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Inflation in der Ukraine im April bei 15,6%

Auch im April dieses Jahres stiegen die Verbraucherpreise in der Ukraine langsamer als im Vorjahr. So erhöhten sich die Preise gegenüber dem Vormonat nur noch um 0,9%. Bei den Herstellerpreisen fielen die Preissteigerungen noch geringer aus – 0,4% gegenüber dem Vormonat und 6,3% gegenüber dem Vorjahr.

Im Einzelnen stiegen die Konsumentenpreise für Lebensmittel und alkoholfreie Getränke um 1,2% gegenüber dem März 2009 (11,1% gegenüber dem Vorjahresmonat). Gegenüber dem Vorjahr verteuerten sich insbesondere Fisch (33,1%), Butter (27,8%) und alkoholfreie Getränke (33,2%). In einzelnen Bereichen fielen die Preise jedoch, so z.B. ist Gemüse um 31,3% billiger als im Vorjahr (+0,3% gegenüber dem März) und Speiseöle verbilligten sich um 18,6% (+2,8% gegenüber dem März). Im Monatsvergleich sanken die Preise für Milch (-1,8%; +12% gegenüber Vorjahresmonat) und Eier (-4,5%; +12% gegenüber Vorjahresmonat).

Alkoholische Getränke und Tabakwaren stiegen auch ohne Steuererhöhung im Preis. So kosteten diese im Monatsvergleich 2,1% mehr und im Jahresvergleich 26,4%.

Die Preise für Kleidung und Schuhe stiegen unterdurchschnittlich mit 0,6% zum März 2009 und 8% zum April 2008.

Die Wohnkosten einschließlich Elektroenergie, Gas und anderen Energieformen sanken im Monatsvergleich leicht um 0,2%, liegen jedoch noch 30,9% über den Kosten im Vorjahresmonat. Hervorzuheben sind hierbei die Preisanstiege für Abwasser – +57,2% gegenüber dem Vorjahr (+1,8% im Monatsvergleich), Wasserversorgung – 43,2% gegenüber dem Vorjahr (+1,8% gegenüber dem Vormonat) und Erdgas – +54,1% im Vergleich zum April 2008 (keine Veränderung zum Vormonat). Hingegen sind die Preise für Elektroenergie seit vorigem Jahr unverändert geblieben.

Bei der Gesundheitsversorgung wurden Preisanstiege von 33,8% gegenüber dem Vorjahr (+0,7% im Monatsvergleich) gemessen, wobei Medikamente und andere medizinische Waren sich um 44,2% verteuerten (+0,4% im Vergleich zum März).

Der Transport verteuerte sich insgesamt im Jahresvergleich um 19,0% (+0,8% zum März). Dabei verbilligten sich Treibstoffe um 1,4% gegenüber dem Vorjahr (+1,2% im Monatsvergleich). Die Preise für Eisenbahntickets stiegen hierbei um 24,2% (+1,4% zum März) und bei Straßentransporten ergaben sich Preissteigerungen um 32,1% zum Vorjahr (+0,8% zum Vormonat).

Telekommunikationsdienstleistungen verbilligten sich im April gegenüber dem März leicht um 0,1%. Die Preise liegen jedoch noch um 6,1% über dem Vorjahreswert.

Die Preise für Dienstleistungen im Bereich von Kultur und Erholung sind um 21,5% gegenüber dem Vorjahr gestiegen (+0,3% zum Vormonat), im Bildungsbereich um 26,5% (+0,2% zum Vormonat). Besuche in Restaurants und Hotels verteuerten sich um 19,2% im Vergleich zum Vorjahr und 0,8% gegenüber dem Vormonat.

Bei den Herstellerpreisen ergibt sich ein etwas anderes Bild. Wie bereits erwähnt stiegen hier die Preise im Jahresvergleich um 6,3% und 0,4% zum Vormonat. Im Einzelnen leidet der Bergbau unter Preisverfall. So fielen hier die Preise im Jahresvergleich um 14,7% und auch gegenüber dem März um 3,5%.

Die verarbeitende Industrie meldete jedoch steigende Preise. So wurden Preissteigerungen von 5,4% gegenüber dem Vorjahr und 0,7% gegenüber dem März gemessen. In einzelnen Bereichen sind jedoch auch hier Preisrückgänge gemeldet worden. Beispielsweise liegen die Preise für Koks um 16,3% unter dem Vorjahresniveau und 2,9% unter dem Märzniveau. Bei der Erdölverarbeitung wurde zwar ein Anstieg der Preise gegenüber dem März verzeichnet (+6,3%), doch liegen die Preise hier noch um 28,8% unter dem Vorjahresniveau.

Bei der Herstellung und Verteilung von Elektroenergie, Gas und Wasser wurden Preisanstiege von 22,3% gegenüber dem April 2008 und 0,8% im Vergleich zum April 2009 gemessen.

Konsumenten- und Erzeugerpreise im Vergleich zum Vormonat

- Jan. 08 Feb.MärzAprilMaiJuniJuliAug.Sep.Okt.Nov.Dez.
Konsumentenpreise2,92,73,83,11,30,8-0.5-0,11,11,71,52,1
Erzeugerpreise2,33,06,66,63,74,23,61,8-1,8-1,4-6,5-0,4
- Jan. 09Feb.MärzApril
Konsumentenpreise2,91,51,40,9
Erzeugerpreise0,21,81,10,4

Konsumenten- und Erzeugerpreise im Vergleich zum Vorjahresmonat

- Jan. 08Feb.MärzAprilMaiJuniJuliAug.Sep.Okt.Nov.Dez.
Konsumentenpreise19,421,926,230,231,129,326,826,024,623,222,322,3
Erzeugerpreise23,325,531,837,639,443,746,346,942,737,727,423,0
- Jan. 09Feb.MärzApril
Konsumentenpreise22,320,918,115,6
Erzeugerpreise20,419,012,86,3

Quellen:
Ukrstat
Ukrstat
Ukrstat

Übersetzer:   Andreas Stein — Wörter: 591

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Leserkommentare

«Das Wirtschaftswachstum wird dieses Jahr, im gegensatz zum Vorjahr sinken. Zumal "3" nicht grad viel sind für ein Land wie...»

«Hahaha, sicher :D Der größte Investor in der Ukraine ist immer noch Russland. An 2. Stelle kommt die !gesamte! EU. Hören...»

«Die Wahlbeobachter und die Journalisten WURDEN EINGELADEN! Die gibt es auf der Krym aber immer noch nicht weil keine Redaktion...»

«Selten so ein Schwachsinn gelesen. 1. Krimer Chan war ein Vasall der Osmanen. Also von der "Unabhängigkeit" kann man schon...»

«Das, was Michael hier behauptet, ist reine Propaganda, typisch ukrainisch verlogen. In jedem Fall ist das, was er da von...»

«Zwei Anmerkungen: 1) Der beste Kenner der Altgläubigen in der Ukraine ist ТАРАНЕЦЬ, Сергій Васильович,...»

«Du solltest auch mein Attribut " frei gewählt" nicht vernachlässigen, das ist wichtig! Wenn du meinst, dass Putin die Krim...»

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