, die zur Eingangsseite hinausgehen, zerstört, der Zentraleingang und die Lobby im Erdgeschoss des Zentralgebäudes wurden ernsthaft beschädigt, doch die inneren Einrichtungen erlitten keine Schäden.

Wie der Stellvertreter des Innenministers, Wassilij Farinnik, erzählte, fand die erste Explosion in Makejewka um 4:37 Uhr und die zweite um 5:05 Uhr statt. Seinen Worten nach betrug die Entfernung zwischen den Detonationsplätzen 600m. „Neben (den Explosionsorten) wurde ein Umschlag mit der Forderung eine große Geldsumme zu übergeben gefunden“, präzisierte Farinnik. Wie bekannt wurde, hatten die Explosionen eine Sprengkraft von 200 g TNT, was ungefähr der Sprengkraft einer Handgranate entspricht. Die Sprengvorrichtungen wurden aus der Distanz gezündet.

Dem “Kommersant-Ukraine” gelang es gestern sich mit dem Text des Forderungsschreibens vertraut zu machen, der anderen Informationen nach, nicht am Detonationsort, sondern im Gebäude des Makejewkajer Stadtexekutivkomitees gefunden wurde. Dass der Brief eben dort hinterlassen wurde, bestätigte der Minister für Energiewirtschaft und Kohleindustrie, Jurij Bojko, der erklärte, dass „die Notiz mit der Geldforderung wurde am Gebäude des Stadtexekutivkomitees befestigt“. „Ich bin überzeugt, dass die Rechtsschutzorgane schnell und effektiv eingreifen werden und diese terroristischen Ansätze beenden werden, die unserem Lande und unserer Region uneigen sind. Das ist irgendein Schuft, der schnell gefunden und unschädlich gemacht werden muss“, sagte Bojko.

Im Brief wird angezeigt, dass eine Gruppe von Leuten die Verantwortung für die Explosionen auf sich nimmt, die „gegen die derzeitige Regierung auftritt, die ihnen nichts gegeben hat“. „Unsere Angehörigen sind Opfer, wir haben nichts zu verlieren“, heißt es im Brief. Übrigens ein Informant des “Kommersant-Ukraine”, der mit dem Verlauf der Ermittlungen vertraut ist, teilte mit, dass Ermittlung bisher in den Vorgängen keinen politischen Subtext prüfe. „Das ist der erste Vorfall, wo wir mit der Praxis konfrontiert sind, dass Geld gegen Explosionen eingetauscht wird“, betonte der Informant des “Kommersant-Ukraine”.

Die resonanzreichsten Explosionen vor den Ereignissen in Makejewka gab es in Saporoshje. Im letzten Sommer wurde die Schutzheiligenkirche gesprengt (Ausgabe des “Kommersant-Ukraine” vom 29. Juli 2010) und in der Nacht vom 31. Dezember auf den 1. Januar das Stalindenkmal (Ausgabe des “Kommersant-Ukraine” vom 17. Januar). Der Stellvertreter des Leiters der Stepan Bandera Organisation „Trisub/Dreizack“, Andrej Tarassenko, welcher der Sprengung des Denkmals verdächtigt wird, erklärte gestern dem “Kommersant-Ukraine”, dass seine Organisation in keiner Beziehung zu den Explosionen in Makejewka steht. „Und die Sprengung des Stalin-Denkmals und die Ereignisse in Makejewka erinnern an vielzahlige Provokationen mit dem Ziel der Destabilisierung der Situation. Es sieht so aus, als ob jemand ein sehr gefährliches Spiel begonnen hat, welches nicht nur die Demokratie in der Ukraine, sondern das Land selbst gefährdet“, vermutet Tarassenko.

Gestern Morgen trafen der Vorsitzende des Sicherheitsdienstes der Ukraine (SBU), Walerij Choroschkowskij, und der Stellvertreter des Innenministers, Leonid Sima, umgehend ein. Den Informationen des “Kommersant-Ukraine” nach, wurde nach einigen Stunden nach den Geschehnissen ein Ermittlungsverfahren gemäß Artikel 258 Absatz 2 des Strafgesetzbuches („Terrorakt“) eingeleitet. Am Abend bestätigte Choroschkowskij dies. „Das regionale Antiterrorzentrum aktivierte alle Kräfte für das Aufspüren der Verbrecher und die Verhinderung neuer Terrorakte“, führte die Leiterin des Pressedienstes des SBU, Marina Ostapenko, aus.

