Der Minister für Bildung und Wissenschaften, Dmitrij Tabatschnik, meint, dass es im Verlaufe des “Großen Vaterländischen Krieges” keine anderen kämpfenden Seiten gab als die Anti-Hitlerkoalition und das faschistische Deutschland und dessen Verbündete.
Dies sagte er bei einer Videokonferenz zwischen Moskau, Minsk, Kiew, Chisinau/Kischinjow und Eriwan zum Thema “Unser gemeinsamer Sieg: Der Große Vaterländische Krieg – historisches Gedächtnis und die moderne Gesellschaft”.
“Ich bin überzeugt davon und alle meine Kollegen unterstützen mich dabei, dass es während des ‘Großen Vaterländischen Krieges’ keinerlei dritte Kräfte gab; es gab die Anti-Hitlerkoalition und es gab das Hitlerreich und dessen Verbündete und Satelliten. Und die bewaffneten Formierungen, die aus lokalen Einwohner in den okkupierten Territorien gebildet wurden, das waren Kollaborateure”, sagte der Minister.
Tabatschniks Meinung nach ist die Tatsache nicht hinnehmbar, dass in letzter Zeit Versuche der Rehabilitierung dieser Formierungen verstärkt wurden.
“Das Gespräch über die Kollaborateure ist unangebracht und in jedem Land des zivilisierten Europas unsinnig”, sagte er.
Der Minister meinte dabei, dass man unbedingt Achtung vor den Veteranen des Zweiten Weltkriegs zeigen, die Wahrheit über die Geschehnisse dieser Zeit aussprechen und eine Fälschung der Geschichte nicht zulassen soll.
“Um die junge Generation zur Achtung vor den Leistungen ihrer Urgroßväter und Großväter zu erziehen, muss man einfach sagen, wer Held des Krieges war und wer leider zu den Kollaborateuren zählte”, erklärte er.
Tabatschnik vertrat ebenfalls die Meinung, dass die Tatsache, dass man in den letzten Jahren in der Ukraine den ‘Großen Vaterländischen Krieg’ als Zweiten Weltkrieg zu bezeichnen begann, als Erscheinung der Nichtachtung gegenüber den Veteranen und versicherte, dass in den Lehrbüchern dieser Krieg erneut Großer Vaterländischer Krieg genannt werden wird.
Im November 2009 hatten die Abgeordneten der Fraktion des Blockes Julia Timoschenko Michail Kossiw, Wiktor Schwez, Iwan Denkowitsch, Stepan Kurpil, Alexander Gudima, Nikolaj Kowsel, Jelena Schustik und Wladimir Makijenko der Werchowna Rada vorgeschlagen die Ukrainische Aufstandsarmee (UPA) als kämpfende Seite im Zweiten Weltkrieg anzuerkennen.
Am 10. März hatten die Radaabgeordneten Jaroslaw Dshodshik, Jurij Kostenko und Iwan Sajez (alle aus der Fraktion des Blocks “Unsere Ukraine – Nationale Selbstverteidigung”) ebenfalls dem Parlament vorgeschlagen die Organisation Ukrainischer Nationalisten (OUN) und die Ukrainische Aufstandsarmee als kämpfende Seite in den Jahren 1939-56 im Kampf um die Freiheit und die Unabhängigkeit des ukrainischen Staates anzuerkennen, doch dieser Entwurf wurde vom Parlament nicht geprüft.
Quelle: Ukrajinski Nowyny


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„Ich vermute Geldmacherei! Immerhin kostet die bescheuerte Karte über 1000 Hrivnas+ Krankenversicherung für 2000 Hrivnas und ungefähr 300 Euro Absicherung beim Ernstfall, die aber kein Arzt der Ukraine...“
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„Sie kann als Untermieterin bei Dir einziehen dadurch bildet Ihr keine Bedarfsgemeinschaft. Womöglich keine gute Idee. Unser Sozialamt z. B. wollte die Nebenkosten in einer ähnlichen Situation detailliert...“
Bernd D-UA in Hilfe und Rat • Re: Mit ukrainischer Frau unter einem Dach
„Weshalb wollt ihr zusammenziehen, wenn Deine Rente nicht reicht? Du kannst diese Frau nicht ernähren? Dann ist sie doch bisher besser dran, hat ihr Bürgergeld und Wohnraum etc., Krankenversicherung hat...“
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„Sie kann als Untermieterin bei Dir einziehen dadurch bildet Ihr keine Bedarfsgemeinschaft. Nur Ihr BG wird gekürzt, wie viel weiß ich nicht. Erkundige Dich mal in diese Richtung.“