Die Zentralbank hat es ausschließlich Banken erlaubt in der Ukraine elektronisches Geld – und ausschließlich in Hrywnja – zu schöpfen und zu tauschen. Jetzt müssen Marktteilnehmer in diesem Segment des Geldmarktes entweder die Geschäfte einstellen oder Verträge mit Banken zur Verbreitung deren elektronischen Geldes abschließen. Die Zentralbank möchte auf diese Weise den nichtberechneten Markt der Internetzahlungen legalisieren, doch dessen Spieler sind damit nicht zufrieden.
Morgen tritt die “Richtlinie zu elektronischem Gelde in der Ukraine”, gemäß der Anordnung #179 der Zentralbank vom 25. Juni, in Kraft. Diese erlaubt es nur Banken elektronisches Geld herauszugeben und einzuziehen. “Unternehmen können mit elektronischem Geld arbeiten, doch herausgegeben werden sollen diese in der Bank und Nichtbankenstrukturen können nur in den Grenzen des auf dem Konto bei der Bank liegenden Geldes agieren.”, erklärte dem “Kommersant-Ukraine“ der ausführende Direktor zu Fragen von Zahlungssystemen und Abrechnungen der Zentralbank Wiktor Krawez.
Die Anordnung betrifft nicht die Zahlungssysteme (beispielsweise Visa oder MasterCard) und das System der Bezahlung von Rechnungen auf elektronische Weise (beispielsweise Portmone und Paypal), deren Geltungsbereich erstreckt sich nur auf Unternehmen, welche in der Ukraine mit elektronischem Geld arbeiten (Werteinheiten, die auf elektronischen Geräten gespeichert werden, werden wie Zahlungsmittel entgegengenommen und erscheinen als Geldverpflichtungen des Kunden). Im Land gibt es etwa zehn davon, zum Beispiel WebMoney, UkrMoney, “Internet.Djengi”. Für die Arbeit mit elektronischem Geld müssen die Unternehmen im Laufe eines Jahres Verträge mit Banken zu der Verbreitung von elektronischem Geld abschließen.
Die Entgegennahme und der Umsatz von elektronischem Geld im Austausch gegen Bargeld oder bargeldlose Mittel wird den existierenden Betreibern auf dem Markt verboten. Dieses Geschäft werden ausschließlich Banken betreiben. Mit elektronischem Geld wird man Waren und Dienstleistungen von ausschließlich denjenigen Händlern bezahlen können, welche Verträge mit Banken abgeschlossen haben und man kann dieses an andere Nutzer überweisen. Die Regeln des Systems des elektronischen Geldes, außer dem Nationalen System der massenhaften elektronischen Zahlung (NSMEP) und der Ausgabe von Prepaidkarten nach Verträgen mit in der Ukraine registrierten Zahlungssystemen, sollen ukrainische Banken mit der NBU (Nationale Bank der Ukraine) abstimmen.
Die NBU hat weitere Begrenzungen vorgesehen: das elektronische Geld soll in der Ukraine nur in Hrywnja (mit Ausnahme der Ausgabe von Prepaidkarten) ausgegeben werden und deren Summen auf einem elektronischen Gerät, welches sich im Besitz einer physischen Person befindet, und der Summe einer Transaktion soll 5.000 Hrywnja (ca. 667 €) nicht übersteigen. Diese Einschränkungen erklärt die NBU mit den Empfehlungen der Europäischen Zentralbank. “Es gibt Flugtickets, die man in elektronischer Form kaufen kann. Einbeziehend, dass der größte Teil der Reisen in den Grenzen Russlands und Europas abgewickelt wird, kamen wir zu dem Schluss, dass deren Wert bis zu 1.000 $ beträgt. Dies ist ausreichend dafür, dass die Tickets für hin und zurück bezahlt werden. Wenn diese Summe größer wird, dann muss man in anderer Form bezahlen.”, sagte Krawez dem “Kommersant-Ukraine“.