Im Brief beschrieben die Terroristen die Übergabeprozedur für das Geld im Detail. Sie forderten 4,2 Mio. Euro in 500 Euroscheinen (8400 Scheine). In der Geldtasche sollte keine „Wanzen“ oder andere Spezialapparate sein, mit deren Hilfe man ihre weitere Bewegung verfolgen könnte. Falls die geforderte Summe nicht geliefert wird, drohten die Terroristen mit weiteren fünf Explosionen an „Plätzen mit großen Menschenansammlungen“. Die Morgenexplosionen bezeichneten sie als Warnungen und Demonstrationen der Ernsthaftigkeit ihrer Absichten. Vertreter der Lokalverwaltung und der Rechtsschutzorgane nahmen die Drohungen ernst und begannen Kräfte zusammenzuziehen.

Bemerkenswert ist, dass die 500 Euroscheine die Unpopulärsten in Europa sind und mit ihnen ist es fast unmöglich in Handelszentren zu bezahlen und in Großbritannien wurde sogar ein Verbot für den Verkauf dieser Banknoten in Wechselstellen eingeführt, da sie oft gefälscht werden. So wurden den Angaben der Europäischen Zentralbank nach 2009 fast 450.000 falsche Banknoten dieser Größe beschlagnahmt.

Der Präsident der Kiewer Assoziation praktizierender Psychologen und Psychotherapeuten, Wjatscheslaw Kasmirenko, empfiehlt in den Handlungen der Makejewkaer Terroristen keine Logik zu suchen. Er betonte, dass in ihren Handlungen „ein verrückter Sinn sichtbar wird, ohne rationalen Kontext“. „Derzeit wirkt in der Gesellschaft ein System einer nicht friedfertigen Politik, die in den Kabinetten und Sitzungssälen beginnt“, meint Kasmirenko. „Öffnen Sie eine beliebige Seite oder Zeitung und Sie sehen, wie sich die Politiker aufführen. Das ist ein einfaches Schema, welches auf die Hirne wirkt. Es entsteht der Gedanke: ‘Wenn sie das können, warum kann ich das nicht? Wenn der Minister einen Polizisten verprügelt, warum kann ich das nicht? Ich bin was, etwas anderes?“

Sobald in den Medien über die Explosionen berichtet wurde, tauchten in der Stadt Anzeichen von Panik auf: aus einigen Kindergärten und Schulen wurden die Kinder sofort nach Hause geholt. Wie dem “Kommersant-Ukraine” der Direktor einer der Schulen erzählte, gab es keine Anordnungen zur Unterbrechung der Schulstunden aus der Bildungskreisverwaltung, die Lehrer erhöhten die Aufmerksamkeit aus eigener Initiative. „Wir haben zusätzliche Vorsichtsmaßnahmen ergriffen: erhöhten die Wachen am Eingang, damit keine Fremden hereinkommen, überprüften, ob es im Keller oder anderen Räumen verdächtige Gegenstände gibt“, hob der Schuldirektor hervor.

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Gegen Mittag tauchten in den Wohnvierteln und den Verwaltungsgebäuden von Makejewka Milizmitarbeiter mit Hunden auf, die Keller, Müllschlucker, Arbeits- und Fahrstuhlräume überprüften. In einer Reihe von Einrichtungen wurde dem “Kommersant-Ukraine” bestätigt, dass „irgendwelche Spezialisten kamen und irgendwelche Leitungen überprüften“.

Nach den Explosionen begannen in der Stadt Angehörige des Spezialkommandos der Truppen des Innenministeriums zu patrouillieren. „Aus dem Antiterrorismuszentrum traf ein Befehl ein, gemäß dem 50 Personen des speziellen Milizkommandos nach Makejewka für Patrouilliendienste geschickt werden“, erklärte gestern tagsüber der Leiter der Gruppe für Öffentlichkeitsarbeit der Territorialabteilung der Truppen des Innenministeriums, Alexej Lichobabin. „Die an den Patrouillen nicht mitwirkenden Soldaten befinden sich in Verfügung des Abschnitts, doch können sie im Fall eines entsprechenden Befehls zur Erfüllung von Aufgaben, die vom Antiterrorzentrum gestellt werden, hinzugezogen werden.“

