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Angola im Zentrum Europas

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Bis zum 25. Februar – dem Tag der Amtseinführung von Präsident Janukovitsch – dauert es noch fast einen Monat, aber die Festlichkeiten zu Ehren des „ersten Jahrestages der neuen Regierung“ haben schon begonnen.

Unter anderem in Davos, wo Wiktor Fjodorovitsch über die Investitionsaussichten des Landes (1,6 Milliarden Dollar im Jahr) Bericht erstattete, und ihm sprichwörtlich folgendes herausrutscht: „Ich lade Sie, meine sehr verehrten Investoren, in die Ukraine ein, zu einem ukrainischen Borschtsch.“ Und er fügt hinzu: „Man kommt am Besten im Frühjahr, wenn die Kastanien blühen und sich die Frauen entkleiden.“

Nach 12 Monaten hat die Ausstrahlung jeglicher Comedy im Land völlig an Aktualität eingebüßt. Wozu sollte man Petrosjan und Galkin zuhören, wenn man zur Genüge Janukovitsch und Asarow zuhören kann?

Die weiß-hellblaue Regierung muss man nicht einmal kritisieren – man kann ihre Reden ganz leicht einfach so übernehmen, wie sie sind – ausnahmslos.
Eigentlich ist jeder Fernsehkanal, der sich das wagt, von vornherein zu den Oppositionellen zu zählen. Von denen gibt es leider nur wenige. Dafür gibt es das Internet, dessen Position im Rechtsfeld bis jetzt noch nicht reguliert ist.

Und das freut einen.

Die Meinungsmacher der Partei der Regionen rieten in Bezug auf Julia Timoschenko ihren Bossen – nebenbei bemerkt – einfach zu zeigen, wie es ist – sie bekamen ja auch nur die volle Kontrolle über den Fernsehkanal „Inter“. “Julia kann man nicht nur, man muss sie über den Äther schicken. Sie ist bedauernswert und hilflos, die Menschen sollen das sehen”, erklärte dem Lb.ua auf autoritäre Weise eine der wichtigsten „Fernsehideologien“ der Regionalen.

Doch der Mensch ist nicht dumm, er ist absolut im Recht. Und in seiner Rechtmäßigkeit findet man die Antwort für die Gründe der Hilflosigkeit und für die Außenseiterposition der derzeitigen ukrainischen Opposition. Der Hauptgrund sind ihre Versuche, selbst zu den Futtertrögen zurückzukehren; den Kampf nicht nur für die Interessen der Bürger zu führen, sondern zum persönlichen und egoistischen Vorteil. Und die Bürger spüren diese Heuchelei. Deswegen vertraut man der Opposition nicht besonders. Es ist vergebene Liebesmüh.

Nun noch ein Teil unseres Gesprächs. – “Sag mal, wie lange brauchst du morgens, um dich fertig zu machen, zu frisieren und zu schminken?”“Etwa anderthalb Stunden. ““So wie eigentlich jede Frau. Außerdem braucht ihr auch Zeit, um gut auszuschlafen. Aber den Männern ist es im Grunde genommen völlig egal, wie sie aussehen. Und damit hat Timoschenko gegen Janukovitsch eindeutig verloren. Er sah – egal aus welcher Perspektive – immer großartig aus, Julia dagegen – nicht immer. “

Seinerzeit traf ich auf der Bankowaja (Sitz des Präsidenten) einen Bekannten der Regionalen. In den vergangenen Tagen – denen der Opposition der PR – nahm er in der Parteienhierarchie eine angemessen hohe Stellung ein, aber mit Ankunft der Weiß-Hellblauen in der Regierung hat er sich von seinen Weggefährten irgendwie distanziert. Auf die logisch folgende Frage nach dem Warum antwortete er: “Wenn das nicht gut endet, will ich mir nicht die Finger schmutzig machen. Bei mir ist schließlich alles in Ordnung: Unternehmen, Geschäfte. Erinnerst du dich an die Worte Jewtuschenkos: „Gott hilf, bloß nicht in die Machtbereiche gelangen.“”

Dann – im Monat Mai klang es ganz ähnlich, auf jeden Fall sehr seltsam, wenn man nicht sogar von pessimistisch sprechen kann. Da haben die Massenverhaftungen noch nicht begonnen; es gab noch keine Unterdrückung der Opposition; den Unternehmern hatte man es noch nicht geschafft, die Schrauben für immer festzuziehen; die Organisation des Justizsystems wurde noch nicht übers Knie gebrochen; es war noch nicht geschafft, das Parlament auf Null zu bringen, indem sie die Verfassungs-Reform für ungültig erklärten.

Nun ist es offensichtlich: Prophetisch.
Ein anderer unserer gemeinsamen Bekannten, der auch auf der Bankowaja vorbei kam, scherzte: – “Jeden Mittwoch schaue ich ohne Unterbrechung den 5. Kanal. Ich höre die Eröffnungsrede von Nikolaj Janovitsch (Asarow) auf den Regierungsversammlungen und habe dabei ein Riesenvergnügen! Die Kinder fragen: „Papa, welche Sprache spricht der?“ und ich sage im Scherz – „ukrainisch, mit weißrussischen Akzent!“”

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Nach ein paar Monaten reiste er nach London – er bekommt einen turnusmäßigen Kredit für die Entwicklung des Geschäfts. Altangesehene Bankiers des Tumanny Albion (in deren Mitte er Autorität genießt) sagten:

- “Für dich, Freund, gibt es jeden Kredit, jede Möglichkeit. Aber für den Staat Ukraine – nein und nochmals nein.”“Warum?”, ruft er aus, beleidigt in seinen patriotischen Gefühlen. – “Weil ihr – ihr seid Angola inmitten Europas!”“Buchstäblich!”

Was bedeutet „Angola im Zentrum Europas?“ Verschaffen wir einen genaueren Überblick.

Angola ist eine afrikanische Republik, seit Jahrzehnten hineingeraten in einen Strudel aus Bürgerkriegen. Verfeindete Clans kämpfen um den Zugang zu Ressourcen – Öl, Diamanten, Gold, Phosphat, Bauxit, Uran, Kupfer. Besonders um den Zugang zum Öl natürlich, denn sein Export stellt 85 % des Bruttoinlandsprodukts des Landes dar.

Dafür heuern die Clans alles Mögliche an, um ihre Gruppierung zu bewaffnen. Im Endeffekt kontrolliert nicht nur keiner die Ressourcen, die Regime wechseln einander am laufenden Band ab, die Bevölkerung vegetiert am Rande der Armut, stirbt an Hunger oder Epidemien, der Krieg hört nicht auf….

Die Regulationsmechanismen der zivilisierten Gesellschaft funktionieren in Angola nicht. Allen voran – das Recht. Es gibt in der afrikanischen Republik einfach keine Rechtssicherheit.

Und wenn man nun mal die Ukraine mit Angola vergleicht –bildlich und diffus, so ist es aus diesem Blickwinkel heraus leider höchst zutreffend.

Sagen Sie, kommt ein strategisch denkender Investor in ein Land mit einem zerstörten Rechtssystem? Wo im Falle einer Beeinträchtigung das Recht des Investors annuliert wird? Zu Steuern, Gericht, zu höherem Dienst? Von wem kann man Schutz erbitten, von wem Garantien bekommen? Eben.

Ein befreundeter Jurist und Partner einer der größten internationalen Firmen hat Büros auf der ganzen Welt. Er ist ins Auslands auf Urlaub verreist und nie zurückgekehrt. Schreibt auf Facebook: „Arbeite in unseren zentralen Büros in anderen Ländern – dort gibt es ausreichend Arbeit, zuhause im Moment nicht. Zuhause braucht man keine Juristen“.

Er hat Recht: Im Land des degenerierten Rechts braucht man keine Juristen. Sie haben dort einfach nichts zu tun.

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Das System hat seine Regulationsmechanismen – Handbetrieb. In dem Zusammenhang – in den Fragen der Rechtsprechung.

Was kann man dem entgegenhalten? Das Rezept ist direkt nach dem zweiten Durchgang ausgestellt: „Die beste Möglichkeit, Janukovitsch loszuwerden, ist es, ihn zum Präsidenten zu machen. Eine Frist absitzen – und dann in Rente!”

Ein Fünftel der Frist ist bereits abgelaufen.

28. Januar 2011 // Sonja Koschkina

Quelle: Lb.ua

Übersetzerin:   Corinna König — Wörter: 1049

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„Inzwischen hat sich ja auch die Tagesschau etwas eingehender mit diesem Thema befaßt. Demnach seien indirekte Geldflüsse zum Kreml der Grund für das erfolgte Verbot der Serie. Ich schätze jedenfalls...“

„ Ist die Meldung überhaupt aktuell, die "Welt" schrieb offenbar schon 2023 über genau dieses Thema ?


„Kennt jemand vielleicht die Hintergründe dafür ? Soweit ich das sehe handelt es sich doch um eine völlig harmlose Kinderserie ohne jede Spur von Propaganda oä ?“

„ Was meint "erneut" ??
Bislang glaubte ich daß man sich als Reisender zumindest in unmittelbarer Grenznähe sicher fühlen konnte ?


„Bei Ankunft am Blockposten im Internet (nakordoni.eu) 4h Wartezeit und 40 PKW am Grenzübergang, einen Teil der Wartezeit sitzt man am Blockposten ab, die halten die PKW Warteschlange von dem eigentlichen...“

„Auch wenn ich diese Verbindung toll finde, hätte ich ehrlicherweise Angst, von Polen aus in die Ukraine zu reisen. Die Polen werden immer gewaltsamer gegen Ukrainer und ukrainische Projekte. Außerdem...“

„Ich dachte z.B. Krakovetz hat diese Spur nicht, jedenfalls bin ich in 2025 mit allen anderen bei den Ukrainern durchgeschleust worden, anschließend bei den Polen EU Spur..“

„ Hallo julib77,

Bzgl. Ausreisen mit PKW nach Polen möchte ich Dir deutlich widersprechen, ich weiß nicht woher Du Deine Informationen beziehst.

Schau einfach hier einmal Thread nach "An welchem Grenzübergang geht's am schnellsten? Da musst Du nicht suchen, der steht derzeit auch immer weit oben. Auch wenn wir da, nur über die Abläufe und die Wartezeiten berichten, findest Du nicht einen Kommentar darüber, dass Ukrainer schlecht behandelt werden. (2025 bis heute, ca. 25 Ein- und Ausreisen)

Ich kann nur sagen, ich beobachte keinerlei Repressalien, ganz im Gegenteil, die Ukrainer werden respektvoll behandelt, ist stelle keinen Unterschied zu mir als Deutschen fest. Das einzig berichtenswerte ist, dass die meisten Ukrainer-Innen fotografiert werden, bei der Ein - und Ausreise. Dieser Vorgang läuft professionell ab, ich kann dabei keine "Erniedrigung " beobachten, es wird gelacht und gescherzt dabei und die Frauen richten ihre Haare etc. Damit es ein 'schönes" Bild gibt.

Bzgl. Ungarn kann ich nur von einer Einreise berichten in 2025 (noch unter Orban), an dem mir sehr gut bekannten Grenzübergang "Lushanka" (Berehove HU), die Ausreiseseite kann man beobachten, ich kann nichts berichten, d.h. für mich normale Abläufe bei der Ausreise, wie auch bei der Einreise. Normale PKW Schlange, ganz im Rahmen. Kurz um, mir ist damals nichts aufgefallen. Alles war SICHER, wie die letzten 70 Mal, als ich den Grenzübergang von 2004 an bis 2025 überquert habe. Ein- und Ausreise.


„Ich werde am Sonntag ca. 12 Uhr auch wieder in Uhryniw Ausreisen. Dazu mal eine Frage, in Uhrnyiw gibt es ja die besagte EU-Spur, die ja durchweg bei den Ukrainern und den Polen die Ausreisezeit doch erheblich...“

„Auch wenn ich diese Verbindung toll finde, hätte ich ehrlicherweise Angst, von Polen aus in die Ukraine zu reisen. Die Polen werden immer gewaltsamer gegen Ukrainer und ukrainische Projekte. Außerdem...“

„Ups, ja. Irgendwie war zwar die Rede von einem durchgängig buchbaren Fahrschein, aber das bedeutet in der Tat wohl nicht auch zugleich eine unterbrechungsfreie und bequeme Fahrt mit der Bahn. Schade“

„Ja auf dem Papier sieht das wohl alles sehr einfach aus. Offenbar hat Leo da den Mund etwas zu voll genommen, scheint übrigens typisch für die private Verkehrsbranche zu sein. Soweit ich sehe hat sich...“

„Ja auf dem Papier sieht das wohl alles sehr einfach aus. Offenbar hat Leo da den Mund etwas zu voll genommen, scheint übrigens typisch für die private Verkehrsbranche zu sein. Soweit ich sehe hat sich...“

„ Obwohl der Leo-Express angeblich seit Juni den Betrieb auf dieser Strecke aufgenommen hat wird die "Bahnfahrt" über Przemysl nach UA wohl noch lange Zukunftsmusik bleiben.
Wie zu lesen ist gibt es noch nichtmal für das polnische Streckennetz eine Zulassung so daß derzeit dort wohl noch mit Bussen gefahren wird.


„изображение.png изображение.png Da muß man wohl mit den Daten etwas herumspielen ... Da wird wohl noch nicht täglich gefahren. Trotzdem Danke.“

Der Link zum Anbieter ist ja da.
Ist korrekt, aber ich finde man hätte trotzdem im Text gleich darauf hinweisen können.
War aber nicht "böse" gemeint ...
Bis jetzt sind die Tickets auch noch nicht auf der Webseite buchbar - warum auch immer ...
Hab´s versucht - bekomme aber immer angezeigt "auf dieser Strecke fahren wir nicht" :-([smilie=dntknw.gif]

„Man sollte aber explizit dazu schreiben, daß es ein Zug von LeoExpress ist - und nur auf deren Webseite kann man die Fahrkarten kaufen. Zumindest ist es die erste Umsteigefreie Verbindung von Deutschland...“

„Vielen Dank, mit einem Briefchen meiner Frau im Gepäck gab es keine Probleme“

„Am besten wäre natürlich, wenn die Frau mit dabei ist. Alleinreisende Männer stehen schließlich immer unter Verdacht.“