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Die Opfer nicht vergessen

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Es ist eine banale Tatsache, dass jeder Täter sein Opfer hat. Meist handelt es sich nicht nur um eines. Das ist wie bei denjenigen, die von unserem teilweise recht abstrakten Staat etwas geklaut haben: Alles Geld und Vermögen des Staates ist unseres, dass des ukrainischen Steuerzahlers. Täter haben wir viele, mehr als Hunderttausend.

Während sie ihre Strafe in Gefängnissen und Arbeitslagern absitzen, müssen sie ihren Opfern eine Entschädigung zahlen. Der eine mehr, der andere weniger und einige was völlig “Astronomisches”. Doch Arbeit gibt es in den ukrainischen Gefängnissen und Lagern nicht genügend. Gerade einmal 20 Prozent aller ukrainischen Häftlinge bekommen die Möglichkeit, zu arbeiten, irgendwie etwas Geld zu verdienen. Daran ist noch nicht einmal die Führungsspitze unseres Strafvollzugsystems schuld. Das sind allgemeingültige Realien in der Ukraine.

Die Sache ist die: Unsere einsitzenden Mitmenschen müssen ihren Opfern 575 Millionen Hrywnja (ca. 51 Mio. Euro) zahlen. So lautet die Gesamtsumme aller gerichtlichen Forderungen, die Unterhaltskosten nicht mit eingerechnet – dann würde wohl eine Milliarde zusammenkommen. Ob all diese ukrainischen Opfer wohl je eine Chance haben werden, die aus rechtlicher und gesetzlicher Sicht vorgesehene Entschädigung zu bekommen? Faktisch gesehen, nein. Solch eine Chance bekommen sie nicht. In zivilisierten Staaten bekommen die Geschädigten entweder direkt Hilfe vom Staat oder von ernsthaft arbeitenden Versicherungen. Dort wartet niemand erst Jahrzehnte oder gar Jahrhunderte.

Bei uns ist das aber alles etwas anders. Wir kümmern uns in erster Linie um den Schutz von Menschenrechten bei Mördern, Vergewaltigern, Dieben und Beamten, die alles mitgehen lassen. Um ihr beschwerliches Leben, ihre ärmliche Versorgung, um ihre physische und psychische Verfassung. Um ihre nicht adäquate Strafe und manchmal sogar um ihre Unschuld. Solch eine Qualität hat unser Strafvollzugssystem und unsere Staatsanwaltschaft à la Wyschinskij (gemeint ist Andrej Wyschinskij bzw. poln. Andrzej Wyszyński, einer der Organisatoren der stalinschen Repressionen, A.d.R.).

Hunderte unserer gesellschaftlichen Organisationen beobachten die Verhältnisse, die in den Haftanstalten herrschen. Entweder sie täuschen diese Tätigkeit nur vor oder aber sie piepsen nur ein bisschen rum. Doch mit den Leidtragenden beschäftigt sich in unserem Land niemand. Auch in unserem Parlament, in dem – ganz “europäisch” – eine Homo- und Waffen-Lobby existieren, gibt es noch nicht einmal ein minimales Interesse an den Geschädigten. Die Sache ist wohl nicht aktuell genug, oder was.

Die Opfer – sie werden älter und sterben, ohne dass sie je eine Entschädigung bekommen hätten. Ohne, dass sie je eine effektive medizinische Versorgung bekommen hätten (damit ist es bei uns schlecht gestellt, nicht nur in den Gefängnissen). Stattdessen diskutieren wir über eine zutiefst unmoralische gesetzliche Möglichkeit, die die Behandlung der Verurteilten in den reichen und erfolgreichen Ländern vorsieht. In Ländern, in denen sich schon seit Jahren unsere starke Elite erfolgreich behandeln lässt. Und die vom ukrainischen Gericht immer noch nicht schuldig gesprochen wurde.

Auf einer meiner Fahrten in die ukrainische Provinz, habe ich eine Familie kennengelernt, die unter einer verrohten, besoffenen Bestie grausam zu leiden hatte. Eine Bestie, die tötet und vergewaltigt und die einen älteren Bruder hat, der in unserer Stadt als erfolgreicher Geschäftsmann bekannt ist.

Die Opfer, die, abgesehen von den Wunden, überlebt haben, brauchen eine seriöse kosmetische Behandlung (beide sind Lehrer) und eine qualifizierte psychologische Betreuung. Aber dort, in dem kleinen Ort, “praktizieren” nur zwei selbst ernannte Psychiater mit zwei unverständlichen “Diplomen”: Die eine ist eine ehemalige Buchhalterin, der andere ein entlassener Oberfähnrich einer Begleitschutz-Truppe.

Ja, ich weiß, ich werde gerade ziemlich emotional und bewege mich unter der Gürtellinie. Aber wir sollten die Rechte der Gefangenen anerkennen und gegen die eigenen Ekel- und Rachegefühle ankämpfen. Ansonsten werden wir selbst zu Bestien. Doch eines sollten wir nicht vergessen: Die Gefangenen haben Opfer. Unschuldige Menschen, denen ihre Zukunft und eine qualifizierte medizinische Versorgung geraubt wurden, sind oftmals am Verhungern.

4. November 2013 // Semjon Glusman

Quelle: LB.ua

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Übersetzerin:   Maria Ugoljew — Wörter: 632

Maria Ugoljew ist freischaffende Journalistin und Übersetzerin. Sie hat erst Slawistik, Kunstgeschichte sowie Musikwissenschaft in Greifswald und Brno studiert und dann bei einer Lokalzeitung volontiert. Heute lebt sie in Berlin.

