“Naftogas” gelang es den gegenseitigen Beziehungen zu “Gasprom” die Anspannungen zu nehmen. Zum gestrigen Tag überwies die ukrainische Seite 300 Mio. $ von den zum 1. Dezember zur Tilgung versprochenen 500 Mio. $ für Gas, welches im September (in die Ukraine) gepumpt wurde. Dies führte im Übrigen nicht nicht zu scharfen Äußerungen seitens “Gasproms”, der Monopolist erklärte lediglich, dass er eine Begleichung der Schulden in voller Höhe – 2,4 Mrd. $ – bis zum 1. Januar 2009 erwartet. Experten gehen davon aus, dass die Bereitschaft “Gasproms” zu friedlichen Verhandlungen sich mit dessen Wunsch, auf beliebigem Wege die Sicherheit der Gaslieferungen nach Europa zu gewährleisten, erklärt.
Die Staatliche Aktiengesellschaft “Naftogas Ukrainy” tilgte einen Teil der Schulden für den September und, wie erwartet wird, überweist die restliche Summe heute. Darüber informierte gestern der Pressesprecher von RusUkrEnergo (RUE), Andrej Knutow. Ein Informant des “Kommersant-Ukraine“ beim Unternehmen erzählte, dass am Sonnabend 100 Mio. $ überwiesen wurden und gestern weitere 200 Mio. $. Heute sollte RUE die übrigen 250 Mio. $ überweisen, fügte der Gesprächspartner des “Kommersant-Ukraine“ hinzu.
Derweil beginnt heute in Moskau die nächste Verhandlungsrunde, im Laufe derer geplant ist den Ablaufplan der Tilgung der Gasschulden der Ukraine abzustimmen. Am Vortag des Treffens erklärte der offizielle Vertreter “Gasproms”, Sergej Kuprijanow, dass das Unternehmen darauf zählt die gesamte Summe – 2,4 Mrd. $ – bis zum 1. Januar 2009 zu erhalten: “Das ist die Bedingung für den Übergang zu direkten langfristigen Verträgen mit ‘Naftogas’” Andernfalls wird, den Worten Kuprijanows nach, der Preis für Gas für die Ukraine in 2009 bei mehr als 400$ pro tausend Kubikmeter liegen (derzeit 179,5$). Sergej Kuprijanow erinnerte ein weiteres Mal an den Vorschlag “Gasproms” die Vorauszahlungen für den Gastransit über das Territorium der Ukraine für 2009 darüber zu verwirklichen, dass “Naftogas” dieses Geld in Form von Zahlungen für Erdgas zurückgibt (Ausgabe des “Kommersant-Ukraine“ vom 19. November). Im Austausch fordert “Gasprom” die Beibehaltung der momentanen Transitgebühren.
Beim Pressedienst von “Naftogas” erklärte man gestern, dass das Unternehmen damit rechnet die gesamte Schuld für Gas bis Ende Dezember zu begleichen. Sicherheit dafür gibt die Tatsache, dass vom gestrigen Tage an die Gaspreise für die Bevölkerung erhöht wurden. Dies erlaubt dem Unternehmen allein im Januar zusätzliche 70 Mio. $ einzulösen.
Die Erklärungen beider Seiten bedeuten, von der Sache her, einen Waffenstillstand in dem entbrannten Gaskrieg. So hatte “Gasprom” in scharfer Form die Tilgung der Gasschulden gefordert, damit drohend sich an das Schiedsgericht der Stockholmer Handelskammer zu wenden und den Gaspreis für die Ukraine auf bis zu 400$ für die tausend Kubikmeter zu erhöhen (Ausgabe des “Kommersant-Ukraine“ vom 21. November). Und Präsident Wiktor Juschtschenko versprach als Antwort auf die Drohungen Moskaus zu Marktbeziehungen zu Russland in den Fragen der Vermietung der Objekte der Schwarzmeerflotte auf der Krim, der Tarife für den Gastransit und der Gaszwischenlagerung überzugehen (Ausgabe des “Kommersant-Ukraine“ vom 24. November). Im Verlaufe des letzten Treffens in Moskau einigten sich die Vertreter der Unternehmen auf die Tilgung der Schulden der Ukraine für Gaslieferungen im September und teilweise vom Oktober bis zum 1. Dezember.
Der Chef der Analyseabteilung der Investmentfirma “BrokerKreditService”, Maxim Schein, geht davon aus, dass “Gasprom” auf eine Fortsetzung des Gaskrieges verzichtete, da dies die gegenseitigen Beziehungen mit den Gaskonsumenten in den Ländern der Europäischen Union erschweren könnte. Er erinnert daran, dass das Hauptthema des kürzlichen Treffens des Premierministers Russlands, Wladimir Putin, und des Chefs des deutschen Konzerns E.ON, Wulf H. Bernotat, die Garantien für das Durchleiten von Gas nach Europa über das Territorium der Ukraine im Fall einer Verschärfung des Konflikts zwischen Moskau und Kiew um die Gasschulden waren. Putin versicherte dem Chef von E.ON, dass der Gastransit nach Europa in jedem Fall der Entwicklung der Ereignisse sichergestellt wird, doch, allem Anschein nach, entschied er sich dazu, den Konflikt auf friedlichem Wege zu lösen.
