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2010 starben bei der Miliz allein bis Oktober mehr als 40 Menschen

Die Zahl der Todesfälle bei den Organen des Innenministeriums hat sich im Verlaufe des Jahres 2010, im Vergleich zum Jahr 2009, mehr als verdoppelt. Wie UNIAN berichtet, erzählte dies der Co-Vorsitzende der Charkower Menschenrechtsgruppe, Jewgenij Sacharow, auf einer Pressekonferenz in Kiew. Seinen Worten nach wurden im letzten Jahr 21 Todesfälle in Einrichtungen des Innenministeriums festgestellt, wo es im Jahr 2010 Anfang Oktober bereits 41 waren. Allgemein, wie Sacharow hervorhob, ist und bleibt das Problem der Anwendung von Folter und anderer Formen von Gewalt bei der Miliz während der Ermittlungen für den Erhalt von Geständnissen über verübte Verbrechen ein systematischer Verstoß gegen Menschenrechte.

“Den Daten einer ukraineweiten Befragung nach waren innerhalb eines Jahres mehr als 600.000 Ukrainer unterschiedlichen Formen gesetzwidriger Gewalt ausgesetzt. Das ist eine riesige Zahl, diese Zahl ist erschreckend!”, sagt der Experte. Seinen Worten nach haben einige Fälle Massenproteste hervorgerufen, doch endeten sie ergebnislos, da es bis jetzt keine Ergebnisse der Untersuchungen des Todes von Igor Indilo und auch anderer Umgekommener gibt.

Unter den Gründen für die Verdopplung der Todesfälle bei den Organen des Innenministeriums nannte der Menschenrechtler, dass die Effektivität der Milizarbeit nach der Zahl der eingeleiteten Strafverfahren bewertet wird. “Das kann zu dazu führen, dass für den Erhalt von Zusatzzahlungen, Premien diese (die Strafverfahren) sogar in den Fällen eingeleitet werden, wo es keine Grundlagen gibt und unaufgeklärte Verbrechen werden zufälligen Leuten angehängt und diese Leute werden dazu gezwungen, die Verübung dieser Verbrechen zuzugeben”, meint Sacharow. Der Menschenrechtler verbindet den Anstieg der Zahl der eingeleiteten Strafverfahren um 30 Prozent im ersten Halbjahr im Vergleich zum Jahr 2009 eben mit diesem Problem.

Außerdem führt dies, den Worten Sacharows nach, “zu massenhaften Fälschungen von Straftaten beim Innenministerium – beispielsweise des ungesetzlichen Besitzes von Waffen, Explosivstoffen, Munition, wo eine Analyse zeigte, dass 62 Prozent dieser Angelegenheiten gefälscht waren”.

Quelle: Serkalo Nedeli

Übersetzer:   Andreas Stein — Wörter: 309

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Leserkommentare

kauschat in Unser Sudetenland

«Interessanter Vergleich: tatsächlich so einige Parallelen. Noch hat "der Westen" nicht die Annektion auch offiziell akzeptiert....»

Wolfgang Krause in Wir müssen hier leben

«Verglichen mit anderen Kommentaren ist dieser erfreulicherweise so geschrieben das er den Versuch wagt unterschiedliche Meinungen...»

Густаво Фан Хоовен in Wir müssen hier leben

«Zunächst vermittelt der Artikel den Eindruck einer neutralen Zustandsbeschreibung. Die Bezeichnungen "pro-sowjetisch" und...»

«Ich finde den Kommentar des Übersetzers nicht ganz glücklich, da er dazu einlädt, Dinge zu "vereinfachen". Ob die Antwort...»

«Würden sich die Menschen der Ukraine doch auf die Machnobewegung besinnen, die ganze Welt könnte Hoffnung schöpfen. Der...»

«WAS soll denn an dem was der Autor geschrieben hat unfassbar sein? Ich lese da keinen Widerspruch. Wenn du eine solche Phrase...»

«Danke für Ihre Darstellung der Hintergründe der Vertriebenen Gesetze und für die Einordnung der Russlanddeutschen. Es...»

KOLLEGGA mit 150 Kommentaren

Alex Alexandrewitsch mit 60 Kommentaren

Wolfgang Krause mit 29 Kommentaren

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