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„Auch wenn ich diese Verbindung toll finde, hätte ich ehrlicherweise Angst, von Polen aus in die Ukraine zu reisen. Die Polen werden immer gewaltsamer gegen Ukrainer und ukrainische Projekte. Außerdem...“

„Ich dachte z.B. Krakovetz hat diese Spur nicht, jedenfalls bin ich in 2025 mit allen anderen bei den Ukrainern durchgeschleust worden, anschließend bei den Polen EU Spur..“

„ Hallo julib77,

Bzgl. Ausreisen mit PKW nach Polen möchte ich Dir deutlich widersprechen, ich weiß nicht woher Du Deine Informationen beziehst.

Schau einfach hier einmal Thread nach "An welchem Grenzübergang geht's am schnellsten? Da musst Du nicht suchen, der steht derzeit auch immer weit oben. Auch wenn wir da, nur über die Abläufe und die Wartezeiten berichten, findest Du nicht einen Kommentar darüber, dass Ukrainer schlecht behandelt werden. (2025 bis heute, ca. 25 Ein- und Ausreisen)

Ich kann nur sagen, ich beobachte keinerlei Repressalien, ganz im Gegenteil, die Ukrainer werden respektvoll behandelt, ist stelle keinen Unterschied zu mir als Deutschen fest. Das einzig berichtenswerte ist, dass die meisten Ukrainer-Innen fotografiert werden, bei der Ein - und Ausreise. Dieser Vorgang läuft professionell ab, ich kann dabei keine "Erniedrigung " beobachten, es wird gelacht und gescherzt dabei und die Frauen richten ihre Haare etc. Damit es ein 'schönes" Bild gibt.

Bzgl. Ungarn kann ich nur von einer Einreise berichten in 2025 (noch unter Orban), an dem mir sehr gut bekannten Grenzübergang "Lushanka" (Berehove HU), die Ausreiseseite kann man beobachten, ich kann nichts berichten, d.h. für mich normale Abläufe bei der Ausreise, wie auch bei der Einreise. Normale PKW Schlange, ganz im Rahmen. Kurz um, mir ist damals nichts aufgefallen. Alles war SICHER, wie die letzten 70 Mal, als ich den Grenzübergang von 2004 an bis 2025 überquert habe. Ein- und Ausreise.


„Ich werde am Sonntag ca. 12 Uhr auch wieder in Uhryniw Ausreisen. Dazu mal eine Frage, in Uhrnyiw gibt es ja die besagte EU-Spur, die ja durchweg bei den Ukrainern und den Polen die Ausreisezeit doch erheblich...“

„Auch wenn ich diese Verbindung toll finde, hätte ich ehrlicherweise Angst, von Polen aus in die Ukraine zu reisen. Die Polen werden immer gewaltsamer gegen Ukrainer und ukrainische Projekte. Außerdem...“

„Ups, ja. Irgendwie war zwar die Rede von einem durchgängig buchbaren Fahrschein, aber das bedeutet in der Tat wohl nicht auch zugleich eine unterbrechungsfreie und bequeme Fahrt mit der Bahn. Schade“

„Ja auf dem Papier sieht das wohl alles sehr einfach aus. Offenbar hat Leo da den Mund etwas zu voll genommen, scheint übrigens typisch für die private Verkehrsbranche zu sein. Soweit ich sehe hat sich...“

„Ja auf dem Papier sieht das wohl alles sehr einfach aus. Offenbar hat Leo da den Mund etwas zu voll genommen, scheint übrigens typisch für die private Verkehrsbranche zu sein. Soweit ich sehe hat sich...“

„ Obwohl der Leo-Express angeblich seit Juni den Betrieb auf dieser Strecke aufgenommen hat wird die "Bahnfahrt" über Przemysl nach UA wohl noch lange Zukunftsmusik bleiben.
Wie zu lesen ist gibt es noch nichtmal für das polnische Streckennetz eine Zulassung so daß derzeit dort wohl noch mit Bussen gefahren wird.


„изображение.png изображение.png Da muß man wohl mit den Daten etwas herumspielen ... Da wird wohl noch nicht täglich gefahren. Trotzdem Danke.“

Der Link zum Anbieter ist ja da.
Ist korrekt, aber ich finde man hätte trotzdem im Text gleich darauf hinweisen können.
War aber nicht "böse" gemeint ...
Bis jetzt sind die Tickets auch noch nicht auf der Webseite buchbar - warum auch immer ...
Hab´s versucht - bekomme aber immer angezeigt "auf dieser Strecke fahren wir nicht" :-([smilie=dntknw.gif]

„Man sollte aber explizit dazu schreiben, daß es ein Zug von LeoExpress ist - und nur auf deren Webseite kann man die Fahrkarten kaufen. Zumindest ist es die erste Umsteigefreie Verbindung von Deutschland...“

„Vielen Dank, mit einem Briefchen meiner Frau im Gepäck gab es keine Probleme“

„Am besten wäre natürlich, wenn die Frau mit dabei ist. Alleinreisende Männer stehen schließlich immer unter Verdacht.“

„Kein Zoll. Du musst an sich nur sagen dass das privat ist und du nicht damit handeln willst. So lange das nicht Originalverpackt ist und ersichlich das nicht neu sollte es keine Probleme geben“

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