Die ökonomische Krise und die Erhöhung der Sozialleistungen für Arbeitslose führte dazu, dass die Bürger massenhaft in das Register des Staatsdienstes für Beschäftigung gelangten. Das Staatliche Statistikkomitee berechnete, dass allein im Dezember die Zahl der Arbeitslosen sich um ein Drittel, oder um 205.000 Menschen, auf 844.900 erhöht hat, was einen Rekord für die letzten zwei Jahre darstellt. Beim Kabinett hatte man schlechtere Zahlen erwartet, daher wertet man diese Zahlen als Anzeichen für eine Stabilisierung der Situation. Übrigens sind Experten überzeugt davon, dass nach der ersten Entlassungswelle am Ende des letzten Jahres, bereits im März/April eine zweite beginnt.
Im Dezember hat das Staatliche Statistikamt einen Rekordanstieg beim Niveau der Arbeitslosigkeit verzeichnet. Die Zahl der beim Staatlichen Dienst für Beschäftigung (STB) registrierten erhöhte sich um 32% – auf 844.900 Menschen. Von den 205.000 neuen Arbeitslosen erhalten 183.900 bereits (Arbeitslosen-)Unterstützung. Die allgemeine Zahl der Empfänger von Zahlungen erreichte 652.100 – den höchsten Wert seit einem Jahr und die mittlere Summe der Hilfe erreichte 571,07 Hrywnja (ca. 57,1 Euro). Auf diese Weise wurden aus der Arbeitslosenversicherung 372 Mio. Hrywnja (37,2 Mio. Euro) ausgezahlt.
Die Arbeitslosenquote stieg sofort um 0,7 Prozentpunkte auf 3% und dieser scharfe Anstieg fand im IV. Quartal statt. Noch im September, als die Industrieunternehmen mit den Entlassungen erst anfingen, war die Arbeitslosigkeit minimal – 1,8%. Die Verschlechterung der Situation in der Wirtschaft war in den Dörfern am meisten zu spüren: im Dezember überstieg die Arbeitslosigkeit auf dem Dorf (426.600) zum ersten Mal seit dem Juni die Arbeitslosigkeit in der Stadt (418.300). Die stellvertretende Direktorin des STB, Natalja Sinkewitsch, erklärt dies mit dem saisonalen Abschluss der landwirtschaftlichen Arbeiten. Dabei setzte sich die Verringerung der Anzahl der freien Stellen fort – von 136.800 im November auf 91.100 im Dezember , wo auf eine freie Stelle bereits fast zehn Menschen kamen (im Oktober drei). Die Zahl der vom STB vermittelten – 512.000 – erwies sich als die geringste seit Anfang des Jahres, teilte das Staatliche Statistikamt mit.
Die Werchowna Rada zeigte sich vom schnellen Anstieg der Arbeitslosigkeit am Ende des Jahres beunruhigt und beschloss in der ersten Lesung Gesetzesentwürfe, welche den sozialen Schutz der Arbeitslosen verstärken. Insbesondere die finanzielle Hilfe, einschließlich der Finanzierung des Umzugs aus einer Region der Depression, sollen sogar zeitweilig arbeitslose erhalten und Bürger, welche nach dem 1. Oktober 2008 ins Register des STB gelangten, erhielten das Recht Hypothekenkredite nicht zu tilgen. Doch die Bedingungen für den Erhalt von Unterstützung verschärften sich: jetzt wird berücksichtigt, ob der Mitarbeiter aus eigenen Antrieb gekündigt hat oder entlassen wurde und ob er angebotene freie Stellen oder Arbeiten ablehnt.
Die Ministerin für Fragen der Arbeit und Sozialpolitik, Ljudmila Denissowa, geht davon aus, dass die Daten des Statistikamtes sich als optimistischer erwiesen haben, als man in der Regierung erwartet hatte. Ihren Worten nach, wurden für Ende Dezember mehr als 1 Mio. Arbeitslose prognostiziert, daher geben die erhaltenen Resultate Anlass dazu, von einer Stabilisierung der Situation zu reden. “Falls im November noch ein täglicher Anstieg um 10-12.000 Arbeitslosen verzeichnet wurde, dann derzeit von 6.000. Alle, deren Entlassung notwendig war, sind bereits entlassen und wir haben Belege dafür, dass die Unternehmen, die zu Kurzarbeit übergegangen waren, die Arbeit in vollem Umfang wieder aufgenommen haben”, sagte Denissowa. Den Informationen des STB nach, waren zum 20. Januar 928.000 Menschen im Register und bis zum Ende des Monats erwartet man eine Erhöhung der Ziffer auf 1 Mio.
Jelena Ossinkina, Analystin des Büros für Wirtschafts- und Sozialforschung, prognostiziert einen weiteren Anstieg der Arbeitslosigkeit. “Im Resultat des Gaskonfliktes standen Unternehmen still, insbesondere in der Chemiebranche, deren Tätigkeit nur schwer einzustellen ist, daher erwarten wir einen Anstieg, obgleich etwas weniger als im Dezember”, betont die Expertin. Und der Direktor des Zentrums “CASE-Ukraina”, Dmitrij Bojartschuk, geht davon aus, dass im Januar eine zeitweilige Beruhigung eintritt. Eine zweite Entlassungswelle erwartet der Experte im März/April, insbesondere im Bankensektor: die Kreditinstitute versuchen beim Personal Mittel für die Bezahlung der Auslandsschulden einzusparen.
Natalja Neprjachina, Wjatscheslaw Sadownitschij
Demnach wurde ein Anstieg um 20% gegenüber dem Oktober festgestellt. Die Quote stieg von 1,9% auf 2,4%. Die mittlere ausgezahlte Unterstützung für Arbeitslose lag im November bei 548,58 Hrywnja, was damals etwa 76 € (unterstellter Kurs von 7,2 Hrywnja/€) entsprach.
Im Vergleich zum Vorjahresmonat sind 9% mehr Arbeitslose registriert worden. Hier stieg die Quote der registrierten arbeitsfähigen Arbeitslosen von 2,1% auf 2,3%.
Entwicklung des Anstiegs der Zahl der Arbeitslosen und der freien Stellen im Jahr 2008, in tausend.
| Monat | Jan. | Feb. | März | April | Mai | Juni | Juli | Aug. | Sep. | Okt. | Nov. | Dez |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Zahl der beschäftigungslosen Bürger im Register des STB | 691,2 | 693,6 | 659,6 | 624,1 | 592,1 | 555 | 537,5 | 525,7 | 538,2 | 560,5 | 694,8 | 876,2 |
| Zahl der freien Stellen | 175 | 182,6 | 194,6 | 194,7 | 205,6 | 207,2 | 201,8 | 197,5 | 198,6 | 177,5 | 136,8 | 91,1 |
Quelle: Kommersant-Ukraine


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„Sie kann als Untermieterin bei Dir einziehen dadurch bildet Ihr keine Bedarfsgemeinschaft. Nur Ihr BG wird gekürzt, wie viel weiß ich nicht. Erkundige Dich mal in diese Richtung.“