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Ohne Namen – neuer Artikel von Wiktor Pintschuk

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Wiktor Pintschuk, Quelle: http://pinchukfund.orgWiktor Pintschuk, Quelle: http://pinchukfund.org
Der Artikel Wiktor Pintschuks, der Ende vergangenen Jahres im Wall Street Journal veröffentlicht wurde, rief eine stürmische Diskussion und einen Schwall an Kritik in der ukrainischen Gesellschaft hervor. Die gesellschaftliche Resonanz berücksichtigend, entschloss sich die Ukrainskaja Prawda Pintschuk das Recht zu gewähren, seine Position dem ukrainischen Leser zu erklären. Gleichzeitig veröffentlicht die Redaktion aus diesem Anlass ihre Position zu diesem Artikel .

Meine Kolumne im Wall Street Journal wird aktiv diskutiert und ich möchte reagieren. Ich nehme meine Thesen nicht zurück, ich möchte sie nur erläutern. Dabei auch deswegen, weil mir in der Diskussion zugeschrieben wird, was ich nicht gesagt habe.

Die Redaktion des WSJ hat sich daran orientiert, was den amerikanischen Leser interessiert und meinen Originaltext um mehr als die Hälfte gekürzt. Mehr noch: Er hieß bei mir (übersetzt): „Neue Strategie für die Ukraine in einer sich ändernden Welt: Ein Beitrag für die Erlangung von Frieden und der Verteidigung unserer Freiheit“. Doch bereits nach der Publikation sah ich, dass das WSJ ihn änderte, in: „Die Ukraine muss schmerzhafte Kompromisse für einen Frieden mit Russland eingehen“. Das ist ungenau, denn die Mehrzahl der Kompromisse, die ich vorschlage, sind an unsere Partner im Westen gerichtet.

Daher werde ich dazu zurückkehren, was nicht in die gedruckte Variante einging. Und ich gehe weiter – unter Berücksichtigung der sich entfaltenden Diskussion. Und wenn für einige die Etiketten so wichtig sind, wird der Text „Ohne Namen“ sein. Lassen Sie uns den Inhalt diskutieren.

Angemessenheit

Die globale strategische Situation ändert sich kardinal.

Die Europäische Union hat tiefe Probleme. Es findet ein Elitenwechsel im Westen statt. Der Westen selbst wird erstmals seit langer Zeit bedroht, daher überprüft er seine Prioritäten. Und, das ist die Hauptsache für uns, es ändert sich die internationale Gruppe der Partner, die uns bis zu diesem Moment halfen standzuhalten.

Wir wissen nicht, wie das alles sein wird, doch jedenfalls nicht mehr so, wie es vorher war. Und wir sollten uns jetzt darauf vorbereiten.

Die „ukrainische Frage“ könnte zum Element eines großen geopolitischen Deals neben dem Syrienkonflikt, den russisch-amerikanischen Beziehungen, dem Kampf mit dem Terrorismus, dem Flüchtlingsproblem, dem Schicksal der Europäischen Union und der transatlantischen Partnerschaft, Nordkorea und so weiter werden.

Unser größter Fehler würde sein, damit zu rechnen, dass wir Garantien für einen guten Ausgang haben. Dass wir uns Maximalismus und Kompromisslosigkeit in allen Fragen erlauben können. Natürlich können wir weiter auch weiter mit dem Westen so umgehen, als ob sich nichts geändert hätte. Doch dann wird man aufhören, uns ernst zu nehmen. Doch soweit die ukrainische Krise mitten in Europa trotzdem geregelt werden muss, wird sich dabei einigen. Doch bereits ohne uns.

Im Westen siegen immer öfter diejenigen, die nicht mehr versprechen die Weltkonflikte zu lösen, sondern die internen Probleme. Jedoch haben alle westlichen Politiker Einschränkungen durch Wertorientierungen. Die Sanktionen sind für sie nicht von Vorteil, sie brauchen die Handels- und Wirtschaftsbeziehungen mit Russland, eine Zusammenarbeit mit Russland in Syrien und beim Kampf gegen den Islamischen Staat. Doch für sie ist wie gehabt unzulässig, wenn sie der Duldung eines Krieges in Europa oder der Verstöße gegen das internationale Recht beschuldigt werden.