Das Hauptziel der Intervention “Gasproms” war die Beibehaltung der Transitgebühren für russisches Erdgas über das Territorium der Ukraine, ist sich das Mitglied des Ausschusses der Werchowna Rada zu Energiefragen, Oleg Sarubinskij, sicher. “‘Gasprom’ strebt beharrlich danach von der Ukraine zu erreichen, dass diese die Vorauszahlungen für den Gastransit mit den Schulden verrechnet. Auf diese Weise wird die Transitgebühr für das nächste Jahr, von der Sache her, eingefroren, was für den russischen Monopolisten vorteilhaft ist”, stimmt der Leiter der speziellen Parlamentskommission für Fragen der Untersuchung der Situation auf dem Gasmarkt, Wassilij Kisseljow, zu. Derweil erklärte man dem “Kommersant-Ukraine“ gestern beim Pressedienst von “Naftogas”, dass man es nicht für unwahrscheinlich hält, dass man den Vorschlag “Gasproms” zur Bezahlung im Voraus für den Transit für 2009 annimmt.
Oleg Gawrisch, Natalja Grib
Quelle: Kommersant-Ukraine


Forumsdiskussionen
Awarija in Ukraine-Nachrichten • Re: Die Ukraine hat Sanktionen gegen die Macher der Zeichentrickserie „Mascha und der Bär“ verhängt
„Inzwischen hat sich ja auch die Tagesschau etwas eingehender mit diesem Thema befaßt. Demnach seien indirekte Geldflüsse zum Kreml der Grund für das erfolgte Verbot der Serie. Ich schätze jedenfalls...“
Awarija in Ukraine-Nachrichten • Re: Die Ukraine hat Sanktionen gegen die Macher der Zeichentrickserie „Mascha und der Bär“ verhängt
„ Ist die Meldung überhaupt aktuell, die "Welt" schrieb offenbar schon 2023 über genau dieses Thema ?
“
Awarija in Ukraine-Nachrichten • Re: Die Ukraine hat Sanktionen gegen die Macher der Zeichentrickserie „Mascha und der Bär“ verhängt
„Kennt jemand vielleicht die Hintergründe dafür ? Soweit ich das sehe handelt es sich doch um eine völlig harmlose Kinderserie ohne jede Spur von Propaganda oä ?“
Awarija in Ukrinform • Re: Russland attackiert erneut Grenzübergang zu Moldau in Region Odessa, Verkehr gesperrt
„ Was meint "erneut" ??
Bislang glaubte ich daß man sich als Reisender zumindest in unmittelbarer Grenznähe sicher fühlen konnte ?
“
Bernd D-UA in Berichte und Reisetipps • Re: An welchem Grenzübergang zwischen Polen und der Ukraine geht es am schnellsten?
„Bei Ankunft am Blockposten im Internet (nakordoni.eu) 4h Wartezeit und 40 PKW am Grenzübergang, einen Teil der Wartezeit sitzt man am Blockposten ab, die halten die PKW Warteschlange von dem eigentlichen...“
Frank in Berichte und Reisetipps • Re: Mit dem Zug in die Ukraine
„Auch wenn ich diese Verbindung toll finde, hätte ich ehrlicherweise Angst, von Polen aus in die Ukraine zu reisen. Die Polen werden immer gewaltsamer gegen Ukrainer und ukrainische Projekte. Außerdem...“
Bernd D-UA in Berichte und Reisetipps • Re: An welchem Grenzübergang zwischen Polen und der Ukraine geht es am schnellsten?
„Ich dachte z.B. Krakovetz hat diese Spur nicht, jedenfalls bin ich in 2025 mit allen anderen bei den Ukrainern durchgeschleust worden, anschließend bei den Polen EU Spur..“
Bernd D-UA in Berichte und Reisetipps • Re: Mit dem Zug in die Ukraine
„ Hallo julib77,
Bzgl. Ausreisen mit PKW nach Polen möchte ich Dir deutlich widersprechen, ich weiß nicht woher Du Deine Informationen beziehst.
Schau einfach hier einmal Thread nach "An welchem Grenzübergang geht's am schnellsten? Da musst Du nicht suchen, der steht derzeit auch immer weit oben. Auch wenn wir da, nur über die Abläufe und die Wartezeiten berichten, findest Du nicht einen Kommentar darüber, dass Ukrainer schlecht behandelt werden. (2025 bis heute, ca. 25 Ein- und Ausreisen)
Ich kann nur sagen, ich beobachte keinerlei Repressalien, ganz im Gegenteil, die Ukrainer werden respektvoll behandelt, ist stelle keinen Unterschied zu mir als Deutschen fest. Das einzig berichtenswerte ist, dass die meisten Ukrainer-Innen fotografiert werden, bei der Ein - und Ausreise. Dieser Vorgang läuft professionell ab, ich kann dabei keine "Erniedrigung " beobachten, es wird gelacht und gescherzt dabei und die Frauen richten ihre Haare etc. Damit es ein 'schönes" Bild gibt.
Bzgl. Ungarn kann ich nur von einer Einreise berichten in 2025 (noch unter Orban), an dem mir sehr gut bekannten Grenzübergang "Lushanka" (Berehove HU), die Ausreiseseite kann man beobachten, ich kann nichts berichten, d.h. für mich normale Abläufe bei der Ausreise, wie auch bei der Einreise. Normale PKW Schlange, ganz im Rahmen. Kurz um, mir ist damals nichts aufgefallen. Alles war SICHER, wie die letzten 70 Mal, als ich den Grenzübergang von 2004 an bis 2025 überquert habe. Ein- und Ausreise.
“
Bernd D-UA in Berichte und Reisetipps • Re: An welchem Grenzübergang zwischen Polen und der Ukraine geht es am schnellsten?
„Ich werde am Sonntag ca. 12 Uhr auch wieder in Uhryniw Ausreisen. Dazu mal eine Frage, in Uhrnyiw gibt es ja die besagte EU-Spur, die ja durchweg bei den Ukrainern und den Polen die Ausreisezeit doch erheblich...“
julib77 in Berichte und Reisetipps • Re: Mit dem Zug in die Ukraine
„Auch wenn ich diese Verbindung toll finde, hätte ich ehrlicherweise Angst, von Polen aus in die Ukraine zu reisen. Die Polen werden immer gewaltsamer gegen Ukrainer und ukrainische Projekte. Außerdem...“
Awarija in Berichte und Reisetipps • Re: Mit dem Zug in die Ukraine
„Ups, ja. Irgendwie war zwar die Rede von einem durchgängig buchbaren Fahrschein, aber das bedeutet in der Tat wohl nicht auch zugleich eine unterbrechungsfreie und bequeme Fahrt mit der Bahn. Schade“
MHG1023 in Berichte und Reisetipps • Re: Mit dem Zug in die Ukraine
„Ja auf dem Papier sieht das wohl alles sehr einfach aus. Offenbar hat Leo da den Mund etwas zu voll genommen, scheint übrigens typisch für die private Verkehrsbranche zu sein. Soweit ich sehe hat sich...“
Awarija in Berichte und Reisetipps • Re: Mit dem Zug in die Ukraine
„Ja auf dem Papier sieht das wohl alles sehr einfach aus. Offenbar hat Leo da den Mund etwas zu voll genommen, scheint übrigens typisch für die private Verkehrsbranche zu sein. Soweit ich sehe hat sich...“
Awarija in Berichte und Reisetipps • Re: Mit dem Zug in die Ukraine
„ Obwohl der Leo-Express angeblich seit Juni den Betrieb auf dieser Strecke aufgenommen hat wird die "Bahnfahrt" über Przemysl nach UA wohl noch lange Zukunftsmusik bleiben.
Wie zu lesen ist gibt es noch nichtmal für das polnische Streckennetz eine Zulassung so daß derzeit dort wohl noch mit Bussen gefahren wird.
“
MHG1023 in Berichte und Reisetipps • Re: Mit dem Zug in die Ukraine
„изображение.png изображение.png Da muß man wohl mit den Daten etwas herumspielen ... Da wird wohl noch nicht täglich gefahren. Trotzdem Danke.“
MHG1023 in Berichte und Reisetipps • Re: Mit dem Zug in die Ukraine
„
Ist korrekt, aber ich finde man hätte trotzdem im Text gleich darauf hinweisen können.War aber nicht "böse" gemeint ...
Bis jetzt sind die Tickets auch noch nicht auf der Webseite buchbar - warum auch immer ...
Hab´s versucht - bekomme aber immer angezeigt "auf dieser Strecke fahren wir nicht"
“
MHG1023 in Berichte und Reisetipps • Re: Mit dem Zug in die Ukraine
„Man sollte aber explizit dazu schreiben, daß es ein Zug von LeoExpress ist - und nur auf deren Webseite kann man die Fahrkarten kaufen. Zumindest ist es die erste Umsteigefreie Verbindung von Deutschland...“
Eric in Recht, Visa und Dokumente • Re: Deklaration gebrauchter Kleidung beim Zoll
„Vielen Dank, mit einem Briefchen meiner Frau im Gepäck gab es keine Probleme“