Der Direktor der Ukrainischen Assoziation der Banken und der Mitglieder des Zahlungssystems EMA, Alexander Karpow, erzählte dem “Kommersant-Ukraine“, dass die Richtlinie bereits 2004 ausgearbeitet wurde, doch der Präsident der Zentralbank, Wladimir Stelmach, stimmte der Regulierung des elektronischen Geldes erst jetzt zu. “Die Unternehmen könnten nicht mit den Banken zusammen arbeiten wollen, da gerade nicht klar ist, ob Steuern im Verlauf ihrer Arbeit gezahlt werden und wie diese gerade bezahlt werden sollen.”, fügt Karpow hinzu.
Die aktiven Marktteilnehmer unterstützen die Entscheidung der NBU nicht und weigern sich offizielle Kommentare abzugeben. Ein Informant in einer der Internetunternehmen teilte dem “Kommersant-Ukraine“ mit, dass in der Ukraine die von der NBU verboten elektronischen Gelder im US-Dollar Äquivalent populär sind, welche man bei internationalen Zahlungsabwicklungen verwenden kann, so dass die Hrywnja-Äquivalente nur selten benutzt werden. Zusätzlich verbot die NBU Operationen mit elektronischem Geld durch juristische Personen durchzuführen (als Kunden können nur physische Personen auftreten) und die Summe von 5.000 Hrywnja für ein “elektronisches Portemonnaie” ist, den Worten des Gesprächspartners des “Kommersant-Ukraine“ nach, ungenügend für große Einkäufe. Mit den Banken arbeiten bereits UkrMoney und “Internet.Djengi” zusammen und einer der Marktführer – Webmoney – nicht. “Es gibt einige Banken, die elektronisches Geld herausgeben. Das sind die Projekte der PrivatBank – Limonex, UkrMoney, Liqpay und ebenfalls die Tochter der Zentralbank – NSMEP.”, betonte der Teilhaber des Unternehmens für den elektronischen Geldtausch eGoldService. “Ich denke, dass wir das Geschäft schließen müssen. Das elektronische Geld der NBU oder einer anderen Bank ist auf dem Markt nicht notwendig. Dafür gibt es keine Nachfrage. Deren Umsatz(-Anteil) im Internet beträgt weniger als 5%.”
Quelle: Kommersant-Ukraine


Forumsdiskussionen
Bernd D-UA in Berichte und Reisetipps • Re: An welchem Grenzübergang zwischen Polen und der Ukraine geht es am schnellsten?
„Ich habe mal sie Einreise in die UA (aus Polen), am Grenzübergang Uhryniw gemacht. Inzwischen 3 Mal am Freitagabend 21 Uhr MEZ. Nur zwei bis drei PKW, was schon gut ist. Aber der Hit ist, dort gibt es...“
Awarija in Ukraine-Nachrichten • Re: Die Ukraine hat Sanktionen gegen die Macher der Zeichentrickserie „Mascha und der Bär“ verhängt
„Inzwischen hat sich ja auch die Tagesschau etwas eingehender mit diesem Thema befaßt. Demnach seien indirekte Geldflüsse zum Kreml der Grund für das erfolgte Verbot der Serie. Ich schätze jedenfalls...“
Awarija in Ukraine-Nachrichten • Re: Die Ukraine hat Sanktionen gegen die Macher der Zeichentrickserie „Mascha und der Bär“ verhängt
„ Ist die Meldung überhaupt aktuell, die "Welt" schrieb offenbar schon 2023 über genau dieses Thema ?
“
Awarija in Ukraine-Nachrichten • Re: Die Ukraine hat Sanktionen gegen die Macher der Zeichentrickserie „Mascha und der Bär“ verhängt
„Kennt jemand vielleicht die Hintergründe dafür ? Soweit ich das sehe handelt es sich doch um eine völlig harmlose Kinderserie ohne jede Spur von Propaganda oä ?“
Awarija in Ukrinform • Re: Russland attackiert erneut Grenzübergang zu Moldau in Region Odessa, Verkehr gesperrt
„ Was meint "erneut" ??