Die versprochenen Explosionen fanden bis 17.00 Uhr nicht statt. Unter den Journalisten, die erfolglos auf Kommentare der Vertreter der Rechtsschutzorgane warteten, begann sich die Information zu verbreiten, dass die Regierung den Terroristen die geforderte Summe gezahlt hat. Jedoch dementierte dies Walerij Choroschkowskij, der nach 19.00 Uhr vor die Journalisten trat. Er erklärte, dass die Erpresser kein Geld erhalten hätten. Den Informationen des “Kommersant-Ukraine” nach wurde die erforderliche Summe nach Makejewka mit einem Sonderflug aus Kiew gebracht, doch fand die Übergabe nicht statt – die Terroristen tauchten für das Lösegeld einfach nicht an dem von ihnen genannten Platz in einem der Vorstädte der Stadt auf.

Choroschkowskij unterstrich, dass die Einwohner von Makejewka nicht um ihr Leben fürchten müssen. „Ich möchte den Stadtbewohner sagen, dass sie heute ruhig schlafen und die Kinder ruhig in die Kindergärten und Schulen führen können. Zum heutigen Tag sehen wir keine Probleme. Wir setzen alle möglichen Mechanismen in Bewegung, damit keine Wiederholung der Explosionen stattfinden“, erklärte der SBU-Leiter.

Am Abend wurde bekannt, dass das Staatsoberhaupt die Dauer seines Besuchs in Japan verkürzt hat und ins Land zurückkehrt. „Wiktor Janukowitsch wies die Rechtsschutzorgane an entsprechende Sicherheitsmaßnahmen in allen Regionen der Ukraine zum Schutz der Bürger zu ergreifen und verstärkte Dienstvarianten bei den Rechtsschutzorganen einzuführen“, teilte man beim Pressedienst des Präsidenten mit.

Jaroslaw Kolguschew, Walerij Kutscherk, Artjom Skoropadskij, Jelena Geda

Quelle: Kommersant-Ukraine

Übersetzer:   Andreas Stein — Wörter: 1369

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„Tauchen hier eigentlich immer neue Idioten auf oder sind das die gleichen? Offensichtlich sind es immer die gleichen Idioten die hier Schreiben.Sieht man ja an Ihnen. Sie,wahrscheinlich; heldenhafter Ukrainer....“

„Naja, Neuankömmlinge müssen erst einmal drei irgendwie gehaltvolle Beiträge schreiben, bevor sie komplett freigeschalten werden. Dieser Fall hatte sich schon 2011 registriert und sich bei anderen Sachen...“

„Tauchen hier eigentlich immer neue Idioten auf oder sind das die gleichen? Offensichtlich sind es immer die gleichen Idioten die hier Schreiben.Sieht man ja an Ihnen. Sie,wahrscheinlich; heldenhafter Ukrainer.“

„so....und wo ist in dem Text die Rede von Folter.Sobald irgend etwas ukrainisches das Maul aufmacht kommen nur Lügen heraus!“

„Der Klerus wusste schon immer wo Geld zu holen ist.Und die blöden deutschen ..zahlen. und zahlen und zahlen.“

„Respect für den Priester.Das ist wahre Nächstenliebe. Lass doch die Oligarchen und Selensky an der Front Kämpfen. Aber da scheißen sich die Maulhelden in die Hose!“

„Nein,nein,nein,,daß machen die braven ,guten Ukrainer nicht.Das hat ihm bestimmt ein böser Russe heimlich und das Auto gelegt!“

„Selensky wir als der größte Blender und Rattenfänger in die Weltgeschichte eingehen.Und als Milliardär in der Schweiz leben.Skrupel kennt diese Egomanie nicht!“

„Mein Nachbar hat auch eine Mistgabel hochgehalten und mich mit meiner Familie bedroht! Dann rufe ich doch auch gleich mal den Sicherheitsrat an! Ich glaube meine Nachbar war schon mal in der Sowjetunion...“

„Da war es doch schöner die Russenpipeline anzuzapfen und das gas dem Russen zu klauen.Und auch noch Durchleitungsgebühren zu kassieren. Ich mag diesen Ukrainischen Menschenschlag einfach nicht.Korruppter,hinterlistiger...“