Und sie brauchen schnelle Resultate, die von ihnen der Wähler erwartet.

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Es liegt in unseren Kräften den westlichen Führern dabei zu helfen, diese zu erreichen. Im Austausch für Hilfe beim Erreichen unserer Ziele.

Flexibel handelnd können wir den Wechsel der westlichen Eliten zu unserem Vorteil nutzen.

Europäische Union

Diejenigen, die mich des Aufrufs zum Verzicht auf die Idee der Mitgliedschaft der Ukraine in der Europäischen Union beschuldigen, haben den Text entweder unaufmerksam gelesen oder lügen einfach. Im Artikel im WSJ steht deutlich geschrieben: „Die Ukraine sollte einen zeitweiligen Verzicht auf die Mitgliedschaft in der EU als erklärtem Ziel für die nahe Zukunft in Betracht ziehen.“

Ob ich die Ukraine heute als Mitglied der EU sehen möchte? Eindeutig – ja.

Ich bringe die Idee einer europäischen Ukraine bereits seit Langem voran und glaube an sie. Noch 2004 habe ich YES, Yalta European Strategy, gegründet. Das Ziel der Konferenz war von Anfang an die Annäherung der Ukraine an die Europäische Union. 2006 haben wir mit der „Agenda 2020“ das erste schrittweise Programm für den Erhalt der EU-Mitgliedschaft der Ukraine ausgearbeitet.

Aus objektiven und subjektiven Gründen fand damals kein Ruck statt. Seitdem hat sich vieles geändert. Die Bürger der Ukraine haben mit dem eigenen Blut die Assoziierung mit der Europäischen Union erreicht. Sie haben eine eindeutige europäische Wahl getroffen. Doch parallel dazu, ob es uns gefällt oder nicht, geriet die EU in eine Systemkrise. Und wir müssen uns dieser anpassen. Den europäischen Vektor als strategischen beibehaltend, sollten wir in den Beziehungen mit den Partnern realistisch und zurückhaltend sein.

Heute will ein großer Teil der Mitglieder der Europäischen Union die Ukraine nicht nur nicht in der EU sehen, sondern ist sogar nicht bereit für uns eine solche Perspektive in der Zukunft zu aufzuzeigen. Indem wir jetzt auf der Mitgliedschaftsperspektive bestehen, schwächen wir nur die Position unserer Freunde in der Europäischen Union, sondern schaffen gleichzeitig in ihrem Inneren eine weitere Spaltungslinie.

Gerade sollten wir nach den europäischen Prinzipien und in völliger Übereinstimmung mit den europäischen Standards unser eigenes starkes Land aufbauen.

Die Ukrainer haben bereits das erhalten, was in dieser Etappe notwendig ist: Es gibt das Assoziierungsabkommen zwischen der Ukraine und der EU, dort sind klare Standards vorgeschrieben. Diese zu erreichen ist eine riesige Arbeit. Wir sollten alle Anstrengungen darauf lenken.

Wir müssen diese Arbeit erledigen, dabei auf dem Weg unseren Partnern erklärend, was wir machen. Dann wird sich die Vorstellung Europas von der Ukraine zum besseren ändern. Und dann kann die Frage der Mitgliedschaftsperspektive gestellt werden.

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Der Umbau der Ukraine nach europäischen Standards läuft diametral den russischen Träumen von uns als gescheitertem Staat entgegen.

Hier gibt es keine Kompromisse mit Russland.

Nicht auf der Mitgliedschaft bestehend, damit der Europäischen Union das „Leben erleichternd“ und mit ihr einen Kompromiss eingehend, können wir von der EU im Austausch dafür konkrete Dinge erreichen:

  • eine spürbarere finanzielle Hilfe und ernsthafte Unterstützung der Wirtschaft der Ukraine;
  • entschlossenere Schritte zur Annäherung der Ukraine an die Europäische Union (beispielsweise, hätten wir in diesem Fall die „Visafreiheit“ bereits seit Langem, die Ratifikation des Assoziierungsabkommens wäre bedeutend einfacher und schneller verlaufen und so weiter);
  • eine proukrainischere Position der EU in allen möglichen Diskussionsformaten zur Friedensregelung;
  • eine absolute Prinzipienfestigkeit in der Frage der Verlängerung der Sanktionen gegen Russland bei fehlendem Fortschritt im Friedensprozess.