Bislang glaubte ich daß man sich als Reisender zumindest in unmittelbarer Grenznähe sicher fühlen konnte ?
“
Bernd D-UA in Berichte und Reisetipps • Re: An welchem Grenzübergang zwischen Polen und der Ukraine geht es am schnellsten?
„Bei Ankunft am Blockposten im Internet (nakordoni.eu) 4h Wartezeit und 40 PKW am Grenzübergang, einen Teil der Wartezeit sitzt man am Blockposten ab, die halten die PKW Warteschlange von dem eigentlichen...“
Frank in Berichte und Reisetipps • Re: Mit dem Zug in die Ukraine
„Auch wenn ich diese Verbindung toll finde, hätte ich ehrlicherweise Angst, von Polen aus in die Ukraine zu reisen. Die Polen werden immer gewaltsamer gegen Ukrainer und ukrainische Projekte. Außerdem...“
Bernd D-UA in Berichte und Reisetipps • Re: An welchem Grenzübergang zwischen Polen und der Ukraine geht es am schnellsten?
„Ich dachte z.B. Krakovetz hat diese Spur nicht, jedenfalls bin ich in 2025 mit allen anderen bei den Ukrainern durchgeschleust worden, anschließend bei den Polen EU Spur..“
Bernd D-UA in Berichte und Reisetipps • Re: Mit dem Zug in die Ukraine
„ Hallo julib77,
Bzgl. Ausreisen mit PKW nach Polen möchte ich Dir deutlich widersprechen, ich weiß nicht woher Du Deine Informationen beziehst.
Schau einfach hier einmal Thread nach "An welchem Grenzübergang geht's am schnellsten? Da musst Du nicht suchen, der steht derzeit auch immer weit oben. Auch wenn wir da, nur über die Abläufe und die Wartezeiten berichten, findest Du nicht einen Kommentar darüber, dass Ukrainer schlecht behandelt werden. (2025 bis heute, ca. 25 Ein- und Ausreisen)
Ich kann nur sagen, ich beobachte keinerlei Repressalien, ganz im Gegenteil, die Ukrainer werden respektvoll behandelt, ist stelle keinen Unterschied zu mir als Deutschen fest. Das einzig berichtenswerte ist, dass die meisten Ukrainer-Innen fotografiert werden, bei der Ein - und Ausreise. Dieser Vorgang läuft professionell ab, ich kann dabei keine "Erniedrigung " beobachten, es wird gelacht und gescherzt dabei und die Frauen richten ihre Haare etc. Damit es ein 'schönes" Bild gibt.
Bzgl. Ungarn kann ich nur von einer Einreise berichten in 2025 (noch unter Orban), an dem mir sehr gut bekannten Grenzübergang "Lushanka" (Berehove HU), die Ausreiseseite kann man beobachten, ich kann nichts berichten, d.h. für mich normale Abläufe bei der Ausreise, wie auch bei der Einreise. Normale PKW Schlange, ganz im Rahmen. Kurz um, mir ist damals nichts aufgefallen. Alles war SICHER, wie die letzten 70 Mal, als ich den Grenzübergang von 2004 an bis 2025 überquert habe. Ein- und Ausreise.
“
Bernd D-UA in Berichte und Reisetipps • Re: An welchem Grenzübergang zwischen Polen und der Ukraine geht es am schnellsten?
„Ich werde am Sonntag ca. 12 Uhr auch wieder in Uhryniw Ausreisen. Dazu mal eine Frage, in Uhrnyiw gibt es ja die besagte EU-Spur, die ja durchweg bei den Ukrainern und den Polen die Ausreisezeit doch erheblich...“