„Das ist eine tolle Einstellung: Die Ukraine ist autonom genug zu entscheiden. Das lass sie mal mit Ihren eigenen Recoursen diesen Krieg führen. Sofort ALLE Zahlungen und Waffenlieferungen an dieses Korrupte...“

„Man. man man....wann begreift Ihr Ukrainer das ihr nicht der Nabel der Well seid! Hoffentlich haben bald Eure "Brüder" ,die Russen, die Sowjetunion wieder zum Leben geweckt! Weltweit hungern 800 Millionen...“

„Ihr macht Euch lächerlich! ..vorübergehend besetzte Regionen! Diese Gebiete sind an den Kriegsgewinner verloren. Und wenn die Korrupte Regierung weiter wartet ist alles weg! Aber die Idioten in Deutschland...“

„War von mir auch eher scherzhaft gemeint. Hoffen wir daß es dem Verfasser nach diesem Haßausbruch nun besser geht. Für die nächsten 10 Jahre...“

„Ich denke es wachsen genügend neue nach, leider. Wir leben nunmal in einer Gesellschaft von Alten, Kranken und Einsamen, faktenschwach aber meinungsstark. Vielleicht kann Handrij für Neuankömmlinge...“

„Tauchen hier eigentlich immer neue Idioten auf oder sind das die gleichen?“

„Das ist doch kein Problem für die Heldenhaften Ukrainischen Kriegsgewinner. Die Bomben fangen die doch mit den neuen erfundenen Tennisschlägern ab und schlagen die bis zu Kremel nach Moskau zurück!“

„Wohngebiet getroffen? So ein Zufall! Mit Waffenproduktion und Munitionslagern!“

„Sie brauche keine Angst vor der Fliegerbombe zu haben. Nach der Ukrainischen Berichterstattung Bombardiert der Russe nur Krankenhäuser ,Schulen und Kindergärten. Das sind die gefährlichen Gegner der...“

„Darf ich drauf Hinweisen das es sich natürlich bei dem Toten und den Verletzen natürlich um Frauen und Kinder handelt.Das ist die ukrainische Berichterstattung. Merke: Ukrainer= Edelmänner,Helden und...“

„..Stromnotstand..... Da war es doch schöner und billiger die russische Gasleitung anzuzapfen und Gas zu klauen . Und auch noch Geld für Durchleitungsrechte zu kassieren. Ukrainer und Russen sind ein...“

„Mensch....ist das nicht Lebensgefährlich? Die Russen, euer Brudervolk, bombardieren doch nur die ganzen Kindergärten und Krankenhäuser. Militärisch Ziele werden von den Ruhmreichen,unbesiegbaren Ukrainern...“

„Eine Art Grundwehrdienst gibt es aktuell nicht. Frisch eingezogene Soldaten erhalten im günstigsten Fall drei bis vier Wochen Ausbildung zum Teil im Ausland und danach können sie sofort an die Front...“

„Na,so was aber auch! So etwas machen doch eigentlich nur die bösen Russen!“

„Da war es doch schöner über Jahrzehnte die durch die Ukraine verlaufende russische Gaspipeline illegal anzuzapfen und Gas zu klauen. Und auch noch Durchleitungsgebühren von den Russen zu Kassieren....“

„Das ist doch eine tolle IDEE. Dann können die Ukrainer ja mal anfangen die Milliardenbeträge an die Unterstützer zurückzuzahlen. Oder landen die Erlöse in auf den Panama Konten des Komikers und dessen...“

„Und irgendein "Minister" hat gesagt das die in Deutschland gezahlten "Bürgergeldbeträge" direkt zur "Regierung" nach Kiew zu Überweisen sind. So stand es im "Spiegel"!“

„Bachmut? Plötzlich liest man nichts mehr von der angeblichen"Gräueltaten" der Russen in Bachmut! Ähnlich wie die Sprengung der Pipeline durch die Russen! Die Wahrheit stirbt im Krieg zuerst!“

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„Vielen Dank Handrij für die Zusammenfassung, sie erklärt doch einiges mehr. Die einheimische Ölindustrie um Drohobytch ist natürlich seit Jahrzehnten als Schulwissen bekannt (außer vielleicht bei...“

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