Nato

Heute sind für die Ukraine die Verteidigungsfähigkeit und Sicherheitsgarantien fundamentale, existenzielle Fragen. Eben auf diese, und nicht auf Reden über die Nato, müssen die Hauptanstrengungen des Landes gerichtet werden.

Ob ich heute wollte, dass die Ukraine bereits ein Nato-Mitglied wäre? Ja. Ich wünschte mir das.

Doch die Wahrscheinlichkeit unseres Nato-Beitritts geht in der vorliegenden Etappe gegen null. Für die Mehrheit der Mitglieder der Allianz ist die „Ukraine in der Nato“ gleichbedeutend mit einem Anstieg der Wahrscheinlichkeit eines kriegerischen Konflikts mit Russland und ernsten Chancen einer Ausweitung in den Dritten Weltkrieg. Zu diesem Szenario ist im Westen absolut niemand bereit.

Das richtige Ziel für uns ist, nicht gegen verschlossene Türen anzurennen, sondern die Verteidigungsfähigkeit radikal zu stärken, dabei alle Möglichkeiten unserer Rüstungsindustrie und die Bereitschaft des Volkes der Ukraine zur Verteidigung der Heimat nutzend. Und ebenfalls maximale Anstrengungen auf den Erhalt von Sicherheitsgarantien vom Westen als Alternative zur Mitgliedschaft in der Nato zu richten.

An einer Neutralität der Ukraine in naher oder mittelfristiger Perspektive sind viele interessiert. Hier müssen nicht so sehr wir einen Kompromiss eingehen, sondern unsere westlichen Partner. Und wenn sie Stabilität und Frieden wollen, dann werden sie ihn eingehen.

Neben der Rücknahme unserer Mitgliedschaftsforderung, was äußerst wichtig für den Westen ist, haben wir noch einen weiteren Trumpf: „den Budapester Präzendenzfall“. Der Westen, der seine rechtlichen Verpflichtungen gegenüber uns nicht eingehalten hat, uns nicht einmal eine Pistole für die Atombomben gebend, bleibt uns gegenüber, wenigstens in einer moralischen Schuld. Wir müssen vom Westen bedeutende finanzielle und technische Hilfe für die Stärkung unserer Verteidigungsfähigkeit und ebenfalls direkte Sicherheitsgarantien fordern.

Wie diese Garantien aussehen könnten, das kann bislang niemand sagen. In der Welt gab es noch keine derartigen Präzedenzen. Doch jetzt müssen maximale Anstrengungen von Experten und Intellektuellen darauf gerichtet werden, um auf die Hauptfrage zu antworten: Welche internationalen Garantien brauchen wir? Und dann alle Möglichkeiten einsetzen, um diese Garantien zu erreichen.

Dafür müssen alle diplomatischen und politischen Ressourcen eingesetzt werden. Lobby-Möglichkeiten im Ausland sollten sich auch nicht nur auf negative PR konzentrieren, sondern auf die Sicherheit des Landes.

Im Februar dieses Jahres wird auf der Münchener Sicherheitskonferenz erstmalig in ihrer Geschichte eine spezielle ukrainische Veranstaltung stattfinden, die wir organisieren. Unter Beteiligung weltweiter Top-Spezialisten werden dort gerade Fragen dazu diskutiert, wie internationale Garantien für unser Land aussehen können.

Also, unser Verzicht auf das Streben in die Nato in kurzer oder mittelfristiger Perspektive ist nur im Austausch für eine vom Westen garantierte Sicherheit möglich und ebenfalls für bedeutende militärische, technische und finanzielle Hilfe, die unsere Verteidigungsfähigkeit stärkt. Hier müssen unsere westlichen Partner Kompromisse mit der Ukraine eingehen.

Krim

Dieser Abschnitt meines Artikels rief die emotionalste Reaktion hervor. Ich wurde sogar der Bereitschaft beschuldigt, die Krim aufzugeben und auf das Prinzip der territorialen Integrität des Landes zu verzichten.

