Gestern wurden die Einzelheiten der Zusammenarbeit einer der größten Baumarkt-Handelsketten in Europa – der deutschen OBI – und des ukrainischen Milliardärs Gennadij Bogoljubow bekannt. Die gleichberechtigten Partner gründeten ein gemeinsames Unternehmen, welches in diesem Jahr plant die ersten drei Hypermärkte in der Ukraine zu eröffnen. Bis dahin versuchte der Einzelhändler etwa drei Jahre lang erfolglos eigenständig in den ukrainischen Markt einzutreten, sagen Marktteilnehmer.
Davon, dass OBI in der Ukraine Baumärkte in Partnerschaft mit dem Teilhaber der PrivatBank, Gennadij Bogoljubow, zu bauen, verkündete das Unternehmen am Montag. Wie gestern in der Marketingabteilung des deutschen Unternehmens erzählt wurde, haben die Partner ein gemeinsames Unternehmen (zu gleichen Anteilen), die Gesellschaft mit beschränkter Haftung “OBI Ukraina franchisingowyj Zentr”, gegründet. In diesem Jahr investiert das Unternehmen 20 Mio. € in die Eröffnung der ersten drei Hypermärkte – in Charkow (die Eröffnung ist für Oktober geplant, unweit des Einkaufszentrums “Dafi”), in Mariupol (November, neben dem Einkaufszentrum “Amstor”) und in Odessa (Dezember, neben dem Einkaufszentrum Riviera). 2009 ist die Eröffnung von weiteren OBI Märkten in Nikolajew, Odessa, Gorlowka, Kiew und Dnepropetrowsk geplant, teilte der Generaldirektor von “OBI Ukraina”, Keith Smith, mit.
OBI – ist die viertgrößte Baumarktkette der Welt. Das Unternehmen wurde 1970 gegründet, vereint mehr als 515 Geschäfte in Deutschland und anderen Ländern Zentral- und Osteuropas. Der Umsatz im Finanzjahr 2006/2007 betrug 5,8 Mrd. €.
OBI entwickelt sich auch im benachbartem Russland gemeinsam mit einem Partner, wo das Unternehmen bereits 2003 in den Markt eintrat. In Moskau wurde der ehemalige Mitbesitzer der Baumarktkette “Starik Chottabytsch” Igor Sosin zum Partner. In Russland ist OBI eine der größten und dynamischsten Baumarktketten, betont der Generaldirektor der Kette “Home Center Rossija” Igor Marjasch. Doch das Unternehmen hängt seinen Ankündigungen hinterher: im Mai 2005 redete OBI davon, dass bis 2010 60 Geschäfte eröffnet werden, doch bislang sind es bislang 12. “OBI hatte einen guten Partner – sie platzierten ihre Geschäfte neben den ‘Mega’ Handelszentren (die schwedische IKEA), doch die Partner trennten sich.”, erzählte Marjasch.
Die Gründung eines gemeinsamen Unternehmens mit einem lokalen Partner, ist die optimale Art des Eintritts auf den ukrainischen Markt, denken Experten. “Im Land gibt es eine sehr hohe administrative Barriere für den Markteintritt. Außerdem, ist es schwierig sich hier zu entwickeln, wenn man Fläche in Einkaufszentren mietet; denn in Krasnodar gibt es mehr Einkaufszentren als in der ganzen Ukraine.”, sagt Marjasch. Ebenfalls eine eigenständige Entwicklung in der Ukraine riskiert die deutsche Baumarktkette Praktiker: Ende 2007 informierte der “Kommersant-Ukraine“ über Verhandlungen der Kette mit dem Charkower Konzern AWEK, welcher ein Netz von Baumärkten errichtet.
Sich mit dem Einzelhandel zu beschäftigen wurde modern unter den ukrainischen Geschäftsleuten: EastOne, das Unternehmen Wiktor Pintschuks, gründete ein Joint-Venture mit der russischen Kette “Mosmart”, die Eigentümer von “Saproshstal”, Eduard Schifrin und Alex Schnajder, entwickeln die “Amstor” Kette und SCM Rinat Achmetows “Brusnyz”. Bogoljubow war im Einzelhandelsgeschäft bislang nicht bemerkbar. Doch, den Angaben von Marktteilnehmern nach, beschäftigen er und sein Privatbank Partner sich etwa zehn Jahre bereits mit Immobilien. Insbesondere Bogoljubow besitzt Anteile an den Baufirmen “Aerobud”, “Meshdunarodnyj logistitscheskij Partnjorstwo” und “Privatist & Development”. “Gennadij Bogoljubow ist bekannt dafür, ein ambitionierte Geschäftsmann zu sein. Er versteht die Spezifik der ukrainischen Wirtschaftsumgebung, verfügt über notwendige Verbindungen und Kontakte. Das gibt der Partnerschaft mit OBI zusätzlichen Wert. Mehr noch, soweit ich weiß, versuchte die Kette im Lauf von zwei bis drei Jahren erfolglos eigenständig in die Ukraine zu gelangen.”, sagt der Generaldirektor der Investmentfirma Concorde Capital Igor Masepa.
Quelle: Kommersant-Ukraine


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„Ich vermute Geldmacherei! Immerhin kostet die bescheuerte Karte über 1000 Hrivnas+ Krankenversicherung für 2000 Hrivnas und ungefähr 300 Euro Absicherung beim Ernstfall, die aber kein Arzt der Ukraine...“
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Bernd D-UA in Hilfe und Rat • Re: Mit ukrainischer Frau unter einem Dach
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„Sie kann als Untermieterin bei Dir einziehen dadurch bildet Ihr keine Bedarfsgemeinschaft. Nur Ihr BG wird gekürzt, wie viel weiß ich nicht. Erkundige Dich mal in diese Richtung.“