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"Interpipe" verzichtet vorerst auf Börsengang

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Das Röhren-“Räder” Unternehmen “Interpipe” Wiktor Pintschuks verzichtet in Verbindung mit der weltweiten Finanzkrisis auf die Durchführung des Börsengangs an der Londoner Wertpapierbörse in diesem Jahr. Beim Unternehmen heißt es, dass die Finanzierung eigener Projekte mit eigenen und geliehenen Mitteln durchgeführt werden. Außerdem gehen Experten davon aus, dass noch ein weiterer Grund für den Börsengang verschwunden ist. Es gibt momentan keine Notwendigkeit nach Einschätzung des Unternehmens dafür, eine Fusion mit der “Trubnaja Metallurgitscheskaja Kompanija” (TMK) Dmitrij Pumpjanskijs.

Gestern erklärte der leitende Direktor des Investitions und Consultingunternehmens EastOne (verwaltet die Aktiva Wiktor Pintschuks) Gennadij Gasin in einem Interview mit der Financial Times,
dass aufgrund “der schwierigen Marktbedingungen” das Röhren-“Räder” Unternehmen “Interpipe” auf den IPO an der Londoner Stock Exchange verzichtet. Am Ende des letzten Jahres erzählte Wiktor Pintschuk in einem Interview mit Bloomberg, dass er “Interpipe” mit 6 Mrd. $ bewertet und in der zweiten Hälfte des Jahres beabsichtigt bei einem Börsengang nicht weniger als 1 Mrd. $ einzunehmen.

Bei “Interpipe” erklärt man, dass man momentan keinen besonderen Geldbedarf hat, da dieser durch Bank- und eigene Mittel gedeckt wird. “Gerade haben wir einen Vertrag mit Barclays und der Citibank unterzeichnet und haben bei ihnen einen Kredit über 344 Mio. $ über 10,5 Jahre zu 3,78% erhalten.”, teilte dem “Kommersant-Ukraine“ der Leiter der Abteilung für Kommunikation mit Investoren, Walerij Koslow, mit. Außerdem emittierte das Unternehmen im letzten Jahr Eurobonds für 200 Mio. $.

“Interpipe” ist der größte Röhrenhersteller der Ukraine. Das Produktionsvolumen betrug in 2007 1,47 Tausend t, der Umsatz 1,79 Mrd. $. Dazu gehören der “Nishnedeprowskij Trubokatnyj Sawod” (NDTS), der “Nowomoskowskij Trubny Sawod” (NTS) und “Niko Tube”. Profiteure des Unternehmens sind Wiktor Pintschuk und die Mitglieder seiner Familie.

Gemäß dem gestern veröffentlichten Finanzbericht nach IFRS, erhöhte “Interpipe” im letzten Jahr den Umsatz um 24,3%, auf 1,792 Mrd. $, das EBITDA um 16,8%, auf 438 Mio. $, den Reingewinn um 18%, auf 256 Mio. $. Dabei verringerte sich die Umsatzrendite um 1,6% auf 24,4%. Beim Unternehmen merkte man an, dass das Wachstum der Finanzindikatoren von einer Erhöhung der Verkaufsmengen und des Wachstum der Durchschnittspreise sowohl für die Röhrenprodukte, als auch für die “Rad”-produkte bedingt wurde.

Im Übrigen, Branchenanalysten erwarteten weitaus höhere Finanzwerte von “Interpipe” in diesem Jahr. Beispielsweise, der Analyst der Investmentfirma “Dragon Capital”, Iwan Chartschuk, geht davon aus, dass der Umsatz des Unternehmens, ausgehend von den Produktionsmengen und den Preisen für die Produkte, bei 2,078 Mrd. $ hätte liegen können, das EBITDA bei 506 Mio. $ und der Reingewinn bei 312 Mio. $. “Es ist möglich, dass ‘Interpipe’ nur die Reserven für die Zukunft erhöht hat, da der Börsengang aufgeschoben wurde.”, stimmt der Analyst von “Sokrat” Alexej Muschak zu. Er erinnerte daran, dass im letzten Jahr das NDTS, welches etwa die Hälfte des Umsatzes und des Gewinnes von “Interpipe” erzeugt, sich entschied die Rücklagen um das vierfache zu erhöhen und damit den Reingewinn um 23,2% verringerte. Analog ging “Interpipe” beim NTS vor, welcher für 15% des Umsatzes und 7% des Gewinnes verantwortlich ist.

Der Analyst der Investmentfirma “Concorde Capital” Jewgenij Tscherwjatschenko schließt nicht aus, dass der Verzicht von “Interpipe” auf den Börsengang in Verbindung mit der Abkühlung der Gespräche über die Fusion mit der “Trubnaja Metallurgitscheskaja Kompanija” steht. Den Daten des “Kommersant-Ukraine“ nach, führten die Unternehmen Verhandlungen bis Ende 2007. “Gerade zeigt die TMK hohe Aktivität im M&A Bereich außerhalb der GUS Staaten. Außerdem können beide Röhrenunternehmen sich selbständig unter der Voraussetzung einer guten Weltkonjuktur bei den Röhrenpreisen entwickeln.”, sagte Tscherwjatschenko. In diesem Jahr wird ein minimaler, mittlerer Jahrespreisanstieg für Röhrenprodukte von 55% erwartet. 2007 lag dieser Anstieg bei 20%.

Quelle: Kommersant-Ukraine

Übersetzer:   Andreas Stein — Wörter: 655

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„Da hast du ja eine Leiche ausgebuddelt...“

„Danke für den Link. Laut dem Ergebnis dort habe ich oben richtig gerechnet. Bin stolz auf mich. Für die paar Tage die ich gelegentlich in der Ukraine bin muss ich über sowas nicht nachdenken.“