DAS IST EINE LÜGE.

Im Artikel wurde eben Folgendes geschrieben: „Während wir unsere Position beibehalten, dass die Krim ein Teil der Ukraine ist und zurückgegeben werden muss, sollte die Krim einem Abkommen, das den Krieg im Osten auf einer gerechten Basis beendet, nicht im Weg stehen.“

Ich habe zu keinem Moment den ukrainischen Status der Halbinsel infrage gestellt. Nachdem die „Yalta European Strategy“-Konferenz gezwungen wurde ihre jährlichen Treffen nach Kiew zu verlegen, haben wir keine Sekunde eine Umbenennung in Betracht gezogen. Auf jedem YES-Treffen unterstreichen wir mehrfach, dass ihr gesetzmäßiger Ort in Jalta liegt und dass sie vorübergehend verlegt wurde.

Doch einige der Vorwürfe an meinen Artikel nehme ich sicherlich mit einem Gefühl der Schuld wahr. Ich meine die scharfe Reaktion der Krimtataren und anderer Bürger der Ukraine, die auf der Halbinsel leben, doch dem Lande treu blieben. Für sie ist die Frage „wann kehrt die Krim zurück“ keine geopolitische Gleichung, sondern reales Leiden an der Okkupation oder eine Wunde der verlorenen Heimat. Ich hätte das bei der Wahl meiner Worte berücksichtigen sollen. Jeder Tag ohne Heimat ist Schmerz und ich schreibe von 15-20 Jahren. Ich habe es so gesagt, wie ich es sagte, denn ich bin kein Diplomat, sondern Ingenieur. Vielleicht kann manchmal, wenn Diplomaten nicht die gesamte Wahrheit sagen können, die Direktheit eines Ingenieurs hilfreich sein, damit eine Diskussion beginnt. Daher habe ich etwas mehr Luft in die Lungen gesogen und laut ausgesprochen, was viele denken, aber verschweigen.

Die Wahrheit liegt darin, dass alle Politiker sowohl bei uns als auch im Westen sich bemühen an die Krim nicht inhaltsschwer zu erinnern. Sie sind nicht in der Lage etwas Realistisches vorzuschlagen. Die Krim wird weder im „Minsker“ noch im „Normandie“-Format diskutiert. Es gibt keinerlei klare „Krim-Politik“.

Daher könnte der Nutzen aus der Reaktion auf meinen Artikel wenigstens darin liegen, dass er die Frage der Krim in das Feld der inhaltsvollen Diskussion zurückführt.

Wir laden wie gehabt alle Interessierten (und besonders die krimtatarischen Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens) ein aussagekräftig die Wege der Rückkehr der Krim zu diskutieren. Ich bin bereit ihnen Panels auf internationalen Foren und Medien zur Verfügung zu stellen.

Und trotzdem: Die Ukraine leidet unter dem Krieg. Die Krim und der Donbass sind okkupiert. Doch das sind verschiedene Teile eines großen Problems und die Lösung des einen sollte die Lösung des anderen nicht behindern.

Und die Hauptsache: Im Donbass fließt wie gehabt Blut. Und das muss gestoppt werden. Hier müssen wir einen Kompromiss eingehen.

Doch in der Basisfrage, in der Frage der Zugehörigkeit der Krim kann es keine Kompromisse geben. Die Krim ist ukrainisch. Die Annexion ist gesetzwidrig. Die Okkupation ist vorübergehend.

Und hier gibt es keine Kompromisse. Das ist alles. Punkt.

Donbass

Von allen Szenarien der Entwicklung der Situation im Donbass hat eine friedliche Lösung eine absolute Priorität für mich.

Auf welchem Wege und zu welchen Bedingungen sie erreicht wird, muss diskutiert werden – landesweit, offen und ehrlich.

Alle Tragödien dieses Maßstabes haben allgemeine Gesetze. Sie werden von Menschen begonnen, Menschen beenden sie und es sterben ebenfalls Menschen, sehr viele Menschen. Frieden kostet immer viel.

Doch wie viel und wie dafür zu zahlen, sollte die ukrainische Gesellschaft entscheiden. Diejenigen, die im Donbass kämpfen oder ihre Söhne dorthin schicken, sollten meiner Meinung nach die entscheidende Stimme haben.

Ich bin ein Bürger der Ukraine und ich bin überzeugt, dass man jetzt darüber nachdenken muss, wie die Strategie unseres Landes unter den neuen Bedingungen aussehen soll. Wenn wir uns nicht anpassen, werden trotzdem Abmachungen getroffen, doch bereits hinter unserem Rücken und auf unsere Kosten.

Heute ist Angemessenheit eine der Erscheinungsformen des Patriotismus. Wir haben kein Recht das „Fenster der Möglichkeiten“, das manchmal eine sich ändernde Welt bietet, zu verpassen.

Dialog

Patriotismus ist auch die Bereitschaft seine Ansichten ehrlich auszusprechen. Offen die Wahrheit zu sagen, auch wenn sie unpopulär ist. Vielleicht, sogar sich irrend, denn Wahrheit ist nicht immer die Wirklichkeit. Doch sich nicht zu fürchten Ideen vorzuschlagen, wenn du meinst, dass sie nützlich für das Land sind.

Ich habe nicht erwartet, dass alle mit meinem Artikel einverstanden sein werden. Es war wichtig, dass die aktiven Mitglieder der Zivil-Gesellschaft das zu diskutieren beginnen, was in ihm steht. Um so größer das Brainstorming ist, um so größer die Chance auf die Geburt von bahnbrechenden Ideen.

Gerade ist wichtig, dass wir nachdenken und vorschlagen, wie das Land in der Welt ohne Preisgabe der nationalen Ideen voran und zum Erfolg gebracht werden kann.

Im Laufe dieser Diskussion ist es nicht erforderlich, Etiketten anzuhängen. Obgleich wenn jemand es gewohnt ist und ihm es nur bequem ist, dann bitte schön. Es stört mich (fast) nicht.

Denn im Endergebnis ist wichtig, was über unsere Zeit in 20-30 Jahren in den ukrainischen Lehrbüchern der neueren Geschichte geschrieben wird (darunter wer verriet, wer kapitulierte, wer das Ziel verfehlte und so weiter und so fort).

Doch absolut wichtig ist, wie unser Land in den Lehrbüchern der Geografie aussehen wird und was dort über die Zahl der Bevölkerung geschrieben sein wird – hat sie sich erhöht oder verringert.

Und wenn sie sich verringerte, DANN AUS WELCHEM GRUND.

Ich weiß, dass die überwältigende Mehrheit der mich Kritisierenden, so wie auch ich, von ein und demselben träumen: von einer freien, europäischen, friedlichen und erfolgreichen Ukraine, mit der Krim und dem Donbass in ihrem Bestand.

Ich, ich stimme damit überein. Träumen ohne Bezug zur heutigen Realität ist möglich. Doch den Traum ohne Angemessenheit zu verwirklichen ist unmöglich.

Und dazu sind im Vergleich mit unserem gemeinsamen Traum die Unterschiede in unseren Ansichten verschwindend gering.

Und Verrat wird sein, dem Erreichen dieses Traums keine absolute Priorität zu geben.

13. Januar 2017 // Wiktor Pintschuk

Quelle: Ukrainskaja Prawda

Übersetzer:   Andreas Stein — Wörter: 2443

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„ ... " ... Vielleicht erkennt jemand sich oder seine Freunde auf diesen Fotos wieder.... " Dann bitte die Autorin kontaktieren bzw. ich kann das auch weiterleiten (PN)“

„Na, na, na, wer wird den gleich beleidigend werden. Da habe ich wohl einen oder mehrere wunde Punkte getroffen, @minimax ? Minimax und Adejwka befreien? Mädchen in Strumpfhosen, die vor dem PC sitzen...“

„"Wieso auskotzen ? Ich bin aktuell mit Befreiung Awdejewkas recht zufrieden." "Schwachmaten wie @Bernd D-UA sind besser ruhig, mehr als uninteressanten Müll ist von solchen Leuten nicht zu lesen." Minimax,...“

„Schwachmaten wie @Bernd D-UA sind besser ruhig, mehr als uninteressanten Müll ist von solchen Leuten nicht zu lesen. Bei dir ist sehr auffällig dass du immer anderen die Sachen aufdrücken willst welche...“

„Schwachmaten wie @Bernd D-UA sind besser ruhig, mehr als uninteressanten Müll ist von solchen Leuten nicht zu lesen.“

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„Wie minimax sich das schön redet, ein Verbrechen ist ein Verbrechen und dran ist NICHTS "irgendwo verständlich". Kranke Menschen verhalten sich so und nur kranke Menschen finden das irgendwo verständlich....“

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„Wieso auskotzen ? Ich bin aktuell mit Befreiung Awdejewkas recht zufrieden. Du und deine Mörderbande "Russische Soldaten haben nach der Einnahme der Kleinstadt Awdijiwka im Osten der Ukraine nach Angaben...“

„Wieso auskotzen ? Ich bin aktuell mit Befreiung Awdejewkas recht zufrieden. Du und deine Mörderbande "Russische Soldaten haben nach der Einnahme der Kleinstadt Awdijiwka im Osten der Ukraine nach Angaben...“

„Minimax was doch gar nicht was Nazis sind, kennt ja nicht mal die Definition. @Frank hast recht, jemand hat wieder Ausgang! Sitzt mit ner Flasche Wodka in der Birne und verträgt es nicht, jetzt kotzt...“

„Wieso auskotzen ? Ich bin aktuell mit Befreiung Awdejewkas recht zufrieden.“

„Mal ganz harmlos gefragt: Gibt es eigentlich kein Psychoforum o.ä., wo Typen wie Du sich 24/7 so richtig auskotzen können ?“

„Als neue Juden sozusagen? Das hättest du und deinesgleichen natürlich gerne, ist schon klar und mit den grünen Faschisten + CDU/CSU ist einiges vorstellbar. Nazi-Schweine unterstützen Nazi-Schweine,...“

„Wenn das große Strafgericht kommt solltest Du aber bald die Seiten wechseln Minimax. Nicht daß Du als aufrechter Putintroll auch noch im Filtrationslager endest... Wer weiß, vielleicht gelingt es Dir...“

„Vielen Dank Erstmal! Meine Frau wird jetzt zur Botschaft fahren und eine schriftliche Bestätigung holen, dass ein Austritt nicht möglich ist. Mal sehen was die österreichische Seite dann sagt. Hallo,...“

„Handrij, Mariupol blüht ja auch auf. Im aktuellen Kriegsverlauf sind großflächige Zerstörungen leider unvermeidlich. Ob später alle Dörfer und Städte aufgebaut werden, ist natürlich fraglich. Später...“

„Leute, gute Nachrichten, Awdejewka wird in den nächsten Tagen befreit. Für einige Nazis, wie unter anderem Asow, dürfte es verlustreich werden. Hat der Nazi wieder mal Ausgang bekommen ...“

„Leute, gute Nachrichten, Awdejewka wird in den nächsten Tagen befreit. Für einige Nazis, wie unter anderem Asow, dürfte es verlustreich werden.“

„Vielen Dank Erstmal! Meine Frau wird jetzt zur Botschaft fahren und eine schriftliche Bestätigung holen, dass ein Austritt nicht möglich ist. Mal sehen was die österreichische Seite dann sagt. Hallo,...“

„Vielen Dank Erstmal! Meine Frau wird jetzt zur Botschaft fahren und eine schriftliche Bestätigung holen, dass ein Austritt nicht möglich ist. Mal sehen was die österreichische Seite dann sagt. Hallo,...“

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„Weil ein minimax überhaupt weiß was ein Nazi ist? Bitte eine Definition davon. Ansonsten würde ich meinen, deinen verbalen Dünnschiss kann man auch ohne die Beschimpfungen anderer " ablassen" und Druck...“

„Oh man, diese bescheuerten Artikel werden wohl nie enden. Die armen Schweine bzw. Leibeigene in der Ukraine können einem Leid tun, sind praktisch komplett ohne Rechte und müssen sich andauernd verstecken....“

„Der Trottel Scholz war ja zuletzt beim Biden und der hatte sicher versucht den Trottel zu überreden, den ukr. Nazis mehr Geld zu geben. Also wegen den deutschen Idioten geht dann vielleicht doch noch...“

„Ich kann dir zumindest sagen, dass das Wetter in D, speziell in NRW beschissen ist. Betreibe bspw. das schöne Hobby Astrofotografie und wegen dem Wetter braucht man es eigentlich gar nicht anfangen.“

„Irgendiwe werde ich das Gefühl nicht los, daß Selenskyi keine Ahnung von Diplomatie hat (und auch keine Ahnung von Völkerrecht - z.B. welche Befugnisse ein Land in einem anderen hat - oder eben nicht)“

„Wenn ich mir überlege wie es gerade in Ungarn rumort (im Volk - nicht in der Regierung), dann habe ich wieder mehr Hoffnung ... Allerdings arbeitet die Zeit für Putin und es ist offen wie lange es dauern...“

„Oh man, diese bescheuerten Artikel werden wohl nie enden. Die armen Schweine bzw. Leibeigene in der Ukraine können einem Leid tun, sind praktisch komplett ohne Rechte und müssen sich andauernd verstecken.“

„... Russland eher am Anfang ihrer Möglichkeiten. ja klar - ein Schritt vorm Abgrund ""Putin hat sich und sein System an den Rand der Katastrophe gelenkt. In dieser Katastrophe, davon bin ich überzeugt,...“

„Abwarten und Tee trinken. In Zeiten großer Umbrüche, die wir jetzt definitiv haben, kann sich manches auch schnell entwickeln. Ein Bürgerkrieg in den gottverdammten Staaten (in der Ukraine findet übrigens...“

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„Der minderbemittelte "Stratege" ist wieder am Fantasieren. D verliert gerade seine Konkurrenzfähigkeit. Und wenn D meinen sollte, den Krieg weiterhin und noch intensiver unterstützen zu müssen, braucht...“

„Man darf ja wohl noch träumen, tatsächlich aber ein Armutszeugnis für Selenskyi, politischer Dünnschiss! Trotzdem liegt er an anderer Stelle auch mal richtig. Zuviel Politik in der Ukraine, man sollt...“

„@minimax, Du bist nicht mal nützlich als I....., solch einen "subtilen" Russentroll hatten wir noch nie hier. Deutschland tut, was Deutschland tut, die Notwendigkeiten sind klar gegeben. Die deutsche...“

„Die Deutschen sind besonders nützliche Idioten, da geht sicher was. Auch wenn dabei das eigene Land zugrunde geht.“

„Der Clown will schon mal viel, wenn der Tag lang ist. Ne, eigentlich andauernd und nicht selten besonders absurd.“

„Ein Päckchen von Berlin nach Kiew hat mit der Nova Post / Nowa Poschta jetzt gerade einmal fünf Tage benötigt. In umgedrehter Richtung genau so. Wurde am Sonntag in der Nähe von Kyjiv aufgegeben und...“

„Hi, bin auf der Suche für ein Projekt nach privaten Bildern von den ersten Tagen der Majdan Revolution. Mich interessieren Bilder von Majdan Platz bei Nacht in der Zeit bis 30.11.2013 am besten mit vielen...“

„He Minimax. Nur noch einmal kurz zu Ihrer Äußerung, Salo und Slava, GEROJAM - Salo ist eine Beleidigung es heißt Slava. Man sollte sich vielleicht vorher etwas eingehender informieren ehe man seine...“

„"Feuer breitet sich nicht aus hast du Minimax im Haus ... Aber Minimax ist grosser Mist wenn du nicht zuhause bist" Muss direkt mal Bekannte fragen ob dort viele Kasper arbeiten“

„Apropos Absetzung, ist anscheinend bereits beschlossene Sache und er wird nicht alleine entlassen. Die Selenskij Bande wartet wohl noch ab, bis die Lage in Awdejewka für die Nazis katastrophal wird. Und...“

„Klugscheißer! Das Selenskyj das nicht selbst liest weiß ich auch, vielleicht dringt das eine oder andere doch einmal zu ihm durch.“

„Was ist denn das für ein Theater hier? Der Clown liest hier nicht mit. Er duldet halt keine ernsthaften Konkurrenten, auch wegen der eigentlich bald endenden Legitimität des Clowns. Außerdem heißt...“

„Das war ja wieder einmal zu erwarten. Hat Selenskyj wieder einmal nichts anderes zu tun als zu versuchen hochrangige Spezialisten zu defarmieren und sie ins Abseits zu schieben und sich selbst als den...“

„Das hört sich doch mal sehr gut an. Ich werde das mal weitergeben. Vielen Dank.“

„Zunächst einmal danke für die Antwort. Teilweise habe ich schon bei den vorgeschlagenen Stellen Hilfe gesucht. Es wird aber immer nur angeboten einen Reisepass auszustellen oder einen Pass zu verlängern....“

„Sehr geehrte Forennutzer. Ich benötige einen Rat, bezüglich der Beantragung eines Ukrainischen Ausweises (kein Reisepass). Eine junge ukrainische Frau besitz nur einen Kinderausweis, der seit kurzen...“

„Das Gleiche gilt auch für Österreich und ist auch dort bekannt: ...“

„Da das nach irischem Recht beurteilt werden muß kann Dir hier in D wohl kaum jemand beantworten. Ich vermute daß trotz anderer Begrifflichkeit ("Asyl") dort für Ukrainer ähnlich weitgehende Befreiungen...“

„Flixbus erscheint mir als die beste Alternative. Von Chisinau in die Ukraine sollte es aber auch mit dem Bus gehen, leider kann ich da nicht weiter helfen , daher der lange Weg nur mit Flixbus sinnvoll“

„Gar nicht, bleib wo Du bist. Ein Asylverfahren ist kein Wunschkonzert. Ansonsten geh nach Hause in die Ukraine, kannst von dort aus Deinen Geschäften nachgehen“

„Hallo, wir sind gerade in der gleichen Situation, allerdings kommt meine Frau aus dem Osten der Ukraine (Donetsk) und sie kann sich nicht mal abmelden da keinerlei Dokumente von dort in der Ukraine gültig...“

„hallo zusammen wir wohnen in estepona spanien und meine frau überlegt gerade mit dem bus nach odessa oder chisinau zu reisen. kennt jemand eine verbindung oder ein unternehmen danke“

„hallo guten tag,kann mir jemand sagen ob es möglich ist wenn ich als ukrainer in irland asyl habe und das hotel bezahlt vom staat habe,wie kann ich ich dann in die eu oder moldavien reisen“

„Laut Asylstelle sind wohl beide Verfahren noch in der Prüfung. Ist frustrierend, wenn du selbst als der deutschen Sprache halbwegs mächtiger Mensch kaum Informationen bekommst. Ich bleibe am Ball. Solange...“

„Ich lese auch nur kreuz und quer im Internet. Bei dem 2. Mann ist es ja wohl noch in Prüfung. Warum ist es bei ihm anders? Allg. musst aber da dran bleiben, da ist das letzte Wort sicherlich nicht gesprochen“

„Danke für die Antwort! Hast du irgendwelche Links, wie die Bedingungen sind? Gesetzestexte etc? Wir haben heute die Asylsprechstunde genutzt. Die Sachbearbeiterin fand es selbst verwunderlich, dass die...“

„Da wird halt geprüft ob sie wegen langen Polenaufenthalt den Sonderstatus als Ukaineflüchling erhalten oder nicht. Ansonsten gelten sie halt nach Asylgesetz. Ukrainer werden halt NICHT als Asylsuchende...“

„Vielen Dank für deine Antwort. Ja, beide waren bereits öfter mit Visum in Polen arbeiten. Doch erst 20 Tage vor dem Kriegsausbruch hat er erstmasl seine Frau und sein Kind mitgenommen aus Angst vor dem...“

„Wie lange waren denn die Männer schon in Polen zum Arbeiten gemeldet? Sicherlich länger als sie dann komplett mit Familie rüber sind. Das könnte das Problem sein.“

„Hallo und schön, dass es euch gibt! Ich bin durch Zufall hier in Deutschland an zwei ukrainische Männer geraten. Ihre Geschichte geht wie folgt: Ziemlich genau einen Monat vor dem Kriegsausbruch haben...“