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Warum ist Wassyl Klimentjew verschwunden? Versionen

“Warum ist das passiert? Warum werden in der Ukraine Journalisten wieder umgebracht?” – fragt Luke Harding der Korrespondent der britischen Zeitung „Guardian“. Positiv und leicht verwirrt ist er ein typischer Engländer in der Ukraine. Luke ist genauso wie wir wegen des Verschwindens von Wassyl Klimentjew dem Chef-Redakteur der Lokalzeitung „Nowij Stil“ (Neuer Sti) in Charkiw angekommen.

Die meiste Zeit seines Lebens hat Wassyl Klimentjew mit einer von der Journalistik weit entfernten Sache – mit der Musik verbracht. Als Absolvent des Charkiwer Instituts für Kultur, hat Wassyl Klimentjew als Lehrer, als Schulleiter der Musikschule gearbeitet, musikalische Ensembles geleitet, stand sogar an der Spitze des Charkiwer Vereins der Musikensembles.

In den turbulenten 90er Jahren galten die Auftritte der Ensembles nicht mehr als eine zuverlässige Einkommensquelle und Klimentjew, so seine Kollegen, hat die Mode mitgemacht und damit begonnen, sein Business aufzubauen. Es waren verschiedene Geschäftsbereiche: von Einzelhandel, über Verkauf von Getreide, bis hin zu Devisenwechsel. Konflikte mit Geschäftspartnern sowie mit Vertretern der Miliz, die eine typische Sache für einen Geschäftsmann sind, hat es auch bei Wassyl Klimentjew gegeben.

Darüber wurde auch in 2001 in der Zeitung “Ukrajinska Prawda” im Artikel Gesetzlosigkeit nach Charkiwer Art geschrieben, wo die erste Begegnung von Klimentjew mit dem Objekt seiner zukünftigen Artikel – Stanislaw Denisjuk – im Detail beschrieben wurde.

Letzterer hat damals die Hauptverwaltung zur Bekämpfung des organisierten Verbrechens (Uprawlinnja Borot’bi s Orhanisowannoju Slotschinnistju) der Charkiwer Miliz geleitet und, wie es in dem Artikel heißt, hat er alles dafür getan, damit aus der Kasse des von Klimentjew geführten sich auf dem Devisenwechsel spezialisierten Unternehmens „Nikita“ 115.000 Hrywnja (heute etwa 10.788 Euro) verschwinden.

Später hat die Staatsanwaltschaft in den Aktionen von Denisjuk und in den Fakten, die in dem Artikel beschrieben wurden, keinen Tatbestand finden können, jedoch hat diese Geschichte einen wesentlichen Einfluss auf seine spätere berufliche Zukunft gehabt.

Charkiwer Jornalisten erzählen: “Klimentjew hat faktisch nicht nur Denisjuk, sondern auch Wolodymyr Kriwobok dem damaligen Staatsanwalt des Charkiwer Gebiets den Krieg erklärt. Zunächst hat Klimentjew Enthüllungsartikel für die Parteizeitung ‘Narodna Sprawedliwist’ (Volksgerechtigkeit) – dem Presseorgan der Partei WOL ‘Sprawedliwist’ von Iwan Tschish (‘Wseukrainske Objednannja liwich ‘Sprawedliwist’ – ‘‘Ukrainische Union der Linken ‘Gerechtigkeit’‘’) geschrieben.”

Im Jahr 2002 hat Wassyl Klimentjew als Abgeordneter für die Werchowna Rada kandidiert. Sein Wahlslogan “Beginn des Endes der Gesetzlosigkeit“ galt der Bekämpfung der Korruption in der Miliz und im Justizsystem. Allerdings ist er nicht gewählt worden.

Deshalb hat Klimentjew innerhalb der nächsten zwei Jahre, im Jahr 2004, sein eigenes Projekt – die Zeitung “Nowij Stil” ins Leben gerufen.

Das ist nicht ohne Unterstützung von Wjatscheslaw Kartawych – des ehemaligen Leiters der Milizverwaltung des Moskauer Kreises der Stadt Charkiw – möglich geworden, der später in die Politik ging.

“Ja, ich habe ihm geholfen, die Zeitung zu registrieren. Ich habe etwa 200 Hrywnja bezahlt (heute etwa 18,76 Euro). Ich habe sogar Dutzende Artikel für die Zeitung ‘Nowij Stil’ geschrieben. Aber vor ein paar Jahren hat er andere Freunde gefunden, sodass wir in letzter Zeit kaum gesprochen haben.“, erzählte Kartawych.

Auf die Frage, ob es sich bei diesem „anderen Freund“ um Wassyl Sintschuk, den damaligen Staatsanwalt des Gebiets gehandelt hat, hat Kartawych nur kurz geantwortet: “Sehen Sie, Sie wissen alles selbst!“

Die Tatsache, dass Wassyl Klimentjew mit dem Staatsanwalt des Gebiets befreundet war, kann man am Stil der Zeitung erkennen. Die überwiegende Zahl der Publikationen der Zeitung Neuer Stil stellen lange Zitate der Strafakten oder Anzeigen bzw. Aussagen der Opfer bei der Miliz oder der Staatsanwaltschaft dar. Oft hat es gar keine Kommentare der beschuldigten Seite gegeben sowie ohne jegliche Analyse der vorgelegten Fakten, was aus der Sicht eines Außenstehenden als entschiedener kompromissloser Kampf wahrgenommen wird. Und aus journalistischer Sicht stellt es einfach eine Verletzung der beruflichen Standards dar.

Die Unausgewogenheit der Artikel der Zeitung „Nowij Stil“ wird von Petro Matwijenko- dem Stellvertretenden von Klimenjew folgendermaßen erklärt: “Wir haben bei allen, über die wir geschrieben haben und von wem wir die Reaktion auf Willkür haben sehen wollen, angefragt. Aber nur Wassyl Ludwihowitsch Sintschuk hat uns alle Fragen beantwortet. Sind wir denn jetzt daran schuld?“

Der Kollege von Matwijenko – Journalist der Zeitung “Nowij Stil” Jurij Homajko ist viel offener. Er macht kein Geheimnis daraus, dass Kliemntjew die Texte für viele Artikel von freundlichen Mitarbeitern der Miliz sowie Staatsanwaltschaft erhalten hat: “Wassyl Petrowitsch hatte enge Arbeitsbeziehungen mit Wassyl Sintschuk dem ehemaligen Staatsanwalt des Charkiwer Gebiet. Und mit Wjatscheslaw Kartawych dem ehemaligen Leiter der Milizverwaltung des Moskauer Bezirks der Stadt Charkiw sogar freundschaftliche Beziehungen.“

Klimentjew hat oft gesagt: ‘Ich muss von Sintschuk den Rat einholen, ob es sinnvoll ist, dieses Material, oder lieber ein anderes zu veröffentlichen.’ Letztendlich vermute ich, dass Klimentjew in ein schmutziges Spiel in der Staatsanwaltschaft hineingezogen wurde. Sintschuk konnte seinen Stellvertreter mit keinem Mittel entlassen, deshalb ist es durchaus möglich, dass Sintschuk etwas Negatives über seinen Stellvertreter an Klimentjew gegeben hat.“

Der erwähnte Stellvertreter des Charkiwer Staatsanwalts ist Serhij Chatschatrjan. „Nowij Stil“ hat über ihn in fast jeder Ausgabe in den letzten Jahren geschrieben. Diese Publikationen kann man lesen, insbesondere hier und hier

In dem Artikel “Wie ist Chatschatrjan leise Ehrenjurist geworden“, spricht der Gebietsstaatsanwalt Sintschuk nicht sehr positiv über seinen Stellvertreter.

Aber warum soll der Gebietsstaatsanwalt mit seinem Untergebenen mit Hilfe der wenig bekannten Zeitung kämpfen? Warum kann man ihn nicht einfach entlassen?

„Alles ist nicht so einfach“, sagt Serhij Ermakow – Journalist der Zeitung “Ukrajina Kriminalnaja“ („Die kriminelle Ukraine“), ein Experte der Intrigen zwischen den Charkiwern – „Chatschatrjan ist viel älter als Sintschuk, er ist seit langem der Stellvertreter, er verfügt über starke Beziehungen in Kyjiw, im Büro der Generalstaatsanwaltschaft.“

Aus diesem Grund würde es kaum möglich sein, ihn mit einem Federstrich zu entlassen.

Der Stellvertreter von Klimentjew, Petro Matwienko, bestätigt: “‘Nowij Stil’ wurde unregelmäßig mit einer kleinen Auflage herausgegeben. Die Zeitung hatte weder eine stabile Finanzierung noch Werbung, hatte aber große Probleme mit dem Vertrieb.“

Die Zeitung konnte man entweder in den Vorzimmern der Staatsanwälte oder auf den Tischen der hochrangigen Vertreter der Miliz sehen – die Zeitung wurde persönlich von Klimentjew verteilt. Aber man konnte die Zeitung weder in den Pressekiosken noch in dem Verzeichnis der abonnierten Zeitungen finden.

Matwijenko sagt, dass den Vertrieb der Zeitung diejenigen gestört haben, über die in der Zeitung geschrieben wurde. Daher haben die meisten Bewohner von Charkiw erst nach dem Verschwinden des Chefredakteurs von der Existenz der Zeitung “Nowij Stil“ erfahren.

Im Jahr 2007 hat die Zeitung, nach der Aussage von zwei Mitarbeitern der Zeitung –Matwienko und Chomajko – einen Sponsor bekommen. Es war der Charkiwer Geschäftsmann Oleksander Protas.

Die Enthüllungsartikel gegen Denisjuk, der damals bereits das Finanzamt des Gebiets geleitet hat und gegen den damaligen Bürgermeister von Charkiw Dobkin, waren nach Chomajko die Voraussetzung für die Unterstützung der Zeitungen seitens Oleksander Protas.

“Protas wollte, wenn nicht Bürgermeister, dann wenigstens der Leiter des Finanzamts werden, deshalb sind seine Interessen und die gegen Denisjuk gerichtetenInteressen von Klimentjew zusammengefallen. Und wir haben eine finanzielle Möglichkeit erhalten, auch über die Probleme der einfachen Leute zu schreiben. Wem eine Wohnung weggenommen wurde, wo das Geld von der Verwaltung gewaschen wurde, wo in Krankenhäusern die Menschen abgezockt wurden”, erinnert sich Jurij Chomajko.

Sowohl Matwijenko als auch Chomajko erinnern sich mit Wehmut an diese Tage der Zeitung – stabile Finanzierung, große Auflage, hochwertiges Papier. Protas selbst streitet eine solche Zusammenarbeit ab.

Allerdings ist kaum ein Jahr vergangen, als bei der Zeitung wieder schwere Zeiten sowie Probleme mit der Finanzierung begannen. Chomejki sagt: “Wir haben versucht zu überleben, wie wir nur konnten.”

„Zu uns sind Menschen, vor allem Geschäftsleute, gekommen und haben um Hilfe gebeten, damit wir einen Artikel schreiben“, erzählt Jurij Chomajko. „Die Person hat sofort gefragt, was unsere Dienste kosten würden. Ihr wurde eine gewisse Summe genannt. Und wenn der Preis passt und Klimentjew meinte, das Thema sei interessant – haben wir angefangen, den Artikel zu schreiben. Auf diese Art und Weise haben wir uns mit dem Eigentümer des Waldes in Petschenihi (Dorf im Charkiwer Gebiet), den die „Raider“ übernehmen wollten, geeinigt. Ich habe darüber in der vorletzten Ausgabe der Zeitung geschrieben. Der Wald wurde verteidigt.“

Aber die Zeitung hat wohl ihre Anhänger nicht nur unter den Geschäftsleuten gehabt. Wie die Nachbarin von Klimentjew behauptet, hat sie ab und zu gesehen, wie zum Chefredakteur ältere Frauen gekommen sind und, ohne ihn zu Hause anzutreffen, an die Nachbarstüren geklopft haben.

“Es kamen irgendwelche ältere Frauen, haben gefragt, ob sich hier [in dem Haus von Klimentjew – Autor] die Redaktion der Zeitung ‘Nowij Stil’ befindet, ob die Adresse richtig ist? Wahrscheinlich sind sie gekommen, um sich zu beklagen, oder haben Hilfe gesucht… Es gab Momente, in denen sie ihn nicht zu Hause angetroffen haben, oder er hat sie vielleicht einfach nicht hereingelassen, ich weiß es nicht“, sagte die Nachbarin.

Manchmal wurde in der Zeitung über den echten brennenden Alltag wie in der Novemberausgabe von 2009 berichtet. Damals ist ein Artikel herausgekommen, in dem es angeblich um illegale Übergabe einer unvollständig gebauten Schule des Bezirks Satschpiliwskij des Charkiwer Gebiets in private Hände ging. Aber sogar in diesem Artikel hat die Redaktion alles versucht, um entweder Denisjuk oder Chatschatrjan für ihre Untätigkeit einen schmerzhaften Stich zu versetzen.

Genau während der Vorbereitung von hochexplosivem Material über Stanislaw Denisjuk ist jetzt Wassyl Klimentjew verschwunden. Wie Petro Matwijenko sagt – hat der Chefredakteur von seinem Informanten erfahren, dass der Chef- Steuereintreiber des Gebiets Denisjuk ein großes Gut am Strand des Petschenihiwskij Stausees hat. Angeblich soll sich auf 30 Hektar Land ein großes Haus mit anliegendem Park, Anlagen sowie eigenem Liegeplatz befinden.

Laut Matwijenko war dieser geheimnisvolle Informant ein ehemaliger Milizionär – Andrij Kosir. Wjatscheslaw Kartawych – der ehemalige Leiter der Milizverwaltung des Moskauer Bezirks der Stadt Charkiw- weiß ganz genau, wer Kosir ist:

“Er war früher in unserer Abteilung des Rayons, aber er hat angefangen, Blödsinn zu machen. Ich habe ihn entlassen, und er ist befördert worden und in die Stadt gegangen. Ich glaube zunächst in das Amt zur Bekämpfung der organisierten Kriminalität, und dann in die Abteilung zur Drogenbekämpfung. Nun wurde er bald für Dealerei verhaftet und ins Gefängnis geschickt. Er hat gesessen, war wieder auf freien Fuß, ging– wie durch ein Wunder – wieder arbeiten. Dann hat er wieder angefangen zu dealen, allerdings mit größeren Mengen – wurde erneut verhaftet. Anschließen kam er wieder auf freien Fuß und jetzt, wenn ich mich nicht, ist er ein Geschäftsmann.”

Laut Matwijenko hat Andrij Kosir am 9. August ihn und Klimentjew in seinem silbernen BMW abgeholt, um sie in die Stadt zu fahren. Danach, haben sich die Ereignisse nach Angaben vieler Quellen, wie folgt entwickelt:

Wassyl Klimentjew

In den Ereignissen, die unmittelbar nach dem Verschwinden des Redakteurs der Zeitung „Nowij Stil“ aufgetreten sind, gibt es einige merkwürdige Umstände:

1. Zweimal nach dem Verschwinden ging im seinen Haus die Alarmanlage los. Der Sicherheitsdienst, der zum Ort des Geschehens gekommen war, behauptet nichts Verdächtiges gefunden zu haben.

2. Nach dem Verschwinden von Klimentjew haben Vertreter der Miliz sein Haus sechs bis sieben Mal besucht und, wie die Verwandten behaupten, eher Interesse an Informationen als an der Suche nach der Person gezeigt.

3. Der Sohn von Klimentjew Oleh schließt nicht aus, dass die Miliz das Strafverfahren wegen vorsätzlichen Mords im Nachhinein, am Sonntag, den 15. August eröffnet. Denn er ist selbst ein Milizionär und ist sicher, dass an diesem Tag das Ermittlungskommissariat in der Regel nicht arbeitet.

Die Umstände, wie die Sachen des Redakteurs am Petscheniskij Reservoir (Petscheneggen-Stausee) gefunden wurden, geben Anlass zur Annahme, dass das Boot extra so gelegt wurde, um die Ermittlungen auf die falsche Fährte zu bringen.

Die Charkiwerin Inna hat am 17. August zusammen mit ihrem August ein leeres Boot gesehen. Es war der sechste Tag nach dem Verschwinden von Klimentjew. Am Boden des Bootes haben eingewickelt in eine Plastiktüte seine Schlüssel und sein Handy gelegen.

“Alle unsere Verwandten und Bekannten sagen, dass wir Deppen sind, denn anstatt das Boot und das Handy an sich zu nehmen, haben wir angefangen, zu suchen, an wen wir sie zurückgeben können. Das Telefon war alt und abgenutzt, er ist sehr nass geworden. Ich bezweifle es, dass der Redakteur ein solch schlechtes Handy gehabt hat. Die Sim-Karte haben wir in das Mobiltelefon meines Sohnes eingesteckt, wer weiß, vielleicht ruft der Besitzer des Bootes an? PIN haben wir nicht gebraucht. Dann hat der Neffe von Klimentjew angerufen und hat uns angeschrien, danach ist die Miliz gekommen und hat alle Sachen konfisziert.“

Petro Matwijenko fügt hinzu, dass nach seinen Informationen, die Miliz keine Fingerabdrücke von Klimentjew an dem Boot gefunden hat.

Der Sohn des Redakteurs Oleh denkt auch, dass das Boot mit den Sachen von seinem Vater eine bewusste Provokation ist. Nach seiner Aussage, hat Klimentjew zwei Pistolen besessen, eine von denen hat er immer bei sich getragen, ebenso hat er eine Tasche mit Papieren gehabt. Oleh nimmt an, dass wenn etwas mit seinem Vater passiert wäre, dann wären die Papiere und die Pistole am Tatort zusammen mit den Schlüsseln und dem Handy geblieben. Oder es wären alle Sachen zusammen verschwunden.

Der stellvertretende Innenminister Leonid Sima hat während einer Pressekonferenz über den Stand der Ermittlungen zum Verschwinden des Chefredakteurs gesagt, dass es sieben Versionen gibt, die von den Ermittlern geprüft werden. Nach seiner Aussage ist jede der Versionen gleichberechtigt.

Die verdächtigen und widersprüchlichen Tatsachen, die während dieser journalistischen Ermittlung bekannt geworden sind, geben dazu Anlass, ein paar von den Versionen, die, aus unserer Sicht, am wahrscheinlichsten sind, näher zu betrachten.

Version eins. Rache derer, über die in der Zeitung geschrieben wurde

“Wassyl Klimentjew hat Unsinn über mich geschrieben! Kompletter Unsinn! Er hat mehr als zehn Jahre das Gleiche geschrieben!”, erzählt Stanislaw Denisjuk emotional, den wir endlich zu Abgabe eines Kommentars bewegen konnten.

Denisjuk – der Leiter des Finanzamts des Charkiwer Gebiets – ist das Hauptobjekt der Kritik von Klimentjew gewesen. Nahezu jede Ausgabe der Zeitung “Nowij Stil“ hat über die angeblich kriminellen Machenschaften von Stanislaw Denisjuk berichtet.

Nach dem Verschwinden des Redakteurs ist Denisjuk in den Augen der Öffentlichkeit zu dem Verdächtigen Nummer 1 geworden. Den Verdacht hat auch sein Urlaub erhärtet, der mit dem Verschwinden von Klimentjew zeitlich zusammenfiel, und auch die entschlossene Ablehnung, jegliche Kommentare abzugeben. Allerdings hat Denisjuk für die „Ukrajinska Prawda“ eine Ausnahme gemacht:

Haben Sie Konflikte mit Klimentjew gehabt?

- Es gab niemals welche. Ich habe ihn insgesamt nur einmal in meinem Leben gesehen. Er hat in den 90er Jahren 200.000 US – Dollar in eine kommerzielle Struktur investiert, und später ist er zu mir als Leiter der Milizverwaltung des Gebiets in die Sprechstunde gekommen.

In den letzten Jahren wurde er bezahlt, um über mich zu schreiben! Es gibt Menschen, die es gemacht haben, glauben Sie, dass ich sie nicht kenne?

Was sind es für die Menschen? Nennen Sie sie bitte.

- Wenden Sie sich mit allen Fragen an die Ermittler, sie sollen Ihnen erzählen, wer ihm gezahlt hat, um solchen Unsinn zu schreiben.

Ist es Unsinn? Haben Sie ein Landhaus am Petscheniskij Reservoir?

- Datsche? Ja, es gibt sie. Aber nicht so eine, wie es Klimentjew beschrieben hat, mit über 32 Hektar Land!

Das ist absurd! Ich bin 53, was denken Sie, kann eine Person in diesem Alter eine Datsche haben? Zudem ist es völlig legitim und transparent erworben.

Und was assoziieren Sie persönlich mit dem Verschwinden von Klimentjew?

- Dafür gibt es die Rechtsschutzorgane. Ich führe keine Ermittlungen durch. Sowohl das, was er getrieben hat, als auch seine unbedeutende Zeitung haben mich nie interessiert. Ich habe nie meine Aufmerksamkeit auf ihre Schreibereien gelenkt – es ist unter meiner Würde.

Nach Aussagen der Charkiwer Journalisten haben Sie gegen Klimentjew einen Prozess geführt. Der Rechtsanwalt Wjatscheslaw Stowba hat Ihre Interessen vertreten. Ist das wahr?

- Alle Gerichtsverfahren habe ich gewonnen. Ich war Leiter der Abteilung zur Bekämpfung der organisierten Kriminalität. Glauben Sie, ich habe keine Feinde? Ich habe genügend davon. Sie haben Klimentjew auch bezahlt.

Kennen Sie die Mitarbeiter der Miliz Kosir und Schilin, die am Verschwinden von Klimentjew beteiligt sein könnten?

- Hören Sie, ich habe viele Jahre in den Organen der strafrechtlichen Verfolgung des Charkiwer Gebiet gearbeitet. Es ist verständlich, dass ich alle kenne. Allerdings sollen der eine oder andere Mitarbeiter der Miliz von denen beurteilt werden, die in der Sache ermitteln.

Die Feinde, von denen Denisjuk gesprochen hat, hätten in der Tat Interesse daran, Denisjuk durch das Verschwinden von Klimentjew zu diskreditieren.

Aber auch Denisjuk selbst hätte Interesse daran gehabt, dass Klimentjew verschwindet. Jurij Chomajko – der Journalist der Zeitung “Nowij Stil“ erklärt es folgendermaßen: “Nun, der Mann hat die Geduld verloren. Es wurde über ihn zehn Jahre geschrieben – er hat geschwiegen, und im elften Jahr hat er sich entschieden, endlich den zu beseitigen, der ihn kritisiert hat. Vielleicht hat Klimentjew irgendetwas gefunden, dessen Veröffentlichung Denisjuk schon nicht mehr zulassen wollte.“

Ein anderes Objekt der Artikel der Zeitung “Nowij Stil“ – der Stellvertretende des Staatsanwalts des Charkiwer Gebiets Serhij Chatschatrjan – hätte das gleiche Motiv haben können. Klimentjew zu beseitigen hätte bedeutet, dass die Zeitung “Der Nowij Stil“ gelähmt würde und die Quelle der regelmäßigen Kritik beseitigt wäre.

Aber wer hätte große Angst vor einer Zeitung mit einer Auflage von mehreren tausend Exemplaren gehabt, die nicht einmal in Kiosken und Ständen verkauft wurde?

Petro Matwijenko – der stellvertretende Chefredakteur der Zeitung “Nowij Stil“ – erklärt den Einfluss seiner Ausgabe wie folgt: “Wir hatten in der Tat eine nicht sehr große Auflage. Aber wir haben für jeden Artikel obligatorische Anfragen bei allen Strafverfolgungsbehörden in Gebiet und in Kyjiw gestellt. Und jede druckfrische Ausgabe der Zeitung wurde an die Regierung, das Präsidialamt, an die parlamentarischen Arbeitsgruppen geschickt sowie in Charkiw an hochrangige Personen verteilt.“

Als Beweis zeigt Matwienko die August-Ausgabe der Zeitung “Nowij Stil“. Darin der von Klimentjew gekennzeichnete Artikel “Hrimutscha Sumisch“ (“Knallmischung“), dessen Hauptfigur der Stellvertretende Staatsanwalt des Gebiets Serhij Chatschatrjan war.

In dem Artikel beschuldigt Klimentjew Chatschatrjan sowohl Beziehungen zur kriminellen Welt zu haben, als auch darin, den Mord an dem Stiefsohn des Redakteurs in Auftrag gegeben zu haben.

Auf der Website der Zeitung “Nowij Stil“ gibt es sogar die Aufnahmen der Interviews mit den Menschen, die von Klimentjew als Auftragskiller Jurij Tschikatilo (angeblich Sohn des berühmten Wahnsinnigen) und als Vermittler Jewhen Schilin bezeichnet werden.

In der Aufnahme haben diese Menschen zugegeben den Mord geplant zu haben.

Was diesbezüglich Chatschatrjan selbst denkt, konnten wir nicht herausfinden – er hat sich geweigert, jegliche Kommentare abzugeben.

Der Staatsanwalt des Charkiwer Gebiets Jewhen Tjurin hat mitgeteilt, dass sich die Informationen über Chatschatrjan aus der Zeitung “Nowij Stil“ als auch aus den Befragungen Klimentjews nicht bestätigt haben.

Jedoch nach offiziellen Angaben der Ermittlungen wurde Chatschatrjan verhört, aber er wird nicht verdächtigt, da keine Beweise für seine Beteiligung an dem Verschwinden von Klimentjew gefunden wurden

Version zwei . Machtkampf

In Charkiw ist das Umfeld der lokalen politischen Elite kein Monopol. Hier gibt es zum Beispiel allein in der Partei der Regionen einige Clans, die miteinander konkurrieren. Deshalb ist der Kampf um Positionen – Machtressource – niemals zu Ende

Das Verschwinden von Wassyl Klimentjew hätte so einer dieser Schritte in der Schachpartie sein können, die von den lokalen „Herren des Lebens“ untereinander gespielt wird.

Davon, dass der Redakteur der Zeitung “Nowij Stil“ genau in dem Kampf um die Position des Leiters der Miliz des Gebiets zum Opfer gefallen ist, ist der Abgeordnete Hennadij Moskal überzeugt:

“Im Sommer hat es Gerüchte gegeben, dass der Leiter der Miliz des Charkiwer Gebiets Martinow ausgewechselt werden soll, da er, ehrlich gesagt, nicht so gut ist. Und auf diesen Posten sollte angeblich Denisjuk ernannt werden. Eine andere Gruppe hätte an diesem Posten jedoch gerne den Leiter der Linienverwaltung der Miliz an der Südlichen Eisenbahn Melnitschenko gesehen.”

Sie haben Klimentjew beauftragt, damit er Denisjuk bloßstellt. Dieser Gruppe haben noch zwei ehemaligen Milizionäre angehört: diese Gruppe wurde von Tschejomuchin angeführt, er wurde dabei von Schilin unterstützt. Sie haben einen anderen „Wehrwolf/Milizangehörigen“ – Kosir damit beauftragt, Klimentjew aufzusuchen und ihn mit dem Enthüllungsmaterial auf Denisjuk zu locken.

Wie?

„Kosir hat Klimentjew erzählt, dass er wisse, wo es das Landhaus von Denisjuk gibt und hat Klimentjew vorgeschlagen, dieses Haus zu fotografieren. Klimentjew hat sich einverstanden erklärt. Am ersten Tag haben sie nichts hinter dem Zaun fotografieren können und deshalb haben sie sich entschieden, das Gelände in einem Tag vom Wasser aus, vom Boot, zu fotografieren. Und am nächsten Tag ist Klimentjew verschwunden.

Und damit alle denken, dass es vom Denisjuk gemacht wurde, haben sie das Boot mit dem Handy von Klimentjew zum Reservoir gebracht, als ob er hier fotografiert hätte.

Und wenn Klimentjew im See ertrunken wäre, dann wäre das Boot entweder umgekippt oder es würde der Leichnam gefunden. So sieht es aber so aus, als ob das Ganze absichtlich arrangiert wurde. Und es ist gar nicht so schwer, auf diese Kette aus Auftraggebern und Ausführenden zu kommen.

Allerdings ist eine objektive Untersuchung dieses Falles für Herrn Mohiljow nicht vorteilhaft. Denn wenn herauskommt, dass an dem Verschwinden von Klimentjew aktuelle hochrangige Mitarbeiter der Miliz beteiligt sind, dann wird ihm nichts anderes übrig bleiben, als die Koffer packen und zurücktreten. Aus diesem Grund wurde diese Sache von dem Innenministerium übernommen, als man gemerkt hat, dass der Informationsfluss an mich geht“

Der von Moskal verdächtigte General- Major Andrij Melnitschenko wurde im Frühjahr zum Leiter der Miliz der Südlichen Eisenbahn, deren Zentale in Charkiw sitzt.

Bis zu diesem Zeitpunkt hat Melnitschenko verschiedene Management-Positionen in den Organen des Innern bekleidet. Ziemlich früh, nach den Maßstäben des Innenministeriums, hatte er den Rang eines Generalmajors der Miliz (mit 40 Jahren) erhalten. Nach dem Majdan wurde er in den Ruhestand geschickt. Bald ist er zum Abgeordneten des Charkiwer Gebietsrada von der Partei der Regionen gewählt worden und hat heftig die damaligen orangen Leiter des Gebiets kritisiert.

Seine Beteiligung am Verschwinden des Redakteurs weist er entschieden zurück: “Ich bin nie weder das Objekt seiner Publikationen noch Objekt der Kritik von Klimentjew gewesen. Mehr noch ich habe ihn sogar nie gekannt. Über sein Verschwinden habe ich erst aus den Massenmedien erfahren.“

Andrij Melnitschenko hat ebenfalls gesagt, dass er gegen Moskal wegen Verbreitung falscher Informationen klagen wird. Im Gegenzug hat er einige Fakten zugegeben, die von Moskal aufgedeckt wurden. So zum Beispiel stimmte er dem zu, dass im Sommer aktiv das Thema des Wechsels in der Chefetage des Gebiets diskutiert wurde und seine mögliche Ernennung zum Leiter der Gebietsverwaltung des Inneren, aber nur als Gerücht.

Andrij Melnitschenko sagt, dass er der Führung des Innenministeriums nicht übel nimmt, dass er nicht zum Leiter ernannt wurde. In seiner sicheren Argumentation gibt es nur einen Punkt, der stutzig macht. Melnitschenko betont, dass er von Klimentjew in seinen Artikeln nie kritisiert wurde.

Woher weiß er darüber? Wenn die Zeitung “Nowij Stil“ doch wenig bekannt war und Melnitschenko über Klimentjew wörtlich: “gehört hat, dass es so einen Journalisten gibt“

Version drei. Schulden

Das nicht schlechte Vermögen für einen Redakteur einer nicht sehr bekannten Zeitung hat immer Erstaunen bei Kollegen von Wassyl Klimentjew hervorgerufen. Davon reden, sowohl das Haus in Schatiliwka (Luxusrayon in Charkiw), als auch das ausländische Auto, als auch der professionelle Wachschutz des Geländes – all das seien nicht die gewöhnlichen Attribute eines Journalisten, der immer nach der Wahrheit gesucht hat

Die Angehörigen des Redakteurs erklären sein Vermögen mit den früheren Einnahmen Klimentjews im Geschäftsleben.

Wegen eines langjährigen Beziehungskampfes mit den Geschäftspartnern ist in der Zeitung “Slobidskij Kraj“ am 17. Juli – drei Wochen vor dem Verschwinden von Klimentjew – eine Anzeige erschienen:

Darin wird verkündet: die Herren Mereschko, Serhejew und Sitnikow sollen am 15. September im Dserschinskij Amtsgericht der Stadt Charkiw erscheinen, um Erklärungen im Falle Schuldenantreiben zugunsten Klimentjew zu geben.

Die Ex-Frau von Klimentjew – Ljudmila – hat den langjährigen Konflikt des Redakteurs mit seinen Geschäftspartnern bestätigt. Die geben angeblich seit mehreren Jahren die geliehene Geldsumme nicht zurück. Aber, nach ihrer Aussage, ist die Sache so alt, dass sie selbst überrascht ist, dass an sie erinnert wurde.

“Diese Anzeige ist gefälscht worden! Glauben Sie nicht daran und schreiben Sie darüber nicht!“, versucht Ljudmila zu überzeugen.

(Übrigens ist die Anzeige wahr, da sie von Jurij Chomajko dem Mitarbeiter der Zeitung “Nowij Stil“ auf Bitte von Klimentjew selbst aufgegeben wurde)

In der Zwischenzeit erscheinen schon Meldungen, dass während der Durchsuchung des Hauses des Redakteurs 37.000 Euro in bar sowie Schuldscheine auf mehrere hundertausend US-Dollar gefunden wurden.

Es ist unwahrscheinlich, dass Klimentjew als geheimer Milliardär bezeichnet werden kann. Nichtsdestotrotz ist die Version darüber, dass die Schuldner an dem Verschwinden des Redakteurs interessiert waren, von dem stellvertretenden Innenministers Leonid Sima bekannt gemacht worden

Version vier. Vortäuschung

“Hier gibt es zwei Möglichkeiten: entweder hat Klimentjew für sich irgendeine Gefahr gespürt und ist untergetaucht. Oder er wurde von jemandem versteckt”, teilt Serhij Jermakow, Korrespondent der Charkiwer Zeitung “Ukrajina Kriminalnaja“, seine Gedanken mit. „Eine Ermordung kann es nicht gewesen sein, denn es ist schwer nachzuvollziehen, wer daran das größte Interesse gehabt hat.

Eine Ermordung verursacht viele unnötige Probleme. Und Denisjuk mit Chatschatrjan bei deren Einkommen! Wer wenn nicht sie, versteht besser, dass das Geld die Stille mag. Wenn sie wollen, dass der Journalist schweigt, werden sie Klage bei Gericht einreichen, was sie auch getan haben.“

Wer hätte dann die Interesse gehabt, dass Klimentjew verschwindet?

„Es stellt sich heraus, dass nur er selbst daran Interesse gehabt haben könnte. Verschwinden, und um alles Denisjuk und Chatschatrjan in die Schuhe zu schieben. Oder seinen Beschützern. Denjenigen, die ihm in den Organen der Strafverfolgung geholfen haben.“

Man kann natürlich für einige Zeit untertauchen. Und wie dann ins Leben zurückzufinden?

„Ganz einfach! Stäubchen von sich abschütten und sagen, dass ich von irgendwelchen Schurken entführt, in einem Keller gehalten wurde, aber ich konnte ihnen entkommen.“

Zugunsten des vorgetäuschten Verschwindens spricht noch das seltsame Verhalten der Lebenspartnerin von Klimentjew – Walentina sowie dessen Stellvertreter Petro Matwijenko. Sie sehen nicht wie Menschen aus, die ihren Liebsten verloren haben.

Matwijenko fordert keinen Schutz für sich und spricht über den Tod von Klimentjew ohne besonderes Leid – als ob es ein gewöhnliches alltägliches Ereignis wäre. Vielleicht weiß er, dass es in Wirklichkeit keinen Grund gibt, dem Redakteur nachzutrauern.

Von dem, dass Wassyl Klimentjew gesund und munter ist, ist auch der Charkiwer Gouverneur Mychajlo Dobkin überzeugt. Aber selbst wenn das Verschwinden des Redakteurs der Zeitung “Neuer Stil“ gut geplant und organisiert wäre, sollte Klimentjew verstehen, dass die Sache zu weit gegangen ist und es an der Zeit ist, das ganze Spiel zu beenden. Und was Mychajlo Dobkin angeht, er hat bald Kommunalwahlen, weshalb er die Menschen irgendwie beruhigen soll.

Fazit

Das Verschwinden von Wassyl Klimentjew ist zeitlich mit der totalen Offensive gegen die Meinungsfreiheit in der Ukraine zusammengefallen. Genau aus diesem Grund hat dieses Ereignis internationale Reaktionen ausgelöst. Bedenken bezüglich des Verschwindens des Redakteurs der Zeitung “Nowij Stil“ hat bereits die OSZE zum Ausdruck gebracht. Und die dreifache Kontrolle der Ermittlungen seitens Janukowitsch, Mohiljow und Dobkin sollte die Wahrheitsfindung gewährleisten.

23.09.2010 // Olena Lwowa, Oleksandr Akimenko (Institut der Massenmedien), Dmitro Gnap

Dieses Material wurde mit Unterstützung von SCOOP des internationalen Programms zur Unterstützung journalistischer Nachforschungen erstellt.

Quelle: Ukrajinska Prawda

Übersetzerin:   Ilona Stoyenko  — Wörter: 4612

Ilona Stoyenko stammt aus Krementschuk (Ukraine) und hat an der Ludwig-Maximilians Universität München das Fach Wirtschaftswissenschaften mit einem Bachelor abgeschlossen. Dem folgte ein Master-Abschluss an der Fernuniversität Hagen. Sie arbeitet als Key Account Managerin bei der RYDOS UG (haftungsbeschränkt) und von Zeit zu Zeit trägt sie zu den Ukraine-Nachrichten